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Mehr Flexibilität und Komfort – Der AdvancedImpact 18 von Bosch

Ein kraftvoller Allrounder, der für alle Bohr- und Schraubherausforderungen eine Lösung anbietet, universell einsetzbar ist und dabei keine Schwächen zeigt.

Mein Testbericht zum AdvancedImpact 18 – Der kraftvolle Allrounder.

Über die neuen kreativen Ideen der Namensausdenker bei Bosch ist man als Nutzer der Bosch-Maschinen inzwischen nicht mehr verwundert. Trotzdem habe ich den Google Übersetzer befragt, was „Advanced Impact“ - ins Deutsche übersetzt - eigentlich bedeutet.
Ergebnis: Fortschrittliche Wirkung. - OK??? - Auch deswegen war ich gespannt, wie fortgeschritten und wirkungsvoll der Advanced Impact 18 ist.


1. Was ist Dein erster Eindruck vom AdvancedImpact 18?

Das neue Bosch-Grün kannte ich schon von einer anderen neuen Bosch-Maschine. Und es gefällt mir sehr gut.
Nach dem Auspacken, einem ersten Probebetrieb und Aufstecken der Aufsätze war mir klar, dass ich einen sehr universell einsetzbaren und leistungsstarken Schrauber zum Testen erhalten hatte. Und ich ahnte schon, dass wir dicke Freunde werden würden.

Deshalb Vielen Dank an Bosch, dass ich diese tolle Maschine testen durfte und sogar behalten behalten darf!


2. Wie beurteilst Du die Handhabung des AdvancedImpact 18?

Die Handhabung ist hervorragend! Er liegt sehr gut in der Hand. Alle Bedienelemente sind leicht erreichbar, nahezu selbsterklärend und bequem zu bedienen. Mit dem AC18 macht das Arbeiten wirklich Spaß!


3. Was ist Deine Meinung oder Einschätzung zu
a. Dem magnetischen Schraubenhalter?

Eine sehr praktische Hilfe! Gerade wenn man keine Hand frei oder keine Möglichkeit hat, die einzudrehende Schraube zu halten / fixieren, ist der magnetische Schraubenhalter sehr hilfreich.
Und dadurch, dass man die Magnetkappe vor Einsetzen des Bits zurückziehen und danach wieder nach vorn Schieben kann, ist auch der Wechsel des Bits mit aufgesetzter Magnetkappe kein Problem. Da hat man wirklich an alles gedacht. Großes Lob für die Erfinder!

b. Dem Elektronischen Laufrichtungswechsel?

Mit den beiden rechts und links angebrachten Schaltern ist der Laufrichtungswechsel ein Kinderspiel. Bei anderen Schraubern mit mechanischem Schalter für den Laufrichtungswechsel funktioniert das jedenfalls nicht immer so leicht. Dadurch dass es auf beiden Seiten des Schraubers je einen Schalter mit gleicher Funktion gibt, kann man den Schrauber auch leicht mit der schwächeren Hand benutzen und die Laufrichtung wechseln. Funktioniert einfach intuitiv. Und die aktuell eingestellte Laufrichtung wird oben auf der Maschine mit zwei kleinen Pfeilen angezeigt.

c. Der Modus-Einstellung mit integrierter Gangschaltung?

Dass bei den beiden Schraubstufen unterschiedliche Drehzahlbereiche zur Verfügung stehen, erleichtert das Arbeiten sehr. So kann es bei Schraubstufe 1 nicht passieren, dass man eine Schraube mit ungewollt zu hoher Drehzahl einschraubt. Und der Modus kann sehr einfach über den Modus-Schalter gewählt werden. - Leider nicht einhändig.


4. Welche Funktion bzw. welches Ausstattungsmerkmal hat Dir am besten gefallen?

Mich begeistern viele der Ausstattungsmerkmale des AI18. Besonders gefällt mir aber, dass die Aufsätze leicht und problemlos und mit einer Hand gewechselt werden können und trotzdem bei Benutzung absolut fest sitzen.

5. Gibt es etwas, das Dir nicht gefallen hat? Siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten?

Es gibt kein Feature, das mir gar nicht gefallen hat.

Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich, dass wenn der AI18 eingeschalten wird, immer der Rechtslauf eingestellt ist. Bei anderen Schraubern mit mechanischem Umschalter ist die Drehrichtung immer die, die auch bei der letzten Benutzung eingestellt war. - Wenn man beim AC18 aber kurz auf den Einschalter tippt, wird die Drehrichtung in der Drehrichtungsanzeige dargestellt und mit einem kurzen Tipp auf den Drehrichtungsumschalter kann man sie ändern. Man muss sich das nur angewöhnen.

Nicht richtig überzeugt bin ich von der Aufbewahrung der Einzelteile im Koffer. Für die Lieferung ist das sicher eine viel bessere Variante als die neuerdings (auch bei Bosch) in Mode kommenden Pappkisten. - Ich habe jedoch versäumt, vor dem ersten Ausprobieren der Einzelteile ein Foto vom Kofferinhalt zu machen und weiß im Nachhinein nicht mehr wirklich, welches Teil in welches Fach gehört. Ich habe trotzdem alles irgendwie wieder in den Koffer gestopft und ein Foto gemacht, Bild 01.
Und für den Praxiseinsatz halte ich die Benutzung des Koffers für unpraktisch. Da will ich alles in Griffweite haben und nicht erst suchen oder die Bits aus dem Magazin fummeln müssen, was ich einhändig auch nicht hinbekomme. - Deshalb habe ich für die Zusatzteile (incl. Bits) meines AI18 einen Ständer entworfen und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt. Jetzt hat alles seinen Platz und ist auch griffbereit. Und das leuchtende Rot des Ständers passt auch sehr gut zu den Aufsätzen mit ihren roten Elementen, Bild 02.
So ein Ständer wäre ein sehr praktisches Zubehörteil und könnte durchaus zum Lieferumfang gehören oder wenigstens als Zubehör nachkaufbar sein.

Und noch etwas Jammern auf sehr hohem Niveau: Das Licht am Fuß des Schraubers ist sehr hell und leuchtet den Arbeitsbereich sehr gut aus. Nur wenn man mit nach oben gedrehtem Winkelaufsatz bohrt oder schraubt, wirft der Winkelaufsatz einen Schatten auf den Schrauber / Bohrer bzw. Arbeitsbereich. - Man kann aber nicht alles haben und sollte dann einfach ein Zusatzlicht benutzen, wenn das notwendig ist.


6. Welche Projekte hast Du mit dem AdvancedImpact 18 umgesetzt?

Ursprünglich hatte ich vor, den AC18 gegen meine Heim-Mannschaft, bestehend aus
einem PSB10,8 LI-2,
einem IXO V,
einem 12V Akkuschrauber von Worx (bei dem man die Beschriftung nicht mehr lesen kann) und
einer Schlagbohrmaschine von B&D
antreten zu lassen.

Auf der Ersatzbank hätte ich noch einen IXO I gehabt.

Nach dem Lesen des Steckbriefs (Handbuch) des Neuen und einem kurzen Funktionscheck war aber schon abzusehen, wie das ausgehen würde. - Ähnlich wie Championsleague gegen Kreisklasse; wo vorneweg nur noch nicht klar ist, ob das Ergebnis ein- oder zweistellig zu Null ausfällt.

Deshalb habe ich beschlossen, meine bisherige Crew nicht öffentlich zu blamieren, weiter in der Werkstatt chillen zu lassen und nur die Schlagbohrmaschine von der Ersatzbank zu holen, wenn der AC18 in der Disziplin „Stahlbetonwand bohren“ scheitern sollte. - Dieser Notfall ist aber nicht eingetreten.

Meine Projekte:

1. Projekt, Umbau von Küchenschränken / Einbau von Großgeräten

Besondere Herausforderung: Schrauben / Bohren auf engstem Raum

Der Spezialist für diese Art von Aufgabe war bisher der IXO V.
Der ist klein, handlich und mit den zugehörigen Winkel- und Excenteraufsätzen für Aufgaben wie Bohren und Schrauben auf engstem Raum / schwer zugänglichen Stellen geradezu prädestiniert. - Allerdings nur bis der Neue gezeigt hat, was er so drauf hat.

