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Teste die Akku-Gartenschere EasyPrune von Bosch

Die EasyPrune, ein fleißiger Helfer im Garten

Vorab danke an Firma Bosch, dass ich testen durfte. Es scheint ein Gerät der zweiten Generation zu sein. So konnte ich Unterschiede in der Farbe entdecken und auch die drei Stufen Einstellung ist wohl nicht mehr vorhanden. Insgesamt scheint mir das Gerät dadurch nutzerfreundlicher, da man nicht mehr im Vorfeld überlegen muss, welche Stufe man einstellt. Beim Testgerät waren wie immer Fragen dabei, die ich versuche, möglichst gut zu beantworten.
Die Schere wird in einem Karton geliefert, ein Stecker und ein Micro-USB Kabel sind dabei. Das Gerät wiegt ungefähr 500 Gramm und die angegebene Ladezeit von 3,5 Stunden kann ich bestätigen.
Auf der Verpackung wird damit geworben, dass man mit einer Akkuladung bis zu 450 Schnitte machen kann. Ich habe zwar nicht mitgezählt, aber ich musste eher eine Pause machen als die EasyPrune. Die hat durchgehalten.

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Frage 1

1. Wie oft im Monat nutzt du die EasyPrune während der Wachstumsperiode?

In unserem Testzeitraum kam die EasyPrune mehrmals wöchentlich zum Einsatz. Nach Gebrauch wurde sie ans Ladekabel gehängt, weil man ja leider den Akku nicht wechseln kann und meine Frau Sorge hatte, dass die Schere bei der Arbeit im entscheidenden Moment ausgeht. Die Akku Ladezeit beträgt zwar mehrere Stunden, aber wir haben es bei vollem Akku nicht geschafft, diesen an einem Stück leer zu bekommen. Vorher ging uns die Puste aus und nicht dem Gerät.

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Frage 2

2. Welche Arten von Material hast du mit der EasyPrune geschnitten?

Ich habe alles Mögliche ausprobiert. Apfeläste, Bambus, Thuja, Ilex und auch dünnere und weichere Pflanzen im Garten. Wobei die weichen nicht so gut zu schneiden waren wie die richtigen Zweige. Rosmarin und Lavendel habe ich auch ausprobiert, aber je dünner die Zweige, umso mehr musste man darauf achten, an welchem Teil der Schneide man ansetzt.
Am allerbesten hat mir der Apfelbaumschnitt gefallen. Ich habe einen kompletten großen Gartensack mit kleinen Astabschnitten voll gemacht, und der Akku zeigte immer noch grün an.
An der Schneide ist eine kleine Aussparung, mit der man Drähte schneiden kann. Auch das habe ich getestet. Diese Funktion ist allerdings sinnlos. Der Draht verbiegt sich nur, aber wird nicht durchgeschnitten.

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Frage 3

3. Welchen max. Durchmesser hatten Äste, die du mit der EasyPrune geschnitten hast?

Laut Herstellerangabe kann man Weichholzäste mit bis zu 25mm Durchmesser schneiden und hartes Holz bis zu 20mm Durchmesser. Extrem hartes Holz hatte ich jetzt nicht, aber bei den Apfelästen hat die Schere bei 25mm zwar ganz schön geächtzt, aber sie hat es geschafft. Das hätte ich nicht erwartet. Die Thuja Äste habe ich teilweise schräg geschnitten, weil ich nicht so gut an die Hecke herankam. Je nach dem, an welcher Stelle der Schneide ich angesetzt habe, musste ich auch mal ein zweites Mal an derselben Stelle schneiden, um durchzukommen.

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Frage 4

4. Welchen Anteil hatten Schnitte mit großem Durchmesser an deinen Arbeiten?

Die meisten Äste, ca. 70%, hatten 10-15mm Durchmesser. Etwa 20% waren 20-25mm Durchmesser. Aber die ganz dicken habe ich meistens mit der Astschere bearbeitet, weil es doch gemütlicher war. Etwa 10% der Äste waren dünner als 10mm.

