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Tisch aus Holz und Epoxy

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  • Zitat von anmaro69 Beitrag anzeigen
    [USER="4491730"]
    Da ich meiner Tochter zu Weihnachten einen Wohnzimmertisch, den ich ebenfalls aus Massivholzbohlen und Gießharz für sie bauen will, würde mich vorweg interessieren, woher und zu welchem Preis du das Epoxidharz bezogen hast.
    Ich weiß allerdings nicht, ob du den Firmennamen hier veröffentlichen darfst, weil das evtl. unter Verkaufswerbung fallen könnte (?!?)
    froschn kannst du sagen, ob das erlaubt ist oder nicht?
    Da die Frage nach dem richtigen Umgang mit Links in der Community immer wieder aufkommt, gibt es zur Hilfestellung einen Thread: Umgang mit Links in der Community

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    • Michasixtytwo

      Michael, vielen Dank für die ausführliche Erläuterung zum Thema Lagerfähigkeit. Das war alles sehr aufschlussreich, insbesondere der Hinweis auf die geringere Lagerfähigkeit des Härters war für mich sehr hilfreich.

      Kommentar


      • Im Prinzip bin ich auch mit den Vorgaben.. Erläuterungen vom User Michasixtytwo einverstanden !.... NUR.. es ist nicht OK... solche Insider-Infos
        auf einer Heimwerkerseite bereit zu stellen... !
        WARUM... ?
        weil gerade bei den teilweise doch größeren Mengen ( Tischplatten mit spez. Maserungen z.B. ) zu vergießen... auch jede Menge GIFT verarbeitet wird !
        denn das wissen die Wenigsten.. EPOXIDHARZ und die dazu benötigten Komponenten sind giftiger als z.B. Polyesterharz ! Polyester riecht sehr aggressiv,
        und vermeidet dadurch ein " zuviel " von dem Zeug einzuatmen ! ( sehr giftig sind dabei Härter und Beschleuniger, hiervon kommen nur geringe Anteile dazu gemixt ! )
        ......... Das EPOX steht im Verruf... div. Krebs-Krankheiten sowie Unfruchtbarkeit zu forcieren !
        Was ich nicht kenne ... ist eine gewisse " Elastizität " vom EPOX.... denn egal ob Großwindanlagen, Flugzeug-Flügel... diese Elastizität kommt von dem Laminat... z.B. Aramid-Gewebe ( Kevlar usw. ! )

        Ausserdem... auch gering feuchtes Holz verbindet sich nur mit spez. High-Tech Komponenten, z.B. das G 4 .. oder noch besser, das G 8 auf PU-Basis...von Voss-Chemie !

        Anmerkung... da hat die Natur uns einiges VORAUS... z.B. die teilweise schönen Objekte , welche im Bernstein ( HARZ ) eingeschlossen sind ....
        die Haupt-Fundorte sind in meiner Heimat .. Ostpreußen.. !
        Gruss vom alten Preissen...

        Kommentar


        • Zitat von Hazett Beitrag anzeigen
          Im Prinzip bin ich auch mit den Vorgaben.. Erläuterungen vom User Michasixtytwo einverstanden !....
          1) NUR.. es ist nicht OK... solche Insider-Infos auf einer Heimwerkerseite bereit zu stellen... !
          WARUM... ? weil gerade bei den teilweise doch größeren Mengen ( Tischplatten mit spez. Maserungen z.B. ) zu vergießen... auch jede Menge
          2) GIFT verarbeitet wird !
          denn das wissen die Wenigsten..
          3) EPOXIDHARZ und die dazu benötigten Komponenten sind giftiger als z.B. Polyesterharz ! Polyester riecht sehr aggressiv,
          und vermeidet dadurch ein " zuviel " von dem Zeug einzuatmen ! ( sehr giftig sind dabei Härter und Beschleuniger, hiervon kommen nur geringe Anteile dazu gemixt ! )
          4) ......... Das EPOX steht im Verruf... div. Krebs-Krankheiten sowie Unfruchtbarkeit zu forcieren !
          5) Was ich nicht kenne ... ist eine gewisse " Elastizität " vom EPOX.... denn egal ob Großwindanlagen, Flugzeug-Flügel... diese Elastizität kommt von dem Laminat... z.B. Aramid-Gewebe ( Kevlar usw. ! )

          6) Ausserdem... auch gering feuchtes Holz verbindet sich nur mit spez. High-Tech Komponenten, z.B. das G 4 .. oder noch besser, das G 8 auf PU-Basis...von Voss-Chemie !

