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Injektionsmörtel mit klassischem Dübel verwenden

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  • Injektionsmörtel mit klassischem Dübel verwenden

    Guten Abend,

    ich habe mir einen Haltegriff für die Wandmontage gekauft. Der Hersteller hat Dübel und Schrauben beigelegt (je Griffseite 3 Senkkopf-Schrauben mit 4mm Durchmesser), schreibt aber, dass je nach Wandbeschaffenheit andere Dübel und Schrauben benötigt werden. Der Griff ist an beiden Enden so vorgebohrt, dass eigentlich nur Senkkopf-Schrauben bis maximal 5mm Durchmesser benutzt werden können. Ich würde den Griff gerne an einer Wand aus Hohlziegeln befestigen, bin mir aber wegen der Stabilität unsicher. Bei Montage in Hohlziegeln wird wegen der Hohlkammern wohl gerne Verbundmörtel mit Siebhülsen und Gewindestangen empfohlen, aber die habe ich mit so dünnen Senkkopf-Gewindestangen (5mm) noch nicht gesehen. Außerdem möchte ich den Griff irgendwann auch mal demontieren können.

    Am liebsten würde ich 8mm Löcher bohren, anschließend eine ordentliche Menge auf Polyester basierenden Verbundmörtel injizieren und sofort danach Fischer DuoPower 8x65 in die Bohrlöcher drücken. Die DuoPower habe ich gewählt, weil die nur zur Schraube hin offen sind und somit kein Verbundmörtel in den Dübel gelangt. Die 8mm Löcher benötige ich, damit die Tülle vom Verbundmörtel ein paar cm in die Bohrlöcher gesteckt werden kann. Wenn das Gemisch um die Dübel herum nach kurzer Zeit ausgehärtet ist, würde ich die Griffe mit passenden 5mm Senkkopf-Schrauben befestigen.

    Könntet ihr euch vorstellen den Griff so zu montieren bzw. wäre das eurer Ansicht nach stabil genug, z.B. hinsichtlich des Drucks auf den Verbundmörtel beim Eindrehen der Schraube?

    Wieviel Verbundmörtel würdet ihr injizieren? ich habe zwei 300ml Tuben Verbundmörtel hier und könnte auf jeder Griffseite eine Tube injizieren, wenn ich schnell genug bin.

    Der Verbundmörtel hat laut Rezensionen eine gute Viskosität (Hersteller erlaubt auch Überkopf-Montage), aber ich bin mir nicht sicher, ob ich durch die Tülle ausreichend schnell ausreichend viel Verbundmörtel injizieren kann, so dass die Hohlkammern nach dem Aushärten ausreichend dicht gefüllt sind und der Mörtel eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Dübel eingeht.

    Liebe Grüße
    Hase200

  • Ich glaube so wird das nix.
    entweder du nimmst die DuoPower so wie sie sind.
    Oder du willst mehr Halt. Ich denke zwar es ist unnötig aber wenn du die Duo einmörteln möchtest dann tu so als ob das Gewindestangen währen. Also eher ein 12er bis 14er Loch, Siebhülse, Injektionsmörtel, Dübel, aushärten lassen, Schraube.

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    • Habe bei mir in der Wohnung keine Hohlraumziegel, daher kann ich diesbezüglich nicht mit Erfahrungswerten dienen.
      Auch habe ich noch keinen Verbund- oder Injektionsmörtel verwendet.
      Wenn dann Gips, Spachtelmasse, "normalen" Mörtel oder mal Schnellzement.

      Es gibt aber doch diverse Arten von Hohlraumdübeln, vielleicht auf den Herstellerseiten mal durchblättern, ob sich etwas für deinen Zweck findet.

