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Bodenaufbau im Dachgeschoss

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  • Bodenaufbau im Dachgeschoss

    Hallo liebe Forums-Mitglieder

    im Rahmen einer Modernisierung erneuern wir aktuell unser Dachgeschoss. Das neue Dach ist jetzt drauf und jetzt geht es an den Innenausbau, hier erstmal an den Boden. Unter dem Dachgeschoss befindet sich eine bewohnte Wohnung. Im Dachgeschoss sollen später verschiedene Räume Platz finden (Büro, Badezimmer, Wohnzimmer etc.)

    Hier habe ich euch zwei Bilder von der Situation eingestellt:



    Wir haben bereits 20cm hohe Balken verlegt. Unter den Balken ist eine Lehmschicht noch von früher, die wir so auch drinlassen wollen. (siehe Bild 2)
    Nächster Schritt ist jetzt, den Zwischenraum zwischen den Balken "aufzufüllen", sodass wir danach den Bodenaufbau (OSB usw.) machen können.

    1. Frage:
    Und genau hier sind wir jetzt unsicher mit was wir den Zwischenraum "auffüllen" sollen?
    - Schüttung?
    - Mineralwolle?
    - Was anderes?

    Es gilt wie gesagt eine Höhe von 20cm (Balkenhöhe) aufzufüllen. Die Fläche des gesamten Dachgeschosses beträgt 60 qm (8 m x 7,50 m) und der Abstand zwischen den einzelnen Balken ist 55 cm.
    Was würdet Ihr uns hier empfehlen und warum?


    2. Frage:
    Wie stark würdet ihr die einzelnen würdet Ihr den Bodenaufbau machen?
    Wollen OSB Platten (verschraubt) auf die Balken machen, danach Trittschalldämmung und dann den richtigen Bodenbelag (z. B. Vinyl, Parkett, Fließen im Bad etc.).

    - Wie stark die OSB Platten bei der o. g. Situation? (müssen ja auch einiges Gewicht aushalten, z. B. Badewanne im Badezimmer etc.)
    - Wie viel Trittschalldämmung?


    Für jede Antwort und Empfehlung sind wir wahnsinnig dankbar.

    Grüße aus Würzburg,
    Markus

  • Zur Isolierung würde ich keine Schüttung nehmen, wenn du mal ein Loch in die Decke bohrst bröselt dir die Schüttung durch das Loch. Bei den OSB Platten würde ich min. 22mm nehmen, besser noch 2x15mm, das ist aber nur so aus dem Bauch raus. Mal sehen was die Spezialisten meinen.

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    • Perlte-Schüttung rieselt praktisch nicht.

      Ich würde nicht Schrauben - Schallübertragung. Einfach Nut einleiten und schwimmend verlegen. Auf die Balkon Korkstreifen um leichte Unebenheiten auszugleichen.

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      • Ich bin kein Spezialist. Wir haben aber vor ein paar Jahren auch in einem alten Haus den DB ausbauen lassen.
        Untenrein kam eine Schüttung aus Perlite. Damit wurde auch der Boden ausgeglichen. Darauf dann eine Schicht aus miteinander verschraubten Fußbodenplatten (Nut & Feder), die aber nicht an die Balken geschraubt wurden (keine Schallübertragung). Darauf kam dann der Belag.
        Im Bereich des Bades wurde statt der Platten eine Schwalbenschwanz-Metallprofil-Platte verwendet und mit einer Dicht- und Ausgleichsmasse überzogen. Ob man das heute auch noch macht, weiß ich nicht.

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        • Vielen Dank für Eure Antworten.

          Gibts auch Empfehlungen von Spezialisten, nachdem die Vorredner alle gemeint haben sie wären keine?

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          • Hallo Markus

            So wie es aussieht, ist bei dir schon eine sehr gewichtige Decke verbaut. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass du die Gewichtsfrage geklärt hast. Als ehemaliger Zimmermann und aktiver Hobbyhandwerker im Eigenheim habe ich einige Balkenlagen gemacht und lediglich eine Sichtschalung oben drauf gemacht. Die Balken und die Schalung waren dann von unten Sicht. Oben kam dann der ordentliche Bodenaufbau. Betreffend des Schallschutz, ist es wichtig, dass der Boden schwimmend verlegt ist. Also der Überzug hat keinen Kontakt zum Boden oder Wand. Bei deinem Fall zum OSB. Ich weiss jetzt nicht genau, warum du Balken in der Höhe von 20cm verlegt hast. Auf dem Foto ist zu sehen, dass bereits eine Balkenlage vorhanden ist und diese (in deinem Fall) mit Lehm ausgefüllt wurde. Das war früher üblich. Wurde auch sehr viel Abfall z.B. Zeitungen usw. hineingelegt. Von der Traglast sollte dies also reichen. Somit hätte ein schlankerer Aufbaubau, zwecks Niveaugleich auch gereicht. Somit zu deinem weiteren Aufbau. Ich würde eine 12mm OSB-Platte mit Nut und Kamm nehmen. Diese doppelt verlegen. Also man sagt Kreuzweise. Das heisst, beim zweiten Mal die Bretter um 90 Grad drehen und so verlegen. Ich würde die Platten schrauben und die Stösse verleimen (ist aber nicht zwingend. Es gibt spezielle Fugenkleber. Bei der zweiten Schicht müssen die Platten nur auf die untere geschraubt werden.

            Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

            Einen Fliessestrich oder Trockenestrich.

            Beim Fliessestrich eine Trittschalldämmung auslegen (dies sind Kunststoffbahnen ca. 1cm). Wichtig! Dir Ränder müssen auch ausgekleidet werden. Das ist der Randstreifen. Es darf zu keinem Kontakt kommen. So wird der Trittschall gedämmt und der Boden ist schwimmend. Oben darauf dann eine Folie auslegen, Stösse verkleben und einen Fliessestrich machen. Dieser sollte min. 4.5 cm hoch sein. Dann kannst oben drauflegen was du willst. Das heisst Parkett, Fliessen, Laminat usw. Dies ist sicher teurer und bringt auch wieder etwas an Gewicht.

            Beim Trockenestrich werden auch Platten verlegt. Du kannst auch auf den OSB-Platten, welche doppellagig verlegt wurden den Bodenaufbau machen. Dann die Platten aber im Niveau sein. Vom Trittschall ist diese Variante sehr schlecht. Da würde ich die Balken mit einer Schüttdämmung ausfüllen. Auf den OSB-Platten wird dann der eigentliche Bodenaufbau gemacht. Zum ausnivellieren gibt es unterschiedliche Ausgleichsschüttungen. Oben drauf kommt dann eine Platte mit der einer Trittschalldämmung. Diese Platte darf die Wand dann auch nicht berühren und wird auch nicht verschraubt. Die Stösse werden verklebt. Es wird wieder ein Randstreifen verlegt. Eventuell muss noch eine weitere Platte verlegt werden. Dies ist je nach Fabrikat verschieden. Auf diese kommt dann der Boden. Dabei musst du in Nassräumen immer schauen, ob diese auch dafür geeignet ist.


            Ich würde, falls möglich, einen Fliessestrich bevorzugen. Nachteil ist sicher, dass du Feuchte ins Gebäude bringst und dieser zuerst austrocknen muss bevor du weitere Arbeiten machen kannst. Das hast du beim Trockenestrich nicht. Der Trockenestrich ist auch leichter zu verarbeiten. Beim Fliessestrich brauchst du ev. einen Fachmann.

            Die Dichtigkeit der Aussenhülle ist immer das wichtigste und hoffe, dass dies nicht vergessen ging.

            Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte und du dein Projekt gut beenden kannst.

            Grüess Stefan

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            • danke für die Empfehlungen. Folgende Fragen habe ich noch:

              1.
              Benötige ich denn zwingend eine Estrich Schicht? Und wenn ja warum?
              Ich hätte jetzt einfach Mineralwolle zwischen die Sparren, dann 22-er OSB Platten oben drauf geschraubt, dann 2-3 cm Trittschalldämmung und dann den Bodenbelag (Parkett, Fließen, Vinyl etc.)
              Welche Funktion hätte insbesondere der Erstrich noch dazwischen?

              2.
              Ein kleiner Teil des Raumes (ca. 12m²) wird später ja unser Badezimmer. Muss ich hier den Boden anderst aufbauen als beim Rest hinsichtlich der Abdichtung etc.

              3.2 Habe ich eine Möglichkeit bei meiner Konstruktion zumindest für das Badezimmer eine Fußbodenheizung zu verlegen? Wenn ja welche Art?

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              • So, Ich hatte jetzt kürzlich einen Bodenverleger vor Ort um mal seine Meinung zu hören.

