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Worauf achten bei Lackierpistolen?

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  • Worauf achten bei Lackierpistolen?

    Es ist so weit, ich will eine Lackierpistole. Leider weis ich nur, das die Dinger mit Druckluft dünnflüssige Farben verteilen.
    Doch worauf muß ich achten? Welche ist für mich die richtige?

    Womit ich lackieren möchte:
    -Wasserlösliche ("Acryl-) Lacke
    -Lasuren
    -mehr als 100-200ml hab ich noch nie am Stück verarbeitet.

    Was möchte ich lackieren?
    -Massivholz
    -Leimholz
    -MDF
    -max. Größe der Teile 50x50x50cm
    -einfarbig, keine Muster oder so

    Was für Forderungen hab ich:
    -soll leicht zu reinigen sein
    -wenig Teile
    -wenig Farbnebel

    Einen Prebena Vigor 240 Kompressor hab ich schon im Keller stehen.

    Bin für jeden Tipp dankbar.

  • Kauf dir Qualität und keinen Chinaschrott. Ich hatte Rainerle schon in einem älteren Thread eine Sata Mini-Jet empfohlen. Profiqualität mit Ersatzteilversorgung von über 20 Jahren. Gebraucht in gutem Zustand schon ab 100€ zu bekommen. Eine 0,8-1,0 mm Düse reicht für deine Zwecke.
    Sie ist gut zu reinigen und sehr, sehr gut verarbeitet. Moderne Varianten gibt es in der LVLP (low volume, low pressure)Version, die auch mit einem schwächeren Kompressor sehr gut klarkommen.
    Ich habe seit meiner Lackiererlehre (über 30 Jahre her) eine Sata GR/Z im Keller liegen, die aus altersgründen in meinem Lehrbetrieb ausgesondert wurde. Das Teil ist gute 40 Jahre alt, hat unzählige Liter Füller und Lack ausgespuckt; und selbst für das Modell bekomme ich heute nocht Ersatzteile. Die Teile sind nahezu unverwüstlich.

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    • "Worauf achten bei Lackierpistolen?"

      Auf die Qualität!

      Im Ernst, es gibt da wie bei allem Werkzeug erhebliche Unterschiede.

      Was Du aber womit lackieren willst, ist dann egal, wenn die Pistole es ermöglicht Farb- und Luftmenge getrennt und individuell zu regeln. Die Düse sollte drehbar sein, also senk-oder waagrecht betrieben werden können.

      Da Du mit Druckluft arbeiten willst, eine Tipp: Schau Dir mal den Fabrikverkauf von Einhell an. da kannst Du aufgearbeitete Gebrauchte mit Garantie kriegen. Zur Zeit 19,94 statt regulärer 49,94 €.
      Die kann ich bedenkenlos empfehlen.

      Kommentar


      • Ich hatte mir damals mal eine aus dem Baumarkt gekauft, damit war ich nicht wirklich zufrieden. Ich meine diese wäre von Güde gewesen. Da ich auch hin und wieder Kleinteile spritzen muss habe ich mich für eine HVLP Pistole entschieden. Dieser arbeitet mit weniger Luftdruck und dadurch auch weniger Farbnebel. Die neue Pistole ist von Berlan und hat bei Amazon ca. 20 € gekostet. Ich habe damit bereits einen kompletten LKW lackiert, sowie viele Kleinteile vom basteln. An der Pistole kann ich die Luftmenge regulieren und auch die Durchflussmenge vom Lack. Das einzige was nervig ist, aber bei allen Pistolen, ist die Reinigung. Die Pistole sollte nach Gebrauch gründlichst mit Verdünnung gereinigt werden.
        Du solltest auf jeden Fall ein Wasserabscheider und einen Druckluftschlauch womit noch kein Öl vernebelt wurde zusätzlich besorgen.
        Ich hoffe meine Erfahrung konnte dir etwas helfen.

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        • Erst mal danke für die Antworten!

          Öl- und Wasserabscheider hab ich schon und ein Chinakracher wird es bestimmt nicht.

          Jetzt hab ich noch zwei weitere Fragen:
          Hat der Düsendruchmesser was mit Art des Lackes oder mit der größte des "Spritzstahl" zu tun?
          HVLP oder LVLP - lohnt sich der Unterschied?

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          • PS: Sagt jemanden Wiltec was?