          ..
          Hallo Hazett,
          Einspruch!
          Drauf habe ich gewartet, / jetzt wird´s lustig.
          zu 1) ich meine, dass es sogar sehr WICHTIG ist, GERADE die Heimwerker vernünftig und offen zu informieren! Jeder, also auch der unversierteste Bastler oder sogar Jugendliche kann sich das Material beinahe überall -auch im Netz- ohne persönliche Beratung kaufen.
          Fehleinschätzungen führen neben Unmut u.U. auch zu unnötigem: Mehreinkauf, Abfall oder komplettem Verlust!

          zu 2) zumindest die von mir angesprochenen Epoxidharze -es gibt auch andere- sind kein "GIFT"! Als solche müssten Sie so auch gekennzeichnet sein und man dürfte sie an unversierte Endverbraucher gar nicht und auch nur an geschulte berufliche Verbraucher überhaupt abgeben. Das ist bereits seit einiger Zeit so und ist u.a. durch die "REACH", die europäische Chemikalien-Schutzverordnung- so (auch mit Bußgeldandrohung) festgeschrieben worden.

          Aber: JA, es sind Chemikalien - ähnlich wie frei verkäufliche Benzine, Öle, Lacke, Abbeizer, Waschmittel oder Schampoos ....
          Wir beraten auch auf den entsprechend sorgfältigen Umgang mit ihnen. So bspw. das Tragen von Schutzbrille, Nitril- oder höherwertigen Schutzhandschuhen, Arbeitsanzügen, (u.U. bei Großmengen) einer Atemschutzmaske, Schutzcremes für freie Hautstellen. Ich -wie auch vermutlich sämtliche Baumarktbetreiber- unterstelle jedem/r auch nur halbwegs versiertem/r Heimwerker/in, dass er/sie solche Materialien nicht in Küche oder Wohnzimmer verarbeitet und dabei gleichzeitig sein Butterbrot isst, während die Kinder unterm Arbeitstisch spielen.

          zu 3) der Vergleich der Schädlichkeit von Epoxidharz (EP) zu Polyester (UP) Harzen kann gut ins Philosophische abgleiten!
          Man/frau empfehle ich einfach, die jeweiligen SICHERHEITSDATENBLÄTTER zu HArz oder Härter miteinander zu vergleichen. Solche muss der Verkäufer spätestens mit dem Verkauf zur Verfügung stellen. Am besten und offen, so meine ich, liegen sie in einem Webshop bei den jeweiligen Produkten direkt zum Herunterladen.
          Je weniger Gefahren-Symbole dort zu sehen sind, um so besser!

          ´mal rein Handwerklich betrachtet:
          verarbeitet man nur wenige 100g an Polyester: kommen einem die Tränen, ohne Maske geht da tatsächlich gar nichts, stinken die Klamotten tagelang, kündigt der Nachbar die Freundschaft wegen des Gestanks....: weil STYROL* als Lösemittel freigesetzt wird!
          Auch in gehärtetem Polyesterharz ist immer noch Styrol enthalten, was recht schnell, aber auch nachträglich und teils dauerhaft zu Schrumpf führt.
          Schrumpf führt zu Spannungen, die zu Brüchen führen können. Das kann man bei Giessharz-Objekten nun gar nicht gebrauchen.
          *: hier ein Link zum "Bundesinstitut für Risikobewertung":
          https://mobil.bfr.bund.de/de/presse/...chen-8281.html

