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Oberflächenbearbeitung Eichentisch

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  • Oberflächenbearbeitung Eichentisch

    Hallo zusammen,

    ich habe einen schönen Vollholz-Eichentisch. Die Oberfläche ist noch unbehandelt.
    Könnt Ihr mir einen Tipp geben, wie ich den Tisch behandeln kann, damit er gegen Wasserflecken u.ä. geschützt ist?

    Ich würde gerne natürlich Produkte verwenden wie Öl oder Wachs - oder komme ich nicht um einen Lack herum?

  • Hallo, SophiaS,
    vor ähnlichem Problem stehe ich: Mein Tisch ist im Laufe der Jahre rissig geworden, er müßte abgezogen werden. Entsprechende Beize habe ich, aber wie das mit der Oberflächenversiegelung ist, weiß ich nicht. Ich werde mal einen Profi fragen, denn mit Ballenmattierung möchte ich nicht daran gehen, obwohl ich damit gute Ergebnisse erzielte, solange keine Feuchtigkeit im Spiel ist - und auf dem Tisch steht manchmal eine Vase...
    Wenn Du nicht beizen willst, überlege, ob es nicht ein Wachsanstrich tut. Der ist Wasserabweisend, den kann man mit Haushaltsreinigern bearbeiten, ohne daß er es krumm nimmt. Habe ich am Nachttisch in meinem Schlafzimmer, wo auch manchmal, als Schlummertrunk eine Limonade ausgekippt wurde. Nach dem folgenden Arbeitstag weggewischt ohne Probleme, obwohl das schon angetrocknet war. Ob sich dieses Wachs allerdings mit Beize verträgt, weiß ich (noch) nicht.
    Alles Gute
    Ekaat+++

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    • Hallo Sophia,
      wenn Du keinen Hochglanz brauchst würde ich Hartöl empfehlen, da es leicht zu verarbeiten ist und "natürlich". Ich habe bisher noch nie Hartöl auf Eiche verwendet, aber auf vielen anderen Hölzern und es war immer unkompliziert.
      Mit Wachs hatte ich schön häufiger schlechte Erfahrungen gemacht, wenn es um Hitze geht, deshalb würde ich eher abraten, aber da sind die Wachse wohl auch verschieden.

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      • bei richtiger Verarbeitung ist Öl als Oberfläche vollkommen ausreichend.
        wichtig ist dabei die Holzoberfläche nicht zu fein vorzuschleifen !
        am besten mit 150 Körnung vorschleifen, dann Holzöl satt auftragen und 5 Minuten einziehen lassen... dann den Überschuß (Pfützen) mit dem leeren abgestreifen Pinsel abnehmen. Anschliessend das noch nasse Öl !! mit Körnung 240 mit einer Schleifplatte einschleifen. Dadurch presse ich das Öl tiefer in die Holzporen und die Oberfläche wird herrlich glatt. Dann noch das Restöl und den Schleifstaubrückstand mit nem weichen fusselfreien Tuch abnehmen und 2 Stunden trocknen lassen. Danach kann man nochmal ne dünne Schicht Öl mit dem Pinsel auftragen.

        bei Öl auf Leinölbasis ist darauf zu achten das Leinöl-getränkte Lappen selbstentzündlich sind.

        Tolle Oberflächen hab ich selbst schon mit Brillantöl von Clou erzielt, das Öl enthält Perlmutt und gibt eine leicht antik wirkende, silbrig schimmernde Oberfläche.
        (hab das auf Buche gemacht....echt toll)

        grüssle
        sonouno

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        • Hallo zusammen,

          vielen vielen Dank für Eure guten Tipps. Dann werde ich es Mal mit Öl versuchen. Eine Frage hab' ich noch: Dunkelt dann die Oberfläche nach Behandlung eigentlich nach? Davor hab ich ein bisschen Bammel. Ich finde den etwas helleren Braunton des Tisches sehr schön und hätte ihn ungern dunkler. Was sind Eure Erfahrungen?

          Grüße
          SophiaS

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          • Zitat von sonouno
            bei Öl auf Leinölbasis ist darauf zu achten das Leinöl-getränkte Lappen selbstentzündlich sind.
            Auch das Zewa-Papier, mit dem ich meine Finger abwische? Und wenn ich den Pinsel nicht richtig auswasche, kann der sich auch entzünden?

            Ist Holzöl eigentlich dasselbe wie Leinöl?

            Ich hätte noch mehr Fragen, belasse es aber erst mal bei den zweien.

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            • jupp, das Zewa auch....
              ausgewaschene Pinsel nicht.

              die Holzöle am Markt sind meisst alle auf Leinölfirnis (doppelt gekocht) aufgebaut und mit Terpentin verdünnt.
              enthalten sind so 30 - 40 % je nach Hersteller.
              Bio-Holzöle enthalten dann meisst noch Orangenterpene oder sind mit Balsamterpentin
              verdünnt. Meisstens ist noch ein Trockenstoff enthalten (Kobaltsikkativ oder Eborit-Lacktrockner)
              reines Leinöl verwendet man selten da es schlecht trocknet und nachklebt und auch bisschen muffig richen würde.

              frag nur, kein Problem...
              grüssle
              sonouno

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              • Zitat von sonouno
                jupp, das Zewa auch....
                Ooohhhhh!! Das Zewa liegt noch auf meinem Arbeitstisch.
                Wie entsorge ich das dann richtig? Nicht das meine Tonne dann brennt, die Garage, das Nachbarhaus, das halbe Dorf ... Oh Gott ...
                Ich packe es gleich raus in den Schnee. Wie funktioniert das denn mit der Selbstentzündung?