      Bei der Kombi Tubenmörtel + Dübel würde ich (aus rein theoretischen Überlegungen heraus) den Mörtel einbringen, diesen aushärten lassen, dann erst die eigentlichen Dübellöcher (neu) bohren und dort die Dübel reinstecken.
      Die betreffende Wand wird doch höchstwahrscheinlich tapeziert, gefliest, verputzt... sein und daher siehst du nicht, ob die im unteren oder oberen Bereich der Hohlraumziegel bohrst oder zufällig auf eine Fuge triffst.
      Auch wenn der Mörtel zähflüssig ist und schnell aushärtet, dürfte er trotzdem den Gesetzen der Schwerkraft folgen.
      Heißt, er läuft (fließt) nach unten und die angebohrte "Hohlraum" füllte sich von unten nach oben.
      Bohrst du also den Ziegel im oberen Bereich an, füllst Mörtel ein und drückst dort direkt den Dübel rein, kann der Mörtel u.U. noch "wandern" gehen und der Dübel dreht durch oder hält nicht ausreichend.
      Ich würde daher erst die Position der Dübellöcher markieren, bohren, dann jeweils soviel Mörtel wie möglich einbringen und aushärten lassen.
      Nochmal die Dübellöcher markieren (kontrollieren) und wieder bohren.
      Beim erneuten Bohren sollte dann anhand des aufzubringenden Kraftaufwands und dem Bohrfortschritt schon zu merken sein, ob ausreichend Mörtel (Festigkeit) vorhanden ist.


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      • Hast Du schon mal mit Injektionsmörtel gearbeitet?
        Das Zeug ist genial und ihnzwischen liebe ich es. Bei der Montage 2er Gewindestangen für ein Waschbecken, war ich nicht beim zweiten Loch nicht schnell genug und habe die Gewindestange nicht rechtzeitig gesetzt. Also musste ich das den Mörtel aufbohren, ohne Bohrhammer ging da nichts, war fester als die Originalwand.
        Also wenn Du denkst, dass Du es aus statischen Gründen brauchst, ist Dein Weg der richtige. Die Formschlüssige Verbindung entsteht nach der Aushärtung durch das Spreizen der Dübel beim Eindrehen der Schraube.
        Eine andere Alternative wäre "Fix&Fill" von Fischer oder ähliches anderer Hersteller.

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        • Das geht so, du kann's aber auch normale Spreitzdübel anstatt der Duo nehmen, der Verbundmörtel ist schon etwas zäh so daß da nichts in den Dübel reinläuft, das habe ich auch schon so gemacht. Allerdings erscheint mir ein Achterdübel und eine Fünferschraube nicht so ganz passend, mag sein das dies nie den Duodübel geht, das weiß ich nicht, bei Spreitzdübel und Fünferschraube würde ich einen Dübel in der größer S6 nehmen.
          Für den Injektionsmörtel brauchst du eine gute Kartuschenpresse, am besten aus Metall, die Kunststoffpressen brechen leicht bei dem Mörtel.

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          • Der Fischer DuoPower 8*65 ist für Schraubendurchmesser 4,5-6 vorgesehen, daher passt 5 schon.
            Wobei er die nominelle Haltekraft natürlich nur mit den 6er Schrauben erreicht

            Schlacke genau wegen der Schwerkraftproblematik die Du ansprichst habe ich ja die Siebhülse empfohlen.
            Vorgesehen ist das so: Loch im angemessenen Übermaß bohren (Vorgabe steht auf der Tube), Siebhülse einsetzen, mit vorgegebener Menge (s. Tube) Injektionsmörtel füllen, Gewindestange einsetzen.
            Dabei wird Mörtel auf allen Seiten aus der Hülse gedrückt, tropft aber überwiegend nicht weg sondern hängt auf allen Seiten an der Hülse. Dieser Mörtel klebt dann teilweise am Ziegel fest und teilweise härtet er in der Luft aus. Der Teil der klebt ist wohl selbsterklärend, der Teil der in der Luft aushärtet ist im Durchmesser größer als das Loch und würde ein Herausziehen auch verhindern, wenn die Klebung nicht hält - also eigentlich genauso wie ein Nylonhohlraumdübel, der sich hinter dem Loch verdickt.

            Aus meiner Erfahrung (z.B. ausgebrochenes Bohrloch in Hohlraumdübel) funktioniert das wie von mir oben beschrieben durchaus.
            Es ist dabei sogar von Vorteil, nicht an die Maximalgröße für die Schraube zu gehen, da durch das Einmörteln der Dübel sich nur noch sehr wenig spreizt. Ja, sogar weniger als in einem für den Dübel passend gebohrten Loch.
            Was auf keinen Fall funktioniert ist, Injektionsmörtel einbringen, Dübel reinstecken und dann die Schraube rein, so lange der Mörtel noch nicht fest ist. Dabei würde der Dübel den Mörtel verdrängen und wäre dann leicht und locker rausziehbar.

            Aber ich gebe trotzdem prinzipiell cyberman recht: mit Mörtel reicht ein S oder SX, da braucht es keinen Duo.
            Und wenn Du schon die Duo hast: die sollten das auch alleine halten

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