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flüssiges Bienenwachs

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  • flüssiges Bienenwachs

    Leute, ich habe da mal eine Frage: ich habe vor ein paar Wochen meiner zukünftigen Enkelin ein Wiiege aus Kieferleimholzplatten gebaut und mit flüssigem Bienenwachs behandelt. Gestern rief mich meine Tochter an und fragte ob es normal sei das das nach 4 Wochen immer noch so stark riecht. Sie stellt die Wiege immer nach draussen so lange es nicht regnet.
    Habt ihr eine Ahnung ob ich da was verkehrt gemacht habe, (gearbeitet nach Hersteller. Angaben).
    Irgendwelche Erfahrungen eurerseits?
    Ich hatte extra Bienenwachs ausgesucht wegen des für mich angenehmen Geruches. Und nun?

  • Ich arbeite auch gelegentlich mit Bienenwachs, allerdings stelle ich die Paste selber her. Ich vermute, dass das Folgende übertragbar ist:

    Es kommt beim flüssigen Bienenwachs darauf an, worin das Wachs gelöst wurde. Vielleicht ist es ja gar nicht das Wachs, das noch streng und störend riecht, sondern das Lösemittel.

    Welches flüssige Wachs hast Du denn verwendet?

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    • Da Bienenwachs von Haus aus nur bei höheren Temperaturen flüssig ist, muss dem Wachs ein Stoff (Lösemittel) zugesetzt werden, damit das Wachs auch bei Raumtemperatur flüssig bleibt. Nach dem Ausgasen des Lösemittels ist jetzt die obere Schicht durch das Wachs verschlossen..
      Eine Möglichkeit wäre, dass du evtl. die Schichten zu dick aufgetragen hast, oder zwischen den Gängen dem Wachs nicht ausreichend Zeit zum Ablüften gegeben hast. Dadurch gast jetzt das Lösemittel langsam aus dem Holz aus.
      Die vermutlich schnellste Lösung wäre, die Wiege in einen gut belüfteten Raum (Carport o.ä.) zu stellen und mit einem Fön oder Heißliftgebläse das Holz zu erwärmen. Das Wachs wird wieder flüssig und kann noch tiefer ins Holz eindringen und das Lösemittel kann durch die wieder geöffnete Wachsschicht ausgasen.
      Alles schön gleichmäßig erwärmen und noch 2 Tage abgasen lassen. Dann sollte wieder alles gut sein.

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      • Hersteller ist Clou. Nightdiver, gute Idee, ich sage es ihr

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        • Nightdiver bringt die Vorgehensweise auf den Punkt.

          Klitzekleine Ergänzung einer Selbstverständlichkeit, aber man weiß ja nie:
          Flüssige Überschüsse mit Lappen abtragen.

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          • Ich kaufe immer das Bienenwachs zum sprühen. Da kommt das Wachs so fein aus der Dose, daß die Gefahr sehr gering ist zu viel aufzutragen. Aber wie Ottomar schon sagt, ganz wichtig danach noch das mit Lappen polieren/ abreiben nicht vergessen. Hoffentlich klappts und die Tochter hat den Geruch bald los.
            Zuletzt geändert von –; 28.03.2018, 15:12.

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            • Ich sehe das genauso wie Nightdiver. Hinzu möchte ich noch allgemein bemerken und dieses wird nicht nur für flüssiges Bienenwachs gelten: Ich hatte das gleiche Bienenwachs verwendet und dummerweise den Rest den ich nicht mehr brauchte zurück in das Originalbehältnis geschüttet. Durch das Pinseleintauchen kamen Bakterien in das Bienenwachs mit dem Resultat es roch nach einiger Zeit recht komisch und war sogut wie unbrauchbar geworden.
              LG Holzpaul, der mit dem Holz tanzt

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              • Als Imker kann ich Dir sagen das Bienenwachs sehr lange riecht, gerade wenn es in temperierten Räumen steht. Vielleicht kannst Du es noch einige Male mit einem Lappen abreiben bzw. polieren, so dass die Aufgetragene Menge reduziert wird.
                Nightdiver hat es ja schon erklärt.

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                • wenn man das Zeug so stark riechen kann... ist da ein radikal-Schritt hilfreich, entweder mit Franzbranntwein ( ALDI ) komplett auswischen,
                  wobei da schon das Lösungsmittel sehr satt drauf sein sollte... oder eben Apotheker-Alkohol verwenden !
                  GUT Ablüften.... dann mit Werkstatt-Fön den Rest aus den Poren wegblasen, aber erst richtig Ablüften... sonst gibt's nen Bumms .... möglicherweise reicht schon das Nachwischen mit dem Franzbranntwein !
                  wenn alles wieder SAUBER.. das Bettchen mit Acryl-Klarlack einpinseln... auf blauen Engel achten !
                  Um div. Kunststoff-Teile GERUCHSFREI zu bekommen.. kamen diese in einen Konditionier-Ofen bei 80°C ca 1/2 Std....
                  Gruss....

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                  • Straubi

                    Ich hatte ja vorgeschlagen, die Wiege mit einem Lappen tüchtig abzureiben, um gleich nach dem Auftrag Überschuss zu entfernen.

