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Rigips streichen! Wie? Farbe? Kosten?

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  • Das mit den Kanten beim spachteln stimmt. Ich selbst habe das unten im Keller, aber da steht jetzt ein Schränkchen vor ;-)

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      Wenn du die Wände lediglich weiß streichen willst, solltest du folgendermaßen vorgehen: Boden im Spritzbereich der Rolle abdecken mit z. B. Malervlies oder auch einem anderen geeigneten Material, was du gerade hast, Folie etc. Anschließend mit einem Heizkörperpinsel beschneiden und die Ecken ausstreichen, wo die Rolle nicht hinkommt.
      Die Flächen kannst du dann mit dem Mohairroller rollen.
      Zur Auftragstechnik: Die Rolle solltest du mehrmals über die Farboberfläche rollen, nicht eintauchen, bis die Rolle satt Farbe aufgenommen hat, aber noch nicht tropft.
      Um einen gleichmäßigen Farbauftrag zu gewährleisten, mußt du die Fläche in imaginäre Quadrate einteilen.
      Mit der vollen Rolle führt du dann als erstes einen diagonalen Zug in dem gedachten Quadrat und anschließend an dessen Rand einen senkrechten Zug ohne abzusetzen aus.
      Dann kannst du das erste Quadrat mit senkrechten und waagerechten Zügen ausrollen und die Farbe so gleichmäßig verteilen. Wähle die Größe des Quadrates so, daß die Farbe gut deckt.
      Evtl. mußt du die Größe der mit einer Rolle zu beschichtenden Fläche etwas variieren. Das findest du schnell heraus.
      Rigips solltest du vor dem Farbbeschichten mit Tiefgrund vorstreichen und durchtrocknen lassen.
      Der Grund ist nicht,daß vorher aus Haftungsgründen grundiert werden müsste, sondern das der Untergrund durch den Tiefgrund nicht mehr so stark saugt.
      Tust du das nicht, wird Bindemittel aus der Dispersion in den Untergrund gesaugt, während das gröbere Pigment an der Oberfläche verbleibt. Dadurch wird die Wisch - bzw. Scheuerbeständigkeit unnötig herabgesetzt.
      An Materialbedarf kannst du mit ca. 200 - 300g Farbe pro qm rechnen.
      Ich rate dir auch dringend, die Farbe im Malerbedarfshandel bzw. direkt vom Malerbetrieb zu kaufen, ebenso die Auftragswerkzeuge.
      Der Qualitätsunterschied zur Baumarktware ist riesig, nicht nur, was die Deckkraft, sondern auch die Qualität der fertigen Beschichtung angeht.
      Die Hinweise auf die Güte der Spachtelstellen sind wichtig. Solltet ihr das Spachteln nicht wirklich sauber hinbekommen, ist es tatsächlich besser, die Wand mit z. B. Glasfaser zu überziehen und dann erst zu rollen.
      Zur Kontrolle der Spachtelung ist es nützlich, eine starke Lampe so dicht wie möglich an der Wand zu postieren und das Licht dann paralell über die Wand fallen zu lassen. So fallen Unebenheiten sofort auf.
      Eine Alternative zur einfachen Farbe wäre z. B. auch ein Rollputz oder ein strukturierbarer Putz. Diese sind auch von Laien leicht aufzutragen und erheblich dankbarer, was Untergrundunebenheiten angeht.
      Zuletzt geändert von –; 29.01.2019, 23:36.

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      • Zitat von mit Beitrag anzeigen
        Ich rate dir auch dringend, die Farbe im Malerbedarfshandel bzw. direkt vom Malerbetrieb zu kaufen, ebenso die Auftragswerkzeuge.
        Der Qualitätsunterschied zur Baumarktware ist riesig, nicht nur, was die Deckkraft, sondern auch die Qualität der fertigen Beschichtung angeht.



        Ich kann das nur mehrfach unterstreichen und dir auch, aus eigener Erfahrung, dazu raten.
        Der Vorteil ist auch, du kannst meist angebrochene Eimer zurück geben. Jedenfalls macht mein Maler das, wiegt die Reste zurück und ich zahle nur was ich verbraucht habe. Reste gibt es bei mir nicht.

        Auch alles andere was mit geschrieben hat ist richtig. Nicht direct auf den Rigips streichen. Da ärgert Ihr Euch Schwarz.
        Ein dünnes Malerflies auf den Rigips geklebt und Ihr habt eine tolle Fläche.

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        • Bevor du die Repairtapete oder Malervlies tapeziert, erst mit Haftgrund verstreichen.

