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An die Elektriker: Was ist das für eine seltsame Verkabelung

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  • An die Elektriker: Was ist das für eine seltsame Verkabelung

    Hallo,
    aus gegebenen Anlass musste ich einen Schalter+Steckdose im Haus neu verkabeln. Bei der Steckdose war die Erde mit dem Neutralleiter verbunden. Warum wurde das so gemacht? Pfusch? Oder war das vor ein paar Jahren so üblich?
    Die Erdleitung wurde anschließend benutzt um eine Lampe zu verbinden.

    Der Neutralleiter ist doch normalerweise im Schaltkasten mit der Erde verbunden.

    Grüße
    1A

  • Wurde früher so gemacht um Kabel zu sparen - PEN oder Klassische Nullung - wurd Anfang der 70er Jahre in Deutschland in der Hausinstallation abgeschafft. Es gibt zwar noch TN-C-Netze aber erst mit höheren Querschnitten ab 10²mm

    Diese Installationsform ist nicht ohne und sollte mMn vom Fachmann geändert werden.

    Im Fehlerfall können die Metallflächen von Geräten volle Spannung führen und die Sicherungseinrichtungen versagen. Und auch ohne Defekt kann es bei Drehstrom bei ungleicher Belastung zu einer Verschiebung des Sternpunktes kommen und dadurch liegt wiederum Spannung auf den Gehäusen.

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    • Das was du in der Steckdose hast, ist die "klassische Nullung". Früher wurden Steckdosen tatsächlich so angeschlossen, als man noch zweiadrige Leitungen verlegt hat. In den Leitungen war dann nur die Phase (schwarz oder braun) und der Null- bzw Schutzleiter (grün/gelb). Den blauen hat man sich damals oft geschenkt oder die weiteren Adern in den Leitungen für andere Zwecke verwendet.
      Wenn bei dir diese Steckdose und die Anschlussart der klassischen Nullung die Ausnahme bildet und die restlichen Steckdosen auf die "normale" Art angeschlossen sind, gehen wir mal von Pfusch aus. Wenn auch die anderen Dosen so angeschlossen sind, dann ist dein Haus in jedem Fall vor 1973 gebaut und elektrisch nie saniert worden, denn seit Anfang der 70er wird die klassische Nullung eigentlich nicht mehr verwendet.

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      • Ähm nein... Neutralleiter und PE sind in "modernen" Schaltungen definitiv nicht miteinander verbunden... Das ist ziemlich sehr alt, was du da hast. Ich meine, es handelt sich um die Hamburger Schaltung (so richtig?!?). Brandgefährlich. Das ist in der Tat sehr alt. Problem ist, wenn du da jetzt was änderst, fliegt dir vermutlich entweder eine Sicherung um die Ohren oder dein FI haut ständig an. Da du aber diese Schaltung hast, gehe ich davon aus, dass du bislang noch keinen FI verbaut hattest?!?
        Ich hatte in beiden (Altbau-) Häusern, die ich saniert habe, solche Schaltungen in Teilen verbaut. Ergebnis und Siegerehrung: Alles raus und von Grund auf neu aufgebaut inkl. Zentralverteilung und diverse Unterverteilungen. Sonst hat das wenig Zweck

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        • Und da alles wichtige gesagt wurde, jetzt den Thread bitte direkt schließen, damit nicht irgendwelche Tipps kommen und der TE dann zu Thor wird und Blitze verschießt.

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          • Wenn der Threadersteller dies wünscht, werden wir dem Wunsch nachkommen und den Thread schließen

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            • Die Hamburger Schaltung war ne Form der Sparwechselschaltung - mit dem gravierenden Nachteil, dass an der Lampe immer Spannung ansteht ist allerdings was völlig anderes als dies hier....

