Icon--down-black-48x48 IC-logout IC-up IC_check

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Auf Gehrung oder mit Kappen?

Einklappen
X
Einklappen
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Auf Gehrung oder mit Kappen?

    Hallo,

    was meint ihr, Leisten lieber auf Gehrung sägen oder mit Kappen arbeiten?

    Mann sagt, sieht sauberer aus.

    Freundin sagt, Kappen sind ein weiteres Accessoires sozusagen.

    Ich bin noch unschlüssig.

    Egal, in welcher Bude ich gewohnt habe, immer sah man die Stöße der Leisten, ob jetzt an den Außen- oder Innenecken. Kappen fand ich erst irgendwie komisch, könnte mich aber damit anfreunden.

    Was spricht für und gegen Gehrung und für und gegen Kappen?

    Was ist jeweils zu beachten, besonders bei Gehrung?

    Danke Euch.

    GLG

  • Ich habe mittlerweile bei allen Fußleisten nur noch Kappen verarbeitet. Gehrungen klappen zwar, wenn man einigermaßen genau arbeitet, im rechten Winkel, aber leider halten sich die Wände in den seltensten Fällen auch daran. Mit den Eckstücken ist man m.M.n. deutlich flexibler.

    Kommentar


    • Ich mag die Kappen nicht. Sieht immer so aus als könne man keine Gehrungen. Und ja, so ist es ja auch fast immer. Lieber ne Kappe als unschöne Gehrungen.

      Was ist zu beachten? Niemals von rechten Winkeln ausgehen. Es sind immer 44 oder 46 Grad. Sodann immer die Wand vorher genau prüfen, ob vor der Ecke ein Bauch ist - wenn ja, dann wird es immer kritisch. Am besten ist es, vor dem Tapezieren schon die Wände mit einem Richtscheit zu prüfen und die Ecken nachzuspachteln. Da kann man schnell 2 mm hinzumachen. Oder man schleift noch etwas ab, so dass die Leisten an den Ecken sauber Anliegen.

      Dann braucht man eine Kappsäge, die exakt sägt. Und idealerweise eine spezielle Schmiege für den Halbwinkel. Beim Zusägen nimmt man am besten eine Leiste, die kürzer als die Wand ist. Zuerst die Eckengehrung sägen. Passt es, OK. Passt es nicht, kann man nachsägen. Die andere Seite auf 45 Grad auf etwa ein Drittel der Wandlänge sägen. Nun die gegenüberliegende Ecke. Auch auf etwa ein Drittel der Wandlänge mit 45 Grad sägen. Dann die Lücke schließen. Hier kann man exakt messen und eine Leiste mit den passenden Gegenwinkeln einsetzen.

      Durch die 45 Grad-Winkel der eingepassten Leiste sieht man die Fuge weniger als einem stumpfen angesetzten 90 Grad-Winkel. Ideal ist, wenn der Winkel so sitzt, dass man aus der üblichen Sichtseite quer dazu schaut. So fällt er so gut wie nicht auf. Oder die Stöße sitzen später hinter Schränken. Aber lieber Stöße sehen, als klaffende Gehrungen.

      Wichtig: Leiste erst genau anschauen. Die Rückseite und Intetseite sind normalerweise nie 90 Grad, sondern mehr. Also die Unterseite nie auf der Kappsäge flach aufsetzen, sondern immer die Rückseite Plan auflegen. Die untere Fläche steigt nach hinten nach oben, damit man bei Bidenunebenheiten leicht etwas Nachhinein oder schleifen kann. So gleicht man 2 mm Bodenwelle super schnell aus. Und solche Wellen gibt es in jedem Haus - auch in Neubauten. Beachtet man das nicht, stimmt die Gehrung hinterher auch nicht.

      Sockelleisten kosten auch richtig Geld und da lohnt es sich, wenn es perfekt sein soll einen sehr peniblen gewissenhaften Heimwerker zu haben, der sich viel Mühe gibt oder auch nen Schreiner/Parkettleger zu beauftragen. Alternativ würde ich Kappen empfehlen. Entweder richtig oder die einfache Variante.

      Kommentar


      • Ich habe größtenteils Kappen, aber auch weil ich es nicht besser hinbekommen habe. Bei uns sind trotz Neubau die Winkel nicht immer 90Grad bzw. manche Wände krumm.

