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FI Schutzschaler für Aussenbereich

15.06.2017, 14:04
Hallo
Ich habe von eine Verteilerdose (siehe Image) dass unter den Balkon befindet eine Leitung für ein Schalttafel (siehe Image) für Teich Anlage verlegt.
So dass die Keller Haupt FI am Haus Kasten bei einem Fehler nicht raus fliegt möchte ich an die Zuleitung ein Schutzschalter anbringen.
Gibt es sowas wie eine FI Schalter für Außenbereich?

Vg kesart
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14 Antworten
abgesehen davon... das hier keine Elektro-Tipps gegeben werden sollten...
TIPP.. lass das vom Fachmann machen... der besorgt dafür auch ein Spritzwasser-geschütztes Gehäuse ( UV-beständig ), wo alle Verdrahtung und sonstige Details eingebaut werden !
Dann bist Du auf der sicheren Seite... und brauchst keine Sorgen für Deine Mitmenschen haben, denn Wasser und Strom verträgt sich nicht !

 

Meines Wissens nach gibt es die FI-Schalter nur für den Einbau in Schaltkästen (Hut-Schienen Montage). Es gibt aber auch kleine Spritzwassergeschützte Schaltkästen (suchbegriff: Schaltkasten für Außenbereich) in denen Du dann einen FI-Schalter einbauen (lassen) kannst.

Der FI sollte dann aber einen geringeren Auslösedifferenzstrom haben als der Vorgeschaltete.

 

Was für einen Auslösefehlerstrom hat denn der FI im Keller? Ist der evt. schon 30mA?

Noch kleiner macht IMHO keinen Sinn, und noch ein 30er für Außen würde dann beide rausfliegen lassen.

 

Zitat von Jester
Was für einen Auslösefehlerstrom hat denn der FI im Keller? Ist der evt. schon 30mA?

Noch kleiner macht IMHO keinen Sinn, und noch ein 30er für Außen würde dann beide rausfliegen lassen.
Ich habe mich vertan was ich meine ist eine "Leitungsschutzschalter" z.B. ABB 47262L Sicherungs-Einbauautomat, 10A, 1-polig, 230/400V, 6kA

3 floors up in the Haus Stromkasten, sind die Sicherungs-Einbauautomat alle 16A und deshalb wollte ich eine Sicherungs-Einbauautomat, 10A, für die garten bereich im Keller anbringen.
Die beide strom Verbindungen in die images sind wasser geschutzt. Ich habe die schutz abdeckungen abgeschraubt.

 

Geändert von kesart (15.06.2017 um 18:37 Uhr)
Zitat von Hazett
abgesehen davon... das hier keine Elektro-Tipps gegeben werden sollten...
TIPP.. lass das vom Fachmann machen... der besorgt dafür auch ein Spritzwasser-geschütztes Gehäuse ( UV-beständig ), wo alle Verdrahtung und sonstige Details eingebaut werden !
Dann bist Du auf der sicheren Seite... und brauchst keine Sorgen für Deine Mitmenschen haben, denn Wasser und Strom verträgt sich nicht !
Die beide strom Verbindungen in die images sind wasser geschutzt.
Ich habe die schutz abdeckungen abgeschraubt.

 

Sicherungs-Einbauautomaten müssen auch in ein Gehäuse eingebaut werden.
Wenn Du Sicherungen hintereinander in einen Stromkreis einbaust, müssen sie mindestens zwei Stufen auseinander liegen (bei Dir 16A - 10A - also 6Amp.) und selbst dann ist es nicht sicher das nur die kleinere rausfliegt.

 

Es gibt Fi Schalter für den Außenbereich, allerdings nur kabelgebunden soweit ich weiß

 

