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Plötzlich Probleme mit Beize

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    Plötzlich Probleme mit Beize

    Hallo,

    Kann mir jemand weiterhelfen?

    Ich habe einen kleinen Shop und verkaufe Deko-Artikel.
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ID: 3969550
    Diese bestehen aus Fichtenholz - Bauholz. 3m x 14cm x 2cm


    Der Workflow ist seit einem Jahr wie folgt:

    Holz sägen.

    Holz Schleifen: P240 - P600 - Holz befeuchten - P1000

    Beize PALM Mahagoni dunkel auftragen; 2x für ein dunkleres Ergebnis.

    Renovo Sprühlack auftragen, 3 Schichten.


    Nun steht hier ein Stadtfest an, bei welchem ich einen Stand habe. Natürlich baue ich gerade wie ein Weltmeister, um Produkte anbieten zu können.

    Nun die Katastrophe: ich beize das Fichtenholz und es wird.... rosa... Da ist überhaupt kein Mahagoni erkennbar. Ich habe die Beize nochmal gekauft... wieder rosa. Sehr sehr hell. Je mehr Schichten ich beize, desto dunkler wird es natürlich... Aber auch die Ränder, an denen das Holz zugeschnitten ist. Die sind schon fast schwarz. Die Ränder nehmen die Beize immer besser an, egal, wie fein ich schleife. Dafür habe ich bisher noch nie eine gute Lösung gefunden.

    Ich habe ein Produkt lackiert. Auf dem Holz bildet die Beize... Kleine Punkte. Kann ich wegschmeißen. Als wenn die Beize nicht einzieht.

    Um folgende Fehlerquellen habe ich mir Gedanken gemacht:

    Zu feiner Schliff. - Seit einem Jahr klappt es immer nach P1000 und plötzlich nicht mehr?

    Das Fichtenholz ist irgendwie anders. - ich habe mir extra eine neue Fichtenholz-Latte gekauft, somit ist es neues Holz. Ich hatte aber noch nie eine Fichtenholz-Latte, bei der die Beize so reagiert hat.

    Ich benutze seit jeher immer die gleiche Beize und den gleichen Lack.


    Ich bin ziemlich unter Zeitdruck. In einer Woche ist das Stadtfest und ich schaffe es mit lackieren jetzt nur noch gerade so.

    Ich habe viele Produkte fertig, die auf das Beizen warten, traue mich aber gerade gar nicht, damit zu beginnen, weil ich Sorge habe, die auch noch zu "verunstalten".









    Vielleicht kann mit helfen?

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      Zur Verdeutlichung: Das Holz nimmt die Beize sehr unregelmäßig an. Und das Holz bleibt viel zu hell. Beachtet mal die Ränder....
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        Leider hab ich hier auch kaum eine Idee woran es liegen könnte (evtl. liegt es am Holz? Anderer Jahrgang mit eventuell mehr Terpenen in den Fasern?)

        Ich würde wenn die Zeit drängt eine Mahagoni Lasur kaufen.

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          So tief bin ich da nicht im Thema. Es könnte höchstens sein, dass Du jetzt eine Charge Fichtenholz erwischt hast, die eben anders auf die Beize reagiert.

          Allerdings schleifst Du auch viel zu fein. Mich wundert es, dass die Stücke früher so ausgesehen haben. Bei 180 ist eigentlich spätestens Schluss (nach dem beizen noch 240 um die restlichen Fasern zu entfernen) und die lackierten Flächen kann man dann feiner schleifen.

          Es könnte natürlich auch sein, dass die Rezeptur der Beize geändert wurde oder, wenn Du sie nicht neu gekauft hast, dass sie einfach um ist.

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            Bedeutet das, du schleifst das gebeizt Holz? Das mache ich nie. Wenn es gebeizt ist, trocknet es, und dann wird es lackiert....

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              Vom Workflow:

              Ich säge das Holz.

              Dann welches Schleifpapier? Ich benutze zuerst einen kleinen 125er Exzenterschleifer (P240), die restlichen Schleifgänge (P600 und P1000) mache ich dann per Hand.

              Mit welcher Körnung sollte ich anfangen? Und wie dann weiter?

              Mir würde ein konkreter Workflow für das Fichtenholz helfen. 1., 2., 3..... Bis zum lackieren.

              Ziel: das Fichtenholz ist am Ende dunkle Mahagoni, mit samtiger lackierter Oberfläche. Seidenmatt.

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                Warum ich so fein schleife, hat noch einen Grund. Beize ist nass. Das Holz quillt etwas auf. Und gerade diese welligen Sägekanten:
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                  Mit 180, dann das Holz wässern. Danach stellen sich die Fasern auf, die man dann mit einem frischen Korn abnimmt. Danach beizen und da es dann durchaus noch passieren kann, dass die Oberfläche nach dem beizen wieder etwas rauer ist, nochmal mit 240er drüber. Die aufgestellten Fasern und den letzten Schliff vor dem Lack dann aber per Hand durchführen. Der Exzenterschleifer trägt zuviel ab und drückt die Fasern wieder platt.