Deshalb vorab noch ein Vergleich AI18 vs. IXO V bzgl. des Platzbedarfs beim Arbeiten und ein paar Fotos von den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des AI18 und der dafür notwendigen Baufreiheit.

Bild 03: Advanced Impact 18 vs. Heim-Mannschaft, incl. aller Zubehörteile
Bild 04: Hier eine Gegenüberstellung von AI18 und IXO V. Der AI18 ist mit 17cm Gesamtlänge nur minimal länger als der IXO, also auch bei beengtem Platz zum Schrauben und Bohren geeignet.
Bild 05: Mit aufgesetztem Winkelaufsatz und um 90Grad gedrehtem AI18 reicht ein Platzangebot von 9cm plus Länge des Bits, um mit dem AI18 schrauben zu können (auf dem Foto versperrt der Akku leider etwas die Sicht).
Bild 06: Mit aufgesetztem Winkelaufsatz benötigt der IXO V zwar noch weniger Baufreiheit als der AI18 – ca. schlanke 5cm plus Länge Bit, aber so beengt ging's beim Schrauben an der Küche dann doch nicht zu und alle Aufgaben waren mit dem AI18 zu erledigen.

Bild 07: AI18 mit Bohrfutteraufsatz und einem 4mm Bohrer, Länge insgesamt ca. 26cm
Bild 08: AI18 mit 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge insgesamt ca. 24,5cm
Bild 09: AI18 mit Winkelaufsatz und aufgestecktem Bohrfutter mit einem 4mm Bohrer, Länge ca. 19cm
Bild 10: AI18 mit Winkelaufsatz und 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge ca. 18cm

Nun aber zum Projekt.

Einstellungen:
- Betriebsart Bohren mit maximalem Drehmoment
- Betriebsart Schrauben mit mittlerem Drehmoment

Der liebe Weihnachtsmann hatte zwei Neuanschaffungen ins Haus gebracht, die endlich in die Küchenschränke integriert werden sollten: einen ausziehbaren Kaffeevollautomat und einen Backofen. Die Kaffeemaschine sollte auf 150cm Höhe (Unterkante) montiert werden, der Backofen im unteren Teil des Hochschranks.
Das Problem bei der Montage der Kaffeemaschine war, dass sie mit dem Auszug montiert werden muss, sich dabei aber nur halb herausziehen lässt und man es auch irgendwie schaffen muss, hinter und neben der Maschine Schrauben einzudrehen.
Ich bin also auf eine Klappleiter geklettert, habe mich in den Schrank gebeugt und von oben zwei Schrauben in die Bodenplatte des Kaffeemaschinenauszugs geschraubt. Dabei war die Magnetkappe meine Rettung, denn die zweite Hand brauchte ich, um mich irgendwie festzuhalten. Bei Benutzung der Magnetkappe muss die Schraube nur vorne auf den Bit gesetzt werden und wird dann magnetisch in Position gehalten. Und dann setzt man die Schraube behutsam auf und bohrt solange mit niedriger Drehzahl bis die Schraube im Material greift, und gibt dann Gas, um die Schraube komplett einzuschrauben.

Ich hätte auch Vorbohren können. Die Stelle beim Schrauben zu erreichen war aber schon kompliziert genug und mit der beschriebenen Technik kann man sich das Vorbohren sparen.

Mit dem IXO / PSR und einem magnetischen Bithalter hätte das Schrauben bestimmt auch geklappt; aber wohl erst beim 10. Versuch.

Als Nächstes wurden noch je 2 Schrauben rechts und links von der Maschine als seitliche Befestigung für den Auszug in den Schrank geschraubt. Da rechts nur 13cm Platz zwischen Kaffeemaschine und Schrank war, kam der Winkelaufsatz zum Einsatz, der samt Bit ca. 11cm lang ist. - Auch hier war die Magnetkappe, die auch auf den Winkelaufsatz passt, eine sehr willkommene Hilfe.

