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Holzfensterrahmen streichen: Wie wird es richtig gemacht und was ist unbedingt zu beachten?

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    Holzfensterrahmen streichen: Wie wird es richtig gemacht und was ist unbedingt zu beachten?


    Quelle: Pixabay (lizensfreie Bilder)

    Holzfensterrahmen müssen gepflegt werden, d. h. sie sollten regelmäßig gestrichen werden. Nur so sind Holzfensterrahmen vor Witterungseinflüssen geschützt und Wind und Wetter können ihnen nichts anhaben.
    Wird der alte Anstrich erst mal rissig oder blättert ab, ist es dringend Zeit dafür die Rahmen mit einem neuen Anstrich zu versorgen. Ansonsten dringt möglicherweise Wasser ein und das Holz nimmt größeren Schaden an. Dabei können sich Pilze im Holz bilden und es beginnt zu faulen.

    Jetzt stellt sich die Frage wie gehe ich vor?

    Nimmt man für den Anstrich Farbe, Lack oder Lasur?
    Streiche ich mit dem Pinsel oder nehme ich einen Farbroller?
    Langt ein Anstrich oder sollte ich mehr Anstriche durchführen?
    Schleife ich eher grob oder fein den alten Anstrich ab?
    Soll die Bearbeitung der Rahmen eher im Sommer oder doch lieber bei kälteren Temperaturen stattfinden?
    Muss ich die Fenster nach dem Anstrich länger offen lassen oder kann ich sie wieder nach kurzer Zeit schließen?

    Wer von euch hat Holzfensterrahmen und diese auch schon mal neu gestrichen?. Eure Erfahrungen und Tipps würden helfen so ein Projekt sicher und erfolgreich anzugehen.

    Wir sind auf eure Antworten gespannt…
    Zuletzt geändert von –; 20.11.2020, 10:41. Grund: Lizenzfreies Bild wieder verlinkt

    Erstmal, willkommen zurück!

    Ich gehe davon aus, dass das wieder eine der Fragen ist, deren Antworten später in diese Wissensdatenbank aufgenommen werden sollen?
    Falls ja, macht es nicht Sinn, gerade bei diesen Themen Menschen zu fragen, die so etwas vielleicht täglich machen und damit ihr Geld verdienen?

    Ich tippe drauf, dass hier später gefühlt zehn verschiedene Wege stehen werden, wie man es machen soll. Und jeder Weg ist nur zur Hälfte richtig. Wenn man jedoch ein paar Schreiner fragt, erhält man fünf unterschiedliche Wege, die jedoch alle durch die Bank weg erprobt und bewährt sind (es wird definitiv Unterschiede zwischen Nord und Süd geben).

    Versteh mich nicht falsch, hier gibt es wirklich fähige Leute, aber gerade ein eher heikles Thema wie Fenster sollte man von der Vorgehensweise bzw vom Erklären her eher Profis überlassen. Und wir Heimwerker basteln das dann nach.

    Kommentar


      Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
      Erstmal, willkommen zurück!

      Ich gehe davon aus, dass das wieder eine der Fragen ist, deren Antworten später in diese Wissensdatenbank aufgenommen werden sollen?
      Falls ja, macht es nicht Sinn, gerade bei diesen Themen Menschen zu fragen, die so etwas vielleicht täglich machen und damit ihr Geld verdienen?

      Ich tippe drauf, dass hier später gefühlt zehn verschiedene Wege stehen werden, wie man es machen soll. Und jeder Weg ist nur zur Hälfte richtig. Wenn man jedoch ein paar Schreiner fragt, erhält man fünf unterschiedliche Wege, die jedoch alle durch die Bank weg erprobt und bewährt sind (es wird definitiv Unterschiede zwischen Nord und Süd geben).

      Versteh mich nicht falsch, hier gibt es wirklich fähige Leute, aber gerade ein eher heikles Thema wie Fenster sollte man von der Vorgehensweise bzw vom Erklären her eher Profis überlassen. Und wir Heimwerker basteln das dann nach.
      Also Rookie , weil du auf das Nord/Süd Gefälle anspielst .... wir im Norden, wir streichen unsere Fenster gar nicht. Nur die Rahmen ab und an.

      Kommentar


        Rookie, Du hast nicht richtig gelesen. Es geht hier um FENSTER streichen. Das macht kein Maler!

