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    Hallo zusammen,
    Ich habe von einem guten Bekannten einen alten Golf 2 relativ günstig bekommen. Motor usw. ist alles topp. Die Karosserie weist allerdings ein paar Roststellen auf, die ich gerne loswerden würde. Zum Lackierer gehen ist mir offen gesagt zu teuer.. Hat einer von euch schon Erfahrungen gemacht, mit selber schleifen, lackieren und dem ganzen Prozess? Wie sieht ihr vorgegangen und habt ihr ein paar Tipps auf Lager?
    Gruß!

  • Wenn Du "nur" Rostschutz haben willst oder wenn es schön aus sehen soll, gibt es verschiedene Wege. Hast Du einen Metalliclack?

    Nur Rostschutz geht recht simpel, erst gründlich schleifen, dann Reingen, Grundierung/Primer drauf und Farbe.

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    • Wenns zum Schluss auch noch gut aussehen soll ist es mit dem Enfernen vom Rost nicht getan, Rost ist umgewandeltes Metall, wenn du den entfenst hast du bestenfalls Dellen und schlimstenfalls Löcher im Blech. Hier muss dann das Material aufgefüllt werden, bei Dellen kanst Du spachteln oder, die meiner Meinung nach bessere Methode, verzinnen, das erfordert aber einiges an Übung. Diese Stellen musst Du dann verschleifen und lakieren.
      Wenn Du aber bereits Löcher hast wirst Du schweissen müssen, bei grösseren Stellen oder auch tragenden Teilen wie z.B. die Schweller kommen dann Reperaturbleche zum Einsatz die eingeschweisst werden müseen, auch hier muss dann wieder alles verschliffen und u.U. auch noch etwas gespachtelt / verzinnt werden.
      Lakieren in der Garage geht, wird aber gerade bei grösseren Flächen nicht sehr schön da du keine staubfreie Umgebung hin bekommst wirst Du Einschlüsse im Lack haben, hier ist dann wieder schleifen und nach lakieren angesagt und das wird in aller Regel fleckig.

      Noch was, bei tragenden Teilen (Schweller, Rahmen, Achsaufhängung, ...) schaut der TÜV zu recht genau hin, das sollte also akurat ausgeführt sein.
      Zuletzt geändert von –; 11.01.2018, 12:00.

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      • Bei mir war das damals ein Jetta 1, den ich als 17jährigen Gebrauchten bekommen hab...
        Schritt 1: Schleifen, was das Zeug hält. Drahtbürste, Drahtbürste in Bohrmaschine, Dreieckschaber... Alles was aussieht, als könnte es Rost sein muss weg. Gerade an den hinteren Radläufen hieß das bei mir dann
        Schritt 2: Bleche einschweißen. Hier rentierte sich bei mir damals der Gang in die Werkstatt
        Schritt 3-15: Spachteln und schleifen. Jedes Bisschen Arbeit, was Du dir an diesen Schritten sparst, rächt sich ca. 10fach
        Und dann:
        Füllern
        schleifen (fein! bei mir damals 220 auf dem Exzenter)
        Grundieren
        schleifen (fein!)
        Lackieren
        Bei Bedarf Klarlack (je nach Produkten mit Zwischenschliff oder nass-in-feucht)
        Bei Bedarf polieren

        Ich habe damals mit meiner Werkstatt folgenden Deal gemacht:
        Ich schleife, Rest machen die. Ich hätte das weder so gut noch so schnell geschafft.

        Tipp für die Zwischenschliffe: Auf Füller und Grundierung hat mir der Lackierer jeweils eine Dose Klapperlack in Kontrastfarbe draufgesprüht als Indikator: so lange die Kontrastfarbe zu sehen war hatte ich zu wenig geschliffen.
        Füller, Grundierung und Lack waren Einbrennlacke, die laut Lackierer sehr viel widerstandsfähiger sind.

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        • Habe zum Glück keinen Metalliclack. Der Lackcode ist LA3G (Classicrot). Durchgerostet ist so wie es aussieht noch nichts. Danke für die vielen und vor allem auch schnellen Antworten. Den Tipp mit dem Klapperlack als Indikator werde ich mir merken. Werde dann erst anfangen, wenn es wärmer ist, da es in meiner Garage nicht wirklich warm ist.

