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Mikroplastik in der Blumenerde

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  • Mikroplastik in der Blumenerde

    Vor ein paar Tagen habe ich einige Säcke Blumenerde gekauft. Beim Einladen meinte ein Nachbar auf dem Parkplatz, dass er Derartiges nicht mehr kaufen würde, da diese Erde total mit Mikroplastik durchsetzt sei. Er habe dies aus einem Bericht im TV.

    Leider war er in Eile, sodass ich ihn nicht nach Details fragen konnte.

    Weiß jemand etwas Genaueres über diese Sendung bzw. deren Inhalte? Oder kennt vielleicht jemand eine seriöse Quelle zum Thema?

    Letztlich geht es auch um eine sachgerechte Entsorgung bzw. Weiterverwertung von Plastikmüll.

    Schon mal vorab vielen Dank.

  • Ich kenne zwar die Sendung nicht kann aber durchaus bestätigen, dass man immer wieder Fremdstoffe (meist Kunststoffe) in Blumenerde findet. Auch die teuren Markenprodukte sind hier nicht ausgeschlossen. Am häufigsten sind sichtbare Kunststoffteile in billige Blumenerde zu finden. Diese Erde stammt meist aus Kommunale Kompostierungsanlagen und obwohl dort recht gut sortiert wird gelangen trotzdem Fremdstoffe in den Kreislauf und so kommen diese zurück in den Garten. Würden jene die Grünabfälle usw. von vornherein rein halten würde sich dieses Problem deutlich verringern lassen.

    Bezüglich Mikroplastik so muss man - leider - sagen, dass das Zeug überall in unsere Umwelt zu finden ist. Ich würde schätzen, dass es kaum noch ein Fleck in Europa der davon nicht betroffen ist. Gerade weil die Teilchen so klein sind können sich diese wie Staub verhalten und werden durch die Luft gewirbelt.

    Was die sachgerechte Entsorgung angeht so sind auch hier durchaus Bedenken angebracht. Es wird zwar viel Kunststoff gesammelt doch vieles davon wird nicht recycelt sondern entweder verbrannt oder in einer Deponie verbracht. Seriöse Quellen gibt es zu diesen Themen ausreichend doch ein Problem bleibt. Es ist immer davon abhängig wer etwas von sich gibt und da gibt es schon Unterschiede zwischen den sogenannten Expertenmeinungen.

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    • Ich denke auch, dass die in den Kommunen gesammelten und verarbeiteten Grünabfälle alle Plastik enthalten, der dann einfach klein geschreddert wird und mit der Erde dann an uns weiter verkauft wird. Ich bevorzuge deshalb meinen Kompost selbst zu machen und da bekomme ich mit der Zeit auch gute Erde

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      • abgesehen davon, daß das ein bekannt großes Problem ist, stellt sich die Frage wie ich Mikroplastik erkennen und handhaben soll, um es zu entsorgen??
        Soll man mit Lupe respektive Mikroskop da aussortieren? Sowas ist ja undenkbar, ergo bliebe nur eine Abfall-Verbrennung übrig, wenn man es so genau nehmen möchte.

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        • Stromer Alles was kleiner als 5 mm ist gilt als Mikroplastik. Lupe oder Mikroskop wirst Du da wohl nicht brauchen

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          • Janinez

            Natürlich kompostieren wir auch, aber da wir in den letzten Tagen ein großes Blumenbeet neu angelegt haben, schien der Kauf von Blumenerde ein sinnvoller Weg zu sein.

            George1959

            ich vergaß zu erwähnen, dass die von mir gekaufte Blumenerde tatsächlich aus einer überregionalen Kompostieranlage stammt. Dort wird aber, so jedenfalls wird von Betreiberseite versichert, ausschließlich der Grünschnitt verarbeitet, den Kommunen und Privathaushalte anliefern.

            Soll ich jetzt also annehmen, dass diese Aussage eine gar nicht so fromme Lüge sei?

            Bei der Anlieferung achtet jedenfalls ein Mitarbeiter des Betriebes mit Argusaugen darauf, dass es sich wirklich um reines Grüngut handelt. Da müsste ja dann in der zentralen Anlage sonst etwas noch zusätzlich untergemischt werden. Ist das denkbar?

