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Anlegen einer neuen Terrasse

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  • Anlegen einer neuen Terrasse

    Ein befreundetes Ehepaar hat ein älteres Haus gekauft und nach den ersten Umbau- und Renovierungsarbeiten im Haus dort im Herbst vergangenen Jahres einige Räume zu einem eigenen Frisörsalon umgebaut. Dadurch blieb bislang natürlich keine Zeit zur Gestaltung des Gartens und das Geld dafür fällt ja nun bekanntlich auch nicht vom Himmel ;-) Zudem ist meine Bekannte als selbständige Friseurin tagsüber an ihren Salon gebunden und ihr Mann leidet unter einer chronische Lungenerkrankung, weswegen er zur Zeit auch wieder einmal im Krankenhaus ist. Sofern er also gerne etwas im und ums Haus machen möchte, kann er es gesundheitlich kaum bis fast gar nicht.

    Als ich vergangene Woche dort zum Haarfarben und -schneiden war, habe ich spontan angeboten, eine neue Terrasse zu bauen und mich um den Garten soweit zu kümmern, dass dieser auch seinem Namen gerecht wird.

    Und so stand ich am Freitag mit meinem Anhänger und den Kofferraum vollgepackt mit Kettensäge, Axt, Winkelschleifer usw. bei deren Haus, um mich im ersten Schritt mit dem Entrümpeln der Terrasse und dem Fällen/Beschneiden einiger Bäume und Sträucher zu machen. Sprich: erst einmal alles wegmachen, was weg kann und muss.


    Da es leider nur möglich ist, maximal fünf Bilder pro Thema mit einzustellen, die für diesen Projekt jedoch nicht ausreichen, splitte ich mein Tagebuch über das Anlegen einer neuen Terrasse in mehrere Teile. Die vorherigen und nachfolgenden Teile können über die Verlinkungen aufgerufen werden.

    Hier geht's zu den anderen Arbeitstagen:
    • Arbeitstag 3 - Planung und Entwürfe
    • Arbeitstag 4 - Fortsetzung vom Entasten der Bäume und Sträucher (oder auch "Wie gut, wenn man einen zuverlässigen Freund hat")
    • Arbeitstag 5 - Gießen der Betonplatte
    • Arbeitstag 6 + 7 - Aufräumen, Platz schaffen und ungenutzte Räume nutzbar machen
    • Arbeitstag 8 - Entrümpeln der Scheune
    • Arbeitstage 9 und 10 - Einrichten der Werkstatt in der Scheune und Abbau der Blockhütte
    • Arbeitstag 11 - Restarbeiten zum Abbau der Blockhütte (oder auch: "Das Leben ist voller Überraschungen - nur kann man auf einige sehr gut verzichten") und Erweiterung der Werkbank
    • Arbeitstag 12 - "Mühsam ernährt sich das Einhörnchen" - oder wie wir Norddeutschen sagen "Löppt" (Läuft)
    • Arbeitstag 13 - Abbau der Holzterrasse vor der ehem. Blockhütte

    Aber alles Schritt für Schritt hier in diesem Tagebuch und seinen Fortsetzungen


    1. Arbeitstag

    - Entrümpeln der Terrasse -

    Durch die Umbauarbeiten an dem alten, ursprünglichen Bauernhaus und dem Bau des Frisörsalons hatte sich einiges an Müll hinter dem Haus angesammelt.

    Um Grund dort hineinzubekommen, blieb nichts anderes übrig, als hier erst einmal aufzuräumen, hieß: nicht lange diskutieren, sondern anfassen.


    Mittags um 14:30 Uhr
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2018-03-23 Collage 1.jpg Ansichten: 1 Größe: 168,3 KB ID: 3661221

    Am frühen Nachmittag um 14:30 Uhr begonnen, war mein Anhänger gegen 16:30 Uhr voll mit Müll gepackt und auf ging es zur Mülldeponie. Laut Waage der Deponie waren das mal eben knapp 3 Tonnen, die ich zuvor von Hand zum Anhänger geschleppt, darauf gepackt und bei der Deponie wieder abgeladen habe, sprich: fast 6 Tonnen Müll habe ich an dem Tag bewegt.


