Icon--down-black-48x48 IC-logout IC-up IC_check

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Oberste Geschossdecke abhängen dämmen Dampfsperre???

Einklappen
X
Einklappen
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Oberste Geschossdecke abhängen dämmen Dampfsperre???

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Screenshot_20190804-084746.png
Ansichten: 105
Größe: 1,27 MB
ID: 3800349 Hallo

    und schöne Grüße aus der Oberlausitz!

    Ich möchte gerne in meinem Haus (1876),die oberste Geschossdecke abhängen und dämmen.

    Die alte Bestandsdecke ist leider sehr schief und wellig.

    Der Aufbau der Bestandsdecke,von unten nach oben:

    -Lehmputz auf Stroh umwickelten Leisten,die an die Unterseite der Balken genagelt sind
    -Holzbalken ohne Einschub (leer)
    - sehr Einfach verlegte Bretter ohne Nut und Feder
    -grosses belüftetes Kaltdach
    -diffusionsoffene Unterspannbahn
    -Dachziegel


    Nun bin ich dabei die Decke ca.30cm abzuhängen.

    Drahtanhänger im 50x50cm Raster- CD-Profile- 12,5mm Gipskartonplatte.
    (Siehe Foto)

    Den Zwischenraum von Lehmputz zu Gipskartonplatte, möchte ich mit Zellulose Einblasdämmung ausfüllen.

    1.Frage:
    Mein bedenken ist das Gewicht der Einblasdämmung,wie sind da eure Erfahrungen?

    2.Frage
    Dampfsperre Ja oder Nein?

    Die Position der Dampfsperre, wäre ja mit Doppelseitigen (Sika) von unten an die UK geheftet und dann die Gipskartonplatte drauf geschraubt.

    Aber jede Schraube ein Loch,jede Lampen-kabel-durchführung eine undichte und der Folien Wandanschluss hat nur 12,5mm Fläche.

    Was ich bisher so auf diversen Baustellen erlebt habe,lässt mich immer mehr an diesen Dampfbremsen und Sperren zweifeln?

    An irgendeiner Stelle ist es nach Jahren fast immer undicht und dann drückt die Feuchtigkeit gezielt und in Massen in die Dämmung.

    Wassersäcke und versifte Sparren/Balken habe ich schon oft gesehen. Sanierungen von 1995-2000-2010 usw..


    Wenn die Idee mit der Einblasdämmung durch Gewicht oder anderer Gründe Quatsch sein sollte.Dann wäre meine nächste Überlegung,die einfachen Bretter vom Kaltdach Fussboden zu entfernen und den leeren Einschub mit Mineralwolle auszufüllen und die Bretter wieder genauso "luftig"zu verbauen.

    Ich bin über jede Hilfe dankbar!

    Lg

  • Dampfsperre nein (0,0 Atmung)
    Dampfbremse schon eher

    Kommentar


    • Dazu gibt es recht vele Faktoren zu beachten und ist eben immner schwer aus der Ferne einzuschätzen (damit tun sich ja selbst die Handwerker vor Ort schon schwer, dies man unschwer an den vielen schimmelden Buden feststellen kann).
      Doch als erstens gibt es online U-Wert Rechner, da kannst du recht leicht deine Konstellation eingeben und berechnen lassen.
      Weiter kommt es auf den Dämmstoff und auf den Aufbau selbst an, ob dieser diffusionsoffen genug ist oder nicht, auch ob Feuchtigkeit aufgenommen und wieder abgegeben werden kann - Fakt ist jedoch von innen nach außen muss ein Aufbau diffusionsoffener werden.

      Mit einer Dampfsperre anzufangen ist ok, aber nur wenn perfekt verlegt wird, sonst mit einer Dampfbremse.
      Doch wernn die Möglichkeit wie bei dir besteht, würtde ich vom Dachboden aus dämmen (idealerweise das Dach) und in der Abhängung nur gegen den Schall eine dünne Lage Klemmfilz einlegen.


      Kommentar


      • Die Bretter am Dachboden sind doch leicht zu entfernen. Es genügt ja auch diese nur soweit zu öffnen, wie man darunter dran muss. Dann Deckendämmung rein.

