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Airless - Wer nutzt ein System und hat Erfahrung?

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    Airless - Wer nutzt ein System und hat Erfahrung?

    Hallo zusammen,
    ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Airless System zuzulegen.m, da in nächster Zeit einige Projekte in Farbe anstehen.
    Da ich mit dem Bosch PFS 5000 eher nicht zufrieden bin, muss was Neues her.

    Bei meiner Recherche bin ich auf den Begriff Airless gestoßen und das Konzept dahinter gefällt mir gut. Auch der geringe Sprühnebel (bei richtiger Anwendung) gefällt mir, da ich beim PFS immer die halbe Nachbarschaft mit abkleben musste.

    Hersteller hab ich auch einige gefunden, z.B. Wagner oder Graco. Letztere haben sogar ein ziemlich cooles Handgerät mit Akku, jedoch ist der Preis nicht so schön.

    Deshalb meine Frage, nutzt jemand von euch ein Airless System und kann mir davon berichten?

    Liebe Grüße,
    Markus

    Ich musste mich erstmal schlau lesen weil der Begriff Airless mich stutzig gemacht hat.
    Auf der Wagnerseite ist allerdings, anders als von Dir geschrieben, von großem Sprühnebel die Rede.

    Ob ein Akkuhandgerät die optimale Leistung zum Verdichten bringt, wage ich mal anzuzweifeln.

    Wenn ich dann den Aufwand des abklebens sehe, bleibe ich lieber bei Rolle und Pinsel.

    Zu deiner Frage: Nein, leider nutze ich ein solches Gerät nicht. Und nach dem was ich bis jetzt gelesen habe, wird es auch dabei bleiben.
    Einzige Ausnahme könnte die Gartenhütte sein die in diesem Jahr an der Reihe ist. Evtl. setze ich da mal den Kompressor mit Farbspühpistole ein. Ist dann aber nicht Airless.

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      Erstmal Glückwunsch zu der Entscheidung, zu einem Airlessgerät zu wechseln.

      Diese " Farbsprühsysteme" können von allem ein bisschen, aber nichts richtig.

      Mit Hobbyairlessgeräten habe ich keine Erfahrung, wir haben immer Wagner und Sata benutzt, aber aus der Erfahrung kann ich sagen, daß du mit einem Gerät von Wagner sicherlich nichts falsch machst, zumal die auch ziemlich gute Pistolen mitgeben.

      Mit Sata natürlich auch nicht, aber das ist preislich wieder eine andere Liga.

      Du solltest auf jeden Fall darauf achten, daß das Gerät eine Direktansaugung hat, so daß du aus dem Originalgebinde saugen kannst. Neben allen anderen Vorteilen brauchst du so auch nicht verlustreich umzufüllen.

      Du hast mit einem Airlessgerät eine erheblich feinere Zerstäubung und ein wesentlich homogeneres Filmbild, ohne deshalb die Umgebung über Gebühr einzunebeln, da daß Gerät die Farbe nicht durch Druckluft, sondern durch schieren Druck zerstäubt.

      Bei einem AG brauchst du technikbedingt auch nicht zu verdünnen.

      Du solltest beim Auswählen des Gerätes/der Pistole darauf achten, daß letztere auch mit moderatem Druck ( 60 - 120bar ) ordentlich arbeiten kann, das minimiert den Verlust durch Nebel nochmals.

      Es muß allerdings klar sein, daß so ein Gerät nicht für gelegentliches Behandeln von Kleinteilen gedacht ist,

      Ebenso wirst du nicht ganz ohne Abdecken/ Abkleben auskommen, es wird aber wesentlich weniger aufwendig sein als mit einem Druckluftsystem.

      Die Akkuairlesspistolen sind eher etwas für unzugängliche Ecken, bei denen man nicht noch einen Schlauch hinter sich herziehen will. Das Filmbild ist hingegen genauso wie mit den großen kabelgebundenen Geräten. Von daher - und wegen des Preises - sind sie eher etwas für Profis, zumal die Akkustandzeiten auch nicht für größere Flächen ausreichen.

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        Toby ich kann dir mein PFS gerne für die Hütte geben.

        mit danke dir für die ausführliche Erklärung!

        Mich hat beim PFS neben den anderen Themen auch die lange Rüstzeit und vor allem danach, die recht lange Reinigungszeit gestört. Also gefühlt reinigt man länger, als das man sprüht.

