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Welche Nähmaschine für Anfänger?

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    Bei den Billigmaschinen ist es wahrscheinlich so wie auch bei den Heimwerker-Maschinen. Da sind eben ganz gute und ziemlich fragwürdige dabei.

    Weshalb uns die steinalte, gebraucht gekaufte Industrie-Maschine so gut gefällt ist dass man da zwar nur einfache Nähte machen kann aber kein Handbuch braucht um was zu machen. Zudem geht die auch durch viele Lagen Jeans-Stoff oder Leder locker durch. Bei uns wird nicht sehr viel genäht und wenn ist es oft auch was exotisches in Bezug auf die Dicke. Letztes Großprojekt damit war eine Abdeckung fürs Boot aus so richtig dickem PVC beschichteten Glasfasergewebe (wie eine LKW Plane).

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    • Zitat von Trahuettner
      ......
      Ich würde diese Maschine nicht gegen die tollste Haushaltsmaschine eintauschen. Von meiner Tante hat jetzt meine Tochter eine gebrauchte Brother-Haushaltsmaschine (Neupreis ca. 500,-- EUR) bekommen. Ich habe mich mal damit befasst und mir erstmals diesen dicken Gebrauchsanweisungs-Katalog durchgeschaut. Wenn man da nicht jeden Tag näht, muss man sich erst immer wieder durch dies Bedienungsanleitung arbeiten. Zuviele Programme, Einstellungen etc., da hat man es mit einer alten Industriemaschine besser. Stoff drunterlegen und einfach losnähen. ......
      Ich kann diese Aussage nur 100% unterschreiben. Hab von meiner Mama eine Nähmaschine geerbt. Sie war begeisterte Hobbyschneiderin (wobei ich eher der Meinung bin, schon Profi), ich rühre das Ding nur an, wenn es unbedingt sein muss. Also 1-2x/Jahr Und da jedesmal in der BO nachzulesen, was muss ich jetzt wo wie einstellen um eine simple, blöde gerade Naht zu produzieren, nervt ungemein. Da bevorzuge ich dann meistens schon Handnaht - bin schneller und schaut auch ganz gut aus.

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      • Meine bessere Hälfte hat sich vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrer besten Freundin eine Singer aus der Heavy Duty-Klasse zugelegt. Um welches Modell es sich genau handelt, weiß ich nicht. Aber sie meint, sie sei sehr zufrieden mit der Maschine. Die beiden benutzen die Singer hauptsächlich zum Kostümschneidern (Cosplay), sowie für Plüschtiere und Accessoires für die Kostüme.

        Ich habe schon Pläne, meiner Süßen einen Nähmaschinentisch zu bauen, in dem die Singer bündig zur Tischfläche eingelassen werden kann. Anleitungen im Netz gibts dazu jede Menge.

        Früher hatte sie mal eine kleine Automatik-Nähmaschine aus der Drogerie - die hat die Stoffe aber gefühlsmäßig eher "getackert" anstatt genäht. Wurde darum kaum benutzt.

        Wer sich mal das ein oder andere Kostüm von den beiden anschauen möchte, bitteschön, hehe:
        https://www.facebook.com/morninglorycosplay/

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        • Zitat von BoschDoIt
          Wie gesagt meine Frau hat mit Discounter Maschinen für 40 Euro angefangen und das ging auch !
          Ich glaube für den Anfang nehme ich mir am besten auch eine vom Discounter, bin ja nicht sicher, ob mir mein neues Hobby auch längerfristig Spaß machen wird und ob ich ein Händchen dafür habe

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          • Zitat von LaliS
            Ich glaube für den Anfang nehme ich mir am besten auch eine vom Discounter, bin ja nicht sicher, ob mir mein neues Hobby auch längerfristig Spaß machen wird und ob ich ein Händchen dafür habe

            Ich weiß ja nicht was du nähen willst, aber alle Maschinen vom Discounter können mehr als der "normale" Nutzer jemals brauchen wird.
            Ist wie mit Excel. Danutzt man auch nur max. 10% und meint man kann Excel.

