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Bootsmotor für Schlauchboot mit Bosch-Akkus betreiben?

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    Bootsmotor für Schlauchboot mit Bosch-Akkus betreiben?

    Die Fragen ergeben sich aus den letzten Beiträgen in diesem Thread: https://www.1-2-do.com/forum/heimwer...-36v-12v/page2

    Da die eigentliche Fragestellung hier eine andere war, eröffne ich einen neuen Thread.

    Ich befasse mich jetzt mit der Möglichkeit, mit den vorhandenen 12V- oder 18V-Akkus von Bosch einen kleinen Bootsmotor für das Schlauchboot zu betreiben.
    Interessant finde ich vor allem dieses Projekt, bin aber noch mit den angegebenen Daten bzgl. der verwendeten Motoren überfordert.
    Würde sich einer dieser Motoren überhaupt mit einem Bosch-Akku 'vertragen'? Lassen sich die Bosch-Akkus ggf. in Reihe oder parallel verdrahten? Welcher andere, für den Antrieb eines Schlauchboots geeignete Motor würde ggf. zu den Bosch-Akkus passen?

    Grundsätzlich sollten natürlich Motoren aus Bosch-Werkzeugen zu den Akkus passen. Ich gehe aber davon aus, dass die Motoren (z.B. Akkuschrauber) nicht für eine Dauerbelastung gemacht sind. Oder wäre das kein Problem, wenn z.B. eine Wasserkühlung und/oder bessere Lager verbaut würden?

    Alle weiteren Aspekte, z.B. Wasserstrahl- oder Propellerantrieb oder wasserdichtes Gehäuse sind erstmal nachrangig.

    Bzgl. Verwendung von Bosch-Tools / -Motoren: dass es Akkuschrauber-Rennen gibt, wusste ich schon.
    Es gab aber aber auch schon eine 'cordless canoe challenge', wie man hier sieht oder hier lesen kann.
    Bleibt hier nur die Frage, wie weit man mit einer Akkuladung kommt und wie lange das ein Akkuschrauber durchhält.

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      Die Eingangsfrage war übrigens ernst gemeint. - Deshalb schiebe ich sie nochmal hoch.

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        ich vermute mal, dass ein Motor ohne die Tool-Elektronik den Akku vielleicht nicht gerade schonend behandelt.

        Kommentar


          Zitat von JoergC Beitrag anzeigen
          ich vermute mal, dass ein Motor ohne die Tool-Elektronik den Akku vielleicht nicht gerade schonend behandelt.
          Deshalb favorisiere ich fast, ein Bosch-Tool zu 'schlachten' und die ganze Elektronik mitzunehmen.
          Für Dauerlauf - ggf. bis der Akku leergesaugt ist - sollten eigentlich alle Tool geeignet sein, oder? Trotzdem weiß ich nicht, ob das bei einem Akkuschrauber so ist.

          Es sollte aber auch ein Tool sein, dass eine gute Kühlung von Haus aus hat. Eine Wasserkühlung zu bauen liegt zwar nahe. Trotzdem sollte die Wärme auch aus dem Maschineninneren gut nach aussen transportiert werden.

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            die Elektronik mitnehmen macht sicher Sinn, ich würde der Elektronik zutrauen, dass sie auch die Akkus vor Tiefentladung schützt.

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              Generell gilt zu klären, was für eine Leistung benötigt wird. Ich selbst würde meinen, dass das nicht praktikabel ist. Schaue mal im Modellbaubereich rein oder betrachte dir die E-Scooter, da siehst du schon, mit welchen Leistungen gearbeitet wird. Ich bezweifle, das dazu der Akku von Bosch oder welcher auch immer geeignet ist. Geht man von einem 18V/6Ah Akku aus, dann kommst du gerade einmal auf 108 Watt/Stunde (theo. Wert), da macht man keine großen Hüpfer. Ich würde mir auch weniger Gedanken, was die Kühlung des Motors angeht machen, sondern eher was die Kühlung des Akkus angeht, denn dieser dürfte doch recht warm in seinem Gehäuse werden, bei entsprechender Leistung. Ja, was dann auch JoergC gepostet hat, die Elektronik ist zwingend notwendig, sonst ist der Akku futsch.