          Als Härter werden bei Polyesterharzen ca. nur 2-3% an MEKP-Härter beigemischt. Eine Erhöhung dieser Menge führt auch zur beschleunigten Härtung und gleichzeitig höherer Exothermie (Wärementwicklung bei der Reaktion), was ebenfalls zu höheren Spannungen im Bauteil führt. Beispiel zu 100g Harz möchte ich 2g Härter beifügen, ab 3g oder mehr "geht aber die Post ab!"... Wer hat als Heimwerker eine solch exakte Waage, die nicht erst bei 2g oder mehr die nächste Wägeeinheit zeigt? Wenn mann dagegen bei Epoxidharz ca. 30 bis 50g als Härter beigibt, ist man deutlich auf der sicheren Seite, meine ich.

          zu 4) ... "Verruf" oder Vermutung ist nicht -zumindest heutiger- Fakt:
          Hazett lobt Polyesterharz, jedoch kann man mit nur wenigen Klicks entsprechend belegtes im Netz lesen (siehe den Link zuvor)!
          Vielleicht weiß man in 10 Jahren diesbezüglich wieder ´mal mehr...
          Die Messtechnik und die Chemie entwickeln sich beständig weiter und man hat bsw. durch die schon erwähnte REACH von seiten der Institutionen mittlerweile auch verstärkt jedwede künstlichen Produkte im Fokus! Daher auch die Sicherheitsdatenblätter, die jeder Hersteller oder Importeur mit anbieten muss!

          zu 5) Das grundsätzlich so zu behaupten ist definitiv FALSCH!
          JA, die Elastizität von Kompositprodukten wird auch durch die Auswahl und Ausrichtung der verarbeiteten Fasern bestimmt. Jedoch bestimmt die Auswahl der Harze auch die Gesamtelastizität: es gibt sehr harte / spröde bis hin zu gummiartigen Harzsystemen!

          zu 6) hier von Hightech zu sprechen halte ich für "gewagt"! Es sind eigentlich uralte Rezepturen.
          G4 bspw. basiert auf einem 1-komponentigen Polyurethan (PU)-Material, was Isozyanate enthält.
          Hier mein Link zu letzterem: http://www.enius.de/schadstoffe/cyanate-isocyanate.html

          Es gibt wasser-basierte / wasser-verdünnbare und sehr entspannt zu verarbeitende Epoxidsysteme -auch für den Heimwerker!

          Es grüßt
          der Michael

          Kommentar


          • Vielen Dank für die ausführliche Erklärung!

            Kommentar


            • Guten Morgen... das bei Großwindanlagen auch PU-Harze verwendet werden, ist meine ich, schon erwähnenswert ! Ich habe ja auch ganz klar geschrieben,
              das ich Dir prinzipiell recht gebe... Du kennst Dich darin gut aus... NUR .. gehören solche Wissens-Anteile nicht hierhin ! ( meine Meinung, weil auch immer die Schutzmaßnahmen dazu gehören !
              Zum Vergleich.... mittlerweile kennt wohl Jedermann, das Glyphosat ( Unkraut und Schädlings-Bekämpfung ) welches schädlich ist ....
              trotzdem gibt der damalige Landwirtschafts-Minister da seine Zustimmung bei der EU... ! ( und der deutsche Chemie-Konzern ist jetzt dank der US-Fusion der gelackmeierte ! )
              Da die Schädlichkeit von EPOX und ähnlichen Kunstharzen durch Selbst-Geschädigte erwiesen ist ( mein Wissen stammt von einem Insider ! )
              braucht es einen langen Weg... und viele Geschädigte... bis da endlich mal tragfähige Gesetze angekommen sind ! ( die Lobby sitzt da mittendrin ! )
              man braucht sich doch nur mal umhören... WER trägt bei Arbeiten mit Lack z.B. eine richtige AKF-Atemschutzmaske ? Bei großen Mengen
              Kunstharz ( egal welches ) ist es für die Gesundheit unerlässlich !
              Darum sollte es hier gehen... und nicht darum, ein Projekt für den Augenblick zu bauen.... und hier letztlich Sondermüll zu produzieren !
              Gruss....

              Kommentar


              • Leute, Leute, Bitte atmet mal kurz durch.
                Dann lest nochmal, was hier geschrieben steht.
                Dann atmet nochmal durch und denkt mal kurz nach.