                Er hat mir folgende 2 Vorschläge/Empfehlungen gegeben:

                Variante 1: Nassestrich
                1. Mineralwolle zwischen Holzbalken
                2. 16 mm OSB
                3. 10 mm Holzweichfaserplatte (als Entkopplung, schwimmend verlegt)
                4. 40 mm Nassestrich
                5. ca. 8 mm Fußboden (z. B. Click-Vinyl)
                • Gesamtaufbau: ca. 74 mm

                Vorteile:
                + günstigste Variante

                Nachteile:
                - hohe Aufbauhöhe



                Variante 2: Trockenestrich (2-lagig)
                1. Mineralwolle zwischen Holzbalken
                2. 10 mm Holzweichfaserplatte (als Entkopplung, schwimmend verlegt)
                3. 2x18 mm Gipsfaserplatten (Knaufprio) (miteinander verschraubt, lose auf Holzweichfaser verlegt)
                4. ca. 8mm Fußboden (z. B. Click-Vinyl)
                • Gesamtaufbau: ca. 52 mm

                Vorteile:
                + geringe Aufbauhöhe
                + genauso stabil wie Nassestrich
                + leichter wie Nassestrich

                Nachteile:
                - sehr teuer (2-3 mal so teuer wie Nassestrich)



                Was meint ihr zu all dem??

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                • Mir kommt es gerade etwas komisch vor, dass bei Variante 2 nichts zwischen Balken und Entkopplung ist. So würde ich befürchten, dass sich die Balken in die Weichfaserplatte drücken und diese somit doch wieder gekoppelt ist.

                  Dann noch ein kleiner Rechenfehler: müssten ca. 54 statt ca. 52 mm sein).

                  Und ist bei Trockenestrich nicht normalerweise eine Schüttlage dabei?

                  Also für (nach meiner Rechnung) maximal 20mm weniger Aufbauhöhe wäre mir der Mehrpreis von 100%-200% zu viel. Ausnahme wäre, wenn ich irgendwo einen Anschluss ohne Stufe realisieren müsste, aber das ist bei deinem komplett neuen Ausbau ja eher nicht der Fall.
                  Andererseits lässt sich ein Trockenestrich recht einfach selbst verlegen, so dass sich der Preis deutlich reduziert - wenn das nicht schon einkalkuliert ist und wenn Du es Dir zutraust

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                  • So wir haben uns jetzt final für folgende Variante entschieden:

                    - Mineralwolle zwischen die Balken
                    - 22 mm OSB
                    - 10 mm Holzfaserplatte
                    - 18 mm Brio Platte
                    - Fertiger Bodenbelag (z. B. Vinyl)


                    Folgende Fragen hätten wir abschließend noch:

                    1. Welche Mineralwolle sollten wir zwischen die Balken machen? Ein hoher Dämmwert ist hier ja eigentlich nicht notwendig, da der Räume darunter und später darüber ja beide beheizt werden?! Also welche Mineralwolle genau würdet Ihr uns hier dann empfehlen? (Bitte um die genaue Bezeichnung)

                    2. Um ein knarzen der OSB Platten auf den Balken etwas abzumildern, würden wir gerne noch auf die Balken Filzstreifen (z. B. 5 mm) oder ähnliches streifenförmig draufkleben oder tackern. Welchen Filz genau oder welches Produkt würdet Ihr uns dann empfehlen? Bitte auch um die genaue Bezeichnung, sodass wir uns das mal in Ruhe dann im Internet durchlesen können.

                    3. Mit welchen Schrauben sollte ich die OSB-Platten auf die Balken schrauben? Schrauben mit durchgehendem Gewinde oder Schrauben, die nicht über die komplette Länge ein Gewinde haben? Also welche Schraubenart ist hier besser, damit die OSB-Platten später nicht knarzen?

                    4. Wir überlegen aktuell noch, ob wir Knauf Brio in 18 mm oder in 23 mm am Schluss auf die 10mm Holzweichfaserplatte machen lassen? Wie unterscheiden sich denn diese beiden Platten hinsichtlich der Traglast? Also dass die 23 mm dicker und schwerer ist, ist uns bewusst. Nur was würde es uns bringen die 23 mm Platte zu nehmen?

                    Besten Dank schon vorab für Eure Info und Mühe.

                    Grüße,
                    Markus

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                    • Ich kann nur zu deinem Punkt 3 was sagen.
                      Schrauben mit Rundschaft haben den Vorteil, dass sie die Platten auf die Balken ziehen, sobald die Schrauben so weit drin sind, dass in der Platte kein (oder kaum noch) Gewinde ist.
                      Schrauben mit durchgehendem Gewinde haben den Vorteil, dass sie ein wenig mehr Halt haben und es länger dauert, bis sie sich rausarbeiten und den Nachteil, dass sie beim Reinschrauben die Platte hochdrücken wollen, bevor sie im Balken greifen.

                      Somit würde ich empfehlen, entweder Schrauben mit Rundschaft zu nutzen oder zu mischen.
                      Mit mischen meine ich: mit Rundschaftschrauben fixieren (z.B. alle Ecken und ca. alle 50cm) und dann mit zusätzlichen Schrauben mit durchgehendem Gewinde endgültig befestigen (analog Spax Inforce/Highforce-System für Konstruktiven Holzbau)

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