        Aber ich habe eine Anleitung dazu:

        Grob abschleifen, mindestens P40, sonst haftet nichts auf dem Fenster. Das Glas muss vor Kratzern fast milchig sein. Und entweder Kleisterpinsel oder so ne Lammfellwalze. Mit so kleinen Pinseln braucht man für ein großes Fenster viel zu lange. Am besten beide Seiten streichen. Schwarz hat sich bewährt, nachts sieht man da keine Straßenlampen mehr. Hat man da später Lust, sich Palmen oder Berge dranzumalen, sollte man die gleiche Art Lack verwenden. Und es sollten auf der Außenseite Außenfarben und innen Innenfarben verwendet werden. Sagt ja schon der Name.

        Ich habe auch schon gelesen, dass manche Leute auch Fensterrahmen streichen. Habe ich auch schon gemacht. Aber seither bekomme ich die Fenster nicht mehr auf. Egal, das schützt vor Einbruch.

        Sorry Gschafft, aber das musste sein

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          Oh Jungs... das war wohl ein nicht gelungener Einstieg zurück in Forum

          Ok... dann ändere ich mal erst die Überschrift des Themas ... jetzt, wo ihr es sagt, meine ich natürlich die Holzrahmen der Fenster. Das Nord- / Südgefälle ist aber doch gar nicht so schlecht. Die frische Meeresbrise greift möglicherweise das Holz etwas anders an als die südliche Bergluft.

          Und... möglicherweise gibt es im Forum ein paar Menschen, die uns die fachmännische Antwort liefern können, auch wenn sie damit kein Geld verdienen

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            Jaja, der alte Witz unter Malern: Chef, ich habs Fenster gestrichen. Soll ichs Holz auch streichen?

            Um mal eine ernsthafte Antwort zu geben: Es gibt 2 Ausgangssituationen. Entweder ist das Fenster lasiert oder lackiert. " Farbe" bezeichnet keinen Anstrichstoff, sondern einen Ton.
            Der Ausgangszustand und das gewünschte Ergebnis bedingen die Vorbehandlung.
            Ist eine deckende Lackierung gewünscht oder soll das Holz lasiert werden?

            Im ersteren Fall sind alle losen und blätternden Anstrichreste, ob Lack oder Lasur zu entfernen und die haftenden Anstrichreste so anzuschleifen, daß eine konturlose Fläche entsteht.
            Unebenheiten lassen sich übrigens sehr gut erkennen, wenn man Cellophanfolie um die Finger legt und damit über die Oberfläche streicht. So erfühlt man auch noch kleinste Fehler und kann diese anschließend egalisieren.

            Wir haben im Betrieb immer mit 120er geschliffen, bis alle Unebenheiten beseitigt waren und dann mit 180er endgeschliffen.
            Der Anstrichaufbau bei einem deckenden Lack ist: Mit Ventilationsgrund vorstreichen und 2x mit einem passenden Decklack beschichten.

            Der Auftrag erfolgt auschließlich mit einem guten (!) Pinsel. Bei der Verwendung von Röllchen hat man immer das Problem, daß sie i. d. R. breiter sind, als die Holzfläche und deshalb am Rand ungleichmäßig Überschuss auftragen.

            Es ist wichtig, einen guten Lack besonders mit gutem Verlauf zu wählen, umso besser wird das Ergebnis.

            Bei sehr alten Häusern hat man häufig das Problem, daß die Fenster mit vielen Lackschichten zugekleistert sind.

            In so einem Fall hilft nur, die alten Schichten bis aufs Holz zu entfernen und den Anstrichaufbau dann wie oben zu bewerkstelligen.

            Da es sich bei alten Fenstern fast immer um Öllacke handelt, ist die Entfernung mit Heißluft das Mittel der Wahl. Das geht am schnellsten und verursacht den wenigsten Dreck.

            Ist das Fenster dagegen lasiert und die alte Beschichtung nur noch in Fragmenten vorhanden und soll lasiert werden, muß die alte Beschichtung zwingend entfernt werden, da beim Lasieren sonst unweigerlich Farbtonunterschiede durch unterschiedliches Saugverhalten auftreten.

            Ist die alte Beschichtung entfernt und das Holz sehr ausgelaugt ( was meistens der Fall ist ), kann das Holz mit einem zur Lasur passenden Holzgrund - nicht Holzschutzgrund! - behandelt werden,
            Holzschutzgrund beinhaltet verschiedene Fungizide und ist für Innenräume nicht zu empfehlen!

            Alternativ kann auch die ausgewählte Lasur auf ca. 30"/4mm eingestellt und als Holzgrund verwendet werden.

            Die gewählte Lasur wird anschließend mind. 2x aufgetragen. Wie beim Lackieren steht und fällt das Ergebnis auch mit der Qualität der Lasur und des ( der ) Pinsel.