                Ich denke, allen die sich hier an der Debatte beteiligen ist klar, dass die Verarbeitung von Chemikalien wie Epoxidharz, PU-Harz, PE-Harz, PU-Kleber, PU-Schaum, Lack, Lösungsmittel, scharfkantige Metalle, Holz (insbesondere Splitter und Schleifstaub) ein gewisses Gefahrenpotential hat. Kurzfristig (Verletzung), aber auch mittel- und langfristig (Giftanreicherung in Körper oder Umwelt, Gewässerschädigung, Streit mit dem Nachbarn wegen Gestank, Auslösung von Allergien, Streit im Forum wegen unterschiedlicher Einschätzung von Risiken,... um mal nur ein paar ausgewählte Beispiele zu nennen).
                Dieser Risiken sollte man sich bewusst sein, bevor man mit so einer Arbeit anfängt.
                Gegen die möglichen Folgen dieser Risiken sollte man sich nach Möglichkeit schützen (Arbeitsweise und -umfeld, Schutzausrüstung, Arbeit nicht selbst ausführen).

                Und dafür ist meiner Meinung nach das Forum hier da und sehr gut drin. Man erfährt hier, was man wie machen kann und was man dabei beachten sollte. Im Nachbarthread hast Du, Hazett mir einen Tipp zur Epoxi-Problemlösung gegeben, der Verdünnungsverarbeitung benötigt (Danke dafür). Wie giftig ist das? Wo sind die Gefahrenhinweise gewesen? Ich vermute, Du hast unterstellt, dass ich weiß wie ich mit sowas umzugehen habe. Diese Unterstellung war zurecht, aber WISSEN kannst Du das nicht.

                Das gleiche gilt aber auch für andere Tätigkeiten. Z.B. Kochen. Manchmal koche ich (meist meine Frau). Da kann man sich bei verbrennen oder verbrühen. Sollen deswegen keine Rezepte mehr ins Internet? Beim Kochen werden Dinge eingesetzt, die mit Giften verwechselt werden können (z.B. Pilze) oder die in falschen Mengen giftig sind (z.B. Muskat). Aber eine Prise Muskat macht die Champignonsuppe leckerer. Muss ich mir jetzt ne Dose mit zusätzlichen Chemikalien (z.B. Geschmacksverstärker) kaufen oder einen Koch engagieren, wenn ich Lust auf ne Pilzsuppe hab?


                Mein Wunsch an diese Community und mein Anspruch an mich selbst ist: Helfen, wo nötig und möglich.
                Nur wem ich die Gefahren und die entsprechenden Massnahmen aufzeige, der kann eine fundierte Entscheidung treffen. Diese Informationen sollten öffentlich sein. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Leute, bei denen man der Meinung ist, die können diese Hilfestellungen nicht auf sichere Weise umsetzen. Dann ist die beste Hilfe zu sagen: hol nen Könner dazu.
                Sicher gibt es Dinge, die nicht in Heimwerkerhände gehören. Aber da ist es Sache des Staates und der Beschaffungsmöglichkeiten (Groß- und Einzelhandel), das zu filtern. Als Laie will ich dann aber zumindest wissen was Sache ist. Vielleicht entscheide ich ja auch, dass (spontan eingefallenes Beispiel) ich auf einen Gieß-Epoxi-Bodenbelag-mit-Polsterwirkung verzichte, obwohl der Handwerker super geschützt an die Arbeit geht und der weiche Boden den Bewegungsapparat schont, weil als Weichmacher Olivenöl verarbeitet wird, auf das ich allergisch bin (Am Ende wurde das Beispiel abstrus).

                Also: bitte lieb zueinander sein, Info´s geben und bei Bedarf im Einzelfall Nicht-Selbermachen empfehlen.

                Sollte diese Diskussion jetzt weitergeführt werden müssen dann bitte woanders. Hier soll es doch primär um Holz-Epoxi-Tische gehen.

