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Brunnen bohren: Was ist beim Selbermachen zu beachten / wie ist vorzugehen?

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  • Brunnen bohren: Was ist beim Selbermachen zu beachten / wie ist vorzugehen?

    Diesen Sommer haben wir unseren kleinen Garten fast ausschliesslich mit Wasser aus dem Wasserhahn gegossen und sind schon auf die Rechnung gespannt.
    Wir haben zwar eine 2000 Liter Regentonne. Die war aber größenteils leer. - Ein Gartenwasserhahn mit eigenem Zähler fällt als zukünftige Alternative aus. Ein Brunnen wäre aber möglich. Den muß man in Berlin nicht zwingend genehmigen lassen, nur das Vorhaben anzeigen. Sollte der Brunnen genehmgungspflichig sein (Altlasten etc.), prüft das die Behörde von selbst und gibt dann Bescheid.
    Jetzt denke ich darüber nach, den Brunnen selbst zu bohren. Ist das ratsam, wenn man sowas noch nie gemacht hat, oder sollte man lieber einen Fachmann ran lassen? Mit schwerem Gerät wäre das aber nicht möglich, da unser Garten nur durch die Wohnung zu erreichen ist.
    Wie tief das Grundwasser 'liegt', weiß ich nicht. - Wir wohnen aber nahe der Spree (200m) und in der 2m tiefen Baugrube nebenan sammelt sich schon Wasser. Ich weiß, dass das noch nicht das 'richtige' Grundwasser ist, aber wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Wasserlache schon erstaunlich. - Die Chance, in relativ geringer Tiefe auf Wasser zu stoßen, ist also relativ hoch.

    Also Fachmann oder Selbermachen? - Wenn Selbermachen, dann wie vorgehen?

    Schonmal Danke für Eure Ratschläge.

  • Uiuiuiui, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Sagt man doch so,oder? Doch das wäre mir ne Nummer zu groß, wenn ich mir zu dem Thema auf YT so manche Videos anschaue.

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    • Hi ,
      ich würde mal beim Gartenamt anrufen . Die können dir sagen wie das Gelände bei euch beschaffen ist ( Sandig / Steinig / Lehm usw)
      Die wissen auch meistens in welcher Tiefe ihr schon an Grundwasser kommt , ansonsten gibt dir die /Untere Wasserbehörde/ Informationen .
      Wenn du den Brunnen schlagen möchtest , ist es wichtig zu wissen wie der Boden beschaffen ist . Denn bei Sandigem Boden versandet dir die Spitze zu schnell und bei steinigem haust du dir die Spitze kaputt .
      Ich habe hier in Düsseldorf eine Firma im Auge , die auch mit schwerem Gerät durch normale Türen kommt . Also sollte unser Grundwasserbrunnen mal versiegen , so werde ich es nächstes mal von der Firma machen lassen . Die ca 600 - 700 Euro wären es mir wert .

      Übrigends , wir haben meistens erst im Herbst Probleme mit dem Grundwasser , letztes Jahr hatten wir im September bis Februar kein Wasser in 11 Meter tiefe , da laut Unterer Wasserbehörde im Frühjahr zu wenig geregnet hat als die Vegetation zu wachsen begann .
      Vor paar Jahren hatten wir im Oktober schon kein Wasser mehr .
      Den heißen Sommer werden wir auch bald erst merken .....
      Aber ich finde es vernünftig Brunnenwasser für den Garten zu nutzen ​​​​​​​

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      • Schau mal hier der Link , dort siehst du wie die Arbeiten ... das wäre die Firma die ich beauftragen würde ---> Brunnenbaufirma

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        • Mein Dad hat vor mehr als 10 Jahren mal nen Brunnen bohren lassen. Die kamen mit großem Gerät und mussten 38m tief Bohren, bis es eine vernünftige Wasserführende Schicht gab. Hat an die 20.000 gekostet damals. Da hängt ne Tiefenpumpe drin mit Druckbehälter usw, das volle Programm.
          Nur soviel dazu...