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          • Ich habe Lackierer gelernt. Was den Rost angeht, würde ich mir an deiner Stelle noch mal die Meinung eines KFZlers einholen. Beim besten Willen kann ich mir icht vorstellen, das ein Golf 2 noch keine größeren, strukturellen Rostschäden hat. Entweder wurde schon richtig Geld in die Kiste gesteckt, oder gut kaschiert.
            Schweller, A-Säule, Querträgerlager, Radläufe und Abschlussblech sind bei der Büchse eigentlich immer betroffen.
            Lackieren in einer Garage geht recht gut, wenn man weiß, wie und sie ausreichend groß ist. Du brauchts durchgängig mindestens einen Platz von einem Meter rund um das Auto und viel Licht. Die Decke der Garage gut abfegen, die Wände und das Tor mit Malerplane abkleben. Den Fußboden vor dem Lackieren gut nass machen, damit du beim lackieren keinen Dreck vonBoden und Wänden löst. Der Wagen muss gut vorbereitet sein. Vor dem Abkleben wirklich jeden Winkel des Autos mit Druckluft ausblasen, vorallem auch dir Reifrn und Radkästen. Dann das Fahrzeug, vorallem die Bereiche, auf die das Abdeckband geklebt wird, mit Silikonentferner reinigen. Sorgfältig abkleben. Große Flächen erst mit Folie vorkleben, dann die ganze Plastikfolie mit Zeitung abdecken. Zeitungspapier bindet den Lack besser, Folie verhindert das Durchschlagen den Farbe auf den abgedeckten Teil. Alternativ alles mit doppelt gelegtem Zeitungspapier abkleben. Auch die Reifen vernünftig abkleben. Von dort kommt auch sehr viel Dreck. Danach das Auto sehr gründlich nochmals mit Silikonentferner abreiben. Danach das ganze Fahrzeug mit einem Staubbindetuch abwischen. Dann gehts an eingemachte, das Lackieren. Die Vorbereitung solltest du machen, egal ob nur Füllern oder Decklack. Wichtig, nach dem Füllern das komplette Abdeckmaterial tauschen. Für den Decklack soll es nahezu streil sein, daher auch die Garage nochmals wie beschrieben vorbereiten und die komplette Folie erneuern, damit sich später kein Farbnebel von der Folie lösen kann und die Lackierung versaut.
            Bei einer Ganzlackierung in jedem Fall kurzen Härter und eine extra lange Verdünnung verwenden. Der Lack härtet schneller durch, bleibt durch die Verdünnung aber lang genug offen, um den Farbnebel noch aufzunehmen.

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            • Zitat von arathorn76 Beitrag anzeigen
              Schritt 1: Schleifen, was das Zeug hält. Drahtbürste, Drahtbürste in Bohrmaschine, Dreieckschaber... Alles was aussieht, als könnte es Rost sein muss weg. Gerade an den hinteren Radläufen hieß das bei mir dann
              Schritt 2: Bleche einschweißen. Hier rentierte sich bei mir damals der Gang in die Werkstatt
              Schritt 3-15: Spachteln und schleifen. Jedes Bisschen Arbeit, was Du dir an diesen Schritten sparst, rächt sich ca. 10fach
              Und dann:
              Füllern
              schleifen (fein! bei mir damals 220 auf dem Exzenter)
              Grundieren
              Grundsätzlich OK. Ich würde aber die Entrostung auf zugänglichen Flächen durch chemische Entrostung ergänzen. In Falzen und unzugänglichen Bereichen habe ich - auch über lange Jahre - ganz brauchbare Erfahrungen mit Fertan gemacht.
              Ich persönlich lackiere blankes Blech VOR dem Spachteln immer mit einer Epoxidgrundierung. Das wurde mir so mal von einem befreundeten Lackierer empfohlen, bisher habe ich damit nur positive Erfahrungen gemacht. Selbst die vor 20 Jahren instandgesetzten A-Säule, Schweller und Heckblech unseres 1984er Polo Coupés bist bis heute 100% rosfrei...

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