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Die kraftunterstützte Akku-Gartenschere EasyPrune.

EasyPrune

1. Wie war dein erster Eindruck der EasyPrune

Die Verpackung sieht von der Aufmachung her schon mal irgendwie einladend aus. Das leuchtende Grün passt wunderbar in die Rubrik „Garten“. Allerdings war der Eindruck, nachdem ich die EasyPrune nach dem Auspacken das erste Mal in der Hand hielt, eher: „Oh, ... die ist aber klobig – mal sehen, ob ich damit zurechtkomme“.
Dies liegt sicher daran, dass man die Schere nicht wie andere Gartenscheren anfassen kann, sondern - jenseits vom Hebelgesetz - ganz vorn anfassen MUSS, denn soweit bekommt man die Hand gar nicht auseinander. Beim genaueren Betrachten des Bildes auf der Verpackung wird jedoch ersichtlich, dass es wirklich so gedacht ist.
Außerdem ist, neben der Bedienungsanleitung, auch das Ladegerät mit im Lieferumfang enthalten.
Der Wechsel des Messers ist mit einem Inbusschlüssel ohne große Verrenkungen möglich. Das passende Messer muss jedoch separat geordert werden; ein passender Inbusschlüssel wird dann mitgeliefert.
Für kleine Hände ist die Schere meiner Meinung nach eher ungeeignet; man denkt immer, sie rutscht aus der Hand.

2. Welche Projekte hast du mit Hilfe der EasyPrune umgesetzt? Wie bist du dabei genau vorgegangen?

Ich hatte bereits im Frühjahr einige dickere Äste von unseren Bäumen entfernt. Abends am Lagerfeuer konnte ich dann mit der EasyPrune die Äste prima in passende Längen für die Feuerschale schneiden. Mit der Säge am Lagerfeuer? Nein... das geht mit der EasyPrune viel eleganter...
Vorher habe ich die Schere nochmal voll aufgeladen und nach dem Lösen des Verriegelungsschalters konnte es schon losgehen. Dieses „Projekt“ war zum Testen ideal, da ich dort nach Herzenslust schneiden konnte.
Ein weiteres Projekt war das Beschneiden der Liguster-Hecke rund ums Grundstück. Kein normaler Heckenschnitt – sondern das Entfernen der Triebe, die zum Gartenzaun hinaus wachsen. Ich habe mit dem Schnitt extra auf die sonst eingesetzt Heckenschere verzichtet um mit der EasyPrune testen zu können. Die Hecke befindet sich an einem steilen Hang. Auch hier hat sich die EasyPrune bestens bewährt, da man sie auch schnell mal in die Hosentasche stecken kann – im Gegensatz zu einer Säge oder einer Heckenschere. Hier hat man schön die Kraftunterstützung gemerkt, die dort nur bei dickeren Ästen wirkte.
Auch die Weide musste eingekürzt werden. Die dicken Äste habe ich dazu erst mit der Säge abgesägt und dann mit der EasyPrune die dünneren Äste abgetrennt. Das hat mit der EasyPrune sogar richtig Spaß gemacht.
Eigentlich alles, was im Garten zu kürzen war, habe ich mit der EasyPrune bearbeitet. Bambusstäbe zum Beispiel waren kein Problem. Der Rhododendron allerdings war so hart, dass man schon einige Anläufe brauchte, bis die EasyPrune durch war.
Positiv: Ich musste auch den Akku nie zwischen meinen Arbeiten aufladen – also für meine Hobbyarbeiten völlig ausreichend.
Positiv: In der Bedienungsanleitung ist sogar eine Seite mit Tipps zum korrekten Beschneiden von Gehölzen vorhanden.

