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    Ottomar

    Jetzt wo ich Dich richtig lieb gewonnen habe, kommt das jetzt!

    Und dabei ist gerade Chagall auf meiner Liste ganz oben. Und ich besitze sogar eine Originallithografie.

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      Marc Chagall ist einer der wenigen Künstler... welcher seinen Malstil den schweren traumatischen - Erlebnissen ( Nazi-Zeit ) angepasst hat !
      Für Ihn typisch, die irgendwo vorhandenen Esels-Figuren oder Köpfe !
      Da ich, auch bei einigen anderen Künstlern um diese grausame Vergangenheit bescheid weiß... sehe ich mir das lieber im Museum an, denn solch
      Unrecht , was den Menschen angetan wurde, kommt beim Betrachten der Bilder ( egal ob Kunstdruck oder ähnliches ) wieder ans Licht !
      Deshalb hängen bei mir Zuhause nur eigene Werke... da fällt der Blick auf die Arbeit ( kann auch ne Skulptur sein ).... und man spürt die
      Stimmung, mit der man diese Arbeit geschaffen hat ! ..... das ist kein Geflunker... konnte bei meinem Lehrmeister ( Ölmalerei ! ) genau
      erkennen, ob das Bild bei guter oder weniger guter Laune ( Auftragsmalerei ! ) gemacht wurde !
      Ergänze hier mal den Text... weil da auch schöne Erinnerungen dran hängen... was meint Ihr wohl.... was wir Beide als Malmittel ( Ölmalerei )
      genommen haben :-)) ... das war ein Scotch-Bourben mit Ginger-Ale... und ich musste dann noch ca. 35 Km nach Hause ( nicht vor 24 Uhr ! )
      Gruss.....
      Zuletzt geändert von –; 02.11.2018, 11:31.

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        Rainerle

        Ich hatte es befürchtet, dass mein Unverständnis für Chagall bei Dir auf noch größeres stoßen wird.

        Nun ja, ich hätte auch Franz Marc nennen können; mit dessen bunten Pferdchen stehe ich nämlich auch auf Kriegsfuß ...

        Kommentar


          Ach die bunten Pferdchen sind doch immer nett anzuschauen.

          Mir geht es so mit Roy Lichtenstein. Paar vergrößerte Comics ...

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            Was die amerikanische Pop Artisten angeht, kannst Du zu Lichtenstein auch gerne noch Warhol dazupacken. Inhaltsleere Deko, bunte Bilder, das war`s.

            Da hatten und haben die Engländer der gleichen Schule nach meinem Empfinden wesentlich mehr Substanz. Siehe z.B. die Plattencover von Peter Blake für die Beatles und Eric Clapton oder die Landschaftsbilder von David Hockney.

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              wenn man schon div. Künstlern über die Schulter schauen konnte... ( meistens mögen dieselben das nicht )... dann wird einem schon klar,
              daß Farbe auch etwas mit Gewicht zu tun hat... !..... bei manchen Arbeiten ist es nur die richtige Farbgewichtung an der richtigen
              Stelle.... schon verschieben sich die Dimensionen ! ( bei den Modernen bestimmt )
              Sorgfältig gemachte Arbeiten werden daher im Hintergrund-Farbton komplett grundiert... das gilt natürlich nur für Öl und andere
              Farbaufträge !... dabei ist es egal, ob da gespachtelt oder gepinselt wird !
              ...... eine besondere KUNST-ART sind die Airbrush Künstler... was diese da mit Phantasie auf die großen LKW-Flächen
              draufbringen... sind schon etliche gute Künstler dabei !... natürlich arbeiten die auch mit Schablone... aber das haben die alten Meister
              auch bei den Decken-Gemälden gemacht !
              Bei einem Aquarell ist es die Kunst... auch das Licht des Malkartons an den GEWICHTIGEN Stellen stehen zu lassen ... denn weisse
              Tubenfarbe hat auf dem Aquarell nichts verloren ! ( da gibt es ein schönes Aquarell... eine Person mit Schirm im Regen.. Titel ?? )
              Wobei klar sein sollte, die Gewichtung einer Farbe ist im Kunst-Objekt nicht vom Farbton... sondern von der Position abhängig .. extrem
              auffällig wird das, wenn die Gewichtung... Abseits des goldenen Schnittes angewendet wird !
              Gruss.....

