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Hilfe! Meine Wände sind weich, typisch Altbau. Eure Tipps zum Bohren in Altbauwänden.

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    Hilfe! Meine Wände sind weich, typisch Altbau. Eure Tipps zum Bohren in Altbauwänden.


    Mein Elternhaus ist ein altes Gebäude, mindestens schon 150 Jahre alt. Da gibt es so einiges an Unzulänglichkeiten, wenn man etwas an Wand oder Decke anbringen will.

    Die Wände sind aus einem nicht sonderlich hochwertigen Ziegel, da kann man schon fast mit dem Finger ein Loch rein bohren. Die Fugen dazwischen sind breit und aus bröseligem Mörtel. Der Putz auf der Wand entspricht der übrigen Qualität, da kommt einem beim Tapezieren schon mal ein halber Quadratmeter entgegen ...
    Das Haus hält zwar irgendwie noch zusammen, aber da was an die Wände zu hängen ...

    Was würdet Ihr da empfehlen, wie man da sinnvoll was aufhängen kann?

    Die Decken sind auch nicht besser. Da hängt nur ein loses Lehm-Stroh-Gemisch zwischen den Balken, also sogenannte Fehlböden. Wenn man was da hinhängen will, wo gerade ein Balken ist ... Glück gehabt. Aber sonst? Wie hängt man da was an solchen Decken auf?

    Zitat von JoergC Beitrag anzeigen
    Die Wände sind aus einem nicht sonderlich hochwertigen Ziegel, da kann man schon fast mit dem Finger ein Loch rein bohren. Die Fugen dazwischen sind breit und aus bröseligem Mörtel.
    So Ähnlich war unsere erste Wohnung auch, echt schwer, da was richtig zu machen. Bohrst du mit Schlag fällt die halbe Wand zusammen, bohrst du ohne Schlag verläuft die Spitze wegen unterschiedlichen Härten im Gestein und das Bohrloch wird grottig schlecht.

    Wir haben, wo möglich, erstmal alles mit Hartmetallnägeln aufgehängt, die machen nicht so viel Kaputt.
    Wenn das nicht möglich ist, langsam und mit Druck bohren. Falls das Bohrloch verläuft gibt es diese Gipsbandagen von Fischer.
    Die macht man Nass und wickelt sie um den Dübel, um ein zu großes Loch auszugleichen.

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      Wir haben auch so katastrophale Wände. Nägel halten nicht weil sie direkt raus rutschen , oder der Stein dahinter bröckelt.

      Für ein 8er Loch bohre ich immer vorsichtig mit einem 6er Bohrer vor und dann reicht es meistens. Sollte es dennoch wieder erwarten nicht passen , dann gehe ich mit dem 6er Bohrer nochmal vor und zurück .Spätestens dann passt es

      Bei den Decken kann ich nicht helfen

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        Mein Onkel hatte ein Haus mit solchen Wänden und Decken ( Strohmatten an die Balken getackert und vergipst ).

        Für normale Lampen haben wir breite Federklappdübel verwendet.

        Nach dem Einführen des Dübels wurde das Loch mit faserarmiertem Spachtel bis an die Gewindestange ausgefüllt und mit einer untergelegten breiten Kotflügelscheibe dann stramm angezogen.
        Für Lampen war das fest genug. Für alles schwerere würde ich auf die Balken gehen.

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          Bei den Decken würde ich aus eigener Erfahrung das ganze etwas abhängen - wenn von der Gesamthöhe möglich - und dort dann die Lampen oder was auch immer montieren. Klar, das ist die teuerste und aufwändigste Lösung, aber sie ist dann für die Ewigkeit. Den ganzen Rotz runterreißen und dann an den Balken - die sind in den meisten Fällen noch von super Konstistenz - die neue Decke abhängen. Da kannste dann Elefanten dranhängen

          Bei den Wänden - es kommt drauf an, was Du dort befestigen willst - nutze ich bei unserem Gemisch aus Sandstein, Beton und mehreren Arten von Ziegelsteinen und Backsteinen immer die Fischer Duopower Dübel. Die halten wie ein Watz. Alle anderen Dübelsorten, die ich schon versucht habe, sind Spielzeug (zumindest war´s bei uns so).

