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Kapp- und Gehrungssäge anbringen

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  • Kapp- und Gehrungssäge anbringen

    Hallo,

    ich habe in meiner L-förmigen Werkstatt wenig Platz und muß irgendwo eine Kapp- und Gehrungssäge unterbringen.

    Eine guter Platz wäre das das "fliehende" Eck (wie bezeichnet man denn eigentlich ein Eck, bei dem die Wand nach hinten weggeht?). Dort könnte ich die Kapp- und Gehrungssäge so anbringen, dass der hintere Schiebebereich entlang des fliehenden Ecks geht. (siehe dazu Anlage)

    Der Vorteil wäre natürlich, dass die Säge nach hinten näher an die Wand kann und an der Seite nur ein Teil der Säge übersteht.

    Der Nachteil ist, dass die Säge für einen Gehrungsschnitt nur noch in eine Richtung gedreht werden kann.

    Jetzt meine Frage:

    Für welchen Fall muß ich denn die Säge beim Gehrungsschnitt in beide Richtungen drehen können? Ich kann doch jedes Werkstück so hinlegen, dass es auch von nur einer Seite in alle Richtungen geschnitten wird oder denke ich da jetzt falsch und vergesse etwas?

    cu, Alex

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Name: IMG_8384.jpg
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ID: 3843770

  • Mir fällt adhoc auch kein Grund ein. Achte halt darauf, dass der Kopf auch zur freien Seite hin neigbar ist.

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    • Solche Ecken nennt man Aussenecke, der andere Fall ist eine Innenecke.
      Zu deinem Probl., wenn Du eh schon wenig Platz hast würde ich die Säge mobil machen, z.B. so:
      https://www.1-2-do.com/mybosch/index...roject/4011884

      Es gibt ja auch Kappsägen die nur in eine Richtung schwenkbar sind, du büßt halt etwas Komfort ein.

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      • Theoretisch könnte es sein, dass die Winkel an der KGS nicht ganz korrekt sind. Du also z.B. nach links weg nicht auf 45 Grad, sondern nur auf 44,5Grad kommt. Nach rechts weg kommt die KGS auch nicht auf 45, sondern auf 45,5Grad.

        Wenn Du dann, z.B. für einen Bilderrahmen, 90Grad brauchst, sägst Du einen Teil mit KGS nach links und den anderen mit KGS nach rechts.

        Was die Lage der KGS angeht, würde ich es nochmal überdenken. Hast Du die Möglichkeit, ein Werkstück auf einem Rollenbock links aufzulegen? Ich stelle mir gerade vor, Du musst einen 2m langen Bällen mittig teilen. Rechts hast Du ja deine Werkbank und kannst unterlegen. Links hängt der Balken in der Luft und würde beim ablängen herunterfallen.

        Kommentar


        • Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
          Theoretisch könnte es sein, dass die Winkel an der KGS nicht ganz korrekt sind. Du also z.B. nach links weg nicht auf 45 Grad, sondern nur auf 44,5Grad kommt. Nach rechts weg kommt die KGS auch nicht auf 45, sondern auf 45,5Grad.

          Wenn Du dann, z.B. für einen Bilderrahmen, 90Grad brauchst, sägst Du einen Teil mit KGS nach links und den anderen mit KGS nach rechts.
          Gerade das wäre ja der Fall, wo die Gehrung auf einer Seite (die mit den 45,5) reicht...
          Ansonsten: bei Zierleisten die sich schlecht über Kopf anlegen lassen ist es von deutlichem Vorteil, die Gehrungen auf beide Seiten einstellen zu können. Ich denke z.B. an gefräste Leisten mit einem mehr oder weniger dreieckigen Querschnitt, oder gar an Stuckleisten, die oft nur zwei schmale Kontaktflächen und dazwischen eine Schräge haben. Also das was bei Bilderrahmen oder Raumrenovierungen anfällt und wo die Optik wichtig ist.
          (Bei den Stuckleisten bin ich allerdings für Innenecken mittlerweile von Gehrungen weg und kopiere lieber (hoffentlich richtiger deutscher Begriff. Die Amis sprechen von "coping"))

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          • Mach den Schrank einfach auf Rollen und Du kannst diesen mit der Säge von der Ecke bei Bedarf weg bewegen. Habe ich so gemacht.

            Das ist hilfreich, wenn Du längere Werkstücke hast als Du daneben Platz hast. Oder wenn Deine Werkbank gerade belegt ist. Oder Du willst im Freien sägen, dann schiebst Du die Säge raus ...

            Du brauchst beide Seiten. Zumindest irgendwann - spätestens wenn Leisten nicht rechteckig sondern eher dreieckig sind.

            Vier Rollen, davon mindestens zwei feststellbare Kosten nicht die Welt.

            Alternativ eine Säge kaufen, die keine Auszüge nach hinten hat. So eine könntest Du sogar auf eine arretierbare Drehplatte montieren und dann könntest Du auf der jeweils geschickten Seite die Werkbänke als Auflagen nutzen.

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            • Besten Dank für die Antworten. An diese Faktoren hatte ich gar nicht gedacht.

              Achte halt darauf, dass der Kopf auch zur freien Seite hin neigbar ist.
              Mist. Hatte ich vergessen. Danke :-)

              Zu deinem Probl., wenn Du eh schon wenig Platz hast würde ich die Säge mobil machen,...
              Sie ist gerade mobil. Nimmt aber viel Platz weg und ich brauche das mobile Untergestell oft zum arbeiten.

