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    Hallo liebe Community,

    ​​​​​​Ich habe heute drei Baumscheiben von einer Birke bekommen. Sie sind ca. 50cm im Durchmesser, 4 cm Dicke und besitzen noch ihre Rinde.
    Diese möchte ich nun zu Tischen, bzw. Hockern weiterbauen.
    Nun meine Frage:
    Da diese frisch sind und noch Restfeuchte haben, kann ich sie momentan nicht ölen.
    Kann ich den Trocknungsprozess überspringen, indem ich sie vollständig mit Epoxyharz überziehe. Natürlich soll dabei verhindert werden, dass sie reißen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Philipp

  • Wenn Du die Scheiben mit Epoxidharz überziehst, wie soll dann die Feuchtigkeit aus den Scheiben heraus kommen. So geht das leider nicht. Du musst die Scheiben zuerst trocknen, versiegle die beiden Schnittflächen, dann geht die Feuchtigkeit seitlich durch die Rinde raus und die Gefahr des Reissens wird gering.
    Geeignete Mittel zum Versiegeln findest du zum Beispiel bei Drechslerbedarf.

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    • Die Versiegelung kannst Du auch mittels eines Anstrichs mit ganz normalem Weißleim machen.

      Was Du allerdings auch brauchst, ist jede Menge Geduld, denn bei nur 4 cm Dicke wird es sehr lange dauern, bis die Scheiben durchgetrocknet sind.

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      • Geht das bei dickeren denn schneller?

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        • Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen
          Die Versiegelung kannst Du auch mittels eines Anstrichs mit ganz normalem Weißleim machen.

          Was Du allerdings auch brauchst, ist jede Menge Geduld, denn bei nur 4 cm Dicke wird es sehr lange dauern, bis die Scheiben durchgetrocknet sind.
          Jou, pro Zentimeter ein Jahr. Nach Adam dann in Zwei Jahren reif für die Beine.

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          • kannst aber auch schau´n, ob ein Schreiner in deiner Nähe eine Trockenkammer hat und dir die Scheiben mit reinlegt

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            • Das Hauptproblem ist nicht das Trocknen selbst, sondern die zu erwarteten Risse in der Baumscheibe. War glaube ich schon mehrfach Thema hier. Diese entgegenzuwirken gibt es einige verschiedene Ansätze. ich finde diese Methode am besten; Die Risse bilden sich erst nach und nach beim Trocknen. Der erste entstehende Riss entsteht durch die größte Spannung im Holz und entsteht im Kern und verläuft nach und nach Richtung aussen. Diesen angefangenen Riss mit einer Säge komplett durchsägen das man zwei Halbscheiben hat und diese wieder zusammenleimen. So ist mal die Spannung zum größten Teil herausgenommen. Man umspannt die Baumscheibe mit einem starken Spanngurt um die Leimfläche zu verpressen und bei der weiteren Trocknung weitere Risse vorzubeugen.
              LG Holzpaul

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              • Zitat von PhiSch Beitrag anzeigen
                Kann ich den Trocknungsprozess überspringen, indem ich sie vollständig mit Epoxyharz überziehe
                Von diesem Plan würde ich aus zwei Gründen abraten.
                a) Epoxi mag kein Wasser. Wenn Du Glück hast funktioniert die Beschichtung und Du landest bei Problem b). Wenn Du aber Pech hast härtet das Epoxi nicht sauber aus, oder eine Schicht Epoxi härtet außen aus, aber innen hast Du eine schmierige, rötliche Schicht die nicht gut an der äußeren haftet. Das wäre sozusagen ein teurer und komplizierter Weg, um das Holz in eine Plastikfolie zu verpacken. Ob die dann dicht ist oder Löcher hat ist nochmal ne Frage
                b) Wenn Du das Holz samt Feuchtigkeit versiegelst kann dir unter Umständen das Holz vergammeln. Immerhin würde es sich dank Epoxiverpackung kaum im Raum verteilen und Du hättest einen kompackten Block zum Entsorgen

                Zum Vorgehen beim Trocknen hast Du ja schon kompetente Hilfe bekommen

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                • Das Versiegeln des Hirnholzes hat eigentlich nur die Aufgabe die Trocknung zu verlangsamen. Eine langsamere Trocknung wirkt zwar einer Rissbildung entgegen aber dann sollte man sehr viel Geduld haben. Die Daumenregel besagt 1cm pro Jahr, allerdings von den belüfteten Seiten. Bei einer versiegelten Baumscheibe von 50cm wären das theoretisch 25 Jahre. Deshalb werden Bäüme zum Trocknen vorher in Dielen aufgetrennt. Hinzu kommt noch die Belüftung des Holzes. Eine unbelüftete Garage ist eher kontraproduktiv. Am besten gegen Regen geschützt an einen luftigen Unterstand, (Selbst Brennholz wird nicht im Keller getrocknet) Die Baumscheiben sollten flach aufeinander gelegt werden und jeweils dazwischen mit zwei Holzzulagen (Dachlattenreste) als Abstandshalter gelagert werden, sodas Ober- und Unterseite genügend "Luft" haben. Hierzu sollte man die Spanngurte gespannt lassen und diese ab und zu auf Spannung überprüfen.
                  LG Holzpaul

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                  • Bei meinen Scheiben, die ich zu Hockern verwenden will, habe ich mal probiert, den Kern mit einem Forstnerbohrer auszubohren, damit die Spannung gar nicht erst aufkommt. Bis jetzt nach 3 Jahren sind sie zwar Rissfrei, aber doch etwas verzogen. Die Nächsten muss ich dicker absägen.Die Rinde habe ich immer weggemacht, weil ich Angst habe dass es von aussenher schimmeln könnte.

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                    • TE ???????
                      Ich schiebe trotzdem mal diesen Thread nach oben, da zur Zeit wieder ein Thread zur Holztrocknung eröffnet wurde.
                      LG Holzpaul,der mit dem Holz tanzt

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                      • Der TE ist ein "Neuer"... aber abgesehen davon ist der Thread hier auch weiterbildend für Leute wie zB. mich

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                        • aber es ist halt schon schade, wenn einer eine Frage stellt, sich unsere Leute bemühen und derjenige sich dann gar nicht mehr meldet

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