        Kommentar


        • Hallo


          Vielen Dank für eure Antworten!

          Das die Dampfbremse die kleinen Fehler besser verzeiht und auch schon als "intelligente" Folienmembran beworben wird ,ist mir bekannt.

          Aber irgendwie kann ich mich so richtig dafür begeistern.

          Mit dem u-wert online Rechner habe ich mich auch schon beschäftigt,dort zählt aber schon die Lehmputz Decke als Diffusionsdicht (Sd-wert???),so das in diesen Modellen immer eine Sperre/Bremse notwendig ist.

          Den regionalen Trockenbauern ist zum Teil noch nicht mal bewusst,dass es Membran und Sperre gibt.Das haben wir immer schon so gemacht,wenn's feucht wird liegt's an der Verarbeitung usw....
          Klebeband und kitte auf 50jahre? Sorry aber irgendwie glaube ich nicht dran....?

          Ich werde wohl auf die Einblasdämmung verzichten,maximal den Klemmfilz einlegen um einen eventuellen Gitarren/Klangkörper Effekt zu vermeiden.

          Die Holzplanken im Dachboden aufnehmen und die Balken mit Kanthölzern passend zur Mineralwolldämmung, in waage aufstocken.

          Die Version habe ich schon mehrmals und auch nach Jahren noch trocken angetroffen.

          Vielleicht auch besser bei nachträglichen arbeiten in der abgehangenen Gipskarton-Decke.

          Den großen Dachboden zu Dämmen ist mir im Moment zu aufwendig,es handelt sich um ein Walmdach,mit Flachdach anstatt der Spitze.
          ​​​​​​​Da das Gebäude eh schon sehr groß ist,bin ich zurzeit mit einem Kaltdach zum Wäsche aufhängen zufrieden.


          Lg

          Kommentar


          • Versuchs mal mit einer Hanffüllung anstatt von Mineralwolle. Lädt sich besser verarbeiten und es ist ein nachwachsender Rohstoff.

            Kommentar


            • @ Robertozittau
              Was du so schreibst liest sich sinnvoll und wiederspiegelt auch meine Meinung.
              Statt regionalem Trockenbauer würde ich eher den regionalen Dachdecker fragen.

              Kumpel hat bei seinem 300 Jahre alten Haus zwischen die Balken je eine Reihe alte Lehmziegel gegen den Klangkörpereffekt gelegt
              und dann aufgefüllt mit Zellulose-Pellets als Schüttdämmung.

              Kommentar


              • Hallo Roberto,
                ich habe die Unterseite der Kellertreppe abgehängt und isoliert. Wie Wolfganng111 auch empfiehlt, habe ich Stopfhanf verwendet.
                Vorteile:
                1. Ist nicht schwer
                2. Fabelhafte Dämmungseigenschaften
                3. Man spart man sich die Bremsfolie
                4. Selbst wenn es feucht werden sollte, so trocket Hanf gut.
                5. Schwer brennbar
                5. Kein Schimmel
                Wenn auch Stopfhanf ein Naturprodukt ist, eine Maske beir der Bearbeitung empfehle ich dir trotzdem da es staubt.
                Als Decke habe ich Holz und kein Kunstprodukt verwendet. Weiss lasiert sieht top aus.
                Die Arbeit sieht man nur wenn man in den Keller geht, aber ich fühle mich wohler bei dem Gedanken "Natur" über dem Kopf zu haben
                Mehr Info unter: https://www.hanffaser.de/ Es ist keine Werbung!!!
                Grüße
                Zuletzt geändert von –; 05.08.2019, 08:13.

                Kommentar


                • Zitat von Salvatore52 Beitrag anzeigen
                  Mehr Info unter: https://www.hanffaser.de/ Es ist keine Werbung!!!
                  Definitiv ein Themenbezogener hilfreicher Link.
                  Zur Entkopplung der Bretter von den Balken im Dachboden kannst Du mit Hanfmattenstreifen sogar im gleichen Baustoff bleiben.