                Auf meiner Flasche mit Leinöl steht kurioserweise nichts drauf. Ich habe sie auch nur gekauft, weil ich keine Patina bekommen habe. Damit habe ich vor Jahren meine Spanschachteln mit Bauernmalerei behandelt und sie damit wischfest gemacht. Lacke möchte ich ungern benutzen.
                Leinöl soll eigentlich genau so wie Patina sein. Stimmt aber nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Es zieht ins Holz ein und es sieht dann aus wie nicht behandelt. Erst wenn ich etwas Wasser auftropfe, sieht man, dass die Schachtel behandelt ist.
                Bei einem Vogelhäuschen habe ich das Leinöl dicker aufgetragen. Jetzt glänzt eine Seite des Daches mehr als die andere. Auch wieder nicht gut.

                Jedenfalls danke ich Dir erst einmal für Deine schnelle Antwort. Und jetzt gehe ich Haus und Leben retten.

                Liebe Grüße
                Vera

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                • Hallo in die Runde,

                  wie sieht die fertige Oberfläche aus? Gibt Öl nicht auf Dauer Flecken z.B. auf einer Tischdecke? Oder zieht es vollständig ein?
                  Muss man die Anwendung regelmäßig wiederholen?

                  Ich habe bisher gebeizt und anschließend mit Klarlack versiegelt. Sieht gut aus und hält ewig. Gibt es auch auf Wasserbasis und sit daher zwar nicht "BIO" aber aber auch nicht schlimmer als Öl, denke ich.

                  Gruß Stefan

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                  • @Verale
                    EIN Zewa is sicher nich die grosse Gefahr... aber ein komplett getränkter Lappen zusammengebauscht KANN sich selbst entzünden.

                    evtl hilft auch mal googeln: http://de.wikipedia.org/wiki/Lein%C3%B6lfirnis

                    @Kindergetümmel
                    Der Unterschied liegt in der Haptik... geölt langt sich halt anders an als ne Lackfläche.
                    Mit ner weissen Tischdecke hast du recht... das Öl sollte gut trocknen bevor man ne Tischdecke auflegt.
                    Lack kann halt evtl reissen (je nach Holz und Verarbeitung) und das Holz bekommt dann graue Stellen wenn Feuchtigkeit eindringt.
                    bei ner geölten Fläche kann man das halt dann partiziell ausschleifen....bei Lack heissts dann komplett neu aufbauen.

                    grüssle
                    sonouno aka Christof

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                    • Zum Thema Farbe:
                      Ähnlich wie Klarlack hat Holzöl meist einen leicht gelblichen Farbton, der aber meiner Meinung nach den natürlichen Farbton des Holzes nur kräftiger wirken lässt und nicht verfälscht.
                      Der Eichentisch wird im Laufe der Jahre sicherlich dunkler werden, das kann man eigentlich nicht verhindern, nur durch farbige Lasuren übertünchen. Es kann aber schwer werden, da einen gefälligen Farbton zu finden. Außerdem scheinen mir die meisten Lasuren für einen Esstisch nicht beständig genug, wenn dann sollte man es wohl mit Lacklasuren, z.B. Clou probieren.
                      Von einem Kunden habe ich einmal efahren, daß man Hartöl mit anderen farbigen Ölen "abtönen" kann. In jenem Fall mit "Fernol" einer dunkelbraunen Holzpolitur.
                      Das wird aber sicherlich negative Folgen auf die Eigenschaften des Hartöls haben und sollte erstmal umfassend ausprobiert werden, bevor man es am "lebenden" Möbelstück ausprobiert.
                      Michael

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                      • Die meissten Öle und Lacke feuern das Holz an ( heisst Oberfläche sieht dann so aus wie das Holz in nassem Zustand) Lasuren sind immer ein Farbpigmentauftrag....find ich nich so doll...bei dunklen Tönen sieht es schlierig aus und die Maserung kommt nicht mehr so schön raus. Fernol dunkel ist eine reine Möbelpolitur...also nicht direkt auf Holz zu verwenden... soll ja nur Pflege von lackiertem Holz sein um kleine Kratzer zu retuschieren.
                        Für die Lackierung verwendet der Schreiner 2 Komponenten Lacke meisst auf Acryl-PU-Basis (lösemittelhaltig !) und wenns hell bleiben soll mit optischen Aufhellern (Rohholzeffektlack) (argxx, wird wieder ein Roman...hihi)
                        sonouno

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                        • Zitat von sonouno
                          Die meissten Öle und Lacke feuern das Holz an ( heisst Oberfläche sieht dann so aus wie das Holz in nassem Zustand) Lasuren sind immer ein Farbpigmentauftrag....find ich nich so doll...bei dunklen Tönen sieht es schlierig aus und die Maserung kommt nicht mehr so schön raus. Fernol dunkel ist eine reine Möbelpolitur...also nicht direkt auf Holz zu verwenden... soll ja nur Pflege von lackiertem Holz sein um kleine Kratzer zu retuschieren.
                          Für die Lackierung verwendet der Schreiner 2 Komponenten Lacke meisst auf Acryl-PU-Basis (lösemittelhaltig !) und wenns hell bleiben soll mit optischen Aufhellern (Rohholzeffektlack) (argxx, wird wieder ein Roman...hihi)
                          sonouno
                          Nein, nein, nur zu :-) ... krieg ich die Lacke mit optischem Aufheller auch im Baumarkt?

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                          • nee, das sind Profi-Produkte also 2 K-Lacke zum Spritzlackieren<<nur im Fachhandel.

                            ich würde dir empfehlen normales Holzöl (z.b. von Clou) zu verwenden und gut einschleifen.
                            sollte der Tisch später mal nachdunkeln würd ich dann mit Clou Brillantöl (Perlmutteffect)
                            nachbehandeln und so aufhellen (kann man natürlich auch sofort machen)

                            grüssle
                            sonouno

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