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Teste den Akku-Trennschleifer EasyCut&Grind von Bosch

Der Bosch EasyCut&Grind hat unsere Erwartungen an dieses handliche Werkzeug voll erfüllt und beeindruckt vor allem mit seinen Schleifergebnissen - auch an schwer zugänglichen Stellen.

Mein Sohn (17 Jahre) und ich haben den Bosch EasyCut&Grind getestet. Bereits beim Auspacken (Bild 1) machte das Gerät einen positiven Eindruck auf uns: es kommt in solider Bosch-Qualität, wirkt handlich, und das mitgelieferte Zubehör –vor allem die Trenn- und Schleifscheiben- motiviert, sofort damit loszulegen.

Bedienung und Gebrauch

Das Gerät liegt gut in der Hand und lässt sich angenehm greifen und führen. Das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen ist einhändig ermüdungsarm möglich (Bild 2).

Der Wechsel der Trenn- und Schleifscheiben gelingt schnell und einfach. Dabei ist der Innensechskantschlüssel, der in der Transporthaube integriert ist, eine gute und nützliche Idee; allerdings könnte er nach unserer Einschätzung etwas solider ausgeführt werden, z.B. in der Größe 4 mm anstatt der gelieferten 3 mm. Die durchdachte Einschaltsperre funktioniert sehr sicher und ist dabei leicht zu bedienen. Die automatische Abschaltung nach fünf Minuten ist eine nützliche Funktion. Das Gleiche gilt für die Akku-Ladezustandsanzeige. Einen komplett entladenen Akku konnten wir in etwa zwei Stunden mit einem 5V/2A-Steckernetzteil (vom Smartphone) aufladen – für uns völlig akzeptabel. Auch mit der Akku-Laufzeit sind wir vollkommen zufrieden, unsere geplanten Arbeiten konnten wir jeweils mit einer einzigen Akku-Ladung erledigen.

Der Motor hatte für die meisten unserer Aufgaben genug Leistung, wirkt auf uns trotzdem etwas unterdimensioniert und erscheint uns –selbst im Leerlauf- relativ laut. Wir würden uns daher einen leistungsstärkeren und hochwertigeren Motor wünschen.

Wir haben in unserem Test die Materialien Eisen, Holz, Acrylglas und das Leiterplattenmaterial FR4 (mit Epoxidharz getränkte Glasfasermatten) sowohl getrennt als auch geschliffen und konnten stets einwandfreie Ergebnisse erzielen. Besonders haben uns die Schleif-Resultate beeindruckt, beispielsweise in Bild 3 bei Holz und in den Bildern 4 und 5 bei Acrylglas. Die sehr gute Klett-Haftung der mitgelieferten Schleifplatte hilft dabei sehr.

Die ebenfalls mitgelieferte Schneidhilfe hat sich bei uns zum Trennen von Holzleisten und Gewindestangen (Bild 6) bewährt, da sie präzise Schnitte ermöglicht.

Die Bedienungsanleitung ist umfassend ausgeführt und verständlich gehalten. Lediglich eine Skizze wäre nützlich, um den Hinweis „Das Elektrowerkzeug muss stets im Gegenlauf geführt werden.“ im Kapitel „Trennen von Metall“ zu veranschaulichen (wie diese z.B. in der Anleitung zu unserer Bosch-Oberfräse zu finden ist).

Um den EasyCut&Grind auf Herz und Nieren zu prüfen, haben wir folgenden Belastungstest durchgeführt: mit einer vollen Akku-Ladung sollten in möglichst kurzer Zeit Scheiben von einer 13 mm dicken (also knapp die maximale Schnitttiefe von 14 mm) und 38 mm breiten Leiste aus Kiefernholz abgetrennt werden. Ergebnis: nach 18 Minuten und 48 Schnitten war der Akku entladen und der Motor noch handwarm – Test erfolgreich bestanden!

Fazit

Der Bosch EasyCut&Grind hat unsere Erwartungen an dieses handliche Werkzeug voll erfüllt. Am besten haben uns die sauberen Schleifergebnisse gefallen, auch an schwer zugänglichen Stellen. Um das Gerät perfekt zu machen, dürfte nach unserer Meinung der Motor ruhig etwas mehr Leistung haben und dabei weniger laut sein. Als weiteres Zubehör schlagen wir ein Bohrfutter vor, das sich auf die Schleifspindel schrauben lässt.

Bild 1: Auspacken
Bild 2: Schleifen der Kanten eines Stahlrohres im Garten (zur Abstützung einer Treppe)
Bild 3: Schleifen von Stirnholz einer Leiste aus Douglasie (in der Mitte ungeschliffen)
Bild 4: Acrylglas-Platte, Kante ungeschliffen
Bild 5: Acrylglas-Platte, Kante geschliffen
Bild 6: Trennen einer Gewindestange mit der Schneidhilfe

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