                  Ich werde demnächst (vermutlich in Wochen gemessen) Hanfmatten als Dämmung zwischen Bitumenestrich und Klickkork verarbeiten. Bei Interesse kann ich dann hier Verarbeitungserfahrungen posten.

                  Kommentar


                  • arathorn76 ,
                    würde ich sagen. Hier sind genug Hausbesitzer für die das interessant sein kann.

                    Kommentar


                    • Hallo

                      Vielen Dank für die Antworten.

                      Das mit den Naturbaustoffen ist ne feine Sache,nur leider auch vergoldet im Preis.

                      In meiner Region ist man schon froh über den Mindestlohn und versucht sich damit noch etwas zu erschaffen.
                      Die Material Preise sind durch den Bau Boom explodiert und an einen Handwerker ist erst garnicht dran zu denken...

                      Der einzige Vorteil,das man wie die ganzen Baustoffhändler auch,viele Materialien in Polen einkauft.

                      Lg

                      Kommentar


                      • Zitat von Robertozittau Beitrag anzeigen
                        Hallo

                        Vielen Dank für die Antworten.

                        Das mit den Naturbaustoffen ist ne feine Sache,nur leider auch vergoldet im Preis.

                        In meiner Region ist man schon froh über den Mindestlohn und versucht sich damit noch etwas zu erschaffen.
                        Die Material Preise sind durch den Bau Boom explodiert und an einen Handwerker ist erst garnicht dran zu denken...

                        Der einzige Vorteil,das man wie die ganzen Baustoffhändler auch,viele Materialien in Polen einkauft.

                        Lg
                        Hey, mal jemand aus meiner näheren Umgebung
                        Mit den extremen Preisunterschieden gebe ich dir Recht. Leider sind die Naturmaterialien oftmals im Vergleich zu den klassischen Baustoffen extrem teuer. Aber das mit der Hanfdämmung wusste ich noch nicht. Die Info kommt für mich zu spät. Habe nun in meinem Altbau schon alles Geplante durchgedämmt... Naja, dann will ich mal hoffen, dass ich sauber genug gearbeitet habe, bei der Folie...

                        Kommentar


                        • Jaha, der Preis regelt nunmal jedes Produkt! Doch in Mineralwolle ist ja auch vieles natürliches drin.

                          Kommentar


                          • Hallo

                            Der Preis bildet sich aus der Nachfrage und dem Marketing.

                            Öko , Bio und Naturprodukte,erst belächelt und nur was für langhaarige Aussteiger Typen und nun zum Mainstream Goldesel Produkt hochgejubelt.

                            Kalkputz Broschüren lesen sich wie ein Esoterik Prospekt,da wird sonst was dazu gedichtet.
                            Aber geliefert wird Weisszement inkl.zellulose + dubiose Mittel zur besseren Verarbeitung.
                            Nix mit Naturprodukt oder Luftkalkmörtel.

                            Lehmfarbe im Eimer.... unmöglich und das noch mit blauen Engel,der aber nur für den Eimer ,da der Inhalt mehr Gift als alles andere enthält.

                            Industrielle hergestellt und vom Preis vergoldet, was als wirkliches Naturprodukt ggf.nur paar Cent kostet. ( Luftkalkmörtel/kalkfarbe)

                            Lg

                            Kommentar


                              Robertozittau . " Natur "produkte sind nicht automatisch gesünder oder umweltfreundlicher als künstlich hergestellte. Oft werden die ursprünglich natürlichen Inhatsstoffe auch bis zur Unkenntlichkeit verändert, um brauchbare Eigenschaften zu erzielen und trotzdem als Naturprodukt beworben.
                              Wir haben unser Fertighaus 1995 ausgebaut. Nach Plan des Herstellers wurden alle Außenwände und die Geschoßdecken zwischen den Sparren mit Steinwolle A1 gedämmt. Hierauf wurde Dampfsperre getackert und alle Stöße sowie Leitungsdurchlässe mit kaschiertem Klebeband abgedichtet. Anschließend erfolgte der Innenwandaufbau.
                              In den 24 Jahren seitdem haben wir noch nirgends Probleme mit Feuchtigkeit oder Raumklima gehabt.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X