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            • Jep, kann ich bestätigen. Vor ein paar Wochen waren erst zwei Modelle im Angebot. Ich habe mich für die "primitivere" Singer Tradition 2282 entschieden. Wer braucht schon eine PC-Steuerung dazu.
              Bin bisher sehr zufrieden, muss nur endlich mal Kunstleder testen.

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              • Zitat von RiccD
                Bin bisher sehr zufrieden, muss nur endlich mal Kunstleder testen.
                Dünne Nadel, dicker Faden (so das der grad durchs Öhr geht) und große Stiche. Ich teste vorher immer bevor die eigentliche Naht kommt. Und meistens mache ich dann auch eine Kappnaht.

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                • Danke. Getestet wird auf jeden Fall vorher. Da finden sich schon ein paar Reststücke.

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                  • Ich möchte mal etwas Systematik hier rein bringen...es ging um eine Anfängermaschine - da ist der Hinweis auf eine Bernina einfach falsch am Platz. Ein Fahranfänger kriegt auch kein E-Klasse Mercedes, sondern fährt die ersten Beulen in einen Polo. Als Anfänger will man ja erst einmal schauen ob einem das auch Spaß macht. Also soll der Preis im unteren Bereich liegen.

                    So - nun zur Systematik:

                    1. Bauart: es gibt bei elektrischen Nähmaschinen 2 Varianten - mechanische und elektronische. Die billigen beim Discounter und sonst wo sind immer rein mechanisch. Da werden also Zahnräder und Stangen verstellt. Leider sind heute halt die meisten Zahnräder aus Plastik und nicht mehr aus Metall wie früher. Macht´s billiger und leiser, aber weniger haltbar.

                    2. Stofftransport: alle Maschinen haben einen Untertransport - das sind die Zackenelemente unter der Nadel die den Stoff bewegen. Dann gibt es Maschinen die haben zusätzlich einen Obertransport z.B. teure Pfaff (heißt da IDT) oder Industriemaschinen - der hilft z.B. beim Patchworken, Jersey etc. da der Stoff sich nicht gegeneinander verschiebt, sondern beide Lagen transportiert werden. Dann gibt es noch eine 3. Variante die hat zusätzlich noch einen Nadeltransport - die Nadel zieht also auch noch mit. Diese werden hauptsächlich in Industriemaschinen für Planen und Leder eingesetzt. Ein Untertransport langt für die meisten Arbeiten, wer aber Patchworked oder viel Jersey oder Dessous näht, sollte zur Pfaff mit IDT greifen. Man spricht als von einem Zweifach- oder Dreifach-Transport, falls vorhanden.

                    3. Markenmaschinen gibt es kaum noch. Die alten Namen suggerieren Qualität, aber die Maschinen kommen trotzdem aus China oder anderswo. Auch Bernina produziert nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Thailand. Wichtig ist, daß man einen Ansprechpartner in Deutschland hat. Ich möchte da mal w6-naehmaschinen.de empfehlen. Die vertreiben ein Teil der früheren Privileg Maschinen - meine Privileg Super Nutzstich wurde z.B. dort unter dem Namen N1800 weitergeführt. Die haben für jede Maschine ein Video auf YouTube, wo genau erklärt wird was die Maschine kann.

