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Dekupiersäge - Wie finde ich als Anfänger die richtige Maschine?

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    Dekupiersäge - Wie finde ich als Anfänger die richtige Maschine?

    Frage:
    Wie finde ich als Anfänger die richtige Maschine?

    Ganz schwer zu beantworten, doch ich versuche es einmal aus meiner Sicht und schildere, wie und womit ich begonnen habe.

    Durch einen Bekannten inspiriert, wollte ich mich ursprünglich an Intarsien (Einlegearbeiten versch. Hölzer) versuchen, doch es hat sich schnell herausgestellt, dass ich dafür nicht geeignet war. Trotzdem suchte ich auf YouTube nach dazu passenden Beiträgen, wodurch ich dann durch Zufall bei einem Beitrag wo es über Dekupiersägen und Fretwork (Laubsägearbeiten oder Stichsäge und Dekupiersäge) hängen geblieben. So war es um mich geschehen.

    Nun habe ich mich bei Amazon nach Dekupiersägen umgeschaut und wurde auch schnell fündig. Welche Besonderheiten eine Dekupiersäge aufweisen sollte, wusste ich bis dahin nicht. Also bestellte ich mir die Woodster SD16. Rein optisch machte sie einen guten Eindruck auf mich, doch kam ich mit dem, was ich sägen wollte, sehr schnell an die Grenzen dieser Dekupiersäge, allem voran wegen der Spanneinheit für die Sägeblätter. Das war für mich sowas von umständlich, die Blätter rissen andauernd und gerade Schnitte damit zu machen, war für mich fast unmöglich. Hinzu kam dann noch, dass das Gewinde vom Spannhebel sehr schnell kaputt gegangen ist. Also weg damit.

    Da ich nun über mehr Wissen verfügte, was eine Dekupiersäge alles vorweisen sollte, bin ich zu der Holzkraft DKS 530 aus dem mittleren Preissegment gekommen. Die hatte eigentlich alles, was man zum Dekupiersägen braucht, von groben bis hin zu filigraner Sägearbeiten.

    Das sind für mich die wichtigsten Merkmale einer Dekupiersäge:

    1. Spanneinheit für stiftlose Sägeblätter
    2. Stufenlose Drehzahlreglung
    3. Arbeitstisch schwenkbar von -45° bis +45°
    4. Späneblasvorrichtung
    5. große Ausladung von 406 mm

    Nach gut einem Jahr mit dieser Säge und dem Wissen, dass mir die Arbeit viel Spaß macht und ich auf jeden Fall mehr machen möchte, stiegen auch meine Ansprüche an die Dekupiersäge und schaute mich in der Oberklasse um. Die Preise dort haben mich doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

    Nach weiteren Recherchen im Internet fand ich einen Händler bei mir in der Nähe, der Hegner Dekupiersägen verkauft. Ich also nix wie hin und schaute mir die Maschine vor Ort an. In sich waren die Dekupiersägen dort ganz ok, doch hatte ich mir einfach etwas anderes vorgestellt. Dann fand ich den Hersteller Jet. Die sah genauso aus, wie eine Hegner, nur in weiß. Diese Dekupiersäge sollte es dann werden. Bei mir in der Werkstatt eingetroffen, montiert und aufgestellt, war ich von dieser Dekupiersäge extrem enttäuscht, weswegen ich sie sofort wieder zurückgesandt habe. Da war meine DKS um Welten besser.

    Doch ich wollte einfach etwas neues und so geriet ich an meine jetzige Dekupiersäge, eine Excalibur EX21.

    Deren Merkmale sind:

    • leichter Blattwechsel dank Schnellspanneinrichtung
    • Sägehub 21 mm
    • spezieller Mechanismus im Maschinenarm für außergewöhnlich niedrige Vibrationen
    • aus Stahlblech gefertigt mit einer 7 mm dicken massiven Maschinentischplatte
    • (597 x 345 mm)
    • stufenlos und durch die Skalierung präzise auf bis 45° (links) bzw. 38° (rechts) neigbarer Arm
    • Längsdurchgang 535 mm, Durchgangshöhe 52 mm
    • mit Absaugstutzen, Ø 63 mm

    Quelle: Fa. Dictum

    Was mich besonders beeindruckt hat, ist der schwenkbare Arm und wie bei anderen Herstellern üblich, wo der Tisch geschwenkt werden kann. Dann noch ein Update zu der Fa. Pègas, die Pégas Sägeblattklemmen. Sie können auch an der Excalibur nachgerüstet werden. Die Excalibur wurde vor einiger Zeit von der Pègas abgelöst und erscheint im neuen Outfit, doch mit den gleichen Merkmalen.

    Mein Fazit zu „Wie finde ich die richtige Maschine für mich“ ist:

    1. Wenn du für dich herausfinden möchtest, ob dieses Hobby überhaupt etwas für dich ist, würde ich dir zu einer Maschine im mittlerem Preissegment raten, also so ab 200 Euro. Es gibt auch Maschinen die du im Baumarkt oder Discounter bekommst, doch damit habe ich keine Erfahrung und möchte auch nicht behaupten, dass man damit keine vernünftigen Ergebnisse erzielen kann.

    2. Du solltest wissen, was du alles sägen möchtest, auch wohin die Reise für dich in Zukunft gehen soll. Dazu gibt es einiges im Internet, wo du dir Vorlagen kostenlos herunterladen kannst, z.B. bei Steve Good. Google einfach mal nach den Namen. Dort findest du einiges, was mit einer Dekupiersäge anfertigen kann.

    3. Wenn du Arbeiten mit vielen Innenschnitte machen möchtest, kaufe dir eine Maschine bei der auch stiftlose Sägeblätter eingesetzt werden können. Da bieten die Firmen Pègas oder Niqua eine sehr große Auswahl. Es gibt mittlerweile auch Adapter zum Nachrüsten für Maschinen, die das nicht serienmäßig anbieten.

