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Altbautür und Zarge anschleifen und Lackieren (Arbeitsweise und Geräte)

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  • Wow vielen Dank erstmal an alle. Ich werde im ersten Schritt erstmal die Maschinen und Schleifschwämme recherchieren und die Vorgehensweise besprechen.
    Der Verdacht hat sich somit erhärtet, dass das Ganze wohl sehr aufwendig wird.

    Zitat von Holzhugo Beitrag anzeigen
    Kommt auch darauf an welches Schönheitsempfinden Du hast. Die Türen sehen aus wie mindestens 5-6 mal lackiert so dick klebt die Farbe drauf. Die bestimmt schöne Tür wird mit dem nächsten Überstreichen nicht schöner auch wenn Du gut anschleifst. Ist es Eigenbesitz oder wohnst Du zur Miete? Wären es meine Türen würde ich mir die Arbeit machen. So wie Maggy vorgeschlagen hat mit Beize die alten Anstriche ablösen und dann schön schleifen.. Dann kannst Du immer noch entscheiden ob Du die Türen vielleicht nicht sogar in Holzoptik lassen oder mit Dekorwachs (weiß) behandeln willst. In Verbindung mit neuen Beschlägen die vom Alter her zur Tür passen ist das ein Sahnestück Deiner Wohnung.
    Ja ich vermute etliche mal lackiert.
    Hier nochmal ein paar Bilder wo man deutlich sieht mit welcher "Qualität" 1993 mal diese Tür das letzte mal lackiert wurde.
    Ansonsten: Die Wohnung ist Eigentum der Familie wir können vorgehen wie wir möchten.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_20190606_115950.jpg Ansichten: 1 Größe: 89,0 KB ID: 3786329Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_20190606_120005.jpg Ansichten: 1 Größe: 72,1 KB ID: 3786330Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_20190606_120023.jpg Ansichten: 1 Größe: 82,0 KB ID: 3786331Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_20190606_120048.jpg Ansichten: 1 Größe: 63,8 KB ID: 3786332
    Zuletzt geändert von –; 06.06.2019, 12:18.

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    • Sieht übel aus...ist aber auch eine Herausforderung an deren Ende echter Schaffensstolz stehen könnte...

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      • Also ich würde die Türen und Zargen ablaugen das spart schon mal einiges an Schleifarbeiten.
        Und wenn man die Natronlauge selbst herstellt, hält sich das preislich auch in Grenzen.

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        • Bei aller liebe zum Schleifpapier, da sehe ich wirklich nur eine Möglichkeit um die Türen in einen ansprechenden Zustand zu bringen. Ablaugen!!! Du lebst wahrscheinlich noch die nächsten Jahrzehnte in der Wohnung (so Gott will) und da würde ich einen glatten Schnitt machen. Die Türen erstklassik aufbereiten und Du hast lange Deine Freude dran.
          Nur mal als Anhaltspunkt, es gibt professionelle Ablaugereien, die verlangen pro Türe zirka 60 Euro. Du darfst natürlich auch selber ran aber mit den Zargen hast Du ja auch noch genug zu tun.

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          • Kann man so oder so sehen. Wenn die Türen richtig alt sind, ist das Holz darunter nicht glatt und eben, sondern so wie es der Schreiner damals gemacht hat. Viele Lackschichten haben Spalten an den Stößen verklebt und kaschiert.

            Laugt man nun ab, kommen die Sünden des händischen Baus eventuell hervor. Und dann geht es richtig los. Schleifen, spachteln, schleifen. Grundieren, spachteln, schleifen, abwaschen, grundieren, lackieren, evtl. nochmals nacharbeiten und lackieren. Beim ersten Türe zuschlagen kommt der erste Riss an den Fugen. Nach paar Jahren wieder schleifen, spachteln und grundieren und wieder lackieren. Irgendwann sind Risse zugelackt, aber die Oberfläche sieht mittlerweile auch nach Hammerschlag aus.

            Es könnte mit komplett ablaugen gehen, aber sobald Äste im Holz sind, gibt es einfach unschöne Oberflächen. Und die Äste können auch in den Profilen sitzen. Nach dem Ablaugen muss kräftig geschliffen werden, denn damals wurde gehobelt aber garantiert nicht bis zur absoluten Feinheit. Insbesondere die Profile an den Kassetten. Und diese eher roh. Da wurde schon beim ersten Mal ne zähe Grundierung verwendet, die Holzfasern überdeckt hat.

            Also könnte man den Schliff auch auf dem Lack machen. Und der Vorteil ist, man sieht Unebenheiten sehr gut. Wo es glänzt ist noch die alte Lackoberfläche. Wo es matt ist, ist es glatt und eben. Und man hat den guten Untergrund.