              Kommentar


                Seit ein paar Tagen bietet das Art Institute Chicago einen ganz besonderen Service an.

                Nachdem deren Sammlung von über 44 000 Gemälden digitalisiert wurde, kann nun jeder Besucher auf der Website erstens alle Bilder anschauen und, das ist das Sensationelle, auch kostenlos und ohne Einschränkung herunterladen.
                Die Qualität ist dabei so hoch, dass man das Gemälde als Kunstdruck ausdrucken kann (und darf).

                https://www.artic.edu/

                Ich habe mich gleich mal mit einem meiner Lieblingsbilder von Edward Hopper selbst bedient: Nighthawks (1942).

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Hopper.jpg
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Größe: 99,0 KB
ID: 3741558

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                  Da es in einem anderen Thread um Sikkative in Ölen geht. Ich habe hierzu einiges an Zeit verwendet um mich zu Sikkativen schlau zu machen. Und dabei stieß ich auf Sikkative in der Malerei.

                  Das war offenbar eine echte Revolution als man diese erstmalig in Farben gemischt hat.
                  http://www.scinexx.de/wissen-aktuell...017-01-10.html

                  Wenn man das weiß, kann man Turner, die Frühromantik wie Caspar David Friedrich und dann die späteren Anfänge des Impressionismus ganz neu verstehen.

                  Turner erkennt die Spiegelung des Himmels auf Wasser und der gesamten Umgebung. Ein roter Himmel lässt Felsen und Häuser rot erscheinen. Die Erde ist ein Spiegel des Himmels.

                  Monet setzt sich an den Seerosenteich und malt den ganzen Tag nur Seerosenbilder in den verschiedensten Lichtsituationen - morgens, abends, sonnig, bewölkt ... um darzustellen, wie Licht sich auf die Umwelt darstellt.

                  Und das macht auf einmal Sinn. Vorher hätte man das gar ncht machen können, wenn man jeweils Tage und Wochen für einen neuen Farbauftrag gebraucht hätte. Denn dann wäre die Lichtstimmung wieder eine ganz andere gewesen. Sodann kann man feststellen, dass die Bilder zuvor meist in ähnlichen Farbtönen gemalt wurden, um die Trocknungszeiten verschiedener Partien möglichst klein zu halten. Jetzt konnte man aus vollen Kübeln schöpfen und man ging raus aus dem Atelier hinaus in die Natur um zu malen. Zuvor war alles im dunklen Kämmerlein gemalt worden.

                  Claude Monet malte übrigens an die 250 Seerosenbilder - teils mit gigantischen Ausmaßen von 2 x 6 Meter. Das besondere daran, er schafft die Dreidimensionalität in der Fläche. Es gibt keinen Horizont mehr, sondern einzig die Reflexion des Himmels in der Wasserspiegelung. Die Dynamik entsteht durch Wellenbewegungen des Wassers und die Seerosen lockern die Struktur auf. So werden die Bilder nie langweilig. Aber eigentlich ist der Zweck einzig und allein die Darstellung einer Lichtperspektive, die sich beständig verändert. Temperatur, Wind, Lichteinfall, Schatten, Wolken, Tageszeit und Helligkeit. Die Wirklichkeit ist nur ein Spiegel ihrer selbst.

                  Eines der Seerosenbilder:

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Name: Claude_Monet_-_Water_Lilies_-_1906%2C_Ryerson.jpg
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ID: 3741575

                  Ohne Sikkative wäre das in dieser Form niemals möglich geworden. William Turner malte deshalb sehr viele Aquarelle. Die Trocknungszeit beträgt nur Minuten. Aber als Sikkative in die Ölfarben gemischt wurden, war die Darstellung solch gewaltiger Farbexplosionen durch die Sonne ganz neu darstellbar.

                  Ein typischer Turner, gemalt in Öl im Jahr 1874 „Licht und Farbe“:

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Name: William_Turner%2C_Light_and_Colour_%28Goethe%27s_Theory%29.jpg
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ID: 3741576

                  Nur rund 35 Jahre vorher hat Caspar David Friedrich eine ähnliche Lichtsituation noch so gemalt:

                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 648BD7CA-A4C2-4EEF-98E7-1025B981EAC5.jpeg
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Größe: 44,4 KB
ID: 3741578

                  Um die Kunst wirklich zu verstehen, muss man die Zeit zuvor betrachten. Woher kommt sie? Und wo führt sie hin?




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                    Ganz toller Beitrag, der den chemischen Hintergrund der Ölmalerei Mitte des 19. Jahrhunderts verdeutlicht. Vielen Dank.


                    Bei Turner könnte man noch ergänzen, dass die radikale Veränderung, die er in die Malerei einbrachte, noch einer anderen Erfindung geschuldet war, nämlich der Erfindung der Tube.
                    Klingt komisch, ist aber so.

                    Mussten die Maler vorher ihre Farben noch unmittelbar vor dem Auftrag anrühren und war auch eine Aufbewahrung nur sehr eingeschränkt möglich, so war es dann ab den vierziger Jahren möglich, Farben vor dem Austrocknen zu schützen. Nun konnte man auch problemlos im Freien arbeiten, da nicht nur die Zahnpasta transportabel wurde, sondern auch die Ölfarben.

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                      Das wusste ich nicht, aber das ist auch ein interessantes Argument.

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                        Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen
                        Seit ein paar Tagen bietet das Art Institute Chicago einen ganz besonderen Service an.

                        Nachdem deren Sammlung von über 44 000 Gemälden digitalisiert wurde, kann nun jeder Besucher auf der Website erstens alle Bilder anschauen und, das ist das Sensationelle, auch kostenlos und ohne Einschränkung herunterladen.
                        Die Qualität ist dabei so hoch, dass man das Gemälde als Kunstdruck ausdrucken kann (und darf).

                        https://www.artic.edu/

                        Ich habe mich gleich mal mit einem meiner Lieblingsbilder von Edward Hopper selbst bedient: Nighthawks (1942).

                        danke, das ist eine interessante Neuigkeit

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                          @ Rainerle, danke für diesen interessanten Bericht

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                            Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen
                            Ganz toller Beitrag, der den chemischen Hintergrund der Ölmalerei Mitte des 19. Jahrhunderts verdeutlicht. Vielen Dank.


                            Bei Turner könnte man noch ergänzen, dass die radikale Veränderung, die er in die Malerei einbrachte, noch einer anderen Erfindung geschuldet war, nämlich der Erfindung der Tube.
                            Klingt komisch, ist aber so.

                            Mussten die Maler vorher ihre Farben noch unmittelbar vor dem Auftrag anrühren und war auch eine Aufbewahrung nur sehr eingeschränkt möglich, so war es dann ab den vierziger Jahren möglich, Farben vor dem Austrocknen zu schützen. Nun konnte man auch problemlos im Freien arbeiten, da nicht nur die Zahnpasta transportabel wurde, sondern auch die Ölfarben.
                            an so etwas denken wir normalerweise gar nicht mehr - auch sehr interessant

                            Kommentar


                              Mal etwas ganz anderes zum Nachdenken, ob dies Kunst sei, oder einfach nur zum Schmunzeln.

                              Seit Jahrzehnten findet man moderne Grafik auf hohem Niveau besonders auch auf Plattencovern.

                              Nun machte sich der junge russische Künstler Igor Lipchanskiy daran, die Bilder auf den Covern quasi zu Ende zu denken und kleine Geschichten daraus zu gestalten.

                              Die Wahrheit hinter den Albumcovern ...


                              Vielleicht mag es ja jemand:

                              https://www.instagram.com/igor.lipchanskiy/?hl=de

                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                                er hat ja tlw. lustige Einfälle - doch irgendwo ist es auch Kunst

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