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Ganz Frankreich ist in Schockstarre!

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    Ganz Frankreich ist in Schockstarre!

    Ich lebe seit über 30 Jahren im Elsass und fühle mittlerweile auch fast wie ein Elsässer. Zwar ist das Elsass in vielen Augen kein "echtes" Frankreich, aber bei überschwenglichen Glücksgefühlen (Fussballweltmeister) und leider auch Katastrophen rückt man doch national zusammen um das Unfassbare miteinander zu verarbeiten. Die meisten werden es im TV verfolgt haben wie das Wahrzeichen "Notre Dame" von Paris und der Stolz einer ganzen Nation in Flammen aufging. Wenn man Leute hier danach anspricht schauen sie nur fassungslos mit einigen Tränen in den Augen und schütteln einfach kommentarlos nur den Kopf. Der Brand ist kein Tagesgepräch und man hat irgendwie das Gefühl das man versucht ihn zu verdrängen obwohl ganz Frankreich um "Ihre Dame" trauert. Es ist eine ganz unheimliche Stimmung die ich in dieser Form noch nicht erlebt habe.
    LG Holzpaul
    Zuletzt geändert von –; 16.04.2019, 22:13.

    Auch wenn ich Notre Dame nur von Bildern und von Filmen kenne war ich doch sehr geschockt über die gestrigen Bilder. Ich kann es gut verstehen wenn Frankreich darüber sozusagen in Schockstarre liegt. Ich finde es aber gut das schon gesagt wird diese einmalige Kirche soll innerhalb einiger Jahre wieder aufgebaut werden. Solche Gebäude und Symbole sind wirklich ein Verlust nicht nur für Frankreich sondern für Europa und die ganze Welt.

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      Ein riesiger Verlust an Kulturgut, um so mehr, als auch die beste Restauration den Verlust an Originalsubstanz nicht ersetzen kann. Trotzdem finde ich auch gut, daß geplant wird, die Kathedrale wieder aufzubauen.
      Das einzige, was in diesem Zusammenhang noch schlimmer ist, ist, wenn kein Unglück die Ursache für so einen Verlust ist, sondern gewissenlose Verbrecher unter dem Deckmantel der Religion wie in Bamiyan.

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        Letztendlich spielt es keine Rolle was die Ursache des Brandes war Ob Brandstiftung, Blitzschlag oder Unachtsamkeit o.a.. Wenn über tausend Jahre Geschichte und Arbeit unzähliger Generationen in einer einzigen Nacht in Flammen aufgehen, zeigt es uns wie hilflos und klein wir oftmals mit all unserer Technik doch sind. Unwiederbringliche Schätze wurden zerstört und für einige Zeit der Stolz einer ganzen Nation.
        LG Holzpaul

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          ohne Zweifel richtig.

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            Zum Glück wurde die wunderschöne Orgel nicht ein Raub der Flammen. Und ich hoffe das Notre Dame in ein paar Jahren wieder restauriert ist.

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              Mich schockierte es auch die Kathedrale brennen zu sehen . Ein großes , majestätisches Stück Kultur so zerfallen zu sehen kann nur schocken . Ich möchte nicht wissen wie man sich da als Franzose fühlt wenn man den Notre Dame brennen und zerfallen sieht .

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                auch mich friert es immer noch, wenn ich daran denke, was ich nicht verstehe ist, dass man solche Gebäude nicht besser gegen solche Unglücke schützt oder schützen kann.

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                  Zitat von Janinez Beitrag anzeigen
                  auch mich friert es immer noch, wenn ich daran denke, was ich nicht verstehe ist, dass man solche Gebäude nicht besser gegen solche Unglücke schützt oder schützen kann.
                  Ohne Zweifel eine Tragödie auf die man liebend gerne verzichten könnte. Letztendlich ist nicht alles kontrollierbar und man kann aus dem Unglück nur lernen. Es gibt einfach Situationen die keiner vorhersehen kann.

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                    Zitat von Janinez Beitrag anzeigen
                    auch mich friert es immer noch, wenn ich daran denke, was ich nicht verstehe ist, dass man solche Gebäude nicht besser gegen solche Unglücke schützt oder schützen kann.
                    Naja, auch wenn diese Gebäude nach massiv Stein aussehen, dann ist doch ziemlich viel Holz verbaut. Vor allem im Dachstuhl. Und das ist nach so langer Zeit natürlich gut durchgetrocknet und brennt wie Zunder. Wie willst Du das schützen? Alles mit mit Brandschutzlasur einpinseln?

                    Zum Kotzen finde ich, wenn sofort wieder die Stimmen hoch kommen, dass für den Wiederaufbau Geld da ist, für Kinder, Odachlose, Flüchtlinge, Entwicklungsländer nicht.

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                      Zitat von JoergC Beitrag anzeigen

                      Naja, auch wenn diese Gebäude nach massiv Stein aussehen, dann ist doch ziemlich viel Holz verbaut. Vor allem im Dachstuhl. Und das ist nach so langer Zeit natürlich gut durchgetrocknet und brennt wie Zunder. Wie willst Du das schützen? Alles mit mit Brandschutzlasur einpinseln?

                      Zum Kotzen finde ich, wenn sofort wieder die Stimmen hoch kommen, dass für den Wiederaufbau Geld da ist, für Kinder, Odachlose, Flüchtlinge, Entwicklungsländer nicht.
                      ist mir schon klar , dass das Holz wie Zunder brennt, aber in einigen alten Schlössern und auch in Kirchen habe ich schon Sprinkleranlagen gesehen - allerdings weiß ich halt auch nicht, ob sowas überall möglich ist - aber gerade bei solchen Bauten mit viel Holz, sollte sowas eben überdacht werden.

