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Holzfensterrahmen streichen: Wie wird es richtig gemacht und was ist unbedingt zu beachten?

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    Holzpaul Wenn ich es mir aussuchen kann, wähle ich immer lösemittelhaltig. Bei den heutigen Rezepturen stellen die Lösemittel keine Gefahr mehr dar bzgl. Toxizität, zumal auch die wasserlöslichen durchaus nicht ohne sind.

    Bzgl. Verarbeitung ( Verlauf, Deckfähigkeit, Thixotropie ) und Qualität der fertigen Überzüge liegen lösemittelhaltige immer noch vorne. Außerdem sind sie beim eventuellen Überarbeiten pflegeleichter.

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      Das ist jetzt für den Anwender nicht besonders interessant, aber ich habe weder in meiner Ausbildung noch in der beruflichen Praxis je was von Beschichtungen mit wirklichem Blut gehört. Es gibt allerdings eine Pigmentierung, die auch vor mehreren hundert Jahren bereits angewendet wurde.
      Es wurde zum Färben der Anstriche Eisenoxid (III) verwendet. Die Farbe des mit diesem Pigment eingefärbten Anstriches ähnelt der Farbe der Lösung von rotem Blutlaugensalz ( Kaliumhexacyanoferrat (III)), also ein rötliches Braun.

      Wegen dieser Farbe, die an getrocknetes Blut erinnert und weil o. g. Salz unter anderem aus Blut und Knochen hergestellt wurde, wurden solchermaßen eingefärbte Lacke als Ochsenblutlacke bezeichnet.

      Das ist heutzutage kaum noch bekannt. Ich weiß es nur, weil mein Ausbilder ein alter Lackingenieur war, der während meiner Ausbildung in den 80ern bereits in den Ruhestand ging.
      Der hat mir unglaublich viel über alte Anstrichstoffe und deren Herstellung erzählt.

      Deshalb nehme ich an, daß die Annahme, Holz sei mal mit Blut gestrichen worden, ein Missverständnis ist und ein wie oben gefärbter Anstrichstoff gemeint ist.

      Wie gesagt ist das für moderne Anwender und Hersteller nicht interessant, eher ein geschichtlicher Exkurs.



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      • mit,
        Da muss ich dir jetzt leider wiedersprechen. Es wurden wirklich mit Blut, vorzugsweise von Rindern, Tür- und Fensterrahmen behandelt. Das beweisen historische Untersuchungen aus Hessen. Übrigens auch das einzige Bundesland wo man heutzutage noch diesen Farbton an Fachwerkhäusern findet. Es war wie vieles immer eine Frage des Geldes. Farben waren unheimlich teuer, das Blut von Rindern war im Gegensatz zu Schweineblut fast kostenlos weil die Metzger und Schlachter es nicht weiter verwendet haben. Übrigens, wusstest Du das die teuerste Farbe Blau war? Dafür mussten ja auch Edelsteine zerrieben werden.

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          Das glaub ich gern. Ich hab ja nur gesagt, daß ich darüber noch nichts gehört habe. Deshalb lag für mich der Schluß nahe, daß es sich um ein Missverständnis handelt, weil besagte Ochsenblutlacke schon sehr lange eingesetzt wurden. Das mit der blauen Farbe wußte ich tatsächlich schon.

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          • Dieser geschichtliche Exkurs ist sehr interessant. Ich selber habe davon noch nie gehört oder gelesen und nach euren Beiträgen hier im Forum versucht, etwas mit Hilfe von Google zu erfahren, um darüber mehr zu wissen. Hierbei habe ich einen kleinen Bericht über Weißenburg gefunden, eine kleine Stadt im mittelfränkischen Landkreis in dem ich auch zu Hause bin. Im zweiten Absatz wird mit ein paar wenigen Worten auch auf das Streichen mit diesem rötlich braunen Farbton eingegangen.

            Ich hoffe mein "OT Beitrag" passt trotzdem noch interessehalber in diesem Thread

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            • Zitat von mit Beitrag anzeigen
              arathorn76 Die Viskosität von Lacken wird üblicherweise mit dem Auslaufbecher eingestellt, indem der Becher definierten Volumens mit dem Lack gefüllt wird und durch eine Auslaufdüse im Boden ( z. B. 4mm Durchmesser ) auslaufen kann. Die Zeit, bis der Lackfaden abreißt, wird gestoppt und in x Sekunden bei x mm angegeben.

              Je niedriger die Viskosität ist, desto schneller läuft der Becher natürlich leer.
              Danke für die Erklärung

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