Funny08  
Also alleine bei der Abzweigdose Image 1 stellen sich die Haare auf - die Leitung kommt seitlich von oben, an einem Balkon oder Dach vorbei, nach unten und läuft direkt in die Abzweigdose. Hierdurch kann bei Regen Wasser an der Leitung entlang laufen und auch in die Dose einsickern (selbst wenn sie oben in der Einführung noch einigermaßen Dicht ausschaut) - Besser wäre es gewesen, hier die Kabel an der Dose vorbei zu legen und in einem Bogen von unten einzuführen, so fliest Wasser das am Kabel entlang und tropft unten am Bogen (Wassersack) ab und läuft nicht in die Dose.
Für Installationen im Außenbereich ist ein Fehlerstromschutzschalter mittlerweile vorgeschrieben und jeden Veränderung/Erweiterung der Installation führt auch dazu, dass die neuen Vorschriften eingehalten werden müssen (Bestandsschutz entfällt für die geänderten Stromkreise), was bedeutet der Stromkreis muss nun sowieso mit einem Fehlerstromschutzschalter ausgestattet werden.
Wie Otto65 schon schreibt - die Ausführung muss wenn dann selektiv erfolgen also kleinere Schutzeinrichtungen hinter die Größeren und selbst dann besteht die Gefahr, dass beide Auslösen.
Wo wir dann gerade bei Gefahr sind - das reine Installieren eines FI´s reicht nicht aus um hier überhaupt einen Schutz zu gewährleisten - hier muss auch durch den Fachmann mit einem geeigneten Gerät geprüft werden - ansonsten kann dir eine Versicherung jegliche Deckung aberkennen.
Sei mir nicht böse - aber diese Arbeit solltest du wirklich einem Fachmann überlassen - sparen hin oder her.

 

Alle arbeiten am Stromnetz müssen vom Fachmann erledigt werden. Die einzige Möglichkeit selbst tätig zu werden ist ein Zwischenstecker mit PRCD, die haben z.B. einen Nenn-Fehlerstrom von 10 mA und eine Ausschaltzeit

 

Funny08  
@ Hermen - da hast du wohl wahr - im Prinzip darf der Privatmann nichtmals eine Lampe anklemmen. Es gibt hier zwar kein Bußgeld oder so falls er es trotzdem macht - aber im Fall von Schäden, wird es richtig übel da die Versicherung halt keine Kosten übernimmt.

Wer es nachlesen will: https://www.gesetze-im-internet.de/nav/__13.html

 

Einen RCD im Schaltschrank finde ich persönlich schon notwendig; Hab ich selbst überall eingebaut, zum Teil auch in nachgelagerten (mini-) Schaltschränken für Maschinen / Werkzeuge, nebst Leitungsschutz. Also einen mit 16A abgesichertes Hausnetz nochmals abgesichert mit 12A (der Selektivität wegen) und dann den RCD. Einfach, damit ich nicht den ganzen Stromkreis ausknipse wenn mal was mit der Maschine ist.

Wenn du sowas bauen willst, solltest du aber schon in etwa wissen, was du machst - Leiterquerschnitt wird beispielsweise auch oft unterschätzt, alles was 17m vom Schaltschrank weg ist muss 2,5mm² Schnitt haben etc...

Wenn du dir nicht so sicher bist, bau doch einfach RCD - Steckdosen ein. Die gibt es zum Beispiel von Kopp oder Busch-Jäger, passen gut in den von dir gewünschten Anwendungsbereich und haben den Fehlerstromschutz bereits eingebaut. Solche Dosen gibt es auch in IP44 (mit Deckel) - und der Einbau ist leichter und gefahrloser, da du nur die vorhandene Steckdose ersetzen muss.
Alternativ gibt es auch RCD - Überstecker, die in der Handhabung absolut sicher sind.
Ich häng das als Bilddatei an.
Siehe hier: https://www.busch-jaeger.de/de/produ.../fi-schukomat/

und hier:
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Name:	pl-futurelinear-p01-sd-schukomat.png
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Name:	fehlerstromschutzschalter-asschw-1.jpg
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Geändert von Turrican (18.06.2017 um 00:09 Uhr) , Grund: Typos
Hallo,

ich bin was Strom und Elektrisch betrifft kein Weichei, nur beim Anblick der beiden Bilder rollen sich die Fußnägel.
Die Kenntnissen und der Sachverstand für elektrisches vom TE lassen mich nur raten einen Elektriker zu holen.
Gruß

 

Zitat von kesart
Gibt es sowas wie eine FI Schalter für Außenbereich?

Vg kesart
Ich versuche den bisherigen Thread-Verlauf mal kurz zusamenzufassen:
Die auf den Bildern zu sehende Konstruktion sieht nicht fachgerecht aus. Es könnte, so reintheoretisch, sein, dass sie es dennoch ist, aber bei dem was ich da sehe müsste man so viel an kleinen Details bauen, z.B. zusätzliche Dichtmasse (und deren regelmäßige Erneuerung) am Kabelkasten dass ich keinen kenne, der das so wie hier zu sehen ohne Not machen würde.
Kurzum: Bevor man irgendwas anderes daran macht, sollte man zunächst die jetzige Installation prüfen. (bzw. abklemmen und neu machen).