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          • Eine Grundierung würde ich bei Gipskarton immer verwenden, egal ob eine Tapete drüberkommt oder nicht.
            Auf GK, bei dem nur die Übergänge und die Schraublöcher gespachtelt sind würde ich nicht ohne Tapete streichen (z.B. Renovierfließ, gibt mit minimalem Aufwand nen einheitlich glatten Untergrund). Vor dem Tapezieren mit Tiefengrund oder Tapeziergrund grundieren.
            Alternative: komplette Fläche dünn abspachteln, falls nötig schleifen, dann Grundieren.

            Und ich habe mittlerweile die Vorzüge des Farbe-Sprühens kennengelernt. (ich nutze ein Wagner W690, also HVLP-System, Bosch hat hier auch was im Angebot gab es nur nicht vor Ort als ich es brauchte und ich brauchte es "jetzt"; Airless wäre mir zwar lieber, aber was ich gefunden habe auch deutlich teurer). Bei richtiger Einstellung des Systems ist der Sprühnebel, der daneben geht, minimal. Entgegen anderslautender Meinungen ist mein Mehrverbrauch an Farbe sehr gering. Und da ich vermute, dass es um leere Zimmer geht ist der Aufwand des Abklebens/Abdeckens nicht wirklich größer als für das Streichen/Rollen.

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            • Nochmals danke, Jungs.

              Selbst streichen, klappt allerdings nicht.

              Daher muss es gemacht werden.

              Einige Maler antworteten, dass das mit dem Malerglattvlies nicht sein muss. Gute Farbe mit Wasser verdünnt, trocknen lassen und dann mit dieser guten Farbe unverdünnt drüber streichen, würde bei einer Q3-Verspachtelung vollkommen ausreichen. Auch ist es natürlich eine Kostenfrage, die nicht ganz unerheblich ist. Bei 300 qm Wandfläche, macht das Malerglattvlies zu tapezieren, lt. einem Kostenvoranschlag 3000 € aus! O_O

              Was meint ihr, wie wichtig ist das vorherige Tapezieren von Malerglattvlies?

              Kann man sich irgendwo Vergleichsbilder anschauen? Grundiertes und gestrichenes Rigips vs. grundiertes, mit Malerglattvlies tapezierter und gestrichener Rigips?

              Was meint ihr auch, wie lange man fürs Streichen braucht, wenn man zu zweit ist?

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              • Wenn es sowieso nicht selbst gemacht wird, hole doch einfach zwei Kostenvoranschläge ein. Dann hast Du zwei Fachmeinungen über das Malerflies und eine ziemlich gute Schätzung der Arbeitszeit, des benötigten Materials und aller noch anfallenden Kosten.

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                  susanreich Das kann man so unmöglich seriös angeben. Es kommt darauf an, wieviel abzukleben und zu beschneiden ist und wieviel Ecken und Stoßkanten zu behandeln sind. Bei 300qm Wandfläche und 115qm Wohnfläche habt ihr normale Raumhöhen. Hier kommt es darauf an, ob ihr mit Leitern arbeiten müßt. Auch das kostet Zeit, ebenso wie das Aussparen von Steckdosen und Lichtschaltern sowie das Abkleben von Fenstern, Lüftungsgittern etc.
                  Bei einer Q3 - Verspachtelung und " Vorfüllern " mit verdünnter Wandfarbe kann die Oberfläche durchaus befriedigend ausfallen. Glaubt aber nicht, daß ihr auf der fertigen Wand gar nichts mehr seht. Am besten macht ihr mal eine Wand fertig, auf die von einem Fenster der angrenzenden Wand parallel Licht fällt. So seht ihr, ob euch die erzielbare Oberfläche sauber genug wird.
                  Als ganz (!) grobe Richtlinie kann ich angeben, wie lange ich für ein Zimmer mit 16qm (entspricht bei normaler Raumhöhe 40qm Wandfläche ) brauche.
                  Die Wände sind mit Reibeputz abgerieben. Bei dieser Raumhöhe benötige ich z. B. keine Leiter.
                  Das Zimmer hat ein Fenster und eine Tür. Um dieses Zimmer 1x zu rollen, brauche ich allein inkl. Beschneiden und Abkleben 3 - 4h. Das Rollen von Reibeputz dauert etwas länger als bei einer glatten Wand, aber ihr solltet mindestens mit dieser Zeit rechnen, da es ja auch Flächen gibt, die zeitaufwändiger zu bearbeiten sind, z. B. das Treppenhaus.
                  Der Zeitaufwand für die Q3 - Spachtelung kommt natürlich noch dazu. Diesen kann ich aber nicht abschätzen, da ich den Ausgangszustand der Wand nicht kenne.

                  Wenn du es von einer Firma machen läßt, bekommst du ohnehin einen Kostenvoranschlag.

