Icon--down-black-48x48 IC-logout IC-up IC_check

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Profilhobeln oder Profilschabhobel? Hat das schon mal jemand gemacht?

Einklappen
X
Einklappen
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Profilhobeln oder Profilschabhobel? Hat das schon mal jemand gemacht?

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 5BBEB819-7BC3-4567-B960-002AFF17EEC2.jpeg
Ansichten: 216
Größe: 124,8 KB
ID: 3968290 Ich hab mal wieder ein Anliegen, mit der Bitte um Tipps und Erfahrungen.

    Bei einem aktuellen Projekt möchte ich ein einfaches Profil auf die Fronblende bringen.
    Vorbild ist ein kleiner Kleiderschrank aus den 1920iger Jahren (siehe Foto). Es ist ein kleines recht einfache gebautes Möbelstück.

    In der Spezial-Holzwerken Hobeln (Ausgabe 97; S.28ff) sind mehrere Wege vorgestellt um ein Profil hobeln zu können.

    Einmal wird ein Kombinationshobel Stanley No. 50 mit Profilhobeleisen vorgestellt. Allerdings ist dieser eher für schmale Kanten geeignet.

    Als zweites wird ein Profilschabhobel (No.66 Stanley) mit Reeding-, Beading- oder Fluting-Profileisen vorgestellt. Dieser läßt sich bauartbedingt besser auf einer planen Fläche führen.

    Und jetzt kommt die entscheidende Frage:
    Hat schon mal jemand einen solchen Hobel benutzt? Oder hat schon mal jemand selbst ein Profileisen hergestellt? Um Erfahrungen und Wissen wäre ich sehr dankbar!

    ​​​​​​​Grüße Ferdinand

    Ich denke mal, das ist Holzpauls Fachgebiet und er kann die hier wohl arbeiten helfen.

    Kommentar


      Zitat von Nachtuebernahme Beitrag anzeigen
      Ich denke mal, das ist Holzpauls Fachgebiet und er kann die hier wohl arbeiten helfen.
      Auf Holzpauls Expertise hoffe ich ebenfalls, aber es soll ja angeblich noch mehr Leute geben, die Hobel besitzen.

      Kommentar


        Ein paar Hobel hab ich ja auch, aber 'nen Profilhobel halt nicht.
        Würde gern helfen, aber sowas fräs ich auf der Tischfräse in der Schreinerei

        Kommentar


          In diesem Fall würde ich auch zum Fräsen tendieren. Wenn man Glück hat findet man auf Flohmärkten noch alte Profilhobel. - Aber das gleicht einem Sechser im Lotto...

          Kommentar


            Ferdy, du bist doch öfters im Workerspoint, oder wie das jetzt genau heißt.... Schau dir dort mal die Fräserköpfe an, vielleicht ist da was passendes dabei

            Kommentar


              Ich habe gerade letztens mehrere Hobel auf dem Flohmarkt gekauft wo auch Profilhobel mit abgeschrägter Kannte bzw. Nuten bei waren. Verwendet habe ich Sie allerdings noch nicht, sie stehen zur Zeit mehr oder weniger als Deko in der Werkstatt auf dem Regal. Wenn ich mal sehr viel Zeit haben sollte, wollte ich mich mit dem Hobeln generell mehr befassen, daher kaufe ich immer wieder Hobel auf dem Flohmarkt auf und tausche sie durch wenn Sie besser sind oder ich eine Art noch nicht habe. Auch kann man immer wieder im Kleinanzeigenmarkt mehrere Hobel im Paket schießen.

              Kommentar


                Tatsächlich war mein erster Gedanke auch: Oberfräse.

                Bei den „Kleinen“ OF (also mit 8mm Aufnahmen) ist die Auswahl an Fräsern relativ limitiert.
                Profilfräsköpfe auf einer Spindelfräse sind da schon bessere zur Auswahl.
                (Im Workerspoint muß ich mir dazu erst noch den Maschinenschein für dieses Gerät holen) Vor dieser Spindelfräse hab ich aber ungeheuren Respekt, das ist ein sehr gewaltiges Teil. Auch hier ist die Fräsung auf einen randständigen Zeil des Holzes limitiert.

                Hobeleisen könnte man mit etwas Talent jedoch auch selber zurecht feilen. Hab aber so etwas noch nie gemacht, ergo fehlt mir dazu auch die Expertise.

                Derweil hab ich aber auch was gefunden, was recht hoffnungsvoll klingt und für Veritas auch nen annehmbaren Preis hat: https://www.feinewerkzeuge.de/G-kratzstock.html

                Kommentar


                  Zitat von Krusse Beitrag anzeigen
                  Ich habe gerade letztens mehrere Hobel auf dem Flohmarkt gekauft wo auch Profilhobel mit abgeschrägter Kannte bzw. Nuten bei waren...
                  Ja so ein Konvolut hab ich auch mal aus einer Schreinereiauflösung geschossen. Und überlege ob man eines der Hobeleisen selber zurecht feilen könnte. Da eröffnen sich aber wieder neue Fragen: Ist der Winkel der richtige? Laufe ich eher Gefahr mein Holz zu zerstören als zu verzieren?

