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Tapetenwechselgrund und Alternativen

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    Tapetenwechselgrund und Alternativen

    Ich hatte neulich das Vergnügen beim Tapezieren helfen zu dürfen. Die alte Raufaser, kein Vlies, ging größtenteils in ganzen Bahnen ab. Das kannte ich so noch nicht (hatte mich auf ewiges Gekratze mit dem Spachtel eingestellt) und die Sache war nach wenigen Minuten erledigt.
    Nach einer kleinen Internetsuche bin ich bei "Tapetenwechselgrund" gelandet, der das eventuell ermöglicht haben könnte.... Da das Zeugs sehr teuer ist hier die schnelle Frage: Gibts dazu Alternativen?

    Zitat von DerMatze Beitrag anzeigen
    Gibts dazu Alternativen?
    Früher hat man Zellulose genommen.
    Kannst aber auch die Superwandfarbe vom Toom nehmen. Der Eimer unter 10€. Und weiß wird die Wand davon auch nicht.
    Hat null Deckkraft.
    Kannst hier den chief danach fragen.

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      Ob eine Wandfarbe als Wechselgrund verwendet werden kann, kann ich nicht sicher sagen.
      Aber ich bestätige gerne, dass die 10€ Toom Wandfarbe NICHT als Wandfarbe verwendet werden kann...🤦🏼‍♂️

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        Zitat von chief Beitrag anzeigen
        Ob eine Wandfarbe als Wechselgrund verwendet werden kann, kann ich nicht sicher sagen.
        Doch, das geht. Wird sogar oft gemacht.

        Kommentar


          Zitat von Toby Beitrag anzeigen

          Früher hat man Zellulose genommen.
          Kannst aber auch die Superwandfarbe vom Toom nehmen. Der Eimer unter 10€. Und weiß wird die Wand davon auch nicht.
          Hat null Deckkraft.
          Kannst hier den chief danach fragen.
          Das geht beides. Wir haben im Betrieb immer dick vorgeleimt ( d. h. die Wand mit Tapetenkleister ( ist fast reine Zellulose ) gestrichen ) und danach tapeziert. Wenn die dann dickere Kleisterschicht feucht wird ( je nach Tapete ist eine Nagelwalze von Vorteil ) kannst du die Tapete leicht in Bahnen abziehen.

          So kannst du dir auch viel Spachtelarbeit sparen, weil kaum mit Spachtel gearbeitet werden muß.
          Wenn der Untergrund ( i. d. R. Gips ) ok ist und der richtige Kleister verwendet wurde, kriegst du so jede Tapete gut ab.

          Die Vorgehensweise ist: mit der Nagelwalze drübergehen und anschließend satt (!) mit Wasser einsprühen, dem ein bisschen Netzmittel, z. B. Spülmittel zugesetzt wurde. Dadurch wird die Tapete besser vom Wasser durchtränkt.
          Anschließend 15-30min warten, nochmals satt einsprühen und nach weiteren 15min die Bahnen einem Spachtel anheben und abziehen.

          Mit Tapetenwechselgrund hab ich noch nicht gearbeitet, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß es damit noch viel besser geht. Da müßten die Bahnen schon von allein abfallten und sich in den Müllsäcken zusammenknüllen.

          Nach meiner Erfahrung liegt es häufig daran, daß man zu vorsichtig beim Befeuchten war, wenn sich die Tapeten nicht gut ablösen lassen.

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            Was ist mit Latex Farbe? Geht die auch?

            Zum Ablösen alter Tapeten hat sich eine Blumenspritze ("Gloria") bewährt. Die Flüssigkeit lässt sich damit flächenfüllend verteilen, ohne dass die Plörre literweise auf den Boden tropft.

            ​​​​​​

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              Latex Farbe dichtet die Wand zu sehr ab, das merkt man an der Luftfeuchtigkeit. Ich verwende dafür grundsätzlich Streichmakulatur.

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                Zitat von chief Beitrag anzeigen
                Was ist mit Latex Farbe? Geht die auch?

                ​​​​​​
                Die heutigen Latexfarben sind diffusionsoffen. Damit geht das auch. Früher war Latex wie eine Versiegelung.

                Ich würde mir das Kunststoffzeug nicht an die Wand schmieren. Halte da so gar nix von.

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                  Da moderne Latexfarbe keinen Latex mehr enthält, sondern die üblichen Dispersionen, wenn auch in einem höheren Anteil, nehme ich an, daß es ähnlich funktioniert wie beim Vorrollen mit ( billiger ) Wandfarbe. Der Grund, warum sich die Tapete besser ablösen läßt, ist, daß das Wasser nicht so schnell in die Wand einzieht, d. h. die Tapete und der Kleister haben mehr Wasser zum einweichen.

                  Ich hab das noch nicht versucht, weil es preislich halt nicht interessant ist.

                  Besser als Vorstreichen mit Dispersionsfarbe funktioniert es m. M. n. mit dem Vorleimen mit Kleister.

                  Das mit der Gartenspritze hat sich sehr bewährt. Wir haben eine 10l Gloria mit 5m Gartenschlauch verlängert, um die Spritze nicht immer mitschleppen zu müssen. In der Mitte des Raumes aufgestellt, kommt man überall hin und durch die feine Verteilung tropft es nicht mal von der Decke nennenswert.