Bild 11: Platzangebot, fotografiert von oben
Bild 12: Schrauber im Zwischenraum
Bild 13: Schrauber auf der linken Seite des Schranks, hier war mehr Platz zum Schrauben

Nach der Belohnung für die Mühe mit einem ersten Kaffee wurde der Einbau des Backofens angegangen.
Dazu musste im Hochschrank noch ein Zwischenboden eingezogen werden, den ich aber – weil der Backofen recht schwer ist – nicht nur mit Bodenträgern befestigen wollte. Deshalb habe ich von einem Regalboden zwei 15cm breite Streifen abgesägt und diese hochkant als durchgehende Auflage im Schrank verschraubt. Danach wurde der Regalboden, auf dem der Backofen stehen sollte, mit kleinen Winkeln verschraubt. Vorher habe ich noch vorgebohrt, was mit dem Winkelaufsatz für die senkrechten Bohrungen und dem Excenteraufsatz für die waagrechten Bohrungen vorzüglich funktionierte. Benutzt habe ich jeweils einen Bohrer mit Sechskantschaft.

Bild 14: senkrechte Bohrungen
Bild 15: waagerechte Bohrungen (Situation nachgestellt)
Die Schrauben habe ich danach auch jeweils mit Winkel- und Excenteraufsatz eingeschraubt.

Anmerkung: Der Excenteraufsatz hat leider den kleinen Nachteil, dass hier die Magnetkappe nicht verwendbar ist. Das ist mMn. aber schon konstruktionsbedingt nicht möglich, denn der Excenteraufsatz ermöglicht randnahes Bohren und Schrauben mit ca. 15mm Wandabstand. Die Magnetkappe hat aber einen Durchmesser von ca. 45mm. - Ich denke, dass sich Bosch bei der Konzeption des AC18 dessen bewusst war und dem Feature des randnahen Arbeitens den Vorzug gegeben hat.


2. Projekt, Ablagebrett für Holz

Besondere Herausforderung: Bohren in Stahlbeton
Bis zum Eintreffen des AI18 war das die Spielwiese der Schlagbohrmaschine.

In meiner Garage sollte in einer kleinen Nische ein Ablagebrett eingezogen werden. In der ca. 1m breiten Nische hängen unsere Fahrräder an Haken an der Decke, darunter haben wir bisher lose Restbestände von Parkett und Holz gelagert.
Diese Unordnung sollte mit einem auf ca. 25 cm Höhe einzuziehenden Ablagebrett beseitigt werden. Die linke Wand ist eine Betonwand, die rechte eine mit Gipskarton beplankte Ständerwand.

Mit einem Kreuzlaser habe ich waagerechte Linien an die Wand projiziert, die Linien mit der Wasserwaage nachgezogen und dann die zu verschraubenden Auflagewinkel angehalten, um die Bohrlöcher anzuzeichnen.

Gebohrt wurde mit dem AC18 mit aufgestecktem Bohrfutter und einem 8er Steinbohrer.

Einstellungen am AC18 für die Betonwand: maximales Drehmoment / Betriebsart: Schlagbohren
Einstellungen am AC18 für die Ständerwand: maximales Drehmoment / Betriebsart: Bohren

Dass es beim Bohren in die Ständerwand keinerlei Probleme geben würde, hatte ich vorausgesetzt. Beim Bohren in die Betonwand war ich aber dann doch überrascht, wie zugstark und leicht die an sich kleine Maschine die Löcher gebohrt hat. Die insgesamt 12 Löcher waren in kürzester Zeit gebohrt und danach wurden die Winkel angeschraubt.

Einstellung:
- Betriebsart Schrauben mit mittlerem Drehmoment

Beim Scchrauben wurde die Magnetkappe bzw. der Excenteraufsatz benutzt.
Zum Abschluss habe ich eine Platte zurecht gesägt, auf die Winkel aufgelegt und die Restbestände an Parkett und Holz darunter und darauf verstaut.

Bild 16: Schrauber mit Bohrfutter im Schlagbohrmodus
Bild 17: Dübel in den gebohrten Löchern
Bild 18: angeschraubte Winkel (Betonwand)
Bild 19: angeschraubte Winkel (Ständerwand)
Bild 20: Fertig. Jetzt herrscht mehr Ordnung.