                  Kommentar


                    Zitat von ferdi_007 Beitrag anzeigen

                    Auf Holzpauls Expertise hoffe ich ebenfalls, aber es soll ja angeblich noch mehr Leute geben, die Hobel besitzen.
                    Also funktionieren wird es mit den Stainley Hobel:l No. 50, No. 45, No. 55 und No. 66 (Fence und Reeding). Bis auf den No. 66 habe ich alle mit kompletten Zubehör. Den 66er hat meines Wissens "Ichessblumen". Einen sog. Kratzstock habe ich nicht. Hatte eigentlich bis heute nichts mit Beadings am Hut. Nun habe ich es mal mit einem Stanley No. 50 probiert. Hierzu habe ich ein 5/16'' Beading Eisen (mittlere Größe) genommen. Wahrscheinlich sind eventuell deine Beadings kleiner.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: beading1.jpg
Ansichten: 125
Größe: 102,1 KB
ID: 3968434
                    Wenn du mit einem 66er Stainley liebäugelst, für diesen gibt es ein 3er-reeding und ist auf 3x1/8"" beschränkt. Also die Eisenauswahl ist auf eine gewisse Eisenbreite beschränkt. Was z.B. bei dem 50er nicht ist, da verstellbar. Hier gibt es standartmäßig 7 Größen von 1/8" bis 1/2''.
                    LG Paul

                    Kommentar


                      Moin Moin, höre ich da meinen Namen in Verbindung mit dem Stanleys No.66 ? Ja, ich habe damit u.a. Verzierungen in meine Kindermöbel „gekratzt“.
                      Erstanden hatte ich das Teil bei ebay.uk für glaube ich 50 Euro vor ein paar Jahren.
                      Passende Eisen habe ich dazu bei feinewerkzeuge.de gekauft. Dort gibt es einen Profilschabhobel bzw. Kratzstock von Veritas, dessen Eisen passen in den No.66. Aber den hast Du ja oben schon gefunden.
                      Für geschwungene Werkstücke führt daran kein Weg vorbei. Ich wüsste nicht, wie man das sonst mit einer Oberfräse bewerkstelligen sollte.

                      Ein bisschen üben und dann ist das eigentlich ziemlich einfach, sofern keine Äste im Wege sind.

                      Kommentar


                        Hallo Ferdi, ich glaube nun hast du die Infos mit welchen Hobeln es möglich wäre. Allerdings solltest du. wie ichessblumen schon schrieb. vorher ein bisschen üben. Die hier genannten Stanley Hobel sind eigentlich nur auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen. Man sollte vorher unbedingt abklären welches Zubehör dabei ist. Oftmals wird versucht Anbauteile und Hobeleisen extra zu verkaufen. Der 66er wird sehr selten angeboten und ich glaube das ichessblumen mit 50 Euronen auch Glück hatte. Der 50er (100 -120€) ist eine abgespeckte Version vom Klassiker dem 45er (200-250€). Der 55er (450-550€) dürfte flexibelste aller Kombinationshobel sein. Bei meinen Einschätzungen gehe ich von "kompletten Hobeln" in einem guten bis sehr guten Zustand aus.
                        LG Paul
                        Zuletzt geändert von –; 20.05.2022, 18:22.

                        Kommentar


                          Also Danke schonmal für die Rückmeldungen. Irgendwie war mir klar, daß du Holzpaul natürlich die richtigen Hobel inklusive dem passenden Zubehör zur Hand hast. Tatsächlich werde ich versuchen einen 66er oder ähnliches Derivat zu erstehen. Ich denke ohne ein bisschen Übung am Restholz wird es wahrscheinlich auch nicht gehen.

                          Diese Art von Zierelementen hat es mir angetan. Im modernen Möbelbau wird m. E. zu wenig verziert. Irgendwie geht das Bestreben meist Richtung „clean“ und glatte Oberflächen. Und dann muss oft der „Bauhaus-Stil“ als Vater des Designs herhalten. Doch selbst im Bauhaus-Stil gab es manchmal Verzierungen, die dem opulenten Jugendstil hinterher trauerten. Es muss nich immer die Form der Funktion folgen. Mit solchen schmalen Verzierungen kann man dem Möbel auch noch Akzente geben, die es schmaler oder größer wirken lassen.

                          Danke für die qualifizierten Antworten in solch einer Hobelniesche.

                          Kommentar


                            Hallo Ferdi, wenn deine Zierelemente sich auf gerade Beadings beschränken könnte man einen alten Hobel umfunktionieren, indem man das Hobeleisen dementsprechend zurechtfeilt. Man führt dann den Hobel an einer Leiste entlang und stellt ihn bei Bedarf immer tiefer. Man könnte sich auch fast jeden erdenklichen Hobel selbst bauen. Dieses würde allerdings den Rahmen hier etwas sprengen.
                            LG Paul

                            Kommentar


                              Ja. Tatsächlich ist ein Universalhobel vom 55er Ausmaß ein wirklich erstrebenswertes Ziel. Dann sich die passenden Eisen zurecht machen, ist dann schon die Grenze zur Kunst. Ich habe mir schon überlegt, ob ich einen alten Schrupphobel umfunktionieren könnte. Der hat ja von Natur aus einen steileren Winkel.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X