            Je Türe dauert das Abschleifen mit Exzenter und Rutscher vielleicht 1 Stunde für beide Seiten. Wenn man hingegen mehrmals spachtelt und mehrfach schleift, kann das in einige Stunden gehen. Und wenn man da nicht perfekt arbeitet, sieht man unter dem neuen Lack die Stellen auch durch.

            Das sind herrliche alte Türen, wie sie ein Handwerksmeister vor 100 Jahren schuf. Warum sollten diese nicht auch nach altem Handwerk aussehen dürfen?

            Man kann auch die Vorarbeiten selbst erledigen und einen Maler das Lackieren machen lassen. Das sollte für 200 Euro je Türe machbar sein. Ziehe ich aber Ablaugen, Spachtel und zusätzliche Grundierung und evtl. zweiten Lackauftrag ab kostet mich so eine Türe dann vielleicht noch 120 Euro beim lackieren lassen. Und ich habe hinterher richtig gute Türen.

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            • die sehen echt übel aus, aber wenn die ordentlich gemacht werden, hast du kleine Schmuckstücke - ich liebe solche Türen

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              • Tja, jetzt steht User030 vor der Fragen aller Fragen, wat mach ich nun? Und, was investiere ich an Zeit und Geld. @ Rainerle: Von "Sünden des händischen Baus" würde ich aber nicht sprechen wollen, zur damaligen Zeit gab es einfach keine besseren Möglichkeiten ganz zu schweigen von den nicht vorhandenen Maschinen. Dennoch halten solche Türen bei richtiger Behandlung sehr lange und erhaltenswert sind sie auf jeden Fall. Ich bleibe bei meinem Ratschlag, lieber jetzt eine Komplettsanierung, als immer nur halbe Sachen zu machen. Dann hat User030 erstmal Ruhe und steht nicht beim nächsten Türanstrich in x Jahren vor dem gleichen Problem.

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                  Wenn die Türen wieder lackiert werden sollen, wäre es m. M. n. richtig, die Türen ordentlich zu schleifen, also alle Nasen, Pinselriefen u. ä. rausschleifen und anschließend mit guter Vorstrichfarbe streichen, Zwischenschliff und anschließend mit einem Lack mit gutem Verlauf und guten (!) Pinseln lackieren. Die Farben und Pinsel findest du im Fachhandel und diese sind eine sehr gute Investition. Die Qualität der Pinsel wird leider viel zu oft stiefmütterlich behandelt. Diese ist aber in genauso großem Maß ausschlaggebend für die Qualität des Ergebnisses.
                  Wenn du ins Auge fasst, die Farbe komplett abzunehmen und einen vollkommen neuen Anstrichaufbau zu machen, könntest du es auch mit einer Heißluftpistole versuchen. Der letzte Anstrich erfolgte 1993 und was dabei für eine Farbe verwendet wurde, steht in den Sternen. Die Türen sind allerdings so alt ( und schön und somit auch erhaltenswert ), daß die ersten Farbschichten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus alten Öllacken bestehen und die lassen sich mit Wärme sehr gut abheben. Falls die darübergelegten Schichten keine Thermoplasten sind, spielt das keine Rolle, denn wenn sich die Unterschichten durch die Hitze abheben, gehen die oberen Schichten dann mit ab. Versuch doch einfach mal an einer Tür, ob die Farbe unter Hitzeeinwirkung mit der Pistole Blasen wirft. Ist dem so, kannst du es auch mit der Pistole versuchen. Das verursacht erheblich weniger Dreck als Schleifen und du kannst danach einen Anstrichaufbau wählen wie gewünscht.
                  Für die Rundungen der Kassetten und die Ecken besorg dir Kittspachtel in verschiedenen Ausführungen, spitz und breit, und du bekommst die Farbe relativ schnell herunter.
                  Diese Spachtel kosten nicht die Welt und in Verbindung mit der Pistole bekommst du die Farbe effektiv herunter. Das haben wir in ähnlichen Fällen sehr häufig so praktiziert.
                  Der Zeitaufwand mit der Heißluftpistole beläuft sich pro Tür beidseitig auf etwa 2 Stunden und für die Zarge nochmals auf eine Stunde.
                  Bezogen auf die Kosten für das ( fremd-) ablaugen ist das eine überlegenswerte Alternative und auch für einen Laien durchführbar.

