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Kellerwände mit Paneele verkleiden

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  • Kellerwände mit Paneele verkleiden

    Hallo zusammen,

    ich lese in diesem Forum schon ewige Zeiten mit, habe mich jetzt doch endlich entschlossen aktiv teilzunehmen, da ich einige Sachen vor mir habe.

    Nun zu meiner Frage.

    Wir wohnen in einem 4 Jahre alten Bungalow der voll unterkellert ist. Der Keller ist nur ca. 1m im Erdreich, der Rest ist überirdisch mit Wohnraumfenstern. Der Wände sind aus Porotonsteinen, die bisher nicht verputzt sind. Der Fußboden ist bisher nur Estrich mit Dämmung. Heizkörpersnschlüsse sind vorhanden, bisher noch keine Heizkörper montiert.

    Nun möchte ich beginnen den Keller auszubauen, da ich merke, dass der Platz zunehmend als Abstellraum für unnötige Sachen genutzt wird und alles nur irgendwie rumsteht.
    Das Verputzen des Gesamten Kellers sehe ich zu Kostenintensiv, daher möchte ich Raum für Raum machen. Ich hatte erst an Gipskartonplatten gedacht, aber das Nacharbeiten ( spachteln/schleifen), sowie Tapezieren und Streichen schreckt mich noch etwas ab.
    Also habe ich überlegt Holzpaneelen als Verkleidung zu nehmen. Hier fällt eine Nacharbeit weitgehend aus.
    Meine eigentliche Frage ist, wie die Unterkonstruktion hier aussehen sollte? Ist hier eine Dampfsperre/Bremse nötig? Dämmung oder Hinterlüftung? Der Keller ist komplett Trocken, beheizung ist möglich.

    Schon mal Danke fürs Zuhören:-)

  • Eine Hinterlüftung der Wandverkleidung im Kellerbereich ist immer anzuraten. Der Vorbesitzer meines Hauses hatte damals in einem Raum Rigipsplatten direkt auf das Kellermauerwerk geklebt. Obwohl mein restlicher Keller knochentrocken ist, kam es dort, wo die Platten verklebt waren, zu einer Taupunktverschiebung, das Mauerwerk war klatschnass und es hatte sich schon Schimmel gebildet. Erst nach über einem Jahr, nach dem wir die Platten entfernt hatten, hat sich die Feuchtigkeit im Mauerwerk mit viel lüften und heizen wieder auf normalem Niveau eingepegelt.
    Auch wenn dein Keller vermeintlich trocken ist, würde ich aus schlechter Erfahrung nie mehr ohne Hinterlüftung an den Außenwänden eine Wandverkleidung anbauen.

    Bei Bodenbelägen wie Laminat wird mittlerweile selbst bei normalen Geschossdecken geraten, eine Dampfsperre unter dem Laminat zu verlegen. Da steht es für den Kellerboden außer Frage.

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    • Hier kommt es sicher auch auf die Nutzung an.
      Willst du den Keller "nur" als Abstellräume nutzen, kannst du auch mit Rot/Weiß die Wände "kreativ" verputzen.
      Rot/Weiß ist ein Gipsputz den du mit der Glättkelle aufziehst und dann deiner Fantasie freien Lauf lässt.
      Du kannst mit Kelle oder Bürste eine Struktur in den Putz bringen ganz so wie du es magst.
      Das wäre die günstigste Methode, du kannst das Putzen" üben und es ist überstreichbar.

      Ansonsten wie ND geschrieben hat - aus schlechter Erfahrung nie mehr ohne Hinterlüftung. Ich sehe das auch so.

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      • Kann mich meinen beiden Vorredner nur anschließen, Hinterlüftung ist sehr wichtig.

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        • Ich danke euch schon einmal für die Antworten.

          Zur Info: Der Keller wurde als Wohnkeller geplant, daher auch 2,5m Raumhöhe und die Vorbereitung der Heizung. Wir sprechen hier von 7 Räumen mit ca. 120m2 Fläche. Hier sind teilweise Wandlängen von über 6m vorhanden, daher wollte ich verputzen vermeiden, weil ich das noch nicht gemacht habe und das Gefühl habe, dass auf diese Länge es einfach huckelig wird.
          Es soll ein Raum entstehen, in dem man einmal Feiern kann, eine Werkstatt, ein Hobbyzimmer in dem ich gerne ein Schlagzeug aufstellen möchte und ein Gäste bzw. Schlafzimmer für den Sommer.

          Ihr sagt Hinterlüftung.
          Also nun Lattung direkt auf Steine aufbringen, Hohlraum frei lassen. Keine Folie/Dämmung verwenden.
          Vielleicht Lüftungsgitter unten und oben einsetzen?