3. Projekt, XXL-Auszug

Besondere Herausforderung: Bohren / Schrauben im Wechsel

Einstellungen:
- Betriebsart Bohren mit maximalem Drehmoment
- Betriebsart Schrauben mit mittlerem Drehmoment

Bei diesem Projekt habe ich ohne Vorplanung aus Restholz eine Art Wagen gebaut, auf dem Platten / Möbelteile gelagert werden können und der hinter einen Schrank geschoben wird.

Ohne Vorplanung heißt, dass ich nicht erst alle Teile zurecht gesägt, vorgebohrt und dann verschraubt habe, sondern dass ich die Einzelteile nach und nach zusammengesucht, passend gesägt und dann jeweils vorgebohrt und verschraubt habe. D.h. ich habe oft zwischen Bohr- und Schraubmodus gewechselt. Einen zweiten Akku-Schrauber habe ich absichtlich nicht verwendet, da es mir gerade darum ging, auszuprobieren, wie schnell man mit dem AC18 zwischen den Funktionen Bohren und Schrauben wechseln kann.

Die Bodenplatte des Wagens besteht aus 2 dicken Bohlen, die ich mit Hilfe von kurzen Resthölzern miteinander verschraubt habe. Danach wurden auf der Unterseite 4 Lenkrollen angeschraubt.
Auf der Bodenplatte wurden dann zwei Rahmenhölzer senkrecht aufgeschraubt, zusätzlich mit Winkeln befestigt und oben ein waagerechter Querbalken eingezogen. Damit sich die Konstruktion nicht verzieht, wurden unten noch schräge Versteifungen eingeschraubt.
Und zuletzt habe ich auf ca. 70 cm Höhe noch einen weiteren Querbalken eingezogen, an den die Platten angelehnt werden können.

Damit beim Schrauben nichts reißt, habe ich alle Schraublöcher vorgebohrt, immer jeweils vor dem Schrauben, sodass hier immer ein Wechsel der Betriebsart von Bohren zu Schrauben (oder andersrum), Ändern des Drehmoments und ein Wechsel von Bit mit Magnetkappe auf Bohrfutter mit Bohrer (oder andersrum) anstand.
Ich habe dabei auch versucht, das Wechselzeit zu verkürzen, indem ich statt des Bohrfutters einen Bohrer mit Sechskantschaft benutzte, denn dieser Bohrer ist auch mit der Magnetkappe benutzbar. Allerdings lässt sich ein Bit bei aufgesetzter Magnetkappe eigentlich nur mit einer Zange entnehmen, so fest wird er gehalten. Da ich also beim Wechsel von Bit auf Bohrer immer die Magnetkappe abziehen musste, war es dann egal, ob ich mit Sechskantschaftbohrer oder Bohrfutter mit Bohrer bohrte, zumindest was die Zeit des Wechselns betraf.

Jedenfalls hatte ich nach einiger Übung den Dreh raus und die Wechsel dauerten dann nur noch je ca. 5 Sekunden. Dazu müssen aber alle Komponenten griffbereit sein. - Auch deshalb hatte ich die Idee, mir einen Ständer für die Zubehörteile zu drucken (siehe oben, Frage 5, Bild 2), um die Einzelteile schnell zur Hand haben zu können.

Grundsätzlich lohnt es sich aber, Projekte etwas vorzuplanen und mehrmals hintereinander Bohren oder Schrauben zu können. Das spart am meisten Zeit und Streß. Oder man benutzt einen zweiten Schrauber; worauf ich aber bewusst verzichtet hatte.

Hier noch ein paar bebilderte Impressionen vom Bau des Wagens / XXL-Auszugs
Bild 21: Ansicht von unten mit den anzuschraubenden Lenkrollen
Bild 22: mit Winkel angeschraubter senkrechter Rahmen
Bild 23: Versteifung
Bild 24: Wagen mit senkrechtem Rahmen und Versteifungen
Bild 25: Vor Anbringen des unteren Querbalkens
Bild 26: Wagen mit 'Lagerware' bestückt
Bild 27: Wagen hinter den Schrank geschoben
Bild 28: Betriebsart Schrauben
Bild 29: Betriebsart Bohren mit Bohrfutteraufsatz
Bild 30: Betriebsart Bohren mit Sechskantschaftbohrer und Magnetkappe