                    Nun habe ich aber eine Frage an Dich als Fachmann quasi zum umgekehrten Weg, nämlich zum Auftragen. Die Ausführungen Pauls haben mich stutzig gemacht. Vielleicht bin ich unvorsichtig, aber ich nehme die Bienenwachslösung immer mit einem Leinenlappen aus dem Gefäß und zwar mehrfach hintereinander. Zum Glück ist mir ein Malheur wie bei Paul noch nie passiert, aber ist Bienenwachs wirklich so anfällig für Bakterienbefall?

                    Das hieße nämlich in der Konsequenz, dass man z.B. das Einwachsen von Kinderspielzeug tunlichst unterlassen müsste. Das ist mir eine grausige Vorstellung, den Enkeln mit dem Holzspielzeug auch gleich noch einen ordentlichen Schlag Krankheitserreger mitzuliefern.

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                    • Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Bienenhonig wirkt antibakteriell. Und Tücher die mit Bienenwachs getränkt werden, werden seit Jahrhunderten zum einpacken von Lebensmitteln genutzt WEIL diese antibakteriell wirken. Deshalb habe ich ja Bienenwachs für die Wiege genommen.

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                      • Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen
                        Straubi

                        Ich hatte ja vorgeschlagen, die Wiege mit einem Lappen tüchtig abzureiben, um gleich nach dem Auftrag Überschuss zu entfernen.

                        Nun habe ich aber eine Frage an Dich als Fachmann quasi zum umgekehrten Weg, nämlich zum Auftragen. Die Ausführungen Pauls haben mich stutzig gemacht. Vielleicht bin ich unvorsichtig, aber ich nehme die Bienenwachslösung immer mit einem Leinenlappen aus dem Gefäß und zwar mehrfach hintereinander. Zum Glück ist mir ein Malheur wie bei Paul noch nie passiert, aber ist Bienenwachs wirklich so anfällig für Bakterienbefall?

                        Das hieße nämlich in der Konsequenz, dass man z.B. das Einwachsen von Kinderspielzeug tunlichst unterlassen müsste. Das ist mir eine grausige Vorstellung, den Enkeln mit dem Holzspielzeug auch gleich noch einen ordentlichen Schlag Krankheitserreger mitzuliefern.
                        Ich denke nicht, dass Bakterien das Problem bei Paul waren, vermutlich eher Reste irgendwelcher anderer Stoffe im Pinsel oder Behälter das Umkippen der Lösung verursachen.
                        Ich habe es mir angewöhnt, Restmengen immer in andere Gläser umzufüllen. Mir ist es selbst mal passiert, einen teuren Lack (Antifouling für Unterwasseranstrich an Booten) zu versauen, weil die Oxidation der Farbe im Streichbehältnis schon begonnen hatte und beim Zurückschütten des Lacks in den fast vollen Eimer den Rest mit ins Nirwana gezogen hat. Damals fast 250 DM Lehrgeld...

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                        • Genau deshalb verwende ich das Wachs am liebsten zum Sprühen. Da kommt dann eben genau so viel heraus wie man benötigt und auch eben sehr sparsam. Da muß man mindestens zweimal auftragen und dazwischen trocknen lassen und nachreiben. Zurückschütten gibt es da nicht. Einziger Nachteil, es ist teuerer als das normale nicht sprühbare.

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                          • Sprühen ist natürlich eine saubere Lösung, wenn keine Treibgase verwendet werden ...

                            Das Ding ist nur, dass ich gelegentlich Sachen baue, die deutlich größer sind als Werke von der Scroll Saw. Aus diesem Grund rühre ich meinen eigenen Balsam aus Bienenwachs und Balsamterpentin an. Per Sprühdose würde das viel zu teuer werden.

                            Wer es etwas härter will, kann auch noch ein wenig Carnaubawachs einarbeiten, wer beim Duft variieren möchte, kann z.B. Orangenöl zugeben.


                            Aber nun warte ich auf Straubi, damit die Sache mit den Bakterien geklärt wird.

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                            • Hallo Ottomar,
                              ich hatte wie schon geschrieben lüssiges Bienenwachs von der Fa. Clou in einem bekannten Baumartkt gekauft. Ich verwendete dieses Bienenwachs als Oberflächenbehandlung für ein Werkstück. Dazu habe ich den Kleinkannister gründlich geschüttelt und mit einem Pinsel durch die Öffnung der Verschraubung eingetaucht und das Werkstück eingestrichen. Es war kein großes Werkstück. danach habe ich den Kannister wieder verschlossen und weggestellt. Einige Wochen später wollte ich ein weiteres Werkstück einstreichen und habe mir einen Glasbehälter befüllt und dabei festgestellt das die Konsistenz sehr wässrig war und das Wachs komisch roch. Ich monierte dieses bei dem besagten Baumarkt in der zuständigen Farbenabteilung. Dort versicherte man mir das das kein Einzelfall wäre und bei unsachgemäßer Vorgehensweise passieren könnte. Man sollte sich grundsätzlich immer soviel aus einem Behälter entnehmen den man braucht und niemals den Rest wieder zurückschütten. Auch ein direktes Eintauchen mit einem Pinsel wird abgeraten, da in beiden Fällen Bakterien, Keime oder Schmutzpartikel den Bienenwachs und auch andere Streichmittel zersetzen und dadurch unbrauchbar machen könnten. Die Erklärung war fü mich plausibel und wurde unter "learning by doinng" abgelegt :-)
                              LG Paul

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