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Frage 5

5. Bei welchen Arten von Schneidearbeiten im Garten hilft dir die EasyPrune?

Alles, was im Schrebergarten und auf dem Campingplatz anfällt. Vom schmaler schneiden einer Hecke, damit sie dem Wohnwagen nicht im Weg ist über den Formschnitt eines Apfelbaumes über den Schönheitsschnitt einer kleinen Thuja ist alles dabei. Der Testzeitraum war ja wegen des Tierschutzes nicht so günstig, aber mit der Schere konnte man Zweig für Zweig abschneiden und immer schauen, dass man keine brütenden Vögel stört. Um die Schere umfassend zu testen, haben wir aber auch abgeblühte Tulpen und Rosen geschnitten. So weiche Sachen wie Tulpen würde ich aber eher mit einer normalen Schere schneiden.

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Frage 6

6. Verstehst du die EasyPrune Power-Assist-Technologie?

Das hoffe ich zumindest. Wenn man aufhört zu drücken, geht die Verstärkung auf der Stelle aus. Das finde ich wichtig, falls man mal aus Versehen in einen Finger schneidet. Wenn man einen etwas dünneren Ast hat und direkt beherzt zupackt, geht die Schneideverstärkung gar nicht erst an.

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Frage 7

7. Wie hat dir die Power-Assist-Technologie beim Schneiden geholfen?

Die Power-Assist-Technologie ist sehr hilfreich beim Schneiden. Man drückt die Schere zusammen, die Kraftverstärkung setzt aber nur ein, wenn man kräftig zudrückt. Sobald man loslässt, geht die Kraftverstärkung auch wieder automatisch aus. Das ist gut, falls man mal versehentlich irgendwo rein geschnitten hat.
Bei kleinen Ästchen, wenn man nur moderat zusammen drückt, geht die Kraftverstärkung gar nicht erst an. Das ist gut ausgetüftelt, Firma Bosch.

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Frage 8

8. Bist du mit der Schneideleistung der EasyPrune zufrieden? Bitte bewerte die Schneideleistung der EasyPrune (1 sehr schlecht - 10 sehr gut)

Insgesamt gebe ich der Schneideleistung der Schere die Note 9. Bei dickeren Ästen geht sie akustisch in die Knie und man denkt, sie schafft es nicht. Aber dann schneidet sie den Ast doch durch.
Wenn man den Ast zu weit in die Schere rein schiebt, verkantet sich die Schneide manchmal etwas. Aber mit der Zeit bekommt man heraus, wie man gut und effektiv schneidet, nämlich wenn man den Ast entweder mittig oder minimal weiter vorne schneidet.
Bei zu dünnen Ästchen mit Blättern verkantet sich die Schneide öfters, vor allem, wenn man zu wenig mittig ansetzt mit der Schneide. Aber in der Hauptsache ist die EasyPrune ja eher für Äste anstatt Blätter gedacht. Somit ist alles im grünen Bereich.

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Frage 9

9. Verstehst du, wie man die Messer der EasyPrune austauscht?

Da ich erst dachte, man kann beide Messerteile ausbauen, erstaunte es mich, dass man nur die eigentliche Schneide ausbauen kann und der Amboss fest verbaut ist. Der Wechsel an sich ist selbst für Laien einfach und intuitiv zu schaffen, siehe Fotos.

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Frage 10

10. Findest du, dass die EasyPrune angenehm zu bedienen ist? Falls nein, welchen Teil der EasyPrune findest du unpraktisch?

Bei Männerhänden oder normal großen Frauenhänden liegt die Easyprune sehr gut in der Hand. Natürlich wäre es besser, wenn die Griffe noch ein bißchen dünner wären, aber der Motor und der Akku müssen ja verbaut sein.
Auch der Antirutschgriff oberhalb macht Sinn. Ich finde gut, das man die Schere an macht und dann nirgendwo mehr rumstellen muss, wie es wohl bei der ersten Generation der Schere vor zwei Jahren noch war. Nicht so praktisch finde ich persönlich, dass sich die Schere nach dem Schneiden nicht wieder komplett öffnet, sondern nur zu zwei Drittel. Da muss man mit dem nächsten Ast die Schneide sozusagen aufdrücken, um die Schere wieder vollständig zu öffnen. Aber vielleicht legt sich das mit der Zeit noch.

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Frage 11

11. Welche eine Sache würdest du an der EasyPrune ändern?

Definitiv den vorsintflutlichen Anschluss. Der Trend geht heute zum USB C Anschluss. Warum macht Bosch da nicht mit? Soll aber nicht undankbar klingen. Die EasyPrune ist ein super Gerät für den Garten.

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