                    4. Eigenschaften - wer viel und gut näht, freut sich an diversen Programmen und greift sicher zur Elektronischen. Aber für ein Anfänger langt der Geradstich und der ZickZackStich, dazu ein Knopfloch und Reißverschlussfuß - basta. Ein Nadeleinfädler ist für schlechter Sehende eine Offenbarung und die Funktion Nadel oben/unten macht einfach Spaß. Aber die ganzen Zierstiche und 9 verschiedene Knopflöcher benutzt wahrscheinlich kein Mensch. Schön sind auch die liegenden Spulen, da muß man den Unterfaden nicht mehr hochholen - oder ein Fadenabschneider oder ein automatisches Vernähen. Ja, nice to have....aber geht auch alles ohne. Ein Punkt ist noch zu beachten, wer große Stoffmengen hat wie z.B. bei großen Gardinen, bei Markisen, Zelten oder bei Patchworkdecken muß auf den Durchlass der Maschine achten. Das ist der Raum unter dem Arm. Es gibt spezielle Maschinen zum Patchworken/Quilten die eben einen langen Arm haben. Für Markisen etc. empfehlen sich dann doch die Industriemaschinen, (Juki, Brother etc.) da größer und robuster.

                    5. Empfehlung: Wer sparen muß, kauft sich zuerst mal eine Mechanische für ca. 150,- € z.B. W6. Wer schon ein bisschen mehr ausgeben kann, nimmt eine elektronische ab ca. 250,- € die Marke ist da nicht so wichtig. Wer Patchworken will oder wer einfach mehr Qualität will und Geld hat greift zu Pfaff Quilt Ambition 2.0, Bernina oder anderen.

                    6. Gebrauchtmaschinen: Für ein Anfänger nicht zu empfehlen, es sei den vom Fachhändler mit Einweisung. Maschinen von Ebay etc. sind in der Regel nicht gewartet, richtig eingestellt oder komplett. Wenn dann die Fadenspannung etc. nicht richtig funktioniert kriegt man ganz schnell schlechte Laune. Außerdem wollen die Leute für die alten Maschinen meistens zu viel Geld. I.d.R. gibt es neue Maschinen zum fast gleichen Preis.

                    Meine Maschinen:

                    Privileg Supernutzstich /W6-N1800 näht sehr zufriedenstellend Stofftaschen, Kissen, leichte Gardinen und repariert alle Kleidungsstücke. Hat halt kein Luxus, aber gute Anfängermaschine. Immer daran denken: das Handrad ist Euer bester Freund ;-) wenn es zu dick wird - per Handrad geht es meistens weiter über die dicke (Jeans-) Naht!

                    Brother Industriemaschine DB2 mit Obertransport und Kederfüße - näht Leder bis ca. 4 mm Dicke mehrlagig, Gardinen, Planen, Markisen, Kissen mit Keder und Autositze mit Keder. Elektronikmotor zur besseren Kontrolle eingebaut. Kederfüße in USA gekauft, da in D nicht erhältlich.

                    Dürkopp-Klasse 17 Schusternähmaschine rein manuell, ca. 100 Jahre alt - näht dickstes Leder, schön langsam Stich für Stich, ideal für Rundungen und verzwickte Stellen. Von mir komplett zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder zusammen gebaut. Schnurrt wie ein Kätzchen...die Bilder zeigen den vorher und nachher Status. Hab natürlich auch das passende Untergestell auf dem die Maschine steht. Riemen und Gummirolle wurden erneuert.

                    Nachbetrachtung: Früher haben die Frauen Kleider für die ganze Familie auf einer mechanischen Singer oder Adler genäht. Was die konnten? Meistens nur Geradstich - sonst nix. Also nicht von der Technikseuche anstecken lassen. Schöne Dinge entstehen im Kopf und mit Deinen Händen - das geht (meistens) auch mit einer Maschine für 100,- € !

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                    • Mein Vater war ein guter Heimschneider, von dem ich einiges scheinbar in die Gene bekommen habe. Von ihm haben wir noch eine alte Pfaff Zick-Zackmaschine (kann man natürlich auch gerade mit nähen), von meiner Tante haben wir vor kurzem eine fast nagelneue Brother-Haushaltsmaschine bekommen, natürlich mit dem neuesten Schnick-Schnack (Programmvorwahl etc. etc.). Ich habe mich mal mit diesem neuen Modell beschäftigt. Sie näht an und für sich ganz gut, kann man nicht meckern, aber ich habe trotzdem immer das Gefühl dabei, man hat nur Plastik um sich und man näht doch vorsichtiger als mit der Industriemaschine. Da ist einfach mehr Power dahinter. Ich habe schon Jeansjacken genäht, mache viele Hosen kürzer etc. etc., und habe dazu noch nie eine Nähprogramm gebraucht. Vor allem muss man -wenn man nicht täglich damit näht- immer wieder in die Gebrauchsanweisung schauen, was man machen will, welches Programm man jetzt wieder einstellen muss und so weiter.
                      Ergo: Ich bleibe lieber bei meiner alten Pfaff Industriemaschine.