    Zwei Stunden später > abfahrbereit zur MülldeponieKlicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2018-03-23 Collage 2.jpg Ansichten: 1 Größe: 365,0 KB ID: 3661222


    2. Arbeitstag

    - Entasten von Bäumen und Sträuchern -

    Neben dem Platz hinter dem Haus, war es auch notwendig, den „Garten“ aus seinem Dornröschenschlaf zu befreien. Die Reste des Sichtschutzzaunes waren vollkommen morsch und umgekippt. Die Fläche zwischen dem Grundstück zum Nachbarn war mit Efeu und Schilf ziemlich zugesichert, die Bäume und Sträucher waren teilweise morsch und wären bei einem der nächsten Stürme umgekippt. Auch ließe sie kaum Sonne durch, so dass die Rasenflächen vermoosten und die Gartenhütte feucht und mit Grünspan überzogen war.

    Somit hieß es an diesem Tag mit Kettensäge und Axt geht es den ersten Bäumen und Sträuchern, sowie dem maroden und umgekippten Sichtschutzzaun an den Kragen zu gehen.


    Mit Kettensäge und Axt geht es den ersten Bäumen und Sträuchern, sowie dem maroden und umgekippten Sichtschutzzaun an den Kragen
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2018-03-24 Collage 1.jpg Ansichten: 1 Größe: 289,8 KB ID: 3661223

    Da mir das Benzin für die Kettensäge ausgegangen war, bin ich in der Zwischenzeit angefangen, de merkwürdigen Betonkübel mit dem Vorschlaghammer wegzuschlagen. "Mal eben schnell das Ding wegmachen", dachte ich, doch was sich dann Auftrag, hat uns schon ziemlich ins Staunen versetzt.

    Die Betonplatte hinter dem Haus, ist nämlich nicht nur einfach eine Betonplatte > es befindet sich darunter ein altes Dreikammersystem
    Wie wir damit nun umgehen, wissen wir im Moment noch nicht so ganz; haben zwar Vorstellungen, die aber erst noch reifen müssen.


    So ein altes Haus ist wie ein Überraschungsei - man weiß nicht wirklich, was drin steckt
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2018-03-24 Collage 2.jpg Ansichten: 1 Größe: 140,3 KB ID: 3661225


    Benzin für die Kettensäge ist nun wieder da, also geht es erst einmal weiter an die Blume und Büsche.
    Bis 18 Uhr habe ich noch zwei Stunden, dann ist Feierabend für heute - ist schließlich Samstag
    Zuletzt geändert von –; 22.04.2018, 18:41. Grund: Verlinkung Tagebuch - Teil 10 > 13. Arbeitstag

  • "Bein für die Kettensäge"
    Aha.....

    Kommentar


    • Zitat von Bacharly Beitrag anzeigen
      "Bein für die Kettensäge"
      Aha.....
      Benzin,
      tolles Vorhaben, bin schon neugierig, wie es fertig aussehen wird
      aber was bitte ist ein Ltes Dreikammersystem?

      Kommentar


      • Diese Dreikammersysteme waren mal die erste Kläranlage, bevor es in die “Kanalisation“ abgelassen wurde. Sofern eine solche vorhanden war. Ich gehe mal davon aus das ihr auf dem Land wohnt. Eine zweite Möglichkeit wäre eine Zisternenanlage. Das ist per Ferndiagnose allerdings ohne genaue Fotos nicht möglich.

        Kommentar


        • Das wird ein sehr großes Projekt werden. Respekt.

          Ein Garten braucht Wasser, viel Wasser. Also macht doch aus den alten Klärgruben Zisternen und fangt das Regenwasser darin auf.

          Der Garten wird es danken, und die Geldbörse auch.

          Kommentar


          • Zitat von Maggy Beitrag anzeigen

            Benzin,
            tolles Vorhaben, bin schon neugierig, wie es fertig aussehen wird
            aber was bitte ist ein Ltes Dreikammersystem?
            Dreikammersysteme werden dort eingesetzt, wo es keine öffentliches Abwassersystem gibt - häufig auf dem Lande.

            Früher waren dies in der Erde gemauerte Systeme. Heute bestehe diese oftmals aus fertigen Betonbauteilen oder Kunststoff.

            Die schwereren, in Kammer 1 gesickerten Teile werden regelmäßig zwecks Entsorgung abgepumpt, was i.d.R. durch
            Abfallunternehmen geschieht.

            Ich hoffe, meine Zeichnung macht das etwas verständlich ;-)

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Dreikammersystem.png
Ansichten: 261
Größe: 229,2 KB
ID: 3661721

            Kommentar


            • Und dort sind jetzt wie viele Deckel zugänglich? Und zu welchem Becken gehört der Deckel auf den ihr gestossen seid?

              Kommentar


              • Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 