Dann gab es hier kurz ein paar Missverständnisse zwischen "Leitungsschutzschalter" und "Fehlerstromschutzschalter".
Die Zielsetzung ist eine ganz andere.

Der Außenbereich sollte ein extra Leitungsschutzschalter und einen extra Fehlerstromschutzschalter haben. Wenn möglich, würde ich versuchen diesen Zustand herzustellen.

Eine Hintereinanderschaltung von "Sicherungen", egal ob Leitungsschutz- oder Fehlerstromschutzschalter kann verhindern, dass die Sicherung davor nicht auslöst. Muss aber nicht :-)
Das hängt sowohl von der Auslöseschwelle als auch von der Ansprechzeit ab. Sofern man eine Stufe dazwischen auslässt, klappt es (meistens).

Die Frage ob ein Fehlerstromschutzschalter vorgeschrieben ist oder nicht sollte man sich nicht stellen. Ein solches Gerät kostet nicht viel und rettet leben. (Theoretisch in 95% der Fälle. Für die restlichen 5% braucht man dann etwas Glück).

So, jetzt zur Frage des Nachrüstens:
Insbesondere für Fehlerstromschutzschalter gibt es die verschiedenen Zwischenstecker.
Die meisten sind reine Fehlerstromschutzschalter, es gibt aber auch Personenschutzschalter zum zwischenstecken die vor Inbetriebnahme den Schutzleiter prüfen und überwachen. Das ist der von Hermen erwähnte PRCD-S. (@Hermen: ich kenne die bislang nur mit 30mA Auslösestrom?!)
Diese Geräte nutzt man, wenn man die Steckdose nicht kennt und ihr daher nicht über den Weg trauen will (oder darf). Es gibt diverse Möglichkeiten eine Steckdose so anzuklemmen, dass es tödliche Auswirkung haben kann und ein dazwischen geschalteter reiner Fehlerstromschutzschalter es nicht erkennen kann.

Reine Fehlerstromschutzschalter zum dazwischenschalten gibt es jede Menge und eigentlich auch in jedem Baumarkt. Steckdosen mit eingebautem Fehlerstromschutzschalter, RCD, gibt es wie erwähnt auch.
Diese ganzeh haben aber alle auch 30mA Auslösestrom, würden also das Auslösen des "Haupt-Fehlerstromschutzschalters" nicht Festzuverlässig verhindern.
Leitungsschutzschalter zum "Dazwischenschalten" gibt es auch. Das sind dann eher kleine Baustromverteiler: Mehrfachsteckdose mit einem kleinen "Sicherungskasten" wo Leitungsschutzschalter und RCD eingebaut ist.
Würde aber auch dein Problem leider nicht lösen: In freier Wildbahn habe ich das noch nie gesehen (IMO zurecht) und dort ist auch ein 16A Leitungsschutzschalter eingebaut.

Kurzum:
Egal wie man es dreht und wendet: Du brauchst jemanden, der sich damit auskennt.
Dann sollte man es aber auch direkt richtig (und Vorschriftenkonform) machen.
Es lohnt sich. Gleich mehrfach.

Jetzt kennen wir das Gebäude natürlich alle nicht, aber meistens ist es doch recht einfach gemacht:
Der Weg für ein Kabel findet sich meistens. Zur Not ist ein kleiner Plastik-Kabelkalan in einer Zimmerecke ist auch nichts schlimmes. Zwei Plätze für eine Kombination aus Fehlerstrom- und Leitunsschutzschalter in der Verteilung sind auch fast immer frei.
Also eher etwas das der Elektriker "zwischen Frühstück und Mittag" macht und auch kein Vermögen für haben möchte.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag auch ohne direkte Lösung des Problemes etwas helfen.

Grüße

Manuel

 

Der FI/RCD gehört nicht nach Außen sondern an den Anfang der Leitung im Keller-Schaltkasten, falls dort kein Platz mehr ist, in eine kleine Unterverteilung daneben. Hierbei sollte die Leitung VOR einem schon vorhandenen FI oder Leitungsschutzschalter abgegriffen werden, dann gibt es auch keine Problem mit der Selektivität mehrerer FI/RCD.
Die Dose unter dem Balkon muss durch eine verschraubte, spritzwassergeschützte Dose ersetzt werden wobei die Leitungen durch abgedichtete Verschraubungen geführt werden.
Insgesamt aus mehrere Gründenn eine Arbeit für einen zugelassenen Elektriker.

 

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