          Mfg Sascha

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          • Zum Thema verputzen mit Rot/Weiß: Trau dich da nur heran! Das ist nicht soooo schwierig und mit der Zeit bekommst du den Dreh raus und die Wände werden schick glatt Es gibt bei YT auch Anleitungen dazu. Wenn du mir ne pn schreibst, schicke ich dir gern mal nen Link zu

            Und zum Thema Paneele: Die sind ja bekanntermaßen Geschmackssache. Ansonsten gilt genau das, was du zuletzt geschrieben hast: möglichst senkrechte Lattung setzen, da die Luft grundsätzlich aufgrund der Thermik aufsteigt bzw. kalte Luft heruntersinkt, Lüftungsgitter können mal überhaupt nicht schaden und Folie halte ich bei einer solchen Verkleidung für absolut überflüssig. Du hinterlüftest ja die Wand und sorgst somit für den Feuchteaustausch. Die Luft ist ja ständig in Zirkulation. Dadurch kann das Holz Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Wenn da Folie vor ist geht das nicht mehr

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            • Verputzen ist auch nicht sooo schwierig. Ob ich im Keller einen Gipsputz oder lieber einen Kalkzement(leicht)putz nehmen würde... Vor dieser Frage stehe ich selbst auch gerade.
              Was ICH auf alle Fälle machen werde ist: lieber eine Putzschiene mehr setzen als das ein Könner täte.
              Die Putzschienen werden am Tag 1 mit Putzbatzen an die Wand geklebt und so ausgerichtet, dass sie alle in einer Ebene sind. Idealerweise senkrecht und mit rechtwinkligen Ecken. Dann wird der Putz mit ein wenig überstand aufgetragen (aufziehen oder anwerfen) und mit einer Schiene abgezogen.
              Die Schiene wird so geführt, dass sie auf zwei Putzschienen aufliegt. Somit wird die fertige Oberfläche so gerade wie die Putzschienen ausgerichtet wurden.
              Sobald der Putz dann angezogen hat kann er nach Belieben strukturiert werden.
              Wer keine Putzschienen in der fertigen Wand haben möchte müsste diese im Nachgang entfernen und die Streifen wo sie waren beiputzen.

              Und wenn Du mit deinem Hobbyraum anfängst kannst Du da üben, wo es voraussichtlich später am wenigsten stört wenn es nicht perfekt ist.

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              • Zitat von arathorn76 Beitrag anzeigen
                Verputzen ist auch nicht sooo schwierig. Ob ich im Keller einen Gipsputz oder lieber einen Kalkzement(leicht)putz nehmen würde... Vor dieser Frage stehe ich selbst auch gerade.
                Ich hab da so ein Gedanken an dem ich mich lang hangele:

                Unbewohnte, Lagerräume mit Zementputz, Wohnräume mit Gipsputz.
                Gipsputz aber auch nur weil die Wände sehr glatt werden und ich dann nur ein Malerflies kleben muss.

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                • Danke für deine Faustregel, Toby
                  Der Raum um den es bei mir geht wird Kinderzimmer. Die einzige Außenwand ist komplett überirdisch. Daher sind meine Überlegungen:
                  Bei Gipsputz kann sie leicht mal ein Poster mit Reiszwecken aufhängen.
                  Sollten Essensreste in der Ecke liegenbleiben ist die Schimmelgefahr höher (bitte nicht fragen).
                  Die Gipswand ist ziemlich Berührkalt.
                  Malerflies ist ein guter Grund dafür.
                  KZL-Putz ist resistenter gegen dagegenstoßende Dinge oder entlangkratzende Schreibtischstühle.

                  Andererseits habe ich mal Preise verglichen und kam je qm auf die folgenden Zahlen:
                  Gipskarton mit Ansetzbinder und Spachtel ca. 12€
                  Gipsputz mit Putzschienen ca. 6€
                  KZL mit Putzschienen ca. 8€

                  Ich weiß noch nicht, ob die Ziegelwand hinter dem vorhandenen (zwingend auszutauschenden) Putz egen genug für Gipskarton ohne Lattung ist, Lattung will ich aus mehreren Gründen absolut vermeiden. Dem höheren Preis steht hier die Zeitersparnis gegenüber.