          Wenn du nur nen Grundwasser-Brunnen bauen möchtest, musst du vorher prüfen lassen, ob du ausreichend Grundwasser im Garten hast. Sonst wird das Ding ganz schnell trocken laufen. Zudem sollte man den Eisenhydroxid-Gehalt des Wassers bestimmen (wichtig für die Qualität der Pumpe, oder wenn es auch als Trinkwasser dienen soll...), denn sonst kommt es zur Verockerung.
          Selber bohren, wenn der Garten nicht zugänglich ist für schweres Gerät, halte ich für sogut wie unmöglich.

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          • Sehr interessantes Thema mit dem wir uns auch grad beschäftigen, bzw. meine Frau den die möchte unbedingt einen Brunnen.
            Wirtschaftlich ist das Ganze nicht. Soviel kann man gar nicht sparen, bzw. müsste man schon eine Menge verbrauchen. G'scheite Regentonnen im Garten die vernünftig aussehen kosten ähnlich viel. Dann doch lieber bohren.

            Im ersten Haus habe ich mal versucht einen Brunnen selbst zu schlagen. Dazu habe ich ein verzinktes 1" Rohr genommen, im unteren Bereich des Rohres viele große Löcher gebohrt. Also auf eine Lange von ca. 50 cm. Dann eine Spitze aus Vollmaterial angeschweißt und das Rohr mit einer Ramme ca. 5,5 Meter in den Boden getrieben.
            Bei uns haben wir Lehmboden gehabt. Kleinere Steine drückt man weg. Etwas größere sprengt die Spitze und bei großen ist dann Feierabend und du must neu ansetzen. Deswegen, wie Bine schon geschrieben hat, ist die Bodenbeschaffenheit wichtig.
            Auf das Rohr habe ich mit einer Kluppe ein 1" Gewinde geschnitten und eine Schwengelpumpe drauf gesetzt. Wasser war da aber leider zu wenig. Will man der Sage Glauben schenken, dann soll sich im unteren Bereich eine Wasserblase bilden die nach und nach immer größer wird. Hat damals bei mir nicht geklappt.

            Jetzt wollen wir auch eine Firma mit Bohrgerät beauftragen. Bei uns wird deutlich mehr verlangt. Wir wollen aber auch die sichere Variante, also einen Tiefenbrunnen wo ich eine Pumpe versenken kann (Rohr DN 125).

            Hier mal ein paar Links von mir.
            Allgemein
            Firma
            Firma

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            • Ihr dürft wenigsten noch selbst Hand anlegen.
              Bei uns darf das laut Aussage von der unteren Wasserbehörde nur eine Zertifizierte Fachfirma die auch einen Zähler setzen muß, da bin ich nebst Genemigungen und dem ganzen Tamtam schnell bei über 1000€.
              Im Nachbarort wurde einer von den lieben Nachbarn angeschissen weil er selbst gebohrt hat und mußte das ganze vier stellig bezahlen und das Loch zu machen.

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              • Ist ja auch richtig so! Stell Dir vor, jeder 2. würde das Grundwasser abzwacken, dann gäbe es keins mehr!

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                • Zitat von ConanDerBarbar Beitrag anzeigen
                  Ist ja auch richtig so! Stell Dir vor, jeder 2. würde das Grundwasser abzwacken, dann gäbe es keins mehr!
                  Kommt drauf an wofür. Wenn du es im Haus nutzt ist es sicher nicht ok. Im Garten gebe ich es ja zurück

                  @Mathias .... das mit den über 1000€ kommt schon hin, deswegen meine ich ja ..... wirtschaftlich ist was anderes. Aber man ist halt unabhängig.

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                  • Natürlich lohnt sich nur ein Grundwasserbrunnen wenn man einen großen Garten hat der viel gewässert werden muss , oder man hat einen Teich .
                    Unser Garten ist 1000qm groß und wir haben einen Koiteich von 45 000 Liter wo oft das Wasser gewechselt werden muss .
                    Hier lohnt sich die Tiefenbrunnenpumpe und der Brunnen auf jeden Fall .
                    Alleine für die Pumpe zahlt man schon ab 300 Euro . Aber Wassertechnisch lohnt es sich auf jeden Fall bei uns . Ich gieße mindestens 1,5 Stunden am Tag , da möchte ich nicht wissen wie viel Wasser das im Jahr ist . Auch wenn Wasser ( Brauchwasser ohne Abwasser) noch nicht so teuer ist , so läppert es sich auf jeden Fall.