          Mit diesen alten Häusern ist man schon zum Teil gestraft......unser Haus ist auch von ca. 1920. Bei den Decken war das das gleiche wie bei Dir.

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            In meiner Lehre habe ich das Glück/ Pech gehabt öfter mit einem Altgesellen los zu müssen der kurz vor der Rente war. Heute würde ich Ihm gerne danken, für all das was viele heute nicht mehr lernen.

            Aber jetzt zu dein Problem. Da wir in Hamburg viele Altbauten mit solchen Decken und Wänden saniert hatten, mussten wir auch auf ungewöhnliche Mittel zurückgreifen. Bei schlechten Wänden wo der Bohrer verläuft und oder Dübel nicht gehalten haben, haben wir Holzdübel/ Holzkeile/ Kegel angefertigt und in die Löcher getrieben dann dünn vorgebohrt und danach dann verschraubt.
            Was auch gut geht ist das Loch mit Elektrikergips oder Rakofix verfüllen den Dübel einsetzten und danach aushärten lassen. Bei den Strohdecken ist oft der gute alte Kippdübel verwendet worden oder es wurde mit Extra schrauben mit sehr groben Gewinde direkt in die Decke geschraubt. Bei Schweren Befestigungen an der Decke wurde auch der Boden drüber frei gelegt und zwischen den Deckenbalken Hölzer geschraubt und dann von unten in die Hölzer geschraubt.

            Bei einer Verlegung von einer neuen Deckenbrennstelle in einer Strodecke, haben wir im Abstand von 30 - 40 cm ca. 5 cm große Löcher gepickert und dann mit einem Bügel von einem Farbeimer einen Zugdraht von Loch zu Loch gezogen und damit das neue Nym - Kabel eingezogen.

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              Sind auf den Balken der Decke keine Dachlatten? So ist es bei mir. Ich bohre dann eben paar Zentimeter daneben und komme dann auf Holz.

              Bei Wänden mache ich es wie Bine. Klein bohren und größeren Dübel rein. Da verwende ich aber nur welche, die sich nur spreizen und keine die sich verknoten. Denn letztere drehen sich zum Schluss im Loch und dann sind sie völlig lose.

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                Zitat von Rainerle Beitrag anzeigen
                . Da verwende ich aber nur welche, die sich nur spreizen und keine die sich verknoten. Denn letztere drehen sich zum Schluss im Loch und dann sind sie völlig lose.
                Genau , nur die guten Spreizdübel Hab es aber auch schon so gehabt das vorne an der Wand das Loch perfekt war und hinten drin war nix außer hohl , da habe ich dann eine Dübelhälfte (längst) genommen , vorgeschoben und hinterher den eigentlichen Dübel hinterher sodass er hinten etwas zum packen hatte.
                Bei den Hängeschränken habe ich erst mal die erste Woche Panik das sie runter fallen und traue mich nicht sie zu belasten.

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                  bei diesem Problem ( hatte ich auch bei meiner alten Hütte ! ) hilft nur Geduld und gute Chemie !... für Dübellöcher, wo kein Dübel halten will. sollte
                  ein 2 K Gemisch eingespritzt werden... da schaut man am Besten im Baumarkt... div. Löcher kann man mittels den Tuben ( gibts auch mit kl. Handhebeln )
                  direkt zu füllen, bis das Zeug wieder aus dem Loch vorquellen will.... dann den Dübel da eine stecken, überflüssiges Material gleich sauber entfernen !
                  Entweder man setzt den Dübel gleich mit dem Haken zus. ein... oder zuvor eine Spax oder ähnliche Schraube ( ein bißl Fett drumrum ) da eine
                  schrauben... ! ( Fett dazu.. sonst sitzt die Schraube schon sehr fest nach dem Aushärten ! ! )
                  WICHTIG... wenns gut werden soll... das Material aus der Spritztube sollte Aushärten... egal ob von UHU oder Pattex, usw... die Aushärtung ist mit 48 Std. vorgegeben... sonst dreht sich das ganze wieder los !
                  egal wie unsauber ( ausgeleiert ) das Loch ist... wenn die Füllung von tief innen ein gepresst wird, mit der langen Spitze geht das gut , hat man nach 48 Std. einen guten Halt, auch für Küchenhänger !
                  Es ist logisch., das man dafür die etwas längeren Fischer-Dübel nimmt !
                  Gruss....