    4. Du solltest wissen, welchen Standort (Platz) du zur Verfügung hast, auch im Hinblick darauf, dass du dir vielleicht mal eine Säge mit einer größeren Ausladung anschaffst.

    6. Eine vernünftige Absaugung und einen stabilen Tisch solltest du in jedem Fall besitzen. Soweit meine ausschließlich persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zum Thema Dekupiersägen und Dekupiersägearbeiten.


    Soweit meine ausschließlich persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zum Thema Dekupiersägen und Dekupiersägearbeiten.
    Zuletzt geändert von –; 15.04.2019, 07:40.

    danke, das ist schon mal eine super Zusammenstellung zu diesem Thema

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      Sobald es mir etwas besser geht, kommt meines auch.

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        Das sieht sehr vielversprechend aus. DANKE

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          Vor einigen Monaten habe ich mir einige Dekupiersägen in Baumärkte und Fachgeschäfte angeschaut. Von den Maschinen im Baumarkt bin ich bald abgerückt. Da ich mich im Vorfeld hier im Forum schlau gemacht habe (herzlichen Dank an Maggy), hatte ich schon einige Merkmale im Hinterkopf was die Dekupiersäge haben sollte. Bei mir ist es die Scheppach Dekupiersäge DECO-XL mit Fußschalter geworden. Als Anfänger bin ich mit der Säge zufrieden und der Preis hat auch gepasst.

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            Super geworden, Tom!
            Ich hoffe, ich komm nächste Woche zum schreiben.

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              Der Anfang ist gemacht! Danke Tom...

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                Zitat von chief Beitrag anzeigen
                Der Anfang ist gemacht! Danke Tom...

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                  Ein Zusatzvorschlag von meiner Seite. Ein Dekupiersägen-Interessent ist ja geneigt auch mal bei den E.... Kleinanzeigen reinzuschauen. Man sollte aber Vorsicht walten lassen. Für die gebrauchten Sägen (manchmal 10-20 Jahre alt) wird zum Teil ein horrend hoher Preis gefordert. Dies betrifft vor allen die beliebten Hegnersägen. Mag die Säge auch wenig benutzt worden sein, Plastik-oder Silikonteile wie der Blasebalg altern schnell und werden brüchig.

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                    Besitzer einer Hegner, Excalibur (Pègas) werden ihre Maschine bestimmt auch dementsprechend pflegen. So mache ich das jedenfalls, gerade Plastik oder Gummi sind da wichtig.

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                      Zitat von Alpenjodel Beitrag anzeigen
                      Besitzer einer Hegner, Excalibur (Pègas) werden ihre Maschine bestimmt auch dementsprechend pflegen. So mache ich das jedenfalls, gerade Plastik oder Gummi sind da wichtig.
                      Der gewissenhafte Bastler oder Handwerker macht das, er weiß um den Wert der Maschine und dem entsprechen wird sie behandelt. Der Blick in so manche Werkstatt hat mir aber gezeigt dass nicht jeder so denkt. Bei uns im Unterfränkischen sagt man dazu "Des is ä Schlabbsau"

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                        Ich glaube auch, dass es Leute gibt, die sich zwar ein hochwertiges Teil kaufen, damit aber dann doch nichts machen und es dann in Ebay verkaufen

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                          Wer sein Maschinchen liebt, der pflegt es auch. Das trifft aber bei mir nicht nur für die Hegner zu, sondern eigentlich für alles Werkzeug das ich habe..

                          Ich denke, wer sich eine Hegner oder Pegas kauft, hat vorher schon überlegt. Aber oft ändern sich die Lebensumstände, mancher wird krank, kann nicht mehr dem Hobby nachgehen oder hat andere Interessen. Es bleibt ein lebenlang nicht immer alles gleich. Häufig lese ich gerade bei den teuren Dekupiersägen: aus Nachlaß, also geerbt. Da stand die Maschine dann meist einige Jahre unbenutzt herum und wird dann nach dem Tode eines Elternteils verkauft.
                          Von Hegner weiß ich, weil ich selbst eine habe, daß der Kundendienst ausgezeichnet ist und es sich allemal lohnt, solch eine alte Hegner zu kaufen und herzurichten. Man hat dann deutlich mehr davon aLs fürs gleiche Geld eine neue Marke billig Modell zu kaufen.

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                            Ihr habt alle Recht. Nicht jeder geht mit seinen teuren Anschaffungen auch so um, wie es sich eigentlich gehören würde. Habe schon Besitzer einer S-Klasse kennengelernt, da sah es drin aus wie auf einer Müllhalde. Ich pflege halt meine Sachen, so bekommt man dann beim Verkauf auch einen angemessenen Preis.

                            Wie der Service bei einer Excalibur oder Pègas ist kann ich nicht sagen, denn in den ganzen Jahren wo ich meine jetzt habe, brauchte ich noch keinen Service

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                              Ich meinte solche Angebote wie dieses, habe eben mal in den Kleinanzeigen nachgeschaut.
                              Hegner Multicat-SE zu verkaufen. (350 Euro). Ich verkaufe diese Säge aus einem Nachlaß. Das Alter würde ich auf ca 20 Jahre schätzen. Neupreis liegt bei 950,00 Euro.
                              Ich finde solche Anzeigen einfach irrwitzig. Der Neupreis damals, ich vermute so um die 800-900 DM....da waren noch D-Mark-Zeiten.
                              Keine Frage Maggy, man kann bestimmt noch gut damit arbeiten und ich will die Maschine auch keinem madig machen. Ich finde so etwas halt unverschämt. Aber gut, der Markt macht den Preis.

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