4. Projekt, Montage einer CNC-Fräse aus Plastik

Besondere Herausforderung: Gefühlvolles Schrauben mit minimalem Drehmoment

Mit meinem 3D-Drucker habe ich mir die Teile für eine CNC-Fräse gedruckt. Bei der Montage habe ich teilweise den AI18 benutzt. Hier kam es vor allem darauf an, mit viel Gefühl und minimalem Drehmoment zu schrauben. Denn wenn ich eine Schraube zu fest angezogen hätte, hätte das Plastikteil „Knack“ gemacht, das Bauteil wäre gebochen / gerissen und bis zu 8 Stunden Druckzeit wären umsonst gewesen. Der AI18 konnte mir allerdings nicht bei allen Schraubverbindungen helfen, was aber auch daran lag, dass die Schrauben / Muttern teilweise so ungünstig platziert waren, dass ich nicht mal mit einem normalen Schraubendreher richtig ran kam.

Einstellungen:
Betriebsart Schrauben mit minimalem Drehmoment

Die gedruckten Einzelteile der CNC wurden mit fast 100 Schrauben montiert. Dabei war mir der AI18 eine sehr große Hilfe. Mit dem Ein-/ Ausschalter lässt sich die Drehzahl des AI18 stufenlos regulieren. Ich habe mit minimaler Drehzahl / minimalem Drehmoment geschraubt und danach alle Schrauben nochmal per Hand nachgezogen. Trotzdem habe ich mit dem AI18 viel Zeit gespart.

Ein paar Ansichten der verschraubten CNC-Fräse:
Bild 31: Fuss, 2 Laufwagen, Mittelteil
Bild 32: Fuss und Laufwagen
Bild 33: Eckverschraubung und Laufwagen von oben


Zum Abschluss noch ein paar Eckdaten, Bilder und mein Fazit
Der AI18 wiegt inkl. mitgeliefertem 2,5 Ah-Akku ca. 1140 Gramm, Bild 34. Damit ist er nicht gerade ein Leichtgewicht, liegt aber trotzdem sehr gut in der Hand und ist wegen seiner kurzen Bauform (Länge ohne Aufsätze ca. 155mm) auch sehr gut ausbalanciert. Der Griff ist teilweise gummiert und ergonomisch geformt, sodass sich die Maschine beim Arbeiten auch sehr gut halten und führen lässt.
Bedingt durch den unten am Fuß angebrachten Akku kann der Schrauber auch leicht abgestellt werden. Meine bisherigen 12V Schrauber oder IXOs muss ich bei Nichtbenutzung immer auf die Seite legen. Das ist bauartbedingt so, aber nicht wirklich praktisch.
Das unten am Fuß des AI18 befindliche Arbeitslicht ist sehr hell, geht sofort beim Einschalten an, leuchtet etwas nach und leuchtet den Arbeitsbereich auch sehr gut aus. Neben dem Arbeitslicht befindet sich die Akkustandsanzeige mit 3 LEDs, die immer gut zu erkennen ist und beim Arbeiten auch nicht verdeckt wird. Trotz intensiver Benutzung des Schraubers bei den beschriebenen Projekten, habe ich es nicht geschafft, den Akku komplett zu entladen, was für die Qualität des Akkus und ein gutes Energiemanagement des Akkuschraubers spricht.

Im Handbuch ist alles sehr gut erklärt und bebildert, sodass selbst Einsteiger mit dem AI18 nach kurzer Einarbeitung problemlos zurecht kommen sollten.

Noch ein Vergleich mit dem PSB 10,8 LI-2, um zu zeigen, wie kompakt der AI18 ist
Bild 35: Größenvergleich AI18 mit dem PSB 10,8 LI-2
Bild 36: Größenvergleich AI18 mit Bohrfutteraufsatz mit dem PSB 10,8 LI-2

… und noch ein paar Kombinationsmöglichkeiten
Bild 37: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Bohrfutteraufsatz
Bild 38: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Sechskantschaftbohrer
Bild 39: Um die Ecke schrauben mit dem AI18 mit langem Bit
Bild 40: Randnahes Schrauben mit dem AI18 und Excenteraufsatz mit langem Bit (minimalster Wandabstand möglich)

Mein Fazit:

Der Neue im Team ist definitiv ein Allrounder, der für alle Bohr- und Schraubherausforderungen eine Lösung anbietet, universell einsetzbar ist und dabei keine Schwächen zeigt.
Meine anderen Akkuschrauber werden zukünftig viel Zeit zum Chillen haben und nur ab- und zu als Ergänzungschrauber zum Einsatz kommen.


