Icon--down-black-48x48 IC-logout IC-up IC_check

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Sind Endstopps an einer CNC nur etwas für Anfänger?

Einklappen
X
Einklappen
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Sind Endstopps an einer CNC nur etwas für Anfänger?

    Vor einigen Tagen hatte ich mir einen Livestream mit drei CNC Nerds reingezogen, wobei es auch um den Sinn und Unsinn von Endstopps an einer CNC ging. Man kam zu der einstimmigen Meinung dass man das nicht bräuchte. Es wurde sogar eine Art Crash gezeigt um zu demonstrieren das eine "gute" Fräse dieses ohne Weiteres wegsteckt. Mich würde interessieren wie Eure Meinung dazu ist?
    LG Holzpaul

    Deine eigentliche Frage , ob Endstopps an einer CNC nur etwas für Anfänger sind, kann ich nicht beantworten.

    Was ich beantworten kann ist, das meine CNC keine hat, weil beim Kauf keine dran waren und ich mir das Geld für die Nachrüstung sparen möchte.

    Kommentar


      Da ich meine CNC endlich fertig bauen möchte, habe ich mich wieder verstärkt mit dem Thema befasst.
      Ich halte Endstopps für ein nützliches Feature, ja sogar ein Sicherheitsfeature, dass auch die Technik schont.
      Beim Lesen ist mir auch der Begriff Autosquaring begegnet, was ohne Endstopps nicht geht und was ich bei Eigenbaufräsen für nützlich halte.

      Kommentar


        Zitat von kaosqlco Beitrag anzeigen
        Da ich meine CNC endlich fertig bauen möchte, habe ich mich wieder verstärkt mit dem Thema befasst.
        Ich halte Endstopps für ein nützliches Feature, ja sogar ein Sicherheitsfeature, dass auch die Technik schont.
        Beim Lesen ist mir auch der Begriff Autosquaring begegnet, was ohne Endstopps nicht geht und was ich bei Eigenbaufräsen für nützlich halte.
        Autosquaring wird nur für CNCs (z.B.MPCNC, LowRider) benötigt deren Achsen mehr als einen Motor haben um die jeweils an einen Endstopp zu fahren dass sich die Achse im rechten Winkel ausrichtet.
        Bei einer CNC mit jeweils einem Motor pro Achse kann jeweils an x-,y- und z- ein Endstopp verbaut werden um den Maschinennullpünkt festzulegen. Das nennt sich dann Referenzfahrt. "Könner" benötigen dieses Feature nicht und fahren einen Punkt manuell an und nullen diese Position händisch oder mit Tastplatte ab. Sie sind dann was denn Nullpunkt angeht flexibler.
        LG Paul

        Kommentar


          Es gibt auch, zumindest bei 3D Drucker, der Möglichkeit die Endstops im Motortreiber zu realisieren, hier wird die Stromaufnahme gemessen, sobald diese steigt wird die Bewegung abgeschaltet. Ob das auch bei einer CNC funktioniert kann ich nicht sagen da ja hier durchaus durch z.b. einer höheren Zustellung die Stromaufnahme gewollt steigt. Ich könnte mir aber vorstellen daß man auch hier einen Schwellwert einstellen kann um diese Funktion zu nutzen. Ansonsten gibt es zumindest bei 3D Drucker auch die Möglichkeit s.g. Softendstops zu definieren, dies wird in der Software gemacht und definiert die maximalen Verfahrenswerte, damit werden auch keine physische Endstops benötigt.

          Kommentar


            Hallo zusammen

            Es gibt da die und jenigen Ansichten, die einen halten es für sinnvoll, die anderen für überflüssig. Meine CNC hat welche, jeweils 2 an der X und Y Achse, an der Z nur nach oben. Wenn die Maschine mit ordentlichen Steppern ausgestattet ist und man wirklich auf Kollision fährt kann durchaus was kaputt gehen. Wenn ich am Joystick fahre bin ich ganz froh, das ich nicht überfahren kann, sonst wäre ich doch schon mal in die Lageraufnahme gefahren. Da kann die KUS schon einen Schlag bekommen.

            Moderne CL Stepper haben eine Erkennung bei Schrittverlusten, die gehen dann auf Alarm und stoppen, das muss der Schrittmotor aber können.

            Das referenzieren hat nix mit der späteren Arbeitsweise zu tun. Du kannst deinen Nullpunkt überall an deiner Maschine setzen und von dort beginnen. Solltest du mit Werkzeugwechsler und anderen Dingen arbeiten, die immer an der gleichen Stelle zu finden sind, dann braucht die Maschine eine Refernzposition um dies auch zu finden.

            Die Maschine arbeitet eh mit 2 Koordinatensystemen, was man je nach Software umschalten kann. Daher ist es wichtig, wo du deinen Nullpunkt setzt, den der ist der Startpunkt für die Fräsprogramme.

            In den meisten Softwaresteuerungen können auch Softlimits gesetzt werden.