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                Zitat von HerrDerDinge Beitrag anzeigen
                Generell gilt zu klären, was für eine Leistung benötigt wird. Ich selbst würde meinen, dass das nicht praktikabel ist. ....
                Bei der oben verlinkten 'cordless canoe challenge' oder auch hier wurden alle Boote mit Akkkuschraubern angetrieben. Deshalb denke ich, dass die Leistung reichen sollte. Die Boote haben sich alle vorwärts bewegt, manche richtig schnell. Und da oft nur ein Akkuschrauber mit einer auf einer Gewindestange montierten Schifffsschraube verwendet wird, denke ich, dass man den Antrieb auch noch optimieren könnte.

                Über aktive Akkukühlung oder den Akkku zumindest nicht der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen, sollte man aber auch nachdenken.

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                  Hm, Akkuschrauber mit 2 Ganggetriebe müsste das schon können, anfahren im ersten Gang, wo die meiste Kraft mal benötigt wird und dann in den zweiten Gang schalten, wenn man sich schon bewegt, hört sich zwar improvisiert an, könnte klappen

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                    Zitat von kaosqlco Beitrag anzeigen

                    Bei der oben verlinkten 'cordless canoe challenge' oder auch hier wurden alle Boote mit Akkkuschraubern angetrieben. Deshalb denke ich, dass die Leistung reichen sollte. Die Boote haben sich alle vorwärts bewegt, manche richtig schnell. Und da oft nur ein Akkuschrauber mit einer auf einer Gewindestange montierten Schifffsschraube verwendet wird, denke ich, dass man den Antrieb auch noch optimieren könnte.

                    Über aktive Akkukühlung oder den Akkku zumindest nicht der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen, sollte man aber auch nachdenken.
                    Ja, das hat mich jetzt tatsächlich mal interessiert, da sind einige flott unterwegs, gehe aber davon aus, die haben die Teile aufgepimpt, aber eine große Reichweite haben die nicht, sonst lägen da nicht die Paddels mit im Boot, ist aber lustig anzuschauen.

                    Kommentar


                      Ja, die Reichweite wird nicht groß sein.
                      Mir geht es aber auch nicht darum, den ganzen Tag reissende Flüsse gegen Strom zu befahren, sondern nur darum, einen alternativen Antrieb zu haben, wenn mann/frau müde vom Paddeln ist und trotzdem gemütlich weiterfahren möchte. - Es käme wohl tatsächlich auf einen eigenen Versuch mit Schrauber und 'Quirl' an, um eine Aussage bzgl. Reichweite / Laufzeit treffen zu können.

                      Kommentar


                        So, da mein aktuelles Modellbauprojekt seit gestern im Zustand "funktionierender Prototyp" ist...
                        Ich hab einen Springer Tug gebaut (Bilder, Pläne, etc. zu Hauf im Netz).
                        Kurzfassung: 45cm lang, 20cm breit, ca. 3,5 kg schwer
                        Angetrieben von einer 40mm 3blatt-Schraube an einem 600er Motor hat ein 8-Zellen NiMH Akkupack mit 700mAh ca. 20 Minuten gehalten.
                        Der Motor wurde gut warm (bereits unangenehm an der Hand, aber noch keine Verbrennungen. Ich schätze mal ca. 60°C), die Idee den Motor zu kühlen ist also schon mal gut.
                        Mein Motor hat aktuell keine aktive Kühlung (Lüfter, Wasser oder sonstwas) und keine Kühlrippen, sondern ist einfach ohne separates Gehäuse im Boot verbaut.

                        Dein Kajak ist schwerer, aber länger. Also mehr Belastung für den Motor wegen Gewicht, aber weniger da du mit dieser Leistung weit unter Rumpfgeschwindigkeit bleiben würdest.

                        Mein Motor ist durchaus zu einem Motor aus einem Akkuschrauber vergleichbar. Ich vermute, dass mit meinem Antrieb und Akku dein Schlauchboot ca. 20 Minuten in ca. Schrittgeschwindigkeit bewegt werden könnte.