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              • Es scheint sich hier um eine Mischform zu handeln, denn aus einer Verteilerdose sind tatsächlich 3-Adrige Leitungen. Ein FI ist im Schaltschrank auch eingebaut (wahrscheinlich nur fürs Bad). Den Schaltschrank möchte ich nicht öffnen.
                Ich habe die Steckdose wieder Fachgerecht verkabelt. Ein Schutzschalter war ja vorhanden.
                Jetzt weiß ich nicht wie es mit den anderen Steckdosen im Raum aussieht...

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                • Ah ja, ich erinnere mich schwach Das war das andere, was ich in meinem Haus gefunden hatte...

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                  • Bei Strom sollte man keine Experimente machen.
                    Wenn man keine Ahnung hat, den nächsten Elektriker fragen und die anfallenden Arbeiten fachgerecht erledigen lassen.

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                    • Zitat von Der1ASchaffer Beitrag anzeigen
                      Es scheint sich hier um eine Mischform zu handeln, denn aus einer Verteilerdose sind tatsächlich 3-Adrige Leitungen. Ein FI ist im Schaltschrank auch eingebaut (wahrscheinlich nur fürs Bad). Den Schaltschrank möchte ich nicht öffnen.
                      Ich habe die Steckdose wieder Fachgerecht verkabelt. Ein Schutzschalter war ja vorhanden.
                      Jetzt weiß ich nicht wie es mit den anderen Steckdosen im Raum aussieht...
                      Ich würde nur umverdrahten, wenn ich mir 100% sicher wäre, dass die (zusätzlich) verwendeten Kabel auch die gewünschte Funktion haben und nicht irgendwo in einer Abzweigdose plötzlich als Schaltdraht für irgendeine Lampe enden.
                      Die damals aufgebauten Verdrahtungen bei klassischer Nullung können auch einen Profi zum verzweifeln bringen, wenn unterwegs plötzlich die Farbe des Leiters wechselt.
                      Daher bitte bei sowas sehr sehr vorsichtig sein und lieber einen Fachmann fragen, wenn man sich nicht sicher ist.
                      Denn im schlimmsten Fall steht plötzlich das Gehäuse deiner Waschmaschine unter Strom, wenn du deinen Elektrorasierer einschaltest.

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                      • Alles fachgerecht erledigt! Viel außer die Alte Leitungen zu ersetzen, den Schutzleiter vom Neutralen bei der Steckdose zu trennen und die Lüsterklemmen durch Wagoklemmen zu ersetzen, habe ich nicht viel gemacht.

                        Ich glaube kaum das der Elektriker durch die Wand schauen kann. Ich musste die alte Leitung rausreißen und Probeöffnung machen.
                        Ich konnte neue Leitungen finden, die abisoliert waren und ohne Klemme lagen. Das andere Ende habe ich nicht gefunden. Prophylaktisch habe ich Klemmen drauf gemacht.

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                        • Zitat von Der1ASchaffer Beitrag anzeigen

                          Ich glaube kaum das der Elektriker durch die Wand schauen kann. Ich musste die alte Leitung rausreißen und Probeöffnung machen.
                          Ich konnte neue Leitungen finden, die abisoliert waren und ohne Klemme lagen. Das andere Ende habe ich nicht gefunden. Prophylaktisch habe ich Klemmen drauf gemacht.
                          Wow, da waren ja richtig Profies am Werk.

                          In meinem Elternhaus finden sich auch noch verkorkste Verkabelungen, sofern sie nicht schon bei fälligen Renovierungen erneuert wurden. Das Haus ist von 18xx und da waren bis vor ein paar Jahren noch die stoffummantelten Leitungen verlegt. Als ich das gesehen hatte, dass diese textile "Isolierung" schon ziemlich marode war und teilweise durch die guten alten Fellböden mit Stroheinlage führten ... das war einen Zeitbombe! Diese alten Leitungen habe ich dann zusammen mit einem befreundeten Elektriker alle stillgelegt und die Räume neu modern verkabelt.

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                          • Öhm, sicher, dass der Schutzleiter auch auf der anderen Seite richtig angeklemmt ist?

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                            • Anleitung auf YouTube https://m.youtube.com/watch?v=71zIJs38rhM

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