                    Wir duschen mit dem Wasser , spülen damit . Noch haben wir es nicht auf Trinkwasserqualität testen lassen was je nach Labor zwischen 60 -120 € kostet .
                    Sagen wir mal so , wir haben noch keine Pusteln und noch die Haut am Leib



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                    • Danke Euch für die Rückmeldungen und Tipps. Als erstes lese ich heraus, dass man das von einer Firma machen lassen sollte. Ich probiere zwar gern Neues aus, es sollte dann aber auch funktionieren, mal abgesehen von der Schinderei, die man als Laie bestimmt auch noch hat.
                      Finanziell amortisieren wird sich der Brunnen bei uns sicher nicht oder erst in 20 Jahren, wenn es weiter im Sommer so trocken bleibt. - Bei der ganzen Idee geht es auch ums Gewissen und darum, unabhängig von Regen und Wasserwerk zu sein.
                      Heute ist mir noch eingefallen, dass wir in Berlin Wasser mit einer Härte größer 20 haben, wahrscheinlich auch im Grundwasser. - Unser Trinkwasser aus der Leitung und damit auch das aktuelle Gießwasser ist aber enthärtet, da wir eine Enthärtungsanlage im Keller haben. Wenn ich dann das harte Brunnenwasser durch meine Beregnungsanlage mit Perlschläuchen, Tropfregnern und Mini-Düsen schicke, kann ich die wahrscheinlich jedes Jahr tauschen. - Das brauche ich nicht.

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                      • Hi Kaos ,
                        mit der Härte magst du Recht haben . Wir haben hier ein Härtegrad von 26 und wenn ich mit meinen Flächenregner arbeite sieht man das auf allen Blättern . Kalk überall und ich nehme an , das du deine Tropfenregner öfter wechseln musst .
                        Ich muss mehrmals im Jahr meine Düsen von den Sprenklern usw entkalken .
                        Hast du Nachbarn die schon einen Brunnen haben und dir sagen können wie tief sie sind ? Wenn es nicht so tief ist , würde ich es mal versuchen bevor du dein Vorhaben ganz dran gibst . Zumindest kannst du ja deine Regentonnen damit füllen , der Kalk setzt sich überall ab und dann ist das Wasser auch weicher .

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                        • Jan, wir werden morgen da mal drüber reden. So von Kalkauge zu Kalkauge. Wir haben nämlich auch deutlich über 20 Härtegrade.

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                          • Muß man das nicht beim Gemeindeamt vorher bewilligen lassen?

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                            • Zitat von Bine Beitrag anzeigen
                              Hi Kaos ,
                              mit der Härte magst du Recht haben . Wir haben hier ein Härtegrad von 26 und wenn ich mit meinen Flächenregner arbeite sieht man das auf allen Blättern . Kalk überall und ich nehme an , das du deine Tropfenregner öfter wechseln musst .
                              Ich muss mehrmals im Jahr meine Düsen von den Sprenklern usw entkalken .
                              Hast du Nachbarn die schon einen Brunnen haben und dir sagen können wie tief sie sind ? Wenn es nicht so tief ist , würde ich es mal versuchen bevor du dein Vorhaben ganz dran gibst . Zumindest kannst du ja deine Regentonnen damit füllen , der Kalk setzt sich überall ab und dann ist das Wasser auch weicher .
                              Nein, keine Nachbarn mit Brunnen. Wir wohnen in einer Reihenhaussiedlung und haben mit Abstand die meisten Pflanzen und die höchsten (Bambus mit 4m Höhe).
                              An einen eigenen Brunnen hat hier bisher noch keiner gedacht. - Manche giessen nichtmal ihren Rasen / Hecke und wundern sich, dass das Grünzeug nicht wächst.

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