                        Jetzt denke ich mal an eine Umrüstung auf Werkzeugakkus. Wegen Motor wäre ich auf 12V beschränkt.
                        12V ist nahe genug an 9,6V dass ich das jetzt als erste Näherung mal gleich setze.
                        Bleibt der Sprung von 0,7Ah auf 2,5 oder gar 4 Ah.
                        Näherungsweise gleiche Leistung für die 3-6fache Zeit. Das klingt für mich nutzbar.
                        Bei dieser Überlegung hätte ich jetzt aber nur eine Akkuhalterung aus einem ausgeschlachteten Werkzeug genutzt, ohne dessen Elektronik

                        Im vergleich zu einem Akkuschrauber hat ein Schiffsantrieb einfach mit mehr Dauerantrieb und mehr Dauerdrehmoment zu arbeiten. Drehmoment treibt den Strom im EMotor hoch.
                        Deswegen würde ich entweder tatsächlich direkt einen Akkuschrauber samt Elektronik verwenden, oder wenn Du was eigenes baust eher auf eine kleinere Schraube und höhere Drehzahl gehen.
                        Der Akkuschrauber betreibt seinen Motor ja auch mit hoher Drehzahl, geringem Drehmoment und setzt dann im Getriebe die Drehzahl runter und das Drehmoment hoch. Unter anderem um den Motor kühler zu fahren und näher an seinem Idealen Arbeitspunkt zu betreiben.
                        Und im Akkuschrauber hast Du Akkuüberwachung und Motorsteuerung schon vorhanden.

                        Für einen ersten Versuch würde ich dir empfehlen: kauf Dir eine Schiffsschraube (nimm nicht irgend nen Farbquirl - die Unterschiede sind überraschend).
                        ich würde z.B. von https://www.schiffsmodelle-shop.de/ (keine Werbung, aber ich hab dort schon mehrfach problemlos bestellt und die Preise sind im Rahmen)
                        Ich würde mal ca. 40-50mm Durchmesser nehmen. 3 oder 4 Blatt (mehr Blätter -> mehr Antrieb, aber auch mehr Drehmoment sprich Motorlast) und als Tipp: Linkslaufend (in dem Shop dort an dem L im Titel erkennbar) Linksläufer schraubt sich bei Vorwärtsfahrt fest...
                        Entweder Du kaufst dort gleich ne Welle dazu, oder du nimmst einfach eine M4 Gewindestange als Welle.
                        Das spannst Du dann in den Akkuschrauber und testest

                        PS: falls Dir die Schrauben für einen Versuch zu teuer sind kann ich Dir gegen Porto auch eine leihen, das wäre dann 40mm 3Blatt
                        PPS per Edit: Falls Interesse am PS, dann PN
                        Zuletzt geändert von –; 10.08.2022, 16:15.

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                          Zitat von arathorn76 Beitrag anzeigen
                          So, da mein aktuelles Modellbauprojekt seit gestern im Zustand "funktionierender Prototyp" ist...
                          Ich hab einen Springer Tug gebaut (Bilder, Pläne, etc. zu Hauf im Netz).
                          Kurzfassung: 45cm lang, 20cm breit, ca. 3,5 kg schwer
                          Musst Du mir bei Gelegenheit mal IRL zeigen.

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                            Zitat von JoergC Beitrag anzeigen

                            Musst Du mir bei Gelegenheit mal IRL zeigen.
                            Gern. Muss ihn nur noch fertig bekommen (Schubhörner, Kabine und Deckszubehör fehlen noch)

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                              arathorn76
                              Vielen Dank für Deine wirklich erhellenden Ausführungen.
                              Ich werde den Versuch mit der Schiffsschraube starten und mir eine im empfohlenen Shop kaufen. Das gibt mein Taschengeld her.

                              Ich habe inzwischen schon versucht, mich etwas ins Thema 'Schiifsmodellbau' einzulesen, damit ich wenigstens die Begrifflichkeiten halbwegs verstehe.
                              Bzgl. der Alternativen zu einem Motor aus einem Bosch-Tool lese ich immer wieder 'sss 56104'. - Wird wohl oft verwendet, viele (Shops) verkaufen welche, aber keiner erklärt, was diesen oder ähnliche Motoren auszeichnet, welche Akkus dazu passen etc.
                              Hast Du auch hier Erhellung für mich oder Seiten, wo man sowas - erklärt für dummies - erfahren kann?

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