        Rainerle hatte irgendwo bemängelt, dass er bei einer Wand die ganze Wohnung abkleben musste

        Von der Größe der Flächen geht es mir tatsächlich um kleine Flächen und vor allem, geringere Farbmengen. Ich baue ja Möbel und Spielgeräte für meine Tagespflege und da wäre es mir wichtig, auch Kleinmengen verarbeiten zu können.

        In einem Test von einem, augenscheinlich, Malermeister, wurde bei Standsystemen angemerkt, dass die erstmal eine gewisse Menge an Farbe benötigen, um überhaupt das System zu füllen und dann zu laufen. Dazu war beim Einsteiger von Wagner der Filter wohl sehr grob. Da wird sich aber sicher was feineres bestellen lassen.

        Der Ultra Max schafft wohl mit einer Akkuladung 3,5l Farbe. Dabei sind zwei Akkus. Jedoch ist der Preis nicht von diesem Planeten.

        Kannst Du mir noch etwas über den Farbverbrauch sagen? Meine Frau hat letztes Jahr mit dem PFS ein Paletten Regal für die Terrasse besprüht und da ging dezent ein Eimer (2l?) Farbe drauf.

        Als Abschluss: Ein Wagner System scheint super zu sein. Nur muss ich dann wohl immer größere Mengen Farbe kaufen. Beim Graco schreckt der Preis ab. Ob es da was dazwischen gibt?

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          Der Farbverbrauch ist in jedem Fall geringer als bei einem Luftdrucksprühsystem, wobei 2l für ein Palettenregal exorbitant sind. Vermutlich ging da auch ein Haufen daneben, weil zwischen allen Brettern und den Fächern große Lücken bestehen.

          Wenn es dir um die Verarbeitung von Farbmengen im Bereich von deutlich weniger als 1l geht, ist das Airlessgerät wegen seiner hohen Totvolumina ( Schlauch, Ansaugstutzen, Hubraum der Kolbenpumpe ) aus ökonomischen Gründen leider raus.

          Bei dem Preis für die Akkupistolen ( Airless ) könntest du die Teile auch gleich zum Lackierer bringen.

          Hast du einen Kompressor? Wenn ja, wäre es zu überlegen, ob du dir nicht eine anständige Fließbecherpistole anschaffst. Mit der kannst du den Druck und auch die Strahlform fein einstellen und hast nicht so hohe Verluste wie bei den Farbsprühgeräten. Das Filmbild ist - gelinde ausgedrückt - um Klassen besser und du könntest mit Kleinmengen arbeiten.

          Für Fließbecherpistolen kannst du mit Mengen von 100ml oder etwas darunter arbeiten.

          Für noch kleinere Flächen wäre die Anschaffung einer Airbrushpistole eine Überlegung wert.

          Bei beiden Verfahren mußt du zwar verdünnen, brauchst aber auch nicht soviel Material, um mit etwas Übung eine wirklch gute Oberfläche zu erzielen.

          Selbst bei einem kleinen Airlessgerät brauchst du geschätzt mind. 1l allein, um das Gerät zu füllen.

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            Danke mit ! Ich merke, Du bist im Thema!

            Einen Kompressor habe ich, der ist zwar nicht so gut, aber zur Not kann man ja aufrüsten.

            Welche Modelle bzw Pistolen nimmt man denn da und wie liegen die Voraussetzungen für den Kompressor?

            Die Projekte die ich damit verwirklichen möchte sind eine Küche (die ich dann bauen werde), mal hier und da ein Regal oder Spielgerät und je nach Laune meiner Frau mal ne Wand oder so. Aber da hält sich die Größe in Grenzen. Und natürlich soll das Teil regelmäßig benutzt werden, aus dem Grund wäre der Lackierer raus. Wobei... support your locals... 😁

            Unter einem Liter werde ich wohl nie brauchen. Aber so 1-3 können es je nach Projekt locker werden. Und ich hab auch nicht so viel Platz um z.B. ne ganze Küche zu lackieren und dann trocknen zu lassen. Also wird das nach und nach geschehen.

            Deshalb geht mir der Graco eigentlich nicht aus dem Kopf. Zack, Farbe rein, eben sprühen, Rest in den Eimer zurück, durchspülen (mit diesem Konservierungsmittel), beiseite stellen und bei Bedarf den Akku auf die Station stellen.

            Und wenn meine Frau eben Lust hat, mal eben ne kleine Wand zu machen, ginge das wohl auch relativ schnell und relativ sauber. Wobei ich noch schauen muss, ob das Ding auch Wandfarbe kann. 🤔

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              Das war dann wohl ein Missverständnis. ICH dachte, die Gracoakkugeräte ( airless ) seien bei dir wg. des Preises raus. Rein von deinem Lastenheft wären sie geradezu ideal.