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                  • Die Ansprüche sind doch bei jedem anders und jeder definiert auch jenes anders.
                    würde zumindest nur zum Streichen gewählte Gipswände immer komplett abspachtelt, schleifen und 2x streichen, (komplett abwalzen). So gibt es von der Strucktur keinerlei Übergänge/Unterschiede Farbunterschiede ... doch wer so fragt, dem rate ich das ganze mal selbst zu versuchen, dann wird einem ein Handwerkerpreis, der überall auch nach Qualität und Ausführung anders sein kann, besser bewusst!

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                    • Wir haben doch den erhofften Urlaub bekommen, der zuerst abgelehnt wurde.

                      Wir wollen also doch selbst streichen, besonders iVm den erhaltenen Kostenvoranschlägen. Hätten gedacht, dass es günstiger ist. :-/

                      Es sind auch nicht 300, sondern insgesamt 390 qm. 330 qm normal + 60 qm Feuchtraum.

                      Nochmals kurz zusammengefasst:

                      am besten nicht nur die Übergänge spachteln, sondern die ganzen Platten und dann abschleifen,

                      dann einmal grundieren

                      und dann streichen, am besten zwei Mal!?

                      Sind durch Zufall, keine Ahnung mehr wie, auf Mega Rekord gestoßen. Soll quasi ein Geheimtipp sein und super decken!? Kennt das jemand von euch?

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                        Mega Rekord hab ich noch nie verarbeitet. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Caparol Wandfarben gemacht. Diese haben wir über Jahrzehnte im Betrieb eingesetzt. Wenn ihr noch nie sowas gemacht habt, habt ihr euch mit dem Selberspachteln viel vorgenommen. Bedenkt, daß es sich um große Flächen handelt, auf denen man jede, aber auch wirklich jede Unebenheit sieht.
                        Ohne entsprechende Erfahrung bezweifle ich, daß ihr zu einem befriedigenden Ergebnis gelangt und das wäre bei der Menge an Arbeit schade.
                        Wenn ihr spachtelt, seht zu, daß ihr namentlich an den Stößen nicht zuviel Material auftragt, daß später wieder abgeschliffen werden muß. Lieber noch ein 2. Mal feinspachteln.
                        Für die Platten solltet ihr einen nicht zu spitzen Winkel wählen, um nicht unnötig viel Material aufzutragen. Es geht hier lediglich darum, die Gipskartonplatten oberflächenmäßig den Spachtelfugen anzupassen.
                        Nach dem Spachteln und vor dem Schleifen hat sich bewährt, die Wände mit einem Tapezierspachtel abzuziehen. So werden z. B. Grate oder Brocken entfernt, die euch später nur unnötig schnell das Schleifpapier zusetzten.
                        Zum Schleifen mit 120er eignet sich ein Rutscher mit nicht zuviel Druck geführt.
                        Tut euch einen Gefallen und benutzt einen mit Absaugung und trotzdem geeignete Staubmasken. Bei der großen Fläche kommt ihr sonst aus dem Husten nicht mehr raus...
                        Wenn die Wand dann gut aussieht ( mit parallelem Licht kontrollieren! ), sollte mit Sperrgrund grundiert werden. Dieser kann mit einer Kleisterbürste aufgetragen werden.
                        Anschließend nach Beschneiden 2x rollen, das 1. Mal mit ca. 15% Wasser verdünnt und die Wand sollte dann gut aussehen.

                        Die für Anfänger weitaus sicherere Alternative wäre, nach spachteln, schleifen und grundieren Malervlies aufzubringen. Hierfür eignet sich z. B. Methylan Direct, der direkt auf die Wand aufgetragen wird. In das nasse Bett wird dann das Vlies eingelegt und mit einer Tapezierbürste oder einem Roller blasenfrei angedrückt. Die Bahnen werden oben und unten mit Überstand vorgeschnitten und nach ankleben mit einem Tapezierspachtel oder einer Leiste in die Ecke gedrückt und mit einem Cutter sauber abgeschnitten.
                        Denkt daran, die 1. Bahn genau senkrecht auszurichten, am besten an einem senkrechten Strich auf der Grundfläche.
                        Je sorgfältiger ihr hier und an den Grenzflächen arbeitet, desto besser wird das Endergebnis.
                        Wenn dann alles durchgetrocknet ist, könnt ihr die Wände nach Beschneiden 2x rollen und ihr habt ein gutes Gesamtbild.
                        Für die Feuchtraumfläche wäre es angeraten, einen gut diffusionsfähigen Latex zu verwenden.
                        Ich wünsche euch gutes Gelingen. Vielleicht könnt ihr ja mal über eure Erfahrungen berichten.
                        Zuletzt geändert von –; 16.02.2019, 23:53.

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