                  Und um mal wieder die Kurve zur Eingangsfrage zu schlagen: den Teil der Wand, der unter der Erde ist, würde ich ungern mit einem Holzpaneel abdecken. Alles was ich gelesen habe brachte mich zu der Meinung: Wo Luftlücken im Wandaufbau sind, besteht Feuchtigkeits- und damit Schimmelgefahr. Diese müsste dann separat abgewendet werden (Dampfbremse oder Dampfsperre, Hinterlüftung...). Der Wandaufbau sollte bei Feuchtigkeitsgefahr durchgehend kapillar verbunden sein, damit die evtl. anfallende Feuchtigkeit durch die Wand an die Oberfläche transportiert und dort abgegeben werden kann. Ob das ein Putz oder vollflächig verklebte Platten sind ist relativ wurscht.
                  Ich hab mir auch Kalziumsilikatplatten angesehen. Da habe ich dieses in zwei Anleitungen (von einem Hersteller und einem Vertrieb für einen anderen Hersteller) explizit gelesen. Die Platten sind bei mir allerdings keine Alternative wegen Kosten (Minimum 25€/qm ohne Kleber und Spachtel) und Einschränkung bei der Oberflächengestaltung (idealerweise nur Silikatfarbe, "notfalls" eine leichte Papiertapete; diese Einschränkungen passen mir nicht zu einem Kinderzimmer, dass voraussichtlich in 4-6 Jahren altersbedingt komplett umgestaltet werden wird)

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                  • arathorn76
                    Wenn ich renoviere nehme ich, überall wo man Schimmel befürchten muß, nur noch Kalkinnenputz für Allergiker. Darauf kommt dann eine Lage Kalkglätte, die sich genauso dünn ausziehen lässt wie Gipsputz. Damit habe ich beste Erfahrungen gemacht. Allerdings braucht man dafür mehr Zeit, weil die Trocknungszeiten eingehalten werden müssen, die erheblich über denen von Gips liegen. Dafür hat man am Ende keine Probleme mehr mit Schimmelbildung, weil der auf Kalk nicht wachsen kann. Das schließt natürlich Tapeten auf Cellulosebasis aus!

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                    • liggle auch ein interessanter Hinweis, Danke

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                      • Zitat von Toby Beitrag anzeigen

                        Ich hab da so ein Gedanken an dem ich mich lang hangele:

                        Unbewohnte, Lagerräume mit Zementputz, Wohnräume mit Gipsputz.
                        Gipsputz aber auch nur weil die Wände sehr glatt werden und ich dann nur ein Malerflies kleben muss.
                        Ich persönlich würde aber im Kellerbereich keinen Gipsputz verwenden. Ich hätte bedenken, dass ich mir mit dem Gipsputz durch die hygroskopische Wirkung und der deutlich feineren Porung von Gips mir die Feuchtigkeit in die Wand ziehen würde. Bei Zementputz hätte ich wegen der gröberen Struktur deutlich weniger Bedenken, dass die Wand feucht werden könnte.

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                        • Zitat von Nightdiver Beitrag anzeigen

                          Ich persönlich würde aber im Kellerbereich keinen Gipsputz verwenden. Ich hätte bedenken, dass ich mir mit dem Gipsputz durch die hygroskopische Wirkung und der deutlich feineren Porung von Gips mir die Feuchtigkeit in die Wand ziehen würde. Bei Zementputz hätte ich wegen der gröberen Struktur deutlich weniger Bedenken, dass die Wand feucht werden könnte.
                          Da bin ich grundsätzlich bei Dir.

                          Aber, bei einem bewohnten Raum wird geheißt und gelüftet. Von daher ein kalkulierbares Risiko.

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                          • Die Meinung von Nightdiver teile ich. Für den Keller kein GIPS!! Ich habe in meinen Kellerräumen der vorhandenen (Gips)Putz bis auf die nackte Mauer abgeschlagen
                            und mit POPO (heißt wirklich so!) Sanierputz von Knauf ersetzt. (Tip von einem Fachmann für Denkmalsanierung erhalten) Zugegeben, es ist etwas schwieriger zu verarbeiten, aber mit etwas Hilfe von einem Bekannten Maurer ist es mir doch sauber gelungen. Die Wände können atmen und bleiben trocken!

                            Holz nimmt immer Feuchtigkeit auf. Im Sommer wenn es draussen heiss ist und der Keller kuhl, kondensiert die feuchte Luft und die Wände werden nass.
                            Im Sommer Kellerfenster zu, im Winter auf!!

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                            • Salvatore52 : Ja, genau dieser Sanierputz (wenngleich auch von einer anderen Firma) wurde mir auch von einem Fachmann empfohlen für meinen leicht feuchten Keller. Der Fachmann war allerdings im Auftrag meiner finanzierenden Bank bei mir und hat eine Begutachtung durchgeführt Den Rat werde ich definitiv befolgen. Hast du Tips zur Verarbeitung? Gern auch per PN

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