            Grüße

            Dieter

            Kommentar


              Zitat von Munze1 Beitrag anzeigen
              ...

              Die Maschine arbeitet eh mit 2 Koordinatensystemen, was man je nach Software umschalten kann. Daher ist es wichtig, wo du deinen Nullpunkt setzt, den der ist der Startpunkt für die Fräsprogramme.

              In den meisten Softwaresteuerungen können auch Softlimits gesetzt werden.

              Grüße

              Dieter
              Hallo Dieter,
              schön das du dich als "alter CNC-Hase" hier mit einbringst. Ich selbst bin noch garnicht solange dabei und kann nur lernen. Das mit den zwei Koordinatensystemen funktioniert softwaremä8ig. Ich nehme an das eine K-System nimmt als Referenz den Maschinennullpunkt und das andere den Werkstücknullpunkt als Nullpunkt. Zwar kann dieser auch gleich sein, aber er muss es nicht. Leider habe ich bei Repetier Host noch nicht diese Möglichkeit (Umschalten beider K-Systeme) gefunden. Es ist auch eigentlich eine Druckersoftware mit CNC-Erweiterung die möglicherweise dieses nicht zur Verfügung stellt. Leider funzt Estlcam als Steuersoftware nicht mit einem Bigtreetech-Board dass ich z. Zt. noch an der LR2 verbaut habe. Mit der neuen Fräse mit Arduino wird es funktionieren, aber wie habe ich mir bis jetzt weder Gedanken gemacht noch ausprobieren können.
              LG Paul

              Kommentar


                Zitat von cyberman Beitrag anzeigen
                ... Ansonsten gibt es zumindest bei 3D Drucker auch die Möglichkeit s.g. Softendstops zu definieren, dies wird in der Software gemacht und definiert die maximalen Verfahrenswerte, damit werden auch keine physische Endstops benötigt.
                Das stimmt immo nur zum Teil. Diese Funktion hat meine CNC LR2 auch. Allerdings sollte dann nach dem Einschalten die Fräse oder auch Drucker "gehomed" werden, d.h. es muss als erstes der Maschinennullpunkt angefahren werden und dass funktioniert fast ausschließlich mit je einem Endstopp je Achse. Ansonsten würde ein softwaremäßiger Eintrag an den Verfahrwegen nichts nützen da die Fräse oder auch Drucker nicht weiss wo derzeit die tatsächliche Position der Spindel bzw. Extuder ist.
                LG Paul

                Kommentar


                  Hallo Paul

                  Danke frü die . Ich bin nicht wirklich ein alter CNC Hase. Ich beschäftige mich seit Jahren damit und seit knapp 2 Jahren gehöre ich auch zur Fräsfraktion. Mein Wissen beruht auf viel lesen und slebst ausprobieren. Im grossen und Ganzen muss ich sagen, macht das Ding unglaublich Spass und erweitert die eigenen Möglichkeiten massiv. Ich habe mich mittlerweile gut mit der Maschine angefreundet und das meiste kommt gut heraus und manchmal passiert es trotzdem das es nichts wird. Die Erfahrung macht's.

                  Viele Grüsse

                  Dieter

                  Kommentar


                    Also meine CNC hat pro Achse einen Endschalter. Bei jedem Start der Maschine fahre ich immer erst einmal eine Referenzfahrt. Sorry, habe CNC-Fräser gelernt und gesamt fast 10 Jahre an diversen CNC-Fräsen gearbeitet. Da wurde so etwas zu Schichtbeginn auch gemacht.
                    Für den Hobbybereich sehe ich einfach den Vorteil, dass ich in meiner Steuerung den Verfahrweg festlegen kann. Somit ist zumindest theoretisch ein Überfahren nicht möglich und wenn sie in die Nähe des Endes kommt (Einstellungssache, hab bei mir 5mm drin) bremst sie automatisch ab und fährt langsam bis zum Ende. Zudem kann ich eine Parkposition festlegen auf die die Maschine nach Fräsende fährt. Oder ein Werzeugwechselpunkt könnte festgelegt werden. Zudem könnte man auch zwischendrin mal die Maschine abschalten und am nächsten Tag weiter zu arbeiten. Oder wenn es einen Crash gibt. Man sollte hierzu aber den Abstand vom Referenzpunkt zum Werkstücknullpunkt wissen. An meinen Industriemaschinen konnte man den auch gut speichern.
                    War hinsicht eines Stromausfalls auch nicht die doofste Idee.
                    Zu Anfangs bin ich an meiner Hobbymaschine auch mal über den Endpunkt drüber rausgefahren (da war der Verfahrweg noch nicht einprogrammiert bzw. aktiviert). Zum Glück hatte ich noch einen Endstopp aus Holz dran. Das tat der Maschine trotzdem nicht so gut. Zum Glück war ich nicht so schnell.
                    Hatte auch mal einen derben Crash, In Z- voll in den Maschinentisch getaucht und dann die Y-Achse verfahren. Verwundert hat es der Fräser sogar überstanden, nur kurz darauf musste ich feststellen, dass beim Antriebsmotor die Welle bündig abgerissen ist. Somit können schon ganz schön Kräfte auftreten. Und wenn diese mmal ungebremst und vielleicht mit Vollgas auftreten bzw. schlagartig abgebremst werden durch einen Crash kann man sich Ruck Zuck die Antriebsspindel (Kugelrollspindel) verbiegen. Und sowas will ja niemand haben.
                    I

