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Steueranlage - Kajak

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  • Steueranlage - Kajak

    Moin.

    Ich habe vor diversen Jahren mal für einen Appel und ein Ei ein Kajak bekommen.
    2 Sitze hat es und ist nicht mehr das jüngste.

    Nun zum Problem:
    Es ist eine Steueranlage verbaut, diese ist zwar sehr einfach gebaut funktioniert aber zufriedenstellend.
    Nur an der Rumpfaufnahme hat der Zahn der Zeit genagt.
    Es wurde ein Alurohr?? in den Rumpf einlaminiert. Das verabschiedet sich zeitlgleich mit dem GFK, von welchem es eigentlich gehalten werden soll.
    Siehe Bilder.

    Ich habe nun vor das wieder in Stand zu setzen.
    Ohne ist nämlich auch keine Lösung.

    Die Frage ist wie!
    -Anschleifen, die Osmose geschädigten Stellen entfernen und ein neue Röhrchen einlaminieren? Wobei, wie laminiert man eigentich korrekt?
    -Aus Alu eine Konstrukt als neuen Halter basteln?

    Grundsätlich wäre ich auch von einem neuen Steuer nicht abgeneigt. KLICK
    Überarbeiten muss ich die alte sowieso.

  • Eine echte Herausforderung, aus der Ferne schlecht zu beurteilen aber ich hoffe du bekommst das hin, zumindest sollte es nicht unmöglich sein.
    Ich glaube, ich würde die komplette Spitze des Kajaks neu konstruieren und dann versuchen sie wieder daran zun befestigen. Vielleicht direkt so konstruieren, dass sie auswechselbar bleibt, falls es wieder mal kaputt geht. Macht man sowas nicht aus Glasfasermatte und speziellem Härter ?
    Kommen sicher noch nützlichere Antworten, viel Glück und Können wünsche ich dir dabei ;O)

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    • Aus Holz (wie heißt dieses unsinkbare total leichte Holz?, mir fällts grad nicht ein, irgendwas mit Balsa oder so?) eine schöne neue Nase drechseln, mit Führungsloch für das Rohr für das Steuerblatt. Das ganze aufsteckbar auf die alte Kajaknase konstruieren. Oder so irgendwie


      *hab im Witzkisterl geschlafen, nicht ernst nehmen*

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      • Zitat von Brutus
        Eine echte Herausforderung, aus der Ferne schlecht zu beurteilen aber ich hoffe du bekommst das hin, zumindest sollte es nicht unmöglich sein.
        Ich glaube, ich würde die komplette Spitze des Kajaks neu konstruieren und dann versuchen sie wieder daran zun befestigen. Vielleicht direkt so konstruieren, dass sie auswechselbar bleibt, falls es wieder mal kaputt geht. Macht man sowas nicht aus Glasfasermatte und speziellem Härter ?
        Kommen sicher noch nützlichere Antworten, viel Glück und Können wünsche ich dir dabei ;O)
        So irgendwie habe ich mir das auch gedacht...

        Es gibt ein Harz und eine Glasfastermatte.
        Och glaube dann wird der Untergrund getränkt und die Matte(n) aufgelegt, diese tränkt man auch usw.
        Es gibt auch diverse Harztusätze. Aber praktisch habe ich das weder gemacht, noch zugeguckt.

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        • Hallo,

          ich hatte vor ein paar Jahren bei unserem 2er das gleiche Problem (das war auch Orange). Bei uns ist ein Auto über das Ruder gefahren und die Hülse war komplett rausgebrochen. Im Vergleich dazu sehen deine Bilder noch relativ gut aus.

          Es gibt mehrere Möglichkeiten, je nachdem wieviel Aufwand du reinstecken willst und wieviel Wert du auf Optik legst.
          - Es gibt Glasfaserspachtel im Baumarkt. Da sind kurze Glasfaser bereits mit einer Komponenten gemischt. Aus einer Tube mischt man dan auf einer separaten Platte dann die 2. Komponente dazu und kann damit die Stellen wunderbar nachmodelieren. Den Bildern nach würde ich sagen, dass dir die Methode ausreicht.
          - Du kaufst Glasfasermatten und entsprechendes Kunstharz dazu. Dann legst du die zugeschnittenen Matten um die Spitze rum, so dass sie auf jeder Seite ca. 20 cm nach vorne gehen. Anschließend tränkt man die Matten mit dem Kunstharz. Sieht optisch aber nicht so wirklich gut aus, hält aber.
          - wie die 2. Variante, aber in dem Bereich der Überlappung schleift du zusätzlich so viel Material ab, dass die Matten in der Oberfläche verschwinden. Sollte eigentlich nicht zu viel sein, so das vom Grundkörper noch was übrig ist. Wenn du ein Loch reinkriegen solltest, macht das aber auch nicht viel, da das Harz ja nachher wieder abdichtet.

          Grundsätzlich solltest du die Glasfasern nicht auf die lackierten Flächen aufbringen, da sie dort nicht richtig kleben werden. Also Anschleifen und an den Stellen eher mehr als zu wenig (bei GFK-Booten war die Lackschicht anscheinend in die Form mit eingelegt oder eingesprüht und ist auch etwas dicker, so ca. 1 bis 2 mm)
          Anscheifen an sich versteht sich von selber, wobei ich eher mit einem sehr groben Anschliff die besseren Erfahrungen gemacht habe.
          Und zum Schluß kann man das Ganze natürlich auch noch sehr fein schleifen, so dass man eine gute Grundlage für Lack hat, oder aber einfach keinen großen Wasserwiderstand.

          Ich hoffe dir etwas helfen zu können. Bei der Ruderanlage hast du ja schon eine sehr gute Aneitung.

