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Quer zur Faser fräsen

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  • Quer zur Faser fräsen

    Hallo zusammen,

    wenn ich eine 5mm Rundung an der Außenkante einer Fichtenplatte quer zur Faser fräse erhalte ich
    * ungleichmäßigen Abtrag (welligen Abtrag)
    * und vor allem stellweisen sehr rauhe, aufgebrochene
    Stellen, so als wäre der Fräser "gehüpft".

    Zur Arbeitsweitsweise:
    Ich hab meine POF1400 im Frästisch eingespannt.
    Ich benutze einen 5mm Rundfräser mit Kugellager (Fräserende).
    Ich führe die Holzkant mit gleichmäßiger Geschwindigkeit am Kugellager entlang.
    (Nicht zu langsam, damit ich keine Brandstellen bekomme).
    Das Brett ist einigermaßen (nach Augenschein) gerade.

    An was kann das liegen ? Welligkeit und rauhe Stellen ?

    Oder anderstherum, wie macht ihr das, um schöne gleichmäßge Fasen / Rundungen zu erhalten (auch quer zur Holzfaser)?
    Gibt es da Tricks ? Wie werden die Flächen, quer zur Faser, schön glatt und sauber (wie jene in Längsrichtung zur Holzfaser)?

    Viele Grüße und im voraus schon mal Danke für eure Tipps !
    Albatros


  • Dieses Fichtenholz ist bei sowas problematisch durch die hohen Dichte- und Festigkeitsunterschiede in der Maserung.

    Mit welcher Drehzahl arbeitest Du? Welche Fräser benutzt Du? Ich denke wenn Du keine wirklich guten Fräser hast, hast Du schon verloren.

    Evtl versuche mal statt am Kugellagen gegen einen Anschlag zu arbeiten. Da kannst Du besser und gleichmäßiger Druck ausüben. Die leichten Festigkeitsunterschiede im Holz können schon zu unterschiedlichem Anliegen des Kugellagers führen.

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    • Hallo,

      Die POF 1400 steht auf ca 5 also mittlere Drehzahl....und der Fräser ist vom Sautershop...also keine Billigware.

      ​​​​​​Das mit dem Anschlag habe ich auch schon umgesetzt. Ich habe quasi den Anschlag so montiert, dass ich das Kugellager nicht mehr berühre. Das Ergebnis ist leider das gleiche.

      Was ich allerdings noch habe ist eine Fräserverlängerung.

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      • Ob die Verlängerung was bringt, bezweifle ich. Zumal die Länge übehaupt nicht das Problem ist. Ich habe beim Fräsen am Stirnholz übrigens die gleichen Probleme. Nicht ständig, aber es kommt vor. Die einzige Idee, die ich dazu habe, ist die Fräsungen in mehreren Durchgängen zu machen. Aber sicher wird Holzpaul weiterhelfen können.

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        • Zitat von chief Beitrag anzeigen
          Ob die Verlängerung was bringt, bezweifle ich. Zumal die Länge übehaupt nicht das Problem ist. Ich habe beim Fräsen am Stirnholz übrigens die gleichen Probleme. Nicht ständig, aber es kommt vor. Die einzige Idee, die ich dazu habe, ist die Fräsungen in mehreren Durchgängen zu machen. Aber sicher wird Holzpaul weiterhelfen können.
          Das wären noch zwei Punkte. Die Verlängerung möglichst weglassen.
          Und natürlich die Frage, wie viel nimmst auf einmal ab?

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          • Ich denke, das Entscheidende wurde angesprochen: Du darfst in einem Zug wirklich nur minimal etwas abnehmen.

            Sollten beim letzten Zug immer noch unschöne, wellige Stellen auftreten, dann kannst Du diese etwas anfeuchten, damit sich die plattgedrückten Fasern wieder aufstellen. Das funktioniert natürlich nur bei sehr geringem Seegang entlang der Fräsung.

            Dann heißt es vorsichtig schleifen.

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            • Wie oben schon mehrfach erwähnt, nur wenig abnehmen pro Durchgang. Vor dem letzten Durchgang habe ich immer mit verdünntem Klarlack behandelt, gut trocknen gelassen und dann nochmals ca.1-2/10mm abgenommen.

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              • Beim Stirnholzfräsen ist es hilfreich dies am Fräsanschlag zu machen, denn das Kugellager hat nur eine sehr geringe Auflage am Werkstück und tastet somit jede Faser im Stirnholz ab.
                Am besten du nimmst Dein Fräsanschlag, schiebst ihn so weit das du mit einem am Fräsanschlag angeletem Lineal gerade so nicht das Kugellager berührst, dann den Anschlag festziehen und am Anschlag fräsen

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                • Fichte ist Weichholz und da haben eigentlich Hartmetallfräser die falschen Eigenschaften. Besser sind einfachere aus HSS ohne Hartmetallschneide. Aber als Viertelstabfräser mit Anlaufkugellager kaum/nicht zu bekommen. Als Nutfräser ja und diese sind bei Fichte die bessere Wahl.

