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Holz splittert ab

16.07.2017, 17:54
Grüß euch.

In unserer Anlage gibt es einen Sandkasten aus Holz. Heuer haben wir das erste mal unsere Kleine reingesetzt und sind draufgekommen, dass das Holz sehr leicht splittert. Soll heißen: Man "wischt" mit der Hand ein paar mal über die Sitzfläche, und hat einen kleinen Splitter in der Hand (Stimmt der Begriff in diesem Zusammenhang? Auf österreichisch: man hat sich einen Schiefer eingezogen).

Ich kann leider nicht erkennen aus welchem Holz der Kasten gebaut ist. Das Holz scheint unbehandelt zu sein.

Frage an die Holzprofis:


  • Was ist hier schief gelaufen? Hat der Errichter die falsche Holzart verwendet, oder haben sie es "nur" nicht richtig behandelt?
  • Kann man sich hier auf einfache Art selbst behelfen? Bringt es was, die Oberfläche mit dem Exzenter abzuschleifen?
  • Und die ganz gefinkelte Frage: Kennt jemand irgendwelche Normen, die ich dem Erbauer auf den Tisch knallen kann? Die regeln welche Holzarten / Behandlungen / Splitterneigung man bei Kinderspielgeräten beachten muss?

Ich weiß, eigentlich sollte ich die Fragen an den Errichter stellen, aber bevor ich das tu will ich mal ein paar unabhängige Meinungen hören.

Grüße,
Arnschi
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12 Antworten
Dog
Stell doch bitte paar Fotos dazu ein.Dazu noch paar zusätzliche Infos wie zb öffentlicher Spielplatz oder privat im Hinterhof, wie alt ist der Sandkasten, usw.

Generell kann man bei jedem Holz mit Splittern rechnen, ob es dies stark oder schwach tut ist von vielen Faktoren abhängig.

 

Woody  
Wichtig ist hier zu wissen, ob es sich um einen öffentlichen Spielplatz handelt. Hier greifen die ÖNORM EN 1176 (Spielplatzgeräte). Bei privaten Bereichen kommt nur die Prüfung nach EN 71 und das ist die Norm für Spielzeug - nicht Spielgeräte zum Tragen. Damit wird aber nichts über die Gebrauchssicherheit ausgesagt.

 

Natürlich sollte auf Spielplätzen alles in Ordnung sein. Aber Holz ist nun mal Holz und gerade auf Spielplätzen wird darauf herumgetrampelt, da wird mit was weiß ich allem daraufherumgeschlagen, dann kommt der Regen noch hinzu. Alles Faktoren, auf die Holz nun mal reagiert. Da Holz auf Kinderspielplätzen unbehandelt sein sollte, ist es fast schon normal, dass das Holz irgendwann Mängel aufweisen kann, natürlich gehören da Holzsplitter auch dazu. Ich denke aber, dass es schlimmeres gibt, als einen kleinen Splitter in der Hand.
Natürlich kann man da mal mit einem Schleifer rüberfahren und in der Regel ist Holz dann auch wieder glatt. Ich denke aber, dass bei einem häufig benutzten Sandkasten das Problem immer wieder auftauchen kann. Ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber bei uns früher wurde mit so etwas kein großes Getöns gemacht, da waren die Sandkästen aus alten Brettern zusammengezimmert, da waren Holzsplitter an der Tagesordnung. Ich denke, Eure Kleine macht sich über so etwas keine Gedanken. Einfach positiv denken und nicht alles so extrem sehen, da lebt man auch viel besser.

 

Woody  
@Trahuettner: klar hast du recht, was unsere eigene Kindheit betrifft. Damals war aber nicht alles geregelt, reglementiert oder gesetzlich festgelegt inkl. Schadenersatzansprüche. Damals herrschte noch der gesunde Menschenverstand

Heute ist es nun mal so, dass die Verantwortung und Haftbarkeit beim Spielgeräteaufsteller liegt. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass keine Gefährdung vorliegt.

 

Foto wäre geschickt.
Aber: Mit Schleifpapier drüber könnte genügen.

 

Grüß euch,

Bilder sind im Anhang. Das Ding ist nicht öffentlich, sondern im Innenhof einer Wohnhausanlage mit ca. 70 Wohnungen.

Der Sandkasten ist ca. 1 Jahr alt. Die Anlage wurde letzten Sommer fertiggebaut, im Herbst übergeben, und diesen Sommer wurden halt die Spielgeräte zum ersten Mal probiert...

Grüße,
Arnschi
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@ Trahüttner: Ich bin sonst eher ein Vertreter der *******DiNedAu Fraktion. Und ich verklage niemanden wenn sich meine Prinzessin einen Schiefer einzieht :-)
Die Schiefer sind aber eher von der Sorte "Seeigel-Stachel" - sehr dünn und fein. Meine Frau und ich haben uns gleichzeitig je einen Schiefer eingezogen mit "nur ein bisschen Sitzbank abputzen".

In diesem Fall will ich uns allen ersparen, alle paar Tage mit Nadel und Pinzette in der Handfläche eines 1-jährigen zappeligen raunzerten sich wehrendem Kindes herumgraben zu müssen, wenn es eine einfache Möglichkeit gibt es zu vermeiden. Ich werde ihr eh noch genügend Splitter und Kieselsteine rausziehen müssen, da mach ich mir keine Illusionen.

Grüße,
Arnschi

 

Woody  
Ich würde mich an die Hausverwaltung wenden und die Firma um Nachbesserung auffordern, der diesen Sandkasten hingestellt hat.. Da dieser Spielplatz für die Anlage gebaut wurde ist er öffentlich.

 

Zitat von Woody
Ich würde mich an die Hausverwaltung wenden und die Firma um Nachbesserung auffordern, der diesen Sandkasten hingestellt hat.. Da dieser Spielplatz für die Anlage gebaut wurde ist er öffentlich.
Sehe ich auch so. Soll der Verwalter nach Gewährleistung schauen, sich um ein Abschleifen kümmern ... schließlich haben alle gezahlt. Lass selbst die Finger davon. Das gibt nur Ärger.

 

Also so hingeklatscht sieht er nicht gut aus ... Da hat man leicht nen Schipfa drin... Wobei was einem nicht umbringt macht einen härter....
Sieht sehr unbehandelt aus, und der Winter hat dazu beigetragen

 

Danke euch für die Rückmeldungen, ich werde eh versuchen über die Hausverwaltung und Gewährleistung zu gehen. Ich habe gehofft irgendeinen "Zündstoff" zu erhalten den man der Hausverwaltung / Errichterfirma unter die Nase reiben kann. Denn sonst bekommt man meistens die Standardantwort "alles entspricht sämtlichen Normen, Naturprodukt, bla bla, kein Mangel im Sinne der Gewährleistung" was auf deutsch heißt "wir haben das Billigste verbaut, und dass es ein Klumpert ist war so geplant und damit müsst ihr jetzt leben" :-)
Ich schau mal was auf dem "offiziellem Weg" herauskommt...
Grüße,
Arnschi

 

Dog
Ich finds jetzt nich sooooo wild, da hab ich (Generation Yps) in anderen Sandkästen gebuddelt. Aber wie schon geschrieben wurde... Mal an die Hausverwaltung wenden....

 

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