3. Wie leicht fällt dir die Bedienung der EasyPrune? Wie präzise konntest du damit arbeiten (1= sehr schwierig; 10= sehr einfach)

Die Bedienelemente der EasyPrune sind relativ überschaubar:
- Ein Verriegelungsschieber, den man lösen muss, um überhaupt schneiden zu können,
- ein Schalter, mit dem man die Kraftunterstützung dosieren kann,
- eine Lampe, die signalisiert, wenn der Akku voll aufgeladen ist, zur Neige geht oder die Kraft beim Schneidevorgang nicht ausreicht
- eine USB-Buchse zum Laden des Gerätes.
Diese Elemente kann man kinderleicht bedienen - sogar ohne Lesen der Bedienungsanleitung (bis auf die Bedeutung der Signale der Lampe). Allerdings wird alles von dem ungewohnten Haltungszwang der Schere überschattet und dass man die Schere nur mit großen Händen ordentlich fassen kann, worunter letztendlich auch die Präzision leidet. Daher muss hier die Note leider auf 3-4 angepasst werden.

4. Wie empfindest du das Gewicht der EasyPrune? Liegt die EasyPrune gut in der Hand und ist ausbalanciert?

Das Gewicht, welches man mit knapp 500g für eine Gartenschere wirklich als Gewicht bezeichnen muss, fand ich nicht störend. Man hat dadurch das Gefühl, ein wertiges Gerät in der Hand zu haben. Die Handhabung ist aber sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Eben durch das Greifen der Schere im vorderen Teil. Intuitiv hätte ich weiter hinten zugegriffen. Mit größeren Händen könnte ich mir aber vorstellen, dass man sich daran gewöhnen kann.

5. Hast du die Griffe wie bei einer üblichen Gartenschere bis zum Schluss aktiv zusammengedrückt, oder hast du aufgehört, sobald die automatische Kraftunterstützung eingegriffen hat?

Bei den ersten zwei Schnitten habe ich tatsächlich aufgehört zu drücken, sobald die Kraftunterstützung einsetzte. Aber dann nie wieder – diese Funktion kann man getrost so beibehalten.

6. Hast du während der Benutzung der EasyPrune, die verschiedenen Stufen der Kraftunterstützung genutzt?

Wie weiter oben bereits geschrieben, besitzt die EasyPrune einen Schalter zum Einstellen der Dosierung der Kraftunterstützung. Ich habe zwar alle Stufen ausprobiert, bin letztendlich aber bei der höchsten Stufe stehen geblieben. Solange man die Schere so umständlich halten muss und kein Hebelgesetzt zur Anwendung bringen kann, braucht man die anderen Stufen nicht.

7. Hat die EasyPrune deine Erwartungen und Anforderungen erfüllt?

Die Erwartungen und Anforderungen wurden erfüllt – wobei ich aber keinen Vergleich zu einem ebenbürtigen Gerät ziehen kann. Allerdings bin ich auch eher Hobby-Anwender und niemand, der die Schere im Dauereinsatz benutzt. Wo man mit einer herkömmlichen Gartenschere nicht mehr durchkommt und keine Lust hat eine Säge zu holen, dort ist das Einsatzgebiet für die EasyPrune – ideal zum Bearbeiten von Ästen am Lagerfeuer (z.B. Knüppelteig).
Ob ich mit der EasyPrune aber ständig 25mm Äste schneiden will? Es funktioniert – ja. Aber meine persönliche Meinung: Da schone ich die Schere lieber und hole vielleicht doch die Säge.

8. Empfindest du die EasyPrune als sicher in der Benutzung?

Sobald man die Griffe loslässt hört die Schere auf zu Schneiden – das ist also schon mal als sicher einstufen.
Aber: schließt man die Schere, ist zwischen den beiden Griffen kein Platz. Hat man also einen Finger dazwischen oder arbeitet gar mit beiden Händen an den Griffen, kann man sich arg einklemmen.