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            • Die Düse hast in jedem Fall etwas mit der Menge des austretenden Lackes zu tun. Je größer die Düse, desto mehr Lack kann austreten, desto größer ist die Fläche, die du mit einem Mal abdecken kannst. Da du eingehend geschrieben hast, das die Fläche, die du maximal bearbeiten willst, um die 50x50 cm ist, solltest du eine relativ kleine Düse wählen. 0,8mm reicht da aus. Im professionellen Bereich werden 1,4mm Düsen für die Fahrzeuglackierung eingesetzt. Und ein Auto hat etwas mehr Fläche.
              HVLP (high volume, low pressure) bedeutet, dass du einen hohen Materialauftrag und wenig Spritznebel hast. Das hat aber zur Folge, dass dein Kompressor extrem hohe Luftmengen liefern muss, die du mit einem Heimkompressor nie erreichen wirst. Die HVLP Technik benötigt Luftmengen von rund 600 Liter Luft die Minute bei 5bar. Das HV bezieht sich auf die benötigte Luftmenge an der Luftdüse, das LP auf den Innendruck unter der Luftkappe, welcher für die Saugwirkung an der Farbdüse und somit für den eigentlichen Farbtransport zuständig ist.
              LVLP liegen bei rund 240l/min bei einer normalgroßen Lackierpistole. Für deinen Einsazu reicht aber eine kleinere. Daher düfte der Luftverbrauch bei rund 150l/min liegen, was dein Kompressor wohl schaffen dürfte.
              Bei der Qualität scheiden sich die Geister. Da ich vom Fach komme, auch wenn es schon länger her ist, dass ich in dem Bereich gewerblich gearbeitet habe, würde ich, ohne den anderen Beitragsschreibern zu nahe treten zu wollen, weder die Einhell noch irgendeine andere Baumarktqualität kaufen. Eine Lackierpistole für 20€ oder 50€ ist im Vergleich zu einem neuen Profigerät für 500€ genauso einzustufen, wie z.B. eine Tischbohrmaschine für 20€ oder 50€ und einer für 500€. Natürlich haben auch solche Geräte ihre Berechtigung auf dem Markt und der eine oder andere kommt mit ihr klar.
              Ich persönlich würde lieber zu einer guten gebrauchten Profiqualität raten, als zu neuem Chinaschrott, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob Düse und Nadel sauber passen, ob die Luftführungen sauber verarbeitet sind und man auch mit aller Einstellerei keinen sauberen Spritzstrahl hinbekommt.
              Das ist aber nur meine Empfehlung bzw. Meinung.

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              • Nightdiver

                Du hast mit allem recht, was Du ausführst.

                Ich frage mich nur, wo man diese "(...) gute gebrauchte Profiqualität" beziehen kann, und wer garantiert, dass die Nadel dort einwandfrei sitzt.

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                • Ottomar
                  Die lackierpistolen findet man auf ebay. Man muss ein bisschen schauen, bis man etwas annnehmbares findet, aber angeboten werden sie da zur genüge.
                  Ob dann dort der Düsensatz noch 100% gerade ist, kann man zwar auch nicht so pauschal sagen, aber i.d.R. passt er. Bei Sata habe ich noch keinen Düsensatz gesehen, der ab Werk krumm war. Sowas passiert erst bei unsachgemäßer Handhabung. Das kann man aber sofort feststellen, wenn man die Pistole in der Hand hat. Schaue direkt auf die Farbdüse. Im geschlossenen Zuszand schließ die Düsennadel sauber die Farbdüse ab. Wenn du jetzt langsam den Abzug an der Lackierpistole betätigst, bis die Nadel zurückgezogen wird und die Nadel gibt langsam die Farbdüse frei, sollte sie ganz gleichmäßig, ohne an einem Bereich der Farbdüse zu „schleifen“ das Düsenloch freigeben. Tut sie das nicht, ist die Nadel krumm oder verstellt. Man kann die Nadel bis zu einem gewissen Maße noch durch drehen in die Düse passen. Auch kann man mit einer ganz leicht verzogenen Nadel noch gut leben. Ich habe aber schon Farbdüsen gesehen, bei der sich die Nadel regelrecht in die Düse gegraben hat und dadurch die Düse nicht mehr abgedichtet hat. Sowas kann man dann natülich auch vergessen.
                  Aber ein Düsensatz für die Mini-Jet kostet um die 80€ und man bekommt ihn garantiert noch nach 15 Jahren. Preislich also im Bereich eines guten Fräsers für die OF. Und der Düsensatz hält bei guter Pflege garantiert länger.
                  Aber bei anderen gebrauchten Sachen aus der Bucht oder andernorts, kann man sich über die Funktion nie sicher sein. Und bei einer total verranzten Maschine ist die Gefahr auch höher, als bei einer sehr gepflegten, dass etwas mit ihr ist. Sicher kann man sich aber nie sein. Dann muss man in den sauren Apfel beißen, und sich eine neue kaufen. Und zumindest bei Lackierpistolen gibt es nicht wirklich viel zwischen billigem Chinaschrott und Profiqualität. Sata ist Weltmarktführer und genießt nahezu Monopolstellung in dem Segment. Mir würde auch nach langem überlegen kein annähernd gleichwertiger Mitbewerber einfallen.

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