              Was die Lage der KGS angeht, würde ich es nochmal überdenken. Hast Du die Möglichkeit, ein Werkstück auf einem Rollenbock links aufzulegen? Ich stelle mir gerade vor, Du musst einen 2m langen Bällen mittig teilen. Rechts hast Du ja deine Werkbank und kannst unterlegen. Links hängt der Balken in der Luft und würde beim ablängen herunterfallen.
              Das mobile Untergestell (siehe oben drüber) hat genau die Höhe der Werkbank rechts vom geplanten Platz für die Säge.

              Ansonsten: bei Zierleisten die sich schlecht über Kopf anlegen lassen ist es von deutlichem Vorteil, die Gehrungen auf beide Seiten einstellen zu können.
              Das ist ein Argument, aber dafür hätte ich noch eine kleine Gehrungssäge (ohne dieses Schiebeding nach hinten). Die kann ich auch immer mitnehmen. Bei meinen handwerklichen Fähigkeiten ist es so oder so besser, solch ein Gerät am Anbringort zu haben. Messen ist Glückssache ;-)

              (Bei den Stuckleisten bin ich allerdings für Innenecken mittlerweile von Gehrungen weg und kopiere lieber (hoffentlich richtiger deutscher Begriff. Die Amis sprechen von "coping"))
              Wie funktioniert das? Meine Frau will - zum ersten Mal - Stuckleisten.
              BTW: Warum Säge? Sind die Dinger nicht aus Styropor?

              P.S. Meine Säge hat keinen 45°-Anschlag - ich muss jede Einstellung so oder so nachmessen. Wie überprüft Ihr eigentlich einen seitlichen Winkel?

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              • Zitat von GebauerA Beitrag anzeigen
                [zum coping]
                Wie funktioniert das? Meine Frau will - zum ersten Mal - Stuckleisten.
                BTW: Warum Säge? Sind die Dinger nicht aus Styropor?
                bei mir werden diese Styroporleisten absolut sauber, wenn ich sie mit der KZS schneide.
                Sie neigen zum Ausfransen, wenn ich sie mit einer Handsäge schneide. Egal ob Feinschnitt-Holzsäge oder gar Metallsäge.
                Ich bin fast überzeugt das liegt am Styropor und nicht an mir
                Das Coping ist ziemlich einfach (nach ein paar mal üben), aber es funktioniert nur für Innenecken.
                Ich beschreibe jetzt mal für eine Haushaltsübliche Innenecke mit einem ungefähr rechten Winkel (87°-93°, je nach aktuellem Pegel des Maurers)
                Du nimmst eine Leiste mit ihrem Fabrikschnitt - oder sägst sie gerade ab. Stumpf. Ohne Gehrung.
                Diese Leiste klebst Du in die Ecke zwischen Wand (rechts oder links ist egal, ich beschreibe jetzt so als wäre diese Leiste rechts) und Decke, und zwar so dass sie mit ihrem Ende stumpf an die linke Wand stößt.
                Dann nimmst Du die zweite Leiste. Die die an die linke Wand (und Decke) kommen soll. An deren rechtem Ende sägst Du erstmal eine 45°-Gehrung für eine Innenecke.
                Dann nimmst Du ein scharfes dünnes Messer (schmales Abbrechklingenmesser mit 0,7mm dicker Klinge ist mein liebstes dafür) und fängst an zu schnitzen. Und zwar so:
                Du schneidest an der Schnittkante alles weg wo Du das angesägte Styropor siehst. Dabei passt Du aber auf, dass du die glatte Vorderseite nicht verletzt (auch nicht in die Kante reinschneiden). Noch besser ist es, wenn Du dabei einen leichten Hinterschnitt machst. Du schnitzt also ein wenig mehr vom porösen Styro weg, aber immer noch ohne die glatte Sichtseite zu beschädigen.
                Dann hälst Du die Leiste so an wie sie festgeklebt werden soll.
                Im Idealfall greift die geschnitzte Kante so über die Front der bereits rechts angeklebten Leiste, dass sich ein kaum sichtbarer Spalt ergibt - oder gar keiner.
                Wenn Du dich so anstellst wie ich schneidest Du als nächstes alle Ecken von Styropor die noch stören weg und hälst wieder an. Diese Wiederholungen werden im Laufe der Zeit immer weniger
                Dann klebst Du die linke Leiste an.

                ok, das waren jetzt viele Worte. Hier ein kompaktes Video. Der Herr hat zwar eine "Holz"leiste, aber das Prinzip ist genau das gleiche:
                https://www.youtube.com/watch?v=tQ21WE4KGfw
                Im Video ist es besser zu sehen als in meinem Text, glaub ich

                Zitat von GebauerA Beitrag anzeigen
                P.S. Meine Säge hat keinen 45°-Anschlag - ich muss jede Einstellung so oder so nachmessen. Wie überprüft Ihr eigentlich einen seitlichen Winkel?
                Säge ist aus, idealerweise Stecker gezogen.
                Säge runterklappen, Winkelmesser zwischen Anschlag und Sägeblatt halten. Ich hab da nen elektronischen Winkelmesser mit zwei ca 15cm langen Schenkeln (Quelle: Norma; Genauigkeit für mich ausreichend; Nebenwinkel zwischen Anschlag links und Blatt + Blatt und Anschlag rechts ergeben 180.0° bei allen bisher gemessenen Winkeln)

                Oder:
                Reststück einer Platte, ca. 20-30cm * 10cm anlegen. Säge bestmöglich mit Winkelmesser/Schmiege/Winkellehre einstellen, eine Nut in mein Reststück sägen, Winkel zwischen Nut und Kante des Reststückes mit Geodreieck messen (hierbei ist die Säge naturgemäß eingesteckt und zeitweise an)

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                • Besten Dank für die ausführlichen Infos, arathorn76!

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