                  Dann der Lack mit Zwischenschliff.

                  Je feiner man schleift, desto schlechter nimmt die Oberfläche die Beize oder das Öl auf.

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                    Ich muss aber sagen, bei Fichte würde ich sogar eine Bürstenmaschine nutzen und mit einer 80er Rolle das weiche Holz ausbürsten. Das gibt einen Effekt den die Kunden fühlen können. Hab ich bei den Betten meiner Mädels gemacht.

                    Für deine kleinen Bretter bietet sich da der Bosch Texoro (glaube so heißt er) an.

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                      Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
                      ...

                      Für deine kleinen Bretter bietet sich da der Bosch Texoro (glaube so heißt er) an.
                      Ja, mit dem Texoro geht das prima.

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                        Das Problem ist, daß du viel zu fein vorschleifst. 180er fürs rohe Holz und wie oben bemerkt 240er nach dem Beizen vor dem Lackieren genügt vollkommen. Dann solltest du nach dem Lackieren eine einwandfreie Oberfläche bekommen.
                        Dass das Holz nach dem Beizen - auf der Fläche - rosa wirkt, hängt ebenfalls mit dem zu feinen Schleifkorn zusammen.
                        Für das Hirn mußt du die Beize wesentlich verdünnen, dann werden diese Partien auch nicht so dunkel. Dort liegen die Kapillaren des Holzes offen und nehmen ein vielfaches der Beize auf.

                        Du hast geschrieben, daß du einige Teile fertig zum Beizen hast und die Zeit drängt. Die fertigen Teile solltest du sorgfältig von Hand mit 180er anschleifen und dann beizen, und dann mit 240er von Hand egalisieren.

                        Ich muß jetzt zur Arbeit. Wenn ich morgen Zeit hab, schreib ich dir noch was dazu, aber so sollte es funktionieren. Das es mit der vorherigen Holzlieferung befriedigend funktioniert hat ( richtig gut kann es mit 1000er SChliff eigentlich nicht funktioniert haben ), liegt wahrscheinlich am Holz ( Harzgehalt, Wachstumsgeschwindigkeit ).

                        Wie gesagt, später mehr. Bis 06:00 Uhr bin ich erstmal anderweitig beschäftigt.

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                          OK, erstmal vielen Dank für deine Ausführungen.

                          Also ganz praktisch: ich Schleife mit einem Exzenterschleifer (was anderes habe ich gerade nicht) mit P180 über das Holz. Auch über das Hirnholz an der Seite. So lange, bis es sich glatt anfühlt.

                          Dann mixe ich mir in einer Flasche - sagen wir 50/50 Beize-Wasser an. Mit der verdünnen Beize gehe ich mit einem extra Pinsel an den Rändern lang. Die unverdünnte Beize trage ich auf das restliche Holz auf.

                          Dann 2 Stunden warte, bis die Beize getrocknet ist. Dann mit P240 nochmal vorsichtig über das Holz, ich nehme an, mit wenig Druck.

                          Dann lackiere ich das Holz wie gewohnt.

                          Ist das so richtig? Dann würde ich das so morgen früh an einem Testholz versuchen.

                          Nachtrag: für die Kanten benutze ich eine kantenfräse. Nun habe ich da immer das Problem, dass die Wellen im Hirnholz durch Wasser oder beize immer noch welliger werden. Ich versuche sie immer mit P1000 wieder glatt zu Schleifen.

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                          Zuletzt geändert von –; 21.05.2022, 23:15.

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                            Ja, so würde ich es mal versuchen, außer, die Wellen nach dem Beizen mit 1000er zu schleifen. Hier würde ich nach dem Beizen auch mit 240er leicht drübergehen.
                            Sollte das Hirn trotz der Verdünnung etwas dunkler geworden sein, kannst du das mit dem Schliff etwas korrigieren.

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                              Arne47 nach dem schleifen bitte wässern. Wässern bedeutet, dass Du einen nassen bis feuchten Schwamm oder ein Tuch nimmst, und damit in Faserrichtung über das Holz gehst.

                              Der Schwamm oder das Tuch darf natürlich nicht zu nass sein. Also es sollten sich nicht unbedingt Pfützen auf dem Holz bilden. Es geht nur darum, die Oberfläche so anzufeuchten, dass sich die Fasern aufstellen.

                              Dann wartest Du eine Weile und nimmst die aufgestellten Fasern mit einem frischen 180er Korn (also einem neuen Blatt Schleifpapier) ab. Danach erst beizen. Dann das 240er nehmen und Lack drauf.

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