                    Kommentar


                      Ich nehme an ihr redet von CNC Maschinen für den Heimerker / Hobby Bereich. Da kann es wie ihr schon sagt aus Kostengründen bei einigen Maschinen weggelassen worden sein. Vielleicht war es auch Gewichtsoptimierung ;-)
                      Da aber an jeder ordentlichen CNC Endschalter in allen Achsen verbaut sind finde ich dies unumgänglich und macht auch Sinn. Wie oft vertut man sich auch in der Programmierung mal mit der Größe und will mehr als die Maschine kann. Oder man ist einfach auf seiner Ebene etwas verrutscht. Dann ist es doch besser wenn die Maschine auf einen Endschalter fährt bevor man wieder unnötig andere Arbeit hat.

                      Kommentar


                        Zitat von BlueRay Beitrag anzeigen
                        Ich nehme an ihr redet von CNC Maschinen für den Heimerker / Hobby Bereich. Da kann es wie ihr schon sagt aus Kostengründen bei einigen Maschinen weggelassen worden sein. Vielleicht war es auch Gewichtsoptimierung ;-)
                        Naja, aus Kostengründen... was kosten denn die 3 Schalter? Stückpreis je nachdem welche du nimmst bist bei grob 2 Euro.
                        Die sind es auf jeden Fall wert!
                        Eine verbogene Kugelrollspindel ist auf jeden Fall teurer.

                        Kommentar


                          eigentlich sollte jede automatisch laufende Maschine mit " Endlagen-Abfragen " gesichert sein !
                          Denn.... die wegbeschreibenden Elemente.. die sogenannten Inkrementalgeber... das sind Meßstreifen, wie man diese auch in
                          Digital-Schiebelehren findet... solche haben auch Endmarker, welche den Vorschub ( egal in welcher Richtung ) stoppen !
                          Dennoch ist bei großen Maschinen in jeder Fahrtrichtung ein Endschalter vorhanden, welcher über den NOT-AUS.. resettet werden muss !
                          das kann auch nur mit Notbremsen ( per SPS ) gekoppelt sein !
                          Gruss...

                          Kommentar


                            Hab gerade nochmal die Überschrift gelesen...

                            Bis vor 2 Jahren habe ich bei einem großen deutschen, Fräszentrenhersteller gearbeitet. Die Frage nach Endschaltern gab es dort garnicht. Natürlich haben alle Achsen soweit wie möglich Endschalter. 2 Stück. Gut, bei Maschinen, die soviel wie ein Einfamilienhaus kosten macht ein popliger Schalter für paar Euro auch nichts aus.
                            Manche Maschinen werden auch direkt am Antriebsmotor zusätzlich überwacht. Wobei diese auch störanfällig sind. Und im Hobbybereich, bei den kleinen Motoren weis ich nicht ob es das dafür auch gibt.
                            Auch zur Sicherheit sind solche Softendschalter wichtig. Damals beim Maschinenhersteller, bei einer Versuchsfahrt, war leider der Softendschalter einer Achse nicht programmiert, auf jeden Fall hat er nicht seine Arbeit verrichtet. Ende vom Lied war, dass grob 5 Tonnen Gußeisen mit midestens 20m/min. über den Verfahrweg hinaus gefahren sind. Da hat auch der feste Gußendanschlag nichts mehr geholfen. Die 5 Tonnen sind nahezu ungebremst aus grob einem Meter Höhe quer durch die Maschine gefahren und auf den Hallenboden gefallen. Zum Glück stand dort keine Person, Verkleidung war auch noch keine dran. Das bisschen Blech hätte aber auch keinen Wiederstand geleistet. Der Schaden ging in die hohen 10tausende; Projektverzug ohne Ende usw.
                            Da durfte sich der Maschinenprogrammierer ein paar unangenehme Fragen stellen lassen.

                            Kommentar


                              Wir sollten aber trotzdem die Kirche im Dorf lassen. Es geht ja um die Frage nach dem Sinn an einer Hobbymaschine. Das Thema kann man auch noch weiter spinnen, wo sie es mit echten Not-Aus aus, Schutzkontakten an den Türen etc. Das haben die meisten Heimfräsen alle nicht, und wenn ein Not-Halt verbaut ist, dann auch nicht 2 schleifig. Jeder sollte sich selbst bewusst machen, mit was er da arbeitet und welche mögliche Gefahr davon ausgeht. Meistens trifft es im Ernstfall den Erbauer und die Schuld fällt auf einen selbst zurück.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X