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                    Du könntest aber auch einfach Glück mit der Tapete gehabt haben.
                    Es gibt spezielle Tapeten, die teilen sich in zwei Schichten. Eine Schicht löst sich ab und eine Basisschicht bleibt kleben.

                    ​​​​​

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                      Das sind die trocken abziehbaren. Da der TE von evtl. verwendetem Tapetenwechselgrund schreibt, bin ich davon ausgegangen, daß konventionelle Tapete angefeuchtet und abgelöst wurde. Bei den trocken abziebaren Tapeten schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe. Sie lassen sich - nomen est omen - trocken abziehen, d. h. es gibt weniger Dreck und auf der Wand bleibt die Unterschicht als Makulatur zurück, die dann auf jede Weise wieder verwendet werden kann.

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                        Je öfter Mann tapeziert hat.. je mehr freut man sich, das an der Wand nur Rauhfaser drauf ist... drüber Rollen ( mit Disp.Farbe ) und fertig !
                        ABER ... je nach Art der Tapete ( Vinyl ..Foto usw. ) wird auch das Runter-bekommen eine schweißtreibende Arbeit... !
                        da helfen dann auch Nadelrollen... und event. auch Dampfgeräte ( gab es auch mal von Bosch ! )
                        denn solche Tapeten sind meist mit dem besseren Methylan-Kleister, dem Lila-Kleister verklebt worden ( hält halt besser ! )
                        Schlimm ist es, wenn sich die alte Farbe beim Rollen der Rauhfaser teilweise löst... dann hilft nur noch, mit Quast streichen.... oder alles runter !
                        Gruss....

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                          Ich habe die letzten Wochen immer wieder Tapeten entfernt. Teils waren die Wände mit Tiefgrund vorbehandelt. Ganz hilfreich, da der Gips dadurch härter ist und wenn man mit dem Spachtel dann die Tapete entfernt keine Schmarren in den Putz kratzt. Aber die Tapeten gehen deshalb auch nicht besser weg. Mit Dispersionsfarbe oder Latex habe ich auch schon vorgestrichen. Hilft, aber Kleister klebt nun mal und löst sich auch nur wenn er wieder nass wird. Also wässern und warten.

                          Nagelwalze und Drucksprüher sind sehr hilfreich. Dieser Tage habe ich zwei Wände von Tapete befreit - die Rauhfaser war gestrichen mit abwaschbarer Glanzlatex - und ich habe folgendes verwendet: PWR 180 Ce (siehe unten) Tapetenlöser 5 Liter für 10 Euro bei Tedox. Davon etwas in Wasser und dieses in den Spritzbehälter des Bosch Isio (Die Rasenschere mit verschiedenen Aufsätzen. Eine Füllung genügte für 3 m Raumlänge. Nach 15 Minuten nochmal eingesprüht und wieder nach 15 Minuten. Dann fiel die Rauhfaser fast von alleine von der Wand.

                          Tapetenlöser funktioniert wirklich gut. Aber eine halbe Stunde Weichzeit muss man immer rechnen. Bei großen Räumen sprüht man ringsum, wenn man fertig ist, fängt man gleich wieder von vorne an. Das dreimal und macht 10 Minuten Pause. Dann Tapete wegziehen.

                          Von Bosch gab es den PWR 180 CE mit einem Tapetenperforieraufsatz. Schade, dass der aus dem Programm genommen wurde. Die Tiefe der Stacheln kann man sehr genau einstellen. So dass nur die Tapete perforiert wird. Die Drehzahl kann man herunter regeln und dann bekommt man unzählige kleine Löcher. Macht man zu viele, reißt die Tapete beim Abziehen. War aber bei Glanzlatex und Raufaser super. Denn die Nagelwalze kommt bei den Holzsstückchen nicht wirklich in die Tapete. Der Perforierer reißt hingegen die Holzstückchen ab und hinterlässt dadurch offene Stellen in die das Wasser eindringen kann.

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                            Ansonsten: Wässern, warten, perforieren, wässern, warten, abziehen. Wenn man die Sauerei mit dem Drucksprüher vermeiden will, kann man das Wasser auch mit etwas Kleister andicken und dann aufrollen oder mit dem Quast verteilen. Etwas Spüli oder Netzmittel helfen damit das Wasser auch schön einzieht.

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                              Tapetenablöser... Auch so eine Glaubensfrage. Die einen schwören drauf, die anderen sagen, ein Schuss Spüli sei genau so gut. Ich habe das in den letzten Jahren zu selten und zu unregelmäßig gemacht, als dass ich Erfahrungswerte gesammelt hätte, die ich hier nun weitergeben könnte...
                              Aber eines wird gerne unterschätzt, ähnlich hat Rainer es geschrieben. Was immer man nimmt, das Zeug muss genug Zeit zum Einwirken haben. Vor einigen Jahren habe ich eine Wohnung im Hochsommer renoviert und es war bullenheiss. Bevor die Plörre richtig einziehen könnte, war das meiste schon wieder verdunstet. In dem Fall galt ausnahmsweise "Viel hilft viel"...

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