        Gegen Kappen spricht, daß die der Staubsaugerroboter gerne abfährt und dann vor sich herschiebt. Da hilft auch Ankleben nicht immer.

        Hast Du plötzlich doch passende Fußleisten bekommen oder wie ist die Frage ausgegangen?

        Kommentar


        • wenn es um Sockel-Leisten geht ( überm Laminat z.B. ) kommst um Gehrung kaum herum... denn solche Leisten sind
          meist formmäßig gewölbt ... oder aus Plastic , also hohl ...... und da geht rechtwinkelig KAPPEN nicht !
          bei Massiv-Hölzern sehen richtige Stirnflächen ( von den starken Leisten usw. ) immer ECHT- HANDWERKLICH aus ...
          und das macht den Unterschied !... manche mögen auch gezapfte Verbindungen ... ist halt mehr Aufwand !
          Gruss.....

          Kommentar


          • Ja, Leisten sind gefunden, allerdings keine Sockelleisten, sondern normale. Haben uns nochmal verschiedene angeschaut, überlegt ob weiß oder farblich zum Laminat passend. Haben uns dann für Letzteres entschieden und "flachere" Leisten.

            Ja, Kappen z. B. für Berliner und Hamburger gibts gar nicht.

            Kommentar


            • Zitat von susanreich Beitrag anzeigen
              Ja, Leisten sind gefunden, allerdings keine Sockelleisten, sondern normale. Haben uns nochmal verschiedene angeschaut, überlegt ob weiß oder farblich zum Laminat passend. Haben uns dann für Letzteres entschieden und "flachere" Leisten.

              Ja, Kappen z. B. für Berliner und Hamburger gibts gar nicht.
              Die Kappen sollten vom Querschnitt her schon zur Leiste passen.
              Wir haben uns vorm Bau extra welche besorgt, für die es auch passende Endstücken (links / rechts) und Innen- und Aussenecken gab.

              Kommentar


              • Wenn es zu den Leisten passende Kappen gibt und dir diese optisch zusagen kannst Du sie nehmen. Wenn eines von beiden nicht zutrifft natürlich nicht.

                Wenn Du die Kappen nimmst kannst Du natürlich bei nicht-90°-Ecken Probleme bekommen. Aus meiner Erfahrung fällt das erst ab 92°/88° auf. Wenn Du Wände hast, die länger als eine Leiste sind bräuchtest Du dann entweder 180°-Stoß-Kappen (gibt es nicht in allen Systemen). Die müsstest Du dann auch noch so positionieren, dass die Optik passt - was zu mehr Verschnitt führen kann. Alternativ müsstest Du diese Stöße wieder anders ausführen. Auch ich bevorzuge diese Verbindungen auf 45° zu schneiden.
                Außerdem bevorzuge ich Leisten mit Befestigungsklippsen zum an die Wand dübeln. Dann kommt natürlich ein Klipp immer so hin, dass beide Seiten eines Stoßes darin eingeklippst werden.

                Kommentar


                • Wir haben im gesamten Haus (Altbau, Baujahr ~1900) keinen einzigen rechten Winkel. Also keinen echten rechten Winkel. Hier wurde seinerzeit noch Pi mal Auge gebaut. Wellige Wände, ebensolche Decken und Fußböden sind völlig normal. Wenn man versucht, hier irgendwas richtig gerade zu bauen, gibts reichlich weitere Arbeiten...

                  Sämtliche Fußbodenabschlußleisten sind sogenannte Hamburger Leisten mit Kappen versehen, sowohl Innen- als auch Außenecken sind damit verbaut. Ich war es nach kürzester Zeit einfach leid, mir ständig mit Schmiege die passenden Winkel rauszusuchen und zu übertragen. Diese Kappen sind mit selbstklebenden Streifen versehen und halten bombenfest, selbst mit Hund und Kindern...

                  Letztlich muß das jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Liebe und Mühe man für kleine Gewerke investieren möchte...

                  Kommentar


                  • Wir werden Kappen nehmen. Zig Gehrungsschnitte angeschaut, nirgendwo perfekt.

                    Kommentar

                    Lädt...
                    X