          Bis dann
          snoopy78

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          • Zitat von snoopy78

            Es gibt mehrere Möglichkeiten, je nachdem wieviel Aufwand du reinstecken willst und wieviel Wert du auf Optik legst.
            - Es gibt Glasfaserspachtel im Baumarkt. Da sind kurze Glasfaser bereits mit einer Komponenten gemischt. Aus einer Tube mischt man dan auf einer separaten Platte dann die 2. Komponente dazu und kann damit die Stellen wunderbar nachmodelieren. Den Bildern nach würde ich sagen, dass dir die Methode ausreicht.
            - Du kaufst Glasfasermatten und entsprechendes Kunstharz dazu. Dann legst du die zugeschnittenen Matten um die Spitze rum, so dass sie auf jeder Seite ca. 20 cm nach vorne gehen. Anschließend tränkt man die Matten mit dem Kunstharz. Sieht optisch aber nicht so wirklich gut aus, hält aber.
            - wie die 2. Variante, aber in dem Bereich der Überlappung schleift du zusätzlich so viel Material ab, dass die Matten in der Oberfläche verschwinden. Sollte eigentlich nicht zu viel sein, so das vom Grundkörper noch was übrig ist. Wenn du ein Loch reinkriegen solltest, macht das aber auch nicht viel, da das Harz ja nachher wieder abdichtet.

            Die Spachtelmasse kenne ich.
            Aber ich denke, dass ich damit keine feste Verbinddung bzw. ein Neuaufbau möglich ist.
            Das ganze wäre in meinen Augen nur Kosmetik.

            Die Idee mit dem neuen Laminieren klingt schon besser.
            Dann kann ich das koplette alte Ende abtragen und neu aufbauen. Denn das Führungsrihr war auch mal in besserem Zustand.
            Meinst du, dass krige ich als Laminierneuling kraftschlüssig hin?

            Vielleichtt schaffe ich das in meinem gelben Zwangsurlaub noch...
            Das wäre optimal.
            Danke für alle Antworten, ernst gemeint oder nicht

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            • Guten Morgen,

              Die Spachtelmasse kriegt man schon auch kraftschlüßig hin.

              Die Verarbeitung ist auch mit Matten relativ einfach. Man legt die einfach auf (evtl. irgendwo fixieren mit Tape, damit sie nicht runterfallen) und dann mit dem Kunstharz einstreichen. Du kannst ja mal zum üben zwei Holzbretter mit einander verbinden.

              Ist das graue um das Röhrchen auf Bild 1 eigentlich Knetmasse oder so eine "Klebeknete" (heißt die so?)
              Und wenn du das alte Röhrchen rausmachen willst, dann versuche es doch erstmal rauszuklopfen. dann kannst du es auch ersetzen.

              Nachdem ich mir die Bilder nochmal angeschaut habe, bleibe ich dabei, dass dir die Spachtelmasse ausreichen müßte. der Hauptteil der Spitze ist ja noch vorhanden und das ist ja nichts anderes, als wenn du da Matten rumlegen würdest.

              Bis dann
              Andreas

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              • Stop.
                Bitte keinen KFZ Spachtel aus dem Baumarkt an Booten verwenden.
                Das Zeugs zieht Wasser, eine kleine Beschädigung im späteren Lack genügt.

                Mach es vernünftig mit ein paar Lagen Matte und Epoxy/Härter.
                Nimm eine leichte (Dünne) Matte, damit kommst du besser um die Ecken.
                Mehrere dünne Lagen halten mehr als eine Dicke Matte
                Alles alte brüchige Material vorher großzügig entfernen.
                Zum gesunden Material hin anschäften,das geht wunderbar mit dem Winkelschleifer und einer Fächerscheibe (Staubmaske tragen)
                Unebenheiten mit angedicktem Epoxy/Härter auspachteln und auch einigermaßen glatt schleifen.
                Dann Epoxy/Härter auf die entstaubte, mit Aceton gereinigte, Fläche auftragen (Pinsel oder Schaumrolle)
                Die erste, vorher zugeschnittene, Matte auflegen und mit einem Scheibenroller entlüften. (keine Weißen Stellen / Lufteinschlüsse)
                Harz/Härter und die zweite Lage nass in nass wie oben beschrieben
                etc etc
                Ich denke mit drei / vier Lagen solltest du auskommen.
                Zum Schluss noch einige lagen Harz Härter ohne Matte auch nass in nass auftragen.
                Warte immer so lange das die untere lage noch klebt aber nicht mehr flüssig ist (Gelieren)
                So ersparst du dir einen Zwischenschliff.
                Zum Schluss kannst du die Harz/Härter Lagen in Form schleifen (nicht in die Matten schleifen) und als Schutzschicht einen Topcoat auftragen.
                Dann ist dein Boot wieder Fitt für die nächsten Jahrzehnte.

                Warum Epoxy und nicht Polyester?
                Epoxy kannst du ohne Atemschutz auch in geschlossenen Räumen verarbeiten.
                Einweg Latex Handschuhe nicht vergessen

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                • Einen Scheibenroller brauchst du dir nicht für 20 € oder mehr kaufen.

                  So sehen meine eigenbau Scheibenroller aus.
                  Materialliste:
                  Eine Hand voll Unterlegscheiben DIN 125 8,4 mm
                  Eine Hand voll Karosseriescheiben 8,4 x 30
                  Ein Stück Rundeisen 8 mm oder einen Griff einer Lackrolle
                  Zwei Splinte

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                  • Das klingt doch machbar.

                    Dann fahre ich demnächst mal zum örtlichen Bootsbauer und organisiere die Zutaten.


                    Vielen Dank nochmal an alle!

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