              Sie können alle Arten von Lacken und Dispersionen ( sieht man am Spektrum der Bedüsungen in der Beschreibung ), kommen mit wesentlich weniger Material aus, weil der Hubraum der Pumpenkolben geringer ist und der lange Verbindungsschlauch fehlt und sind aus den gleichen Gründen auch schnell zu reinigen.

              Ich hab mir die technischen Infos mal auf die Schnelle angeschaut. Sie können von niedrigem Hochdruck ( ca. 30b ) bis 135b, d, h. du kämst so gut wie immer ohne Verdünnung aus.
              Durch den Druckaufbaubereich von max. 135b wären auch hochviskose Materialien wie Wandfarbe oder im Bedarfsfall Korrosionsschutzsysteme kein Problem.

              Es sind eigentlich kleine fast vollwertige Airlessgeräte, die deren Vorteile aber nicht deren Nachteile aufweisen.

              Ich hoffe, ich konnte ein paar Klarheiten beseitigen. Das Gebiet ist äußerst umfangreich. Wenn was unklar ist, einfach melden.

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                Erneut danke mit !
                Ja, der Preis ist tatsächlich nicht schön. Es gibt das Gerät auch mit Kabel, jedoch dann nicht als "Max" Variante. Der Unterschied ist ja, dass die Max Version auch lösemittelhaltige Farben verarbeiten kann. Die anderen beiden und leider auch das mit Kabel, können das nicht.

                Meine Idee ist eigentlich, mir etwas vernünftiges zu kaufen, was meinen Anforderungen nahe kommt und dann einige Jahre Ruhe zu haben.

                Theoretisch stört mich der Akku auch, wer weiß was die Akkutechnologie in ein paar Jahren sagt aber DeWalt nutzt dieses System ja schon relativ lange. Der nächste Vorteil wäre vielleicht irgendwann, dass ich von Bosch Blau mit meinem Akkusystem zu DeWalt umziehen könnte. Eine Grundlage ist ja dann schon da und die Sachen die ich in blau hier habe, bekomme ich gut verkauft.

                Oder meinst Du, lösemittelhaltige Farben wären zu vernachlässigen? Dann könnte ich das Handgerät mit Kabel nehmen und hätte wohl alle Vorteile in einem kleinen handlichen Gerät (mit Kabeltrommel im Rücken 😁).

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                  Das kommt auf dein bevorzugtes Gebiet an. Du kannst die beschriebenen Arbeiten alle mit wasserverdünnbaren Lacken und Dispersionsfarben bewerkstelligen. Es ging ja um Möbelstücke, Spielgeräte und ab und zu mal ne Wand.

                  Die wasserverdünnbaren Lacke erfordern ein bisschen mehr Übung beim Auftrag mit der Pistole, weil sie vom Verlauf her etwas schlechter sind, aber es spricht ja nichts dagegen, mit ( billigen ) Lacken zu üben, bevor du an die eigentlichen Werkstücke gehst.

                  So gesehen könntest du auch auf das kabelgebundene Gerät zurückgreifen, wenn die anderen Parameter erfüllt werden. Wichtig hierbei ist das Spektrum des Druckes und der Bedüsung.

                  Ersteres zeigt dir, daß du auch hochviskose Materialien - wie eben die Dispersionsfarben - verarbeiten kannst, ohne verdünnen zu müssen und letzteres, daß auch gröbere Materialien wie z. B. Dispersionsfarben verarbeitbar sind.

                  Das ist der eigentliche Grund, warum man Airlessgeräte überhaupt einsetzt: Man braucht nicht zu verdünnen, weil der Druck hochgenug ist. So wird die erreichbare Schichtdicke pro Kreuzgang erheblich erhöht in einen Bereich, in dem verdünnte Farbe schon längst angefangen hätte, zu laufen.

                  Ein Vergleich: Die erreichbare Trockenschichtdicke mit einer Druckluftpistole liegt je nach Lack bei 20 - 30µm, mit dem Airlessgerät ohne Probleme über 100µm.
                  Das sind unterschiedliche Welten.

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                    Habe gerade verglichen. Die Düsengröße ist bei beiden Modellen (Kabel und Max) identisch (16er). Nur vom Druck hat der Max 4b mehr (139), aber die machen den Kohl wohl nicht fett.

                    Ums üben werde ich wohl nicht rum kommen. Ob ich will oder nicht. Ich gehe aber davon aus, dass man irgendwann ein Gefühl dafür entwickelt. Und wenn dann das Ergebnis stimmt, ist alles gut.