                      Ja , da gebe ich dir Recht Joerg, aber das ist der Nationalstolz und wenn du siehst, wieviel private Leute spenden, das würden die für die von dir genannten Gruppen eben nicht zur Verfügung stellen.... so ist halt unsere Gesellschaft

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                        Ja, ich habe gerade im TV einen Beitrag gesehen, dass z.B. der Aacherner Dom eine automatische Löschanlage im Dachstuhl hat. Wenn Notre Dame das nicht hatte oder die nicht funktioniert hat, dann ist das sträflich.

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                          Wir waren auch ganz geschockt, als wir vorgestern Abend die ersten Berichte und Filme darüber im Fernsehen gesehen haben. Trotz der bisher immensen Spendensumme (gestern Abend schon 0ber 720 Millionen) kann man nur nachbauen und versuchen so viel wie möglich originalgetreu wieder zu machen, aber das wird nicht überall gelingen und der Verlust der echten alten Baumasse ist nie durch moderne Möglichkeiten des Restaurierens zu ersetzen. Irgendwie ist es auch fast schon Hohn, dass ausgerechnet Renovierungsarbeiten Ursache des Brandes waren, wo man doch eigentlich genau das Gegenteil ereichen wollte.
                          Interessant war gestern ein Bericht darüber, das andere Domwarte in Europa, die ebenfalls berühmte Kirchen betreuen, jetzt doch verstärkt Brandschutz einbauen lassen wollen und dadurch irgendwie "wachgerüttelt" wurden. Bisher lag wohl der Schwerpunkt darauf, keine Veränderungen an der alten Substanz vorzunehmen. Jetzt, mit der Erfahrung von Notre Dame, wird das wohl etwas anders gesehen und man denkt bereits zum Beispiel in Köln und Münster darüber nach, doch Brandschutzmaßnahmen zu verstärken auch wenn es zu Lasten der alten Optik geht. Aber immernoch besser so, als abbrennen.
                          Notre Dame und der Eifelturm sind echte Pariser Wahrzeichen, und die Schockstarre der Nation ist schon gut nachvollziehbar, sind wir ja auch stark betroffen von den Bildern der brennenden Kirche.

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                            Gut 130 Jahre wurde an der Kirche gebaut und sie ist mehr als nur ein französisches Symbol, eher wohl ein europäisches. Dies zeigt sich auch jetzt wieder, indem die deutschen Dombauhütten Fachkräfte abstellen werden, um beim Wiederaufbau zu helfen.

                            Nicht verschweigen sollte man allerdings auch, dass der von Präsident Macron benannte Zeitraum von fünf Jahren nach Einschätzungen von Fachleuten nicht einzuhalten sein wird. Es werden keine 130 Jahre werden, aber eben doch mehr als fünf.

                            Es ist schön, dass private Spenden dieses Projekt unterstützen, aber es ist traurig, dass nur dann, wenn es einen im unmittelbaren Umfeld (das kann auch nur gefühlt sein) trifft, reflexartig der Geldbeutel geöffnet wird.

                            Insofern, JoergC , finde ich es nicht "zum Kotzen", wie Du es ausgedrückt hast, wenn manche Menschen darüber nachdenken, was man mit den Millionen und Abermillionen sonst hätte Gutes tun können. Diese Menschen denken vielleicht etwas weiter und vergleichen den Anspruch, den eine Kirche - übrigens egal, welcher Religion - an die Menschen stellt, mit dem, was wir tatsächlich tun.

                            Und dies klafft, so meine ich, manchmal ganz schön auseinander. Große Betroffenheit, weil die wundervolle Notre-Dame ausgebrannt ist, und beiläufige Zurkenntnisnahme, dass im Moment Menschen im Mittelmeer ertrinken.

                            Um richtig verstanden zu werden noch das Folgende: Ich hoffe, dass Notre-Dame möglichst schnell wieder im alten Glanz errichtet und restauriert wird. Das ist, bei aller Schockstarre, nämlich auch eine Chance. Eine Chance, dass sich das auseinanderdriftende Europa wieder auf seine Werte besinnt, und zwar nicht nur in Sonntagsreden, sondern durch tatkräftige Mithilfe.

                            Und wenn vom Erleben der Vergänglichkeit eines Bauwerks der Funke überspringt auf eine neu geweckte Einsicht, dass menschliches Leben ein fragiles Gebilde ist, das unser aller Schutz bedarf, dann ist es um so besser.


                            Nachtrag zum Thema Finanzierung:

                            https://www.sueddeutsche.de/wirtscha...rung-1.4412032
                            Zuletzt geändert von –; 17.04.2019, 09:56.

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                              Sehe ich anders Jörg. Was sind 700 Millionen? Im Vergleich Deutschland. Wir geben 250 Milliarden für Sozialleistungen jährlich aus. Sodann liegen die 700 Millionen auf „Privatkonten“ und diese Menschen haben vielleicht schon genug für soziale Zwecke gegeben oder wollen das eben nicht.

                              Aber Notre Dame ist nicht wie bei uns der Köllner Dom. Napoleon hat sich dort selbst gekrönt, bei der Revolution flogen die Adligen dort vom Dach ... das ist Nationalgeschichte in ganz anderer Weise als wir das kennen.

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