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                • Michasixtytwo

                  Du hast eine PN.


                  arathorn76

                  Der Daumen ist von mir.

                  Kommentar




                  • Hallo Hazett,
                    ich möchte es hier unter diesem Thread nicht ausufern lassen, dazu ist der nicht da.
                    Dennoch: sollte man mit Hinweisen auf "allgemein andere Materialien" oder auch mit "konkreten" aber ungeprüften Hinweisen vorsichtig sein,
                    das sollten meine Links zeigen...
                    Ich selbst, "mitte fuffzisch", habe seit über 38 Jahren mehr oder weniger intensive Kontakte mit Epoxidharzen und deren Verarbeitung.

                    Hier geht es, wie Du ja schreibst, um klare Hinweise, also, was ist eine AKF-Atemschutzmaske?
                    "AKF" steht hier für Aktivkohlefilter.
                    Konkret für lösemittelhaltige Lacke und auch Epoxidharze empfiehlt der Arbeitsschutz "A2-Lösemittelfilter", welche man als Zubehör auf eine entsprechende Maske* aufklicken oder schrauben kann. Diese empfehlen wir auch besonders bei intensiverer Nutzung, größeren Mengen, in schlecht belüfteten Räumlichkeiten (Keller, Garage) konsequent dem folgend dann auch beim Arbeiten mit Gießharzsystemen in entsprechender Umgebung!
                    *: die Masken gibt es:
                    a) als "Vollvisiermasken", bei denen das Gesicht vollständig von der mit Glas- o.ä. bestückten Scheiben bedeckt wird; diese sind eher lästig und, wenn man nicht (haut-) allergisch gegenüber Haus-Stäuben oder sonstigen Stoffen ist, auch übertrieben; ich empfehle eher
                    b) so genannte "Halbmasken": dabei sind der Kinn- und Wangenbereich hin bis einschließlich der Nase von der Silikonmaske abgedeckt. Praktisch ist, dass bei einer solchen Maske sowohl die preiswerteren Staubfilter (bspw. bei reinen Schleifarbeiten sinnvoll) gegen bedarfsweise die deutlich teureren "AKF-" oder auch "Kohlenstofffilter" ausgetauscht werden können. Bei Spritzanwendungen empfiehlt sich zusätzlich die "AKF´s" mit einem feinen "Vorfilter" auszustatten, damit der Filter als solches nicht von Lack zugesetzt wird.

                    Aber, wenigstens ebenso WICHTIG bei der Verwendung von Epoxidharzen ist der Schutz gegen den direkten Hautkontakt!
                    Die Haut ist unser flächenmässig grösstes Außen-Organ und dieses muss man besonders schützen, bspw. mittels:
                    - mit Schutzbrille
                    - eventuell einer Schutzcreme auf den freien Hautpartien
                    - regelmäßiger oder gar täglicher Wechsel der Arbeitsschutzkleidung, die mit Harz oder Härter in Kontakt gekommen sind
                    - wg. zuvor: auch vor dem Schleifstaub* sollte man sich schützen!

                    *: Epoxidharze benötigen ca. 14 Tage** bei Raumtemperatur, um bei wenigstens 20°C ihre finale physikalisch-chemische Aushärtung zu erreichen.
                    Nach der ersten "Vor-"Härtung bei ca. 12 bis 24h** kann eine die Härtung beschleunigende nachträgliche Erwärmung erfolgen.
                    Dies kann auch irgendwann später "in 1 Jahr oder so" geschehen.
                    Für Standardharzsysteme mit ca. 60°C an finaler Wärmestabilität*** wären dies ca. 40°C**.
                    Bauteile, die eine höhere Wärmestabilität benötigen, müssen von vorneherein schon ein Harzsystem auswählen, was diese Wärmestabilität überhaupt erst anbietet.
                    **: Herstellerdatenblatt lesen oder diesen fragen!
                    ***: Wärmestabilität oder auch "Glasübergangs-Temperatur" (in Datenblättern meist als "TG" oder "TGmax" bezeichnet!)