            Zum erreichbaren und notwendigen UV - Schutz sei noch gesagt, daß früher je dunkler desto besserer UV - Schutz galt.
            Moderne und hochwertige Lasuren werden heute mit farblosen Pigmenten in Blättchenstruktur versehen, die auch bei helleren Farbtöne ausreichend vor UV schützen.

            Diese Verfahrensweise haben wir im Malerbetrieb über viele Jahre angewandt und sie hat reklamationslos funktioniert.

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              Wow... vielen Dank mit
              Deine Antwort ist klasse und ich werde es bei einem Fenster im Keller meines Freundes versuchen. Der will seine Fensterrahmen bearbeiten und hat da leider genauso wenig Ahnung wie ich.

              Kommentar


                Sehr gerne. Wenn noch Fragen auftauchen, einfach melden.
                Was ich vergessen habe: Die Umgebungstemperatur sollte sicherheitshalber 5Grad C über dem Taupunkt liegen. Zu hohe Temperaturen sind eher kontraproduktiv, da der Anstrichstoff umso schneller Haut bildet und schneller mit einem abschließenden Pinselstrich " glattgezogen " werden muß. Ich sags mal so: Temperaturen unter 30 Grad sind ok.
                Zuletzt geändert von –; 12.07.2020, 21:23.

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                  Was machen denn dann diejenigen deren Fensterrahmen seit Ewigkeiten (Mittelalter) mit Stierblut (und das ist kein Scherz) behandelt worden sind?

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                    Vermutlich das gleiche wie die, deren Rahmen lasiert sind. Die Fermente, die den Überzug binden, sind genauso mit Wärme abzutragen wie modernere Beschichtungen.
                    Ich muß allerdings gestehen, daß ich in über 30 Jahren noch nie vor dem Problem blutgetränkten Holzes bei Fenstern gestanden habe.
                    Im Fall des Falles und wenn sonst nichts hilft: Abschleifen.

                    Kommentar


                      Prinzipiell ne klasse Anleitung, aber was bedeutet dieses Schnippselchen bitte?

                      Zitat von mit Beitrag anzeigen
                      Alternativ kann auch die ausgewählte Lasur auf ca. 30"/4mm eingestellt [...] werden.

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                        Erst Fenster, dann Fensterrahmen ??? Auf dem Bild sehe ich nur Klappläden !!! Ja was denn nun?
                        mit Tolle Beschreibung!!! Was mich noch interessieren würde: Lack bzw. Lasur lösemittelhaltig oder auf Wasserbasis?
                        Wolfgang111 Anstriche mit Ochsenblut kenne ich nur noch von alten Möbel. Fensterrahmen aus dem Mittelalter könnten auch noch mit Fäkalien eingefärbt sein, da es zu dieser Zeit keine Kanalisation in den Häusern gab und jeder seinen Sch...eimer aus dem Fenster schüttete.
                        LG Paul

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                          Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
                          Erst Fenster, dann Fensterrahmen ??? Auf dem Bild sehe ich nur Klappläden !!! Ja was denn nun?
                          mit Tolle Beschreibung!!! Was mich noch interessieren würde: Lack bzw. Lasur lösemittelhaltig oder auf Wasserbasis?
                          Wolfgang111 Anstriche mit Ochsenblut kenne ich nur noch von alten Möbel. Fensterrahmen aus dem Mittelalter könnten auch noch mit Fäkalien eingefärbt sein, da es zu dieser Zeit keine Kanalisation in den Häusern gab und jeder seinen Sch...eimer aus dem Fenster schüttete.
                          LG Paul
                          Möglich ist das, was mich da immer mit am meisten wundert, ob Blut oder Sch..., Das muss fürchterlich gestunken haben.

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                            Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
                            Erst Fenster, dann Fensterrahmen ??? Auf dem Bild sehe ich nur Klappläden !!! Ja was denn nun?
                            ...
                            Ja... such dir aus was dir am Besten gefällt. War wohl leider eine multifunktionale Fragestellung. Aber die Antwort von mit hat mir absolut weitergeholfen und darüber habe ich mich sehr gefreut.

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                              arathorn76 Die Viskosität von Lacken wird üblicherweise mit dem Auslaufbecher eingestellt, indem der Becher definierten Volumens mit dem Lack gefüllt wird und durch eine Auslaufdüse im Boden ( z. B. 4mm Durchmesser ) auslaufen kann. Die Zeit, bis der Lackfaden abreißt, wird gestoppt und in x Sekunden bei x mm angegeben.

                              Je niedriger die Viskosität ist, desto schneller läuft der Becher natürlich leer.

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