                  Bei Fichte Leimholz verzichte ich wo es nur geht auf Abrundfräser. Alternativ Fasefräser ( max 1-2 mm je Durchgang) und hinterher quer zur faser schleifen. Dann ist eben die Kante nicht rund sondern eckig aber das kann man bei Fichte gut vom Hand zur Rundung mit grobem bis feinem Schleifpapier oder am stationären Bandschleifer abrunden. Grobe Stellen durch das Fräsen schleift man dabei weg. Also Fase etwa 2 mm weniger als es später sein soll.

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                  • Hallo!
                    ich bin beim Fräsen mehr oder weniger ein Neuling aber ich halte nicht viel davon quär zu Faser zu fräsen, hätte da Bedenken das mir das Werkstück dann ausfransen würde.

                    Kommentar


                    • Zitat von KlausRichter Beitrag anzeigen
                      Hallo!
                      ich bin beim Fräsen mehr oder weniger ein Neuling aber ich halte nicht viel davon quär zu Faser zu fräsen, hätte da Bedenken das mir das Werkstück dann ausfransen würde.
                      Wenn Du ein Brett ringsum bearbeiten willst, wirst Du aber um die Problemstellung nicht herum kommen. Deswegen im Zweifel minimaler Materialabtrag.

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                      • So ganz sind die beschriebenen Durchmesser nicht geläufig.... den der eigentliche Fräskopf hat mind. 20 mm Durchm. oder mehr...
                        sonst bringst ja nicht den 5 mm Radius zusammen.. ! jetzt geht es nur noch darum... ist das ein 2 Schneider.. oder mehr ?
                        denn... je größer der Schneidkopf-Durchmesser... je gleichmäßiger geht auch Stirnholz zu bearbeiten... ähnlich wie beim Sägeblatt...
                        grobe Zähne = grobe Ausrisse ! Hier spielt allerdings auch die Maschinen-Leistung eine große Rolle... der Schreiner legt dafür einen großen Messerkopf eine .... und fertig ... sowie sauber sind die Profil-Konturen !
                        Gruss......

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                        • Nun, wenn die Fräsungen nicht zufriedenstellend ausfallen, kann das verschiede Gründe haben.
                          1. stumpfer Fräser -> rauhe Kante und Brandflecken -> Schärfdienst oder Wechselplattenfräser kaufen
                          2. zu geringe Drehzahl -> rauhe Kante -> Drehzahl IMMER auf die auf dem Fräser angegebener Drehzahl!
                          3. nicht abgerichtetes Material -> Bogen im Material -> eirig!
                          4. zu geringer Vorschub bei Höchstdrehzahl -> Brandflecken
                          5. Einlegeplatten schauen hervor -> welliger Fräsgang
                          6. fehlerhaftes Führen des Werkstückes -> wellige Fräsung -> Andruckfedern von oben und seitlich benutzen

                          Die Stirnseiten IMMER zuerst fräsen wegen der Ausrisse. Diese werden beim Fräsen der Längskanten gleich mit weggenommen. Oder Opferholz gegenhalten, wenn nur die Stirnseiten gefräst werden sollen.
                          Die gängigen Fräser haben 2 Schneiden. Mehr geht auch nicht, denn die Späne müssen abgeführt werden. Hier kommt es auf die Umfangsgeschwindigkeit des Fräsers an. Optimal sind 50m/s. Diese werden aber kaum von Oberfräsern erreicht. Beim Abrunden reicht auch eine 1000 W Fräse.

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                          • Nachdem hier nun viele gute Tipps angeführt wurden möchte ich auch noch etwas dazu sagen. Fichteverleimholz vom Baumarkt ist oftmals von minderer Qualität. Neben der Unplanheit sind öfter auch nicht unerhebliche Differenzen in der Holzstärke zu verzeichnen. Verwachsungen im Holz selbst machen gerade das Hirnholzfräsen nicht einfacher. Es gibt zwar eiinige Möglichkeiten das Fräsbild zu verbessern. z.B. Man stellt die Tischfräse mit einem Probestück gleichen Materials genau ein. Klebt ein Malerkrepp auf den Anschlag und führt alle Werkstücke wie Holzwerkerblog richtig beschrieben am Fräser vorbei. Anschließend entfernt man das Malerkrepp und wiederholt das Ganze nocheinmal, dadurch wird das letzte Zehntel extra weggefräst.
                            Falls diese Möglichkeit den nicht erwarteten Erfolg bringt kann man auch den Fräser etwa ein, zwei Zehntel tiefer stellen, somit entsteht ein "Absatz" der am Hirnholz Ausfransungen aufweist. Nun schleift man vorsichtig die ganze Fläche mit einem Exzenterschleifer o. Ä. ab bis auch alle Rundungen ok sind. Eventuell von Hand etwas nacharbeiten. Viel Erfolg.
                            LG Holzpaul, der mit dem Holz tanzt

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