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Kellerwand streichen - Materialverträglichkeit

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  • Kellerwand streichen - Materialverträglichkeit

    Hallo zusammen!

    Mein Haus ist von Ende der 1930er Jahre.
    Die Kelleraussenwände habe ich bereits mit diffusionsoffenem Putz versehen und mit Kalk gestrichen.
    Die KellerINNENwände sehen soweit gut aus und sollten nur gestrichen werden.
    Ein Versuch mit der Kalkfarbe scheitert jedoch. Der Kalk zeiht sich zusammen (wie abgeperlt) und lässt sich nach dem Trocknen einfach abwischen.

    Was hat man da damals gestrichen und womit kann man es überstreichen?

    Mir fällt nur noch Silikatfarbe ein und evtl. Fassadenfarbe?!



    In früheren Zeiten wurden Bauten oft mit Wasserglas oder wasserglasgebundenen Farben ( Silikatfarben ) behandelt. Der Grund ist, daß diese Art Farben extrem wetterbeständig und sehr beständig gegen Chemikalien sind. Als Bindemittel fungiert ein Alkalisilikat, das Kali-Wasserglas. Sobald der Untergrund Silizium enthält, verbindet es sich chemisch mit diesem, anstatt wie normale Dispersionsfarben mehr oder weniger gut darauf zu haften.
    Nebenbei wird hierdurch ein ähnlicher Effekt erzielt wie bei der Vorbehandlung mit Tiefgrund, d. h. der Untergrund wird wieder gebunden und verfestigt.

    Dies war in früheren Zeiten sehr nützlich, da beim Mauern und Verputzen viel mit Sand - und Lehmputzen gearbeitet wurde, die rezepturbedingt sehr stark zum Sanden und Kreiden neigten.

    Ich vermute mal, daß man bei deinen Wänden so verfahren hat. Dazu würde auch der Fehlversuch mit dem Kalk passen, denn wenn mit reinem Wasserglas gestrichen wurde oder der Anteil in der Farbe sehr hoch war, tritt genau dieses Problem auf.

    Du solltest die Wände mit Silikatfarbe problemlos streichen können. Mach einfach mal eine Probe mit einer kleinen Fläche.
    Solltest Du solche Farbe kaufen wollen, achte darauf, daß sie auch wirklich mit diesem Bindemittel gebunden ist. Heute werden Mineralfarben oft auch wegen der verwendeten Pigmente und Füllstoffe mineralischen Ursprungs so bezeichnet, obwohl sie mit Kunststoffdispersionen gebunden sind und deshalb für deinen Fall nicht bzw. nicht gut geeignet sind.
    Achte bei der Verarbeitung auf PSA, mindestens Schutzbrille und Handschuhe, da das Kaliwasserglas stark alkalisch ist und die Haut verätzen kann.
    Die ausgehärtete Beschichtung ist wegen der chemischen Umwandlung hingegen gesundheitlich vollkommen unbedenklich, auch für Allergiker übrigens.

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      Also es hätte mich schon interessiert, was du dazu sagst, ob du es vielleicht schon versucht hast, ob es geklappt hat...

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      • Hallo!

        Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
        Dann werde ich mit dieser Information mal zu unserem Farbenhandel gehen und fragen, ob die etwas passendes im Angebot haben.

        Melde mich nach dem Probestrich!

        PS:
        Sorry, konnte heute erst wieder hier ein schauen!
        Zuletzt geändert von –; 23.01.2018, 07:24.

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        • Hallo zusammen!

          Gestern bin ich mal dazu gekommen ein Teilstück einer Wand als Probestrich zu pinseln/rollen.
          Benutzt habe ich eine Silikatfarbe der Bauhaus-Eigenmarke Swingcolor. Diese ist laut Produktdatenblatt auf Wasserglas-Basis!

          Bis jetzt sieht es sehr gut aus! Die Farbe hat gleichmässig gedeckt und scheint auch gut zu haften.

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          • Beim Vadda haben wir das gleiche Problem im Keller (Altbau aus 1936).
            Danke für die Info!

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              Schön, wenn es funktioniert hat.

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