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                  • Zitat von Holzhugo Beitrag anzeigen

                    Genau darum habe ich das mit der Nase angemerkt Rainer. Ein Bastler mit wenig bis keiner Erfahrung mit dem Lackieren tut sich bestimmt leichter wenn er die Türe aushängt und auf zwei Böcke legt. Selbst ein Profi hängt die Türe aus.
                    *Link entfernt - AGB beachten*
                    good
                    Zuletzt geändert von –; 11.06.2019, 09:26. Grund: Link entfernt - AGB beachten

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                    • Zitat von MichaelLemberg Beitrag anzeigen

                      *Link entfernt - AGB beachten*
                      good
                      Hallo Michael, ich denke, hier will niemand teure Natursteinprodukte Deiner Werbung kaufen, hier wird selbst Hand angelegt.
                      Zuletzt geändert von –; 11.06.2019, 12:22. Grund: Link im Zitat entfernt

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                      • Holzhugo deshalb die „Sünden“ in Anführungszeichen, das war damals einfach so und zumindest bei Türen vollkommen ausreichend. Und ich finde auch nichts schlimmes daran, habe lediglich Bedenken, wenn man die Farben komplett entfernt. Dann fängt m.E. die Arbeit erst richtig an.

                        mit - auch ne Idee mit Hitze. Allerdings stinkt das gewaltig, also unbedingt im Freien machen.

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                        • Hi,

                          hier jetzt mal meine Rückmeldung. Vielen Dank nochmal.
                          so nun wurden hier und anderswo etliche Methoden empfohlen wie diese Arbeit zu verrichten ist.
                          Die meisten sagten Abbeizen > Schleifen > Lackieren.
                          So haben wir die Kammertür als Testobjekt ausgehangen und mit "Molto Abbeizer Gel 1 L" (https://wwww.molto.de/produkt/molto-power-abbeizer/)
                          eingepinzelt, ein Folie eingepackt und 4,5h später mit Spachtel und Messing-Drahtbürste bearbeitet.

                          Fazit:
                          1. keine resistente Farbschicht bei den Lackschichten dabei
                          2. man muss wohl mehrere Durchläufe machen
                          3. in den Ecken und Fugen ist Silikon oder irgendwas verarbeitet worden was echt schwer ab geht wenn man das Holz nicht beschädigen will

                          So wie dir Tür jetzt ist (siehe Bilder) soll das ganze jetzt im zweiten Schritt an-geschliffen und dann lackiert werden.

                          Sollte ich jetzt besser noch ein zweites mal abbeizen? Oder bringt das nicht mehr so viel?
                          Gibt es da einen besseren Abbeizer der empfohlen werden?
                          Hat jemand eine Idee wie ich das Zeug aus den Fugen (Silikon oder Acryl keine Ahnung) abbekomme?
                          Die Fugen und kleinteiligen Flächen würde ich dann von Hand mit "Schleifschwamm Set Bosch"
                          (https://www.hornbach.de/shop/Schleif...1/artikel.html) machen.
                          Auch hier wäre ich für Ideen zur Vereinfachung bzw. Beschleunigung der Arbeit dankbar.

                          Wenn das Testobjekt fertig und zufriedenstellend ist bearbeiten wir alle anderen Tür der Wohnung genau so.

                          Vielen Dank und Grüße

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2.jpg Ansichten: 1 Größe: 318,9 KB ID: 3797176


                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 1.jpg Ansichten: 1 Größe: 405,1 KB ID: 3797177






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                          • Wenn Du schon angefangen hast, mache so weiter. Abbeizen bis nichts mehr drauf ist. Reste abschleifen. Das Silikon ist definitiv keines. Sicher auch kein Acryl sondern Holzkitt in irgendeiner Art. Wenn es bröselt mit nem Stechbeitel mechanisch entfernen. Ich würde es maximal auslachten und ordentlich abschleifen. Dann grundieren und nachspachteln und schleifen. Erneut grundieren. Dann lackieren.

                            Mir graut vor diesem unsäglichen Aufwand.

                            Ich hätte nur glatt geschliffen und alles darunter gelassen wie es ist. Was soll’s ...

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                            • Zitat von Rainerle Beitrag anzeigen
                              Wenn Du schon angefangen hast, mache so weiter. Abbeizen bis nichts mehr drauf ist. Reste abschleifen. Das Silikon ist definitiv keines. Sicher auch kein Acryl sondern Holzkitt in irgendeiner Art. Wenn es bröselt mit nem Stechbeitel mechanisch entfernen. Ich würde es maximal auslachten und ordentlich abschleifen. Dann grundieren und nachspachteln und schleifen. Erneut grundieren. Dann lackieren.

                              Mir graut vor diesem unsäglichen Aufwand.

                              Ich hätte nur glatt geschliffen und alles darunter gelassen wie es ist. Was soll’s ...
                              Dieser Kit / Silikon was auch immer ist nicht spröde sondern Gummiartig.

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                              • Da kommt ja ein richtiges Schätzchen zum Vorschein. Ich glaube die Mühe lohnt sich User030.

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