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            • Der Mitarbeiter wird auch mal abgelenkt sein oder Pause haben sodass er vielleicht nicht alles mitbekommt und ob immer sichergestellt ist das sich im Grünschnitt der Kommunen nicht doch noch der eine oder andere Kunststoff befindet bezweifel ich auch sehr.
              Bei der Deponie bei mir in de Nähe sind auch mehrere Mitarbeiter damit beschäftigt aufzupassen das ja alles in den richtigen Containern landet. Aber dann halten die mal eine kurze "Dienstbesprechung" ab und bekommen nicht mit das jemand die Tüten mit Rasen oder Grünschnitt komplett im Container versenkt statt sie auszuleeren.
              Und diese Kunststofftüten werden dann mit geschreddert und wieder in den Gärten der Kunden verteilt.

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              • solche Fragen kann Tante Google leicht beantworten... habe die Sendung auch gesehen ( glaube es war der NDR ? ) ... nur... laßt Euch deshalb nicht
                verrückt machen Leute... Mikroplastik kann bei direkter Nahrungs-Aufnahme zu Problemen führen... wenn das Zeug noch nicht gealtert ist... und
                darum noch scharfe Bruchkanten hat !.... die Fische, welche daran verenden... halten größere Stücke für Beute und schlingen das Zeug eine...
                mit entsprechenden Folgen .... NUR .. den Fisch, welchen man z.B. in der " Nordsee " auf dem Teller serviert bekommt... hat 100%tig kein Plastik
                drinnen ! .. das ist rein physikalisch nicht möglich ! ... Also... laßt Euch nicht verrückt machen !
                So ist auch das zerkleinerte Plastik-Granulat im Kompost nur so schädlich wie z.B. kleine Steinchen ( Split usw. ! ) im Erdreich !.. Auch im SALAT
                wird Niemand das Plastikzeug finden... denn das Grünzeug zuvor ordentlich abspülen ist alte Hausfrauen-Tradition !
                UND die Plastik- oder Glassplitter in div. Lebensmitteln bei Rückrufaktionen sind Bruchteile von den Produktions-Automaten... nicht
                ausschließen könnte man da gewisse Sabotage... arme IRRE gibt's leider Überall !
                Anbei bemerkt... div. Bakterien im Meer fressen den Plastik langsam aber sicher auf... ist ja letztlich eine Kohlenstoffverbindung !
                solche Dinge passieren mit der Zeit auch bei Öl-Schiffbrüchen !
                Gruss....

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                • Vor ein paar Jahren haben wir in einem großen Baumarkt Graberde gekauft. Es war erschreckend was meine Frau und ich in dieser Erde gefunden haben.

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                  • Tatsächlich, es findet sich ein Artikel im Netz, der vom NDR eingestellt wurde.

                    https://www.ndr.de/ratgeber/verbrauc...ompost206.html

                    Nur ist es leider so, dass Mikroplastik keineswegs so harmlos ist, wie Hazett dies darstellt. Im besagten Artikel wird darauf verwiesen, dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass dieses Zeug über die Nahrungskette nicht nur bei Vögeln, sondern auch bei uns ankommt.


                    Orka108

                    Das Problem, dass schlafmützige Bedienstete mal den einen oder anderen Plastiksack übersehen, kann man natürlich nicht ausschließen. Aber glaubst Du wirklich, dass durch diese Nachlässigkeit die gesamte Blumenerdeproduktion komplett verseucht wird?
                    Das erscheint mir angesichts der Mengenverhältnisse doch etwas zu unwahrscheinlich. In dem oben verlinkten Artikel wird darauf hingewiesen dass in allen Proben von acht verschiedenen Anbietern Plastik enthalten war.
                    Auf besagte Mitarbeiter der Bauhöfe zu verweisen, ist da doch wohl zu kurz gegriffen.

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                    • Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen

                      ich vergaß zu erwähnen, dass die von mir gekaufte Blumenerde tatsächlich aus einer überregionalen Kompostieranlage stammt. Dort wird aber, so jedenfalls wird von Betreiberseite versichert, ausschließlich der Grünschnitt verarbeitet, den Kommunen und Privathaushalte anliefern.

                      Soll ich jetzt also annehmen, dass diese Aussage eine gar nicht so fromme Lüge sei?