                    Noch etwas ganz wichtiges: hat man sich oder seine Klamotten mit Harzgemisch "eingesaut" KEINE Lösemittel o.ä. zu Reinigung einsetzen, nehmt warmes Wasser und Seife.
                    Die ungehärtete Mischung lässt sich so sehr gut und unschädlich entfernen! Mit Lösemittel "jubelt" man sich das Zeugs erst so richtig unter die Haut!

                    Gruß
                    Michael

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                    • Zitat von Michasixtytwo Beitrag anzeigen


                      b) so genannte "Halbmasken": dabei sind der Kinn- und Wangenbereich hin bis einschließlich der Nase von der Silikonmaske abgedeckt. Praktisch ist, dass bei einer solchen Maske sowohl die preiswerteren Staubfilter (bspw. bei reinen Schleifarbeiten sinnvoll) gegen bedarfsweise die deutlich teureren "AKF-" oder auch "Kohlenstofffilter" ausgetauscht werden können. Bei Spritzanwendungen empfiehlt sich zusätzlich die "AKF´s" mit einem feinen "Vorfilter" auszustatten, damit der Filter als solches nicht von Lack zugesetzt wird.

                      Ich sollte mir dringend eine neue Maske zulegen, bin aber von der Vielzahl der angebotenen Varianten regelrecht überwältigt.

                      Welche Halbmaske erfüllt denn all die von Michael genannten Möglichkeiten/Bedingungen?

                      Mir wäre es schon recht, ganz konkrete Tipps zu erhalten. Also nichts in der Art "3M ist Klasse", sondern:

                      Die Maske mit der Bezeichnung "Atemlos" von "Fischertechnik" mit dem Staubfilter "Gehtauchnachts" und dem Kohlenstofffilter "KohlehabeichjedeMenge" und dem Vorfilter "Florian-Ex".

                      Ach, noch etwas: Der Vollbart ist ein gewisses Problem.

                      Wer sich scheut, konkreter zu werden, was aber bei einem Rat unter uns unnötig wäre, kann mir auch eine PN zukommen lassen.

                      Kommentar


                      • Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen


                        Ich sollte mir dringend eine neue Maske zulegen, bin aber von der Vielzahl der angebotenen Varianten regelrecht überwältigt.

                        Welche Halbmaske erfüllt denn all die von Michael genannten Möglichkeiten/Bedingungen?

                        Mir wäre es schon recht, ganz konkrete Tipps zu erhalten. Also nichts in der Art "3M ist Klasse", sondern:

                        Die Maske mit der Bezeichnung "Atemlos" von "Fischertechnik" mit dem Staubfilter "Gehtauchnachts" und dem Kohlenstofffilter "KohlehabeichjedeMenge" und dem Vorfilter "Florian-Ex".

                        .
                        Ich stimme dem zu und wäre auch dafür

                        Kommentar


                        • Zitat von Janinez Beitrag anzeigen

                          Ich stimme dem zu und wäre auch dafür
                          Hallo zusammen, ich habe Euch Janinez und Ottomar eine PN bezüglich einer möglichen Bezugsquelle geschrieben.
                          Größe S für Ladies oder kleine Köppe, M für normale, L für große...
                          Ein Vollbart ist zwar nicht ideal und kann daher nicht den absoluten Schutz bieten!
                          Vollmaske wäre daher sicherer, aber auch mit einer Halbmaske geht es noch recht gut: ich selbst bin "3-Tages-Bärtler"...

                          Ansonsten hilft nur eine komplette Gesichtsabschottung, wie bspw. mittels einer "Martindale 8500 mit (Flip-up-) Haube", siehe:
                          https://www.arco.co.uk/103/content/f...RESPIRATOR.PDF

                          Dies funktioniert mit einem Überdruck produzierenden Akku*-Gerät, welches am Gürtel getragen wird.
                          Ein Schlauch leitet die Luft vom Gürtelgerät zu einem Helm oder Hauben, die das Gesicht komplett abschotten, aber, je nach Haubenwahl, die Ohren dennoch frei hören lässt.