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                      • @wolfsfarm
                        Da hast du dir richtig Mühe gegeben und kleine feine Unterschiede schön erklärt.
                        Kederfüße jedoch sind so speziell, das die für einen Anfänger eher nicht zum Einsatz kommen und dem Fachmann vorbehalten sind. Ich benutze die nur wenn ich einen Keder in Polsterstoff einnähe und dazu gehe ich in die Werkstatt meines Lehrmeisters.
                        Des Weiteren glaube ich, dass Ober und Untertransport für einen Anfänger auch noch zu viel ist. Der wird, wie du auch geschrieben hast, zum nähen glatter Stoffe benötigt. Ebenso wie zum Nähen von Stores. Dazu sei aber gesagt, Stores zu nähen ist schon die hohe Schule. Da wird mit Säumern und dreifachtransport gearbeitet. Das ganze in einer Geschwindigkeit - unvorstellbar.
                        Und noch etwas. Für eine Anfängermaschine vom Discounter reichen auch 60-70 Euro.

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                        • @Tobi
                          Danke für Deinen Kommentar. Wusste nicht, daß die Maschinen beim Discounter so günstig sind...Aber Du sprichst noch etwas an, was wichtig ist - das Nähtempo. Bei Hobbymaschinen ist das kein Thema - mit dem Fußpedal kann man das gut regulieren. Wobei langsam immer wichtiger ist als schnell. Also wenn die Möglichkeit beim Kauf besteht - einfach mal probieren, ob man Stich für Stich setzen kann. Das ist wichtig um genau zu arbeiten. Aber bei Industriemaschinen - z.B. von Ebay - muß man darauf unbedingt achten. Es gibt sogenannte Schnellläufer die machen locker 3000 bis 5000 Stiche in der Minute - aber damit können sie keine Kinderkleidung oder Dessous (also kleine Dinge) nähen - das ist viel zu schnell. Solche Maschinen sind für Strecke gedacht - Gardinen, Bettwäsche, Tischdecken - geradeaus im Höllentempo. Natürlich gibt es heute auch Maschinen mit Frequenzumrichter - dann geht es auch langsam - doch die wenigsten haben einen und wenn, sind sie teuer. Die meisten älteren Industriemaschinen haben eine mechanische oder elektronische Steuerung. Meine Brother DB2 kam mit einem mechanischen Versteller - der war mir eindeutig zu unflexibel und zu schnell. Daher habe ich auf einen neuen Motor mit elektronischer Steuerung umgerüstet. Das hat viel gebracht - ist aber immer noch kein Frequenzumrichter. Also Einzelstiche gehen damit immer noch nicht - doch langsam ist nun möglich. Ich nähe z.B. runde Lederportemonnaies - dazu habe ich die Schustermaschine, damit kann ich wirklich einzelne Stiche setzen - so habe ich mit 3 Maschinen das komplette Spektrum abgedeckt - wobei so eine elektronische mit Langarm zum Quilten könnte mich auch noch reizen...

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                          • @Wolfsfarm: tolle Ausführung, magst du das nicht in die Wissensdatenbank einpflegen?

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                            • @woody - danke für die Anregung. Ja, heute habe ich unter dem Stichwort "Nähmaschine" einen Artikel eingepflegt. Entspricht dem obigen - aber etwas allgemeiner. Viele Grüße vom Wolf

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