                    Bedeutet für mich jetzt aber auch, dass ich den Ultra mit Kabel mit in die Auswahl nehmen kann. Da liegen ja mal eben 300€ zwischen.

                    Und bei meinem Glück bringen sie den Kabel Ultra kurz nach meinem Kauf dann als Max Version raus. 🤫

                    Ist ja nicht so, als hätte ich mir letztes Jahr eine TS55 REBQ in dem Glauben gekauft, dass Festool da nix dran ändert und jetzt haben sie sie TS55 FEBQ auf den Markt geworfen. 🤣🤦

                    Also, erneut danke mit ! Ich bin jetzt definitiv schlauer und hab einen Plan! 🤗

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                        Hallo,
                        ich habe aufmerksam eure Berichte und Abwägungen hier gelesen. Das war hilfreich. Vielen Dank dafür!
                        Wir renovieren ein altes Bauernhaus hauptsächlich in Eigenregie wo sich eine Investition lohnen würde (zb Wände, Türen, Türzargen, Fußleisten, Möbel).
                        Ein Aspekt, der mich noch umtreibt, ist das Gewicht des Gerätes. Der Akku und die Farbe haben ja schon ein gewisses Gewicht. Ich überlege ob das bei längeren Arbeiten zu schwer wird?
                        Meine Handgelenke sind nicht die stärksten.


                        Viele Grüße und danke für Kommentare und Meinungen!

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                          Hallo ErdbeerMilch (danke übrigens, jetzt hab ich Durst!).

                          Der UltraMax hat unbefüllt schon ein gewisses Gewicht (wobei mein großer Akkuschrauber schwerer ist). Mit Farbe wiegt er dann locker 3 Kilo. Das ist einiges.

                          Ich muss allerdings sagen, dass mich der Herr bei meiner Schöpfung nicht gerade mit Arnold Genen versorgt hat und ich als Mann auch dünne Ärmchen habe. Die Handgelenke sind wohl auch zierlicher als bei manch einer Frau und er ist gut zu benutzen.

                          Jedoch würde ich bei eurem Anforderungsprofil eher auf ein Standgerät setzen. Mit dem Schlauch in der kleinen Pistole arbeitet es sich wesentlich entspannter und ihr habt ja definitiv größere Flächen zu streichen. Bei mir ist das nicht so, deshalb habe ich die Akkuversion genommen.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                            Soll. Heute war es soweit und der Graco durfte das erste Mal zeigen was er kann.

                            Und wie er es gezeigt hat.

                            Die Handhabung ist sehr einfach.

                            Passende Düse auswählen, einstecken, Farbe in die Flexbehälter einfüllen und am Gerät anstecken. Danach öffnet man an der Halterung ein Ventil und drückt den Becher zusammen. Sobald dem Becher keine Luft mehr, sondern Farbe entweicht, ist das Gerät schon fast einsatzbereit. Der Regler am Gerät wird auf "intern pumpen" gestellt und man drückt den Anschalter ein paar Sekunden, bis die Farbe im System ist. Danach stellt man den Regler auf sprühen und es geht schon los.

                            Wie das live aussieht, kann man sich auf meinem Instagram Kanal anschauen (wollte jetzt kein 20 Sekunden Video auf YouTube hochladen..

                            https://www.instagram.com/p/COpy-2ND...d=7cb9iry3s6ex

                            Auf dem letzten Foto sieht man die Oberfläche.

                            Ich habe damit Teile vom Pavillon (vor kurzem aufgebaut) lackiert und war Innerhalb von 15 Minuten fertig. Leider hat die Farbe nicht gereicht aber der Farbauftrag sah so gut aus, dass eine Schicht reicht. Dazu kam, dass es bei uns heute sehr windig war und die Farbe trotzdem sehr gut auf das Holz kam.

                            Im direkten Vergleich zum PFS 5000 (den ich hier habe) sieht das Ergebnis mit dem Graco sehr gut aus und der Farbverbrauch hielt sich in Grenzen. Bei der Fläche hätte ich mit dem Pinsel wohl ähnlich viel Farbe verbraucht.

                            Die Reinigung geht auch relativ leicht von der Hand und jetzt freue ich mich, wenn ich die Tage Farbe kaufen und ihn erneut nutzen kann.

                            mit die Farbe war von Sikkens. Cetol Wetterschutzfarbe Extra.

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                              Freut mich, wenn du zufrieden bist. Dann klappt es ja gut. Auch die Farbe ist eine gute Wahl. 👍

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