9. Was könnte deiner Meinung nach bei der EasyPrune verbessert werden?

Ladebuchse

Die Ladebuchse befindet sich unter dem Verriegelungsschieber. Also wenn die Schere verriegelt ist, kann man das Gerät laden. Dort fehlt ein Schutz gegen Staub und Dreck. Schließlich wird man die Schere ja in diesem Zustand den Winter über lagern.

Kritisches Bedienungsproblem

Wie oben bereits angesprochen, ist zwischen den Griffen der Schere kein Leerraum, wie dies bei anderen Gartenscheren der Fall ist. Somit bekommt man schnell mit, dass man dort nie einen Finger dazwischen haben sollte – zumindest sobald man sich das erste mal eingeklemmt hat.
Allerdings hatte mein erstes Testgerät die Eigenart, wenn man die Griffe langsam auseinandergleiten lässt, dass die Schere dann nicht vollständig öffnete. Dann sagt der gesunde Menschverstand, dass mit dem kleinen Finger nachgeholfen werden muss – ein Einklemmen ist hier vorprogrammiert.
Nachdem ich Bosch darauf hingewiesen hatte, bekam ich die Möglichkeit, mein Testgerät umzutauschen. Allerdings verhält sich das zweite Gerät zwar besser, aber es öffnet auch nicht komplett – außer man lässt die Griffe ziemlich schnell auseinandergleiten – hier ist also irgendetwas im Argen.

Was dann passiert, habe ich bildhaft festgehalten:

Schere langsam geöffnet.
Mit dem kleinen Finger nachgeholfen.
Dann ist sie ganz geöffnet.
Allerdings wurde mit dem kleinen Finger beim Auseinanderdrücken versehentlich die Kraftunterstützung auf niedrigste Stufe geschalten.
Beim nächsten Schnitt denkt man nicht an den Finger und nicht an die verstelle Kraftunterstützung. Man merkt nur, dass beherzter gedrückt werden muss. Bis… man sich den Finger eingeklemmt hat.
Das ist in meinen Augen ein ziemliches Gefahrenpotential.

Aufbewahrung

Weiterhin wäre es schön, wenn man irgendwo eine Schlaufe zum Aufbewahren anbringen könnte.

Inbusschlüssel

Der benötigte Inbusschlüssel wird beim Ersatzmesser mitgeliefert. Sollte sich jedoch einmal ein Fremdkörper den Weg ins Innere gefunden haben, benötigt man ihn ebenfalls, wenn man das Messer mal ausbauen will. Eventuell sollte man bereits bei der Schere einen Schlüssel ausliefern.

Bedienungsanleitung

Die Funktion des Drahtschneiders wird in der Bedienungsanleitung nicht erklärt (oder ich habe die entsprechende Stelle nicht gefunden).

Fazit:

Mal abgesehen von den Kinderkrankheiten, eine nette Produktidee – aber für den aktuellen Preis von ca. 70 Euro hätte ich mir die Schere nicht gekauft. Dann eher eine kleine Säge.
Alle in allem war es ein schöner Produkttest – ich bin um einige Erfahrungen reicher. Vielen Dank an Bosch und das 1-2-do-Team für den Produkttest und den tollen Support.

Für kleine Hände ist die Schere meiner Meinung nach eher ungeeignet; man denkt immer, sie rutscht aus der Hand.
Hier ein paar Impressionen. Impression 1.
Impression 2.
Impression 3.
Impression 4.
Impression 5.
Impression 6.
Mit dem kleinen Finger nachgeholfen.
Dann ist sie ganz geöffnet.
Allerdings wurde mit dem kleinen Finger beim Auseinanderdrücken versehentlich die Kraftunterstützung auf niedrigste Stufe geschalten.
Beim nächsten Schnitt denkt man nicht an den Finger und nicht an die verstelle Kraftunterstützung. Man merkt nur, dass beherzter gedrückt werden muss. Bis… man sich den Finger eingeklemmt hat.
Das ist in meinen Augen ein ziemliches Gefahrenpotential.
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