                          *: alternativ lässt sich solch ein Teil -dann ohne Akku-Kompressor- auch an die vorhandene Druckluft anschließen:
                          dazu wird noch eine Filterbank (bestehend aus Wasser- und Öl-Abscheider und einem Aktivkohlefilter) vorgesetzt, die die aus einem Kompressor kommende Luft zuvor bis zur Atemluftqualität hin reinigt.

                          Schönes Wochenende einstweilen an Alle!
                          Michael

                          Kommentar


                          • Michasixtytwo

                            Vielen Dank, Michael, für die Tipps. Auf Deine PN habe ich bereits reagiert ...

                            Kommentar


                            • Als Kinn- und Oberlippenbartträger nutze ich eine Halbmaske von 3M, Typ 6002C mit Filterklasse A1P2.
                              Der P2-Schutz ist durch Zusatzfilter auf den A1-Filtern realisiert. Man kann also den Staubschutz wechseln ohne den Kohlefilter zu wechseln. Beim Kauf des Kohlefilters ist ein Staubschutzfilter immer dabei und es wird empfohlen ihn mitzuwechseln.
                              Ich habe in der Regel gute Abdichtung direkt nach dem Aufsetzen, prüfe diese aber bei jedem Aufsetzen und korrigiere gegebenenfalls. Die Maske ist für mein Gesicht ein wenig zu klein, daher unangenehm über längere Zeiträume, sollte ich diese mal wechseln werde ich wohl ein etwas größeres Modell wählen. Für 2-3 Stunden ist es aber ok, und dann mach ich eben mal ne Pause (oder Arbeiten ohne Maske).
                              Leider kann man ja im Baumarkt die Masken meist nicht aufprobieren. Ich habe die 3M unter Zeitdruck gekauft (ich hatte viel zu schleifen und meine vorherige Maske war mangels Ersatzventil nicht mehr zu gebrauchen). Für meine Zwecke ist sie aber guter Schutz mit ausreichender Bequemlichkeit.

                              Ein Detail das mir gefällt, gerade im Vergleich zu meiner vorherigen Maske: das obere und untere Befestigungsband sind voneinander unabhängig einstellbar. Bei der alten Maske waren diese eigentlich nur ein Band, dass durch eine Schlaufe an der Maske geführt war. Ich musste also die Gesamtlänge einstellen und dann bei jedem Aufsetzen das Band in der Schlaufe zurechtziehen. bei der 3M muss ich zwar 4 Bänder statt 2 Bändern einmalig einreichten, aber dann passt es einfach. Nur eine Kleinigkeit - hätte ich gedacht, bevor ich den Unterschied erlebt habe.

                              Kommentar


                              • Zitat von arathorn76 Beitrag anzeigen
                                Als Kinn- und Oberlippenbartträger nutze ich eine Halbmaske von 3M, Typ 6002C mit Filterklasse A1P2.
                                Der P2-Schutz ist durch Zusatzfilter auf den A1-Filtern realisiert. Man kann also den Staubschutz wechseln ohne den Kohlefilter zu wechseln. Beim Kauf des Kohlefilters ist ein Staubschutzfilter immer dabei und es wird empfohlen ihn mitzuwechseln..
                                Hallo arathorn76 , Du solltest besser A2-Aktivkohlefilter wählen, da Du hier eine bessere / höhere Schutzfunktion gegenüber Lösemitteln oder dergleichen hast - die Empfehlung vom Arbeitsschutz!
                                (Passende) Maskenkörper gibt es einzeln, Filter paarweise in den jeweiligen Schutzstufen.
                                Ich würde je nach jeweiliger Belastung den jeweiligen Filter wählen - das ist kostenschonender: Aktivkohlefilter bauen sich bei ständigem Luftkontakt schneller ab.
                                Entsprechend:
                                einen P2 Filter bei staubigen Arbeiten
                                bei Verarbeitung von lösemittel-haltigen Lacken oder Harzen den Aktivkohlefilter nutzen.
                                Die Kombination macht u.U. nur bei Lackiertätigkeit (beim Spritzen dann eher mit einem feinen Vorfilter gegen den Spritznebel ausgestattet) Sinn!
                                Gruß
                                Michael

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