                      Bei der Anlieferung achtet jedenfalls ein Mitarbeiter des Betriebes mit Argusaugen darauf, dass es sich wirklich um reines Grüngut handelt. Da müsste ja dann in der zentralen Anlage sonst etwas noch zusätzlich untergemischt werden. Ist das denkbar?
                      Das ist bei uns auch so. Mein Nachbar war Betriebselektriker bei unsere Kompostierungsanlage (zuständig für den Landkreis) und der hatte mich einige Male an den Wochenenden mitgenommen. So konnte ich genau sehen wie das dort funktioniert. Natürlich arbeiten sie mit allerlei Technischen Hilfsmittel um bestmöglichst alle Fremdkörper zu entfernen doch 100% gibt's halt nicht. Ich würde also nicht von einer "Lüge" sprechen aber der Betrieb wird sich hüten Dir zu sagen das doch etwas durchkommt. Es gibt mit angrenzender Wahrscheinlichkeit sogar Toleranzgrenzen für den Anteil Fremdstoffe doch gelesen habe ich das noch nicht.

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                      • Zitat von Ottomar Beitrag anzeigen
                        T
                        Auf besagte Mitarbeiter der Bauhöfe zu verweisen, ist da doch wohl zu kurz gegriffen.
                        Meine Antwort bezog sich auf deine Aussage das bei der Anlieferung ein Mitarbeiter mit Argusaugen darüber wacht das nur reines Grüngut angeliefert wird. Und dieser Mitarbeiter kann durchaus abgelenkt sein beispielsweise durch Fragen von Anlieferern oder auch mal durch ein Gespräch mit Kollegen. Das ist normal oder kannst du das ausschließen?
                        Des weiteren habe ich nur beispielhaft erläutert das so trotz Aufsicht durchaus Plastiksäcke in dem Grüngutcontainer landen und mit geschreddert werden.
                        Ich habe nicht behauptet das so ganze Produktionen komplett verseucht werden

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                        • Sofern die Anlieferung direkt bei der Kompostierungsanlage erfolgt und dort kontrolliert wird ist das ja noch eine Form von Idealfall.

                          Beispiel Stadt Schwabach vor ca. 5 Jahren: ich wollte meinen Weihnachtsbaum dort abliefern. Kompostierung und Abgabe von Gartenabfällen findet in einer etwas abgelegenen Ecke des Wertstoffhofes statt. An der Eifahrt ist ein Büro (Wägeplatz für große / kommerzielle Anlieferungen). Dort gefragt, wo ich hin muß. Antwort: "Dort die Ecke. Ist wirklich kein Lametta dran?" Nach meiner Antwort durfte ich ohne Begleitung (und allem Anschein nach unbeobachtet) abladen.

                          Beispiel Stadt Ansbach vor einem Jahr: Anlieferung an Kompostierungsanlage nur zu Zeiten, wo ich ohne Urlaub nicht hinkomme. Also Anlieferung an einem der unbeaufsichtigten Containerstandorte. Ich fand eine vertrocknete Tanne ohne Wurzeln aber mit einer 10m langen LED-Lichterkette. Die Federkontakte im Batteriegehäuse waren verrostet. (Die Kette liegt jetzt bei mir im Keller und bekommt neues Batteriegehäuse).

                          Wenn hier also Plastik im Kompost enthalten ist bin ich nicht überrascht.

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                          • Offensichtlich sind die Gepflogenheiten bei der Anlieferung lokal sehr unterschiedlich.

                            Unterm Strich sieht es wohl so aus, dass der gefoppte Kunde davon ausgehen muss, dass er munter an der Plastikspirale mitdreht.


                            Wie könnte man dies vermeiden, wenn man größere Mengen Blumenerde benötigt, das Kompostaufkommen bei einem Zweipersonenhaushalt aber hinten und vorne nicht reicht?

                            Wie macht Ihr das, oder ist Euch die Sache kein Problem?

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                            • Ich für meinen Teil habe ehrlich gesagt keine Idee, wie ich aktuell Plastik in der Blumenerde zuversichtlich umgehen könnte.
                              Ich kann meine Blumenerde derzeit nur kaufen.
                              Zum Aussieben ist die Mikroplastik zu klein.
                              Erde wässern (verflüssigen), um das Plastik auszuschwämmen? Zeitaufwand und Wasserverbrauch stehen für mich dagegen. Statt frischer, lockerer Blumenerde hätte ich danach Matschepampe für den Sohn...

                              Daher bleibt für mich erstmal nur die Hoffnung, dass die Konzentration der Stoffe, die nicht einfach nur durch die Nahrungskette gespült werden, sondern tatsächlich im Stoffwechsel landen, gering genug ist um keine großen Auswirkungen zu haben.
                              nicht zufriedenstellend, ich weiß. Aber gib mir/der Menschheit "Die Idee"...
                              Man könnte sich höchstens noch Proben der Erde von lokalen Quellen anschauen bevor man Mengen kauft

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