                  Ergänze hier noch wegen der Befestigung an eine Altbaudecke... hier heißt es wirklich, wer sucht der findet... also, einen längeren.. dünnen Stahlnagel nehmen und in den Putz eine Hämmern... dabei schauen, in welche Richtung die Balken gesetzt sind... must halt so lange probieren, bis Du die erforderlichen Anhängepunkte hast für Spax und Co... und den Strom mittels Plastik-Abdeckung und Affenschaukel zuführen !
                  Zuletzt geändert von –; 13.01.2022, 13:47.

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                    Hazett wer hat den Lust 48 Stunden zu warten bis das Zeug aushärtet, dann doch lieber die alten Methoden.

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                      Für einfache Sache, also z.B. Bild an die Wand, habe ich auch schon einfach eine Spax ohne Dübel direkt in die Wand geschraubt.

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                        Zitat von Krusse Beitrag anzeigen
                        ...
                        Was auch gut geht ist das Loch mit Elektrikergips oder Rakofix verfüllen den Dübel einsetzten und danach aushärten lassen.
                        Bei den Strohdecken ist oft der gute alte Kippdübel verwendet worden oder es wurde mit Extra schrauben mit sehr groben Gewinde direkt in die Decke geschraubt.
                        Bei Schweren Befestigungen an der Decke wurde auch der Boden drüber frei gelegt und zwischen den Deckenbalken Hölzer geschraubt und dann von unten in die Hölzer geschraubt.
                        ...
                        Wie Krusse es geschrieben hat kenne ich das auch.
                        Uniflott wurde bei uns gerne dazu genutzt.

                        Bei Bildern etc haben wir es auch of erst mit den Hartmetallnägeln versucht (wie Tiefcoolkost schon schrieb).
                        Wenn sich das dann verwackelt hat, Uniflott rein, oder dünnes Vorbohren (wie Bine es geschrieben hat).
                        Dazu hatte ich extra einen 5er Steinbohrer für die 6er Löcher und einen 4er Steinbohrer für die 5er Löcher.

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                          Zitat von Krusse Beitrag anzeigen
                          Hazett wer hat den Lust 48 Stunden zu warten bis das Zeug aushärtet, dann doch lieber die alten Methoden.
                          es hört sich ja etwas kompliziert an...aber das 2K Material in die unrunde-weiche Bohrung einbringen hat den Vorteil, das die 2K-Masse sehr tief
                          eindringt und auch innen einen sicheren Halt nach dem Abbinden bildet !
                          das hat man beim Gips... oder Moltofil nicht... hier spreche ich von meiner eigenen Hütte, was hab ich da schon mit Spreitzdübeln und ähnlichem probiert !
                          ist vereinfacht gesagt ... ein Mist !... Bei der geringsten Beanspruchung ist auch der Klappdübel wieder lose... den sollte man eh nur bei Gipswänden nehmen,
                          da können sich die Klammern öffnen und gegen den Gips anliegen ... im Bohrloch funktioniert das so nicht ... da hilft nur Chemie, welche auch sehr tief
                          eingespritzt werden kann... kannst ja mal probieren, Gips in ein tiefes Loch eine zu bringen, dafür ist das Zeug zu teigig und zu dünn angerührt wird's nicht
                          hart genug !... Auch das ist Physik... je größer die Dübel-Anlagefläche im Bohrloch, je besser der Halt.. denn die 2 K Masse ist bis tief unten... Teil der alten Wand und
                          härtet aus... ist vereinfacht ausgedrückt, ein Masse-Anteil des Dübels .. denn der Dübel wird mit Schraube in die weiche Pampe eingesteckt...und bleibt so bis
                          alles hart ist ( nach 48 Std ! ) Bei einer normal harten Mauer hält fast Alles an Dübeln und auch Gips ... bei altem Gewerk leider nicht....!

                          Gruss....

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