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Untergrund für Acrylfarbe

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  • Untergrund für Acrylfarbe

    Hallo zusammen,

    habe mich ich ja schon als blutiger Anfänger bzgl. malen mit Acrylfarben geoutet.
    Jetzt habe ich eine weitere Frage bzw. suche ich nach einem Tipp.
    Da ich 3D gedruckte Modelle aus PLA bemalen möchte, war meine vorgehensweise folgende: Zuerst habe ich das Modell einigermaßen abgeschliffen, anschließend mit Spritzspachtel lackiert um die feinen Rillen des Drucks aufzufüllen. Danach nochmals alles sauber schleifen. Nun habe ich mit schwarzem Acrylspray das gesamte Modell nochmals lackiert. Das Acrylspray ist Lösemittelhaltig wie die Spritzspachtel auch.
    Nach ausreichender Trocknung habe ich begonnen das Modell mit Acrylfarben (Wasserbasis) zu bemalen. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, dennoch stelle ich mir eine Frage!
    Wenn ich die Spritzspachtel direkt mit der Acrylfarbe bemale ist das Ergebnis sehr gut, da diese eine sehr rauhe Oberfläche hat (sehr matt und füllt sich auch sehr griffig an) wenn ich jedoch auf die schwarze Acrylfarbe (Spraydose, seidenmatt, füllt sich sehr glatt an) male, dann ist das deckverhalten der Acrylfarbe mit dem Pinsel nicht besonders gut und braucht sehr viel Hingabe!!
    Gibt es spezielle Acrylfarben aus der Spraydose in schwarz welche hier einen besseren Untergrund bilden?
    Oder kann ich hier evtl. auch auf schwarze Grundierungsfarbe zurückgreifen? Wenn ja worauf muss ich bei der Farbe achten?
    Gibt es Unverträglichkeiten mit der wasserbasierenden Acrylfarbe?
    Wäre supi wenn ich ein paar Tipps von Lackprofis oder Bastelerfahrenen bekommen könnte.

    Vielen Dank an euch schon mal im Voraus.

  • Gibt‘s denn wirklich niemanden der sich hiermit einwenig auskennt?

    Kommentar


      saberlod
      Du solltest das schwarze Spray durch eine richtige Grundierung ersetzen. Den Grund hierfür hast du selbst bemerkt. Das Akrylspray ist eine Schlußbeschichtung. Sie soll schützen und wenig Angriffspunkte bilden. Laß dich vom Glanzgrad nicht täuschen. Matt bedeutet nicht unbdingt gute Haftbedingungen. Bei diesen Lacken wird der Glanzgrad mit verschiedenen Zuschlagstoffen hergestellt, die sich nicht so stark auf die Oberflächenrauhigkeit auswirken.Würde man das Bindemittel soweit verringern, daß die Farbe aus diesem Grund nicht mehr glänzt, würde sie nicht mehr ausreichend schützen. Hier bewirken Zugaben von 1-3% bereits Glanzgradänderungen von 50 und mehr %.
      Dementgegen hat die Grundierung wesentlich weniger Bindemittel im Verhältnis zu Pigmenten und Füllstoffen und bietet deswegen eine wesentlich bessere Basis zum Weiterbeschichten.
      Das ist auch der Grund dafür, daß es besser aussieht, wenn du auf den Spritzspachtel aufträgst, als erst das schwarze Spray unterzulegen. Durch die Glätte siehst du die Pinselriefen wesentlich besser, weil du keine gute Naßhaftung erreichst, die für eine ordentliche Oberfläche und eine gute Verteilung notwendig sind.
      Wenn du also auf den Spritzspachtel eine richtige Grundierung aufträgst, und darauf die Akrylfarben, wirst du ein wesentlich besseres Ergebnis erzielen. Die Farbe der Grundierung solltest du nach den gewünschten Akrylfarbtönen auswählen, um so besser wird es decken.
      Deshalb gibt es den Spruch: Bein Anstrichaufbau immer von mager nach fett.
      Dies meint den Bindemittelanteil der einzelnen Beschichtungen und verhindert zusätzlich Riß - und Haftungsprobleme, weil ein fetterer ( bindemittelreicherer ) Anstrich flexibler auf Bewegungen und thermische Veränderungen reagiert. D. h. wenn der Untergrund flexibler reagiert als die Deckbeschichtung, kann es Risse oder Abplatzungen geben.
      Zuletzt geändert von –; 17.03.2019, 23:49.