Klare Kaufempfehlung!



Bildlegende

Bild 01: Der Kofferinhalt
Bild 02: Mein selbstgedruckter Zubehörständer
Bild 03: Advanced Impact 18 vs. Heim-Mannschaft, incl. aller Zubehörteile
Bild 04: Gegenüberstellung von AI18 und IXO V
Bild 05: Mit aufgesetztem Winkelaufsatz und um 90Grad gedrehtem AI18 reicht ein Platzangebot von 9cm plus Länge des Bits, um mit dem AI18 schrauben zu können
Bild 06: Mit aufgesetztem Winkelaufsatz benötigt der IXO V noch weniger Baufreiheit als der AI18 – ca. schlanke 5cm plus Länge Bit
Bild 07: AI18 mit Bohrfutteraufsatz und einem 4mm Bohrer, Länge insgesamt ca. 26cm
Bild 08: AI18 mit 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge insgesamt ca. 24,5cm
Bild 09: AI18 mit Winkelaufsatz und aufgestecktem Bohrfutter mit einem 4mm Bohrer, Länge ca. 19cm
Bild 10: AI18 mit Winkelaufsatz und 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge ca. 18cm
Bild 11: 1. Projekt (Küchenmontage), Platzangebot, fotografiert von oben
Bild 12: 1. Projekt (Küchenmontage), Schrauber im Zwischenraum
Bild 13: 1. Projekt (Küchenmontage), Schrauber auf der linken Seite des Schranks, hier war mehr Platz zum Schrauben
Bild 14: 1. Projekt (Küchenmontage), senkrechte Bohrungen
Bild 15: 1. Projekt (Küchenmontage), waagerechte Bohrungen (Situation nachgestellt)
Bild 16: Schrauber mit Bohrfutter im Schlagbohrmodus
Bild 17: 2. Projekt (Auflagebrett), Dübel in den gebohrten Löchern
Bild 18: 2. Projekt (Auflagebrett), angeschraubte Winkel (Betonwand)
Bild 19: 2. Projekt (Auflagebrett), angeschraubte Winkel (Ständerwand)
Bild 20: 2. Projekt (Auflagebrett), Fertig. Jetzt herrscht mehr Ordnung.
Bild 21: 3. Projekt (XXL-Auszug), Ansicht von unten mit den anzuschraubenden Lenkrollen
Bild 22: 3. Projekt (XXL-Auszug), mit Winkel angeschraubter senkrechter Rahmen
Bild 23: 3. Projekt (XXL-Auszug), Versteifung
Bild 24: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen mit senkrechtem Rahmen und Versteifungen
Bild 25: 3. Projekt (XXL-Auszug), Vor Anbringen des unteren Querbalkens
Bild 26: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen mit 'Lagerware' bestückt
Bild 27: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen hinter den Schrank geschoben
Bild 28: Betriebsart Schrauben
Bild 29: Betriebsart Bohren mit Bohrfutteraufsatz
Bild 30: Betriebsart Bohren mit Sechskantschaftbohrer und Magnetkappe
Bild 31: 4. Projekt (CNC), Fuss, 2 Laufwagen, Mittelteil
Bild 32: 4. Projekt (CNC), Fuss und Laufwagen
Bild 33: 4. Projekt (CNC), Eckverschraubung und Laufwagen von oben
Bild 34: Gewicht mit 2,5 Ah-Akku
Bild 35: Größenvergleich AI18 mit dem PSB 10,8 LI-2
Bild 36: Größenvergleich AI18 mit Bohrfutteraufsatz mit dem PSB 10,8 LI-2
Bild 37: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Bohrfutteraufsatz
Bild 38: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Sechskantschaftbohrer
Bild 39: Um die Ecke schrauben mit dem AI18 mit langem Bit
Bild 40: Randnahes Schrauben mit dem AI18 und Excenteraufsatz mit langem Bit (minimalster Wandabstand möglich)

Bild 01: Der Kofferinhalt
Bild 02: Mein selbstgedruckter Zubehörständer
Bild 03: Advanced Impact 18 vs. Heim-Mannschaft, incl. aller Zubehörteile
Bild 04: Gegenüberstellung von AI18 und IXO V
Bild05 : AI18 mit Winkelaufsätzen vs. IXO V
Bild 06: Mit aufgesetztem Winkelaufsatz benötigt der IXO V noch weniger Baufreiheit als der AI18 – ca. schlanke 5cm plus Länge Bit
Bild 07: AI18 mit Bohrfutteraufsatz und einem 4mm Bohrer, Länge insgesamt ca. 26cm
Bild 08: AI18 mit 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge insgesamt ca. 24,5cm
Bild 09: AI18 mit Winkelaufsatz und aufgestecktem Bohrfutter mit einem 4mm Bohrer, Länge ca. 19cm
Bild 10: AI18 mit Winkelaufsatz und 4mm Sechskantschaftbohrer, Länge ca. 18cm
Bild 11: 1. Projekt (Küchenmontage), Platzangebot, fotografiert von oben
Bild 12: 1. Projekt (Küchenmontage), Schrauber im Zwischenraum
Bild 13: 1. Projekt (Küchenmontage), Schrauber auf der linken Seite des Schranks, hier war mehr Platz zum Schrauben
Bild 14: 1. Projekt (Küchenmontage), senkrechte Bohrungen
Bild 15: 1. Projekt (Küchenmontage), waagerechte Bohrungen (Situation nachgestellt)
Bild 16: Schrauber mit Bohrfutter im Schlagbohrmodus
Bild 17: 2. Projekt (Auflagebrett), Dübel in den gebohrten Löchern
Bild 18: 2. Projekt (Auflagebrett), angeschraubte Winkel (Betonwand)
Bild 19: 2. Projekt (Auflagebrett), angeschraubte Winkel (Ständerwand)
Bild 20: 2. Projekt (Auflagebrett), Fertig. Jetzt herrscht mehr Ordnung.
Bild 21: 3. Projekt (XXL-Auszug), Ansicht von unten mit den anzuschraubenden Lenkrollen
Bild 22: 3. Projekt (XXL-Auszug), mit Winkel angeschraubter senkrechter Rahmen
Bild 23: 3. Projekt (XXL-Auszug), Versteifung
Bild 24: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen mit senkrechtem Rahmen und Versteifungen
Bild 25: 3. Projekt (XXL-Auszug), Vor Anbringen des unteren Querbalkens
Bild 26: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen mit 'Lagerware' bestückt
Bild 27: 3. Projekt (XXL-Auszug), Wagen hinter den Schrank geschoben
Bild 28: Betriebsart Schrauben
Bild 29: Betriebsart Bohren mit Bohrfutteraufsatz
Bild 30: Betriebsart Bohren mit Sechskantschaftbohrer und Magnetkappe
Bild 31: 4. Projekt (CNC), Fuss, 2 Laufwagen, Mittelteil
Bild 32: 4. Projekt (CNC), Fuss und Laufwagen
Bild 33: 4. Projekt (CNC), Eckverschraubung und Laufwagen von oben
Bild 34: Gewicht mit 2,5 Ah-Akku
Bild 35: Größenvergleich AI18 mit dem PSB 10,8 LI-2
Bild 36: Größenvergleich AI18 mit Bohrfutteraufsatz mit dem PSB 10,8 LI-2
Bild 37: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Bohrfutteraufsatz
Bild 38: Um die Ecke bohren mit dem AI18 mit Sechskantschaftbohrer
Bild 39: Um die Ecke schrauben mit dem AI18 mit langem Bit
Bild 40: Randnahes Schrauben mit dem AI18 und Excenteraufsatz mit langem Bit (minimalster Wandabstand möglich)

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