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        Ich weiß nicht, wie tief die Rillen auf den Werkstücken sind. 3D - gedruckte Teile kenne ich nur von den Bildern, die ihr hier einstellt. Aber wenn du den Spritzspachtel sowieso schleifst, wäre es nicht auch möglich, das Teil vor dem Beschichten zu schleifen? Evt. erst grob und dann fein? Danach könntest du eine Kunststoffgrundierung auftragen und hättest einen super Untergrund fürs Bemalen.
        Unverträglichkeiten zwischen lösemittelhaltigen Grundierungen und wasserbasierenden Akrylfarben gibt es keine, im ungünstigen Fall eher noch Haftungsprobleme, da wasserbasierende Farben nicht so gut benetzen.
        Zuletzt geändert von –; 18.03.2019, 00:29.

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        • mit vielen Dank für deine Ausführung! Dann bin ich mit meinen Gedanken ja schon auf dem richtigen Weg, oder?
          Gedrucktes PLA ist schon eine kleine Herausforderung beim schleifen, vor allem wenn es um viele feine Konturen geht, daher habe ich die Spritzspachtel verwendet, diese füllt die feinen Rillen gut auf und lässt sich anschließend auch leicht schmiergeln.
          Somit kann ich mit schwarzer Grundierung also über die behandelte Spritzspachtel lackieren und dann das Modell nach Trocknung mit den Acrylfarben bemalen. Danke nochmal!

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            Richtig. Der Knackpunkt ist im Prinzip lediglich, den schwarzen Akryllack durch Grundierung zu ersetzen.

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            • Hallo Stefan, Du könntest anstatt der Grundierung auch leicht verdünnte Acrylfarbe nehmen diese gut durchtrocknen lassen am besten über Nacht. Lass Dich nicht täuschen auch wenn sich die Farbe trocken anfühlt kann es auch nur die obere Schicht sein. Acrylfarben auf Wasserbasis trocknen immer von aussen nach innen. Dann machst Du erst den 2. Auftrag unverdünnt. Ob Du nach der Trocknungsphase mit Klarlack nochmal drübergehst kommt auf die mechanische Beanspruchung an.
              LG Paul

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              • Dann werde ich mir jetzt erst mal schwarze Grundierungsfarbe besorgen. Das Modell wird später sicherlich mit Klarlack überzogen, diesen dann aber in Seidenmatt oder Matt. Wobei reiner matter Klarlack sehr teuer ist.
                Danke euch allen

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                • Normal verträgt sich nur die gleiche Farbsorte mit dem dafür geeignetem Primer ( Haftvermittler ! ) da es sich bei den Objekten um
                  PLA-Teile handelt ( sogenannter BIO-Modifizierter Kunststoff ! ) sollte erst mal mit einfachen Teilen eine Probe-Lackierung gemacht werden !
                  Ob es jetzt " bereits " speziell dafür ( PLA ) geeignete Haftvermittler gibt...? kann ich Dir nicht sagen... nur soviel... nimmst Du dafür einen Alkyd oder Epox-Lack,
                  müsste das Objekt zumindest mit Aromaten freien Terpentin gereinigt werden und da sollte kein wasserlöslicher Lack drauf ( Acryl z.B. )
                  Also... erst Versuche machen, mit div. Haftvermittlern... dann, wenn nötig etwas nachschleifen.... und gut 2 x Lackieren ( jedesmal richtig
                  Trocknen lassen... egal ob Verdünnerlack z.B. Alkyd, Polyester, PU- Lack usw... oder eben nur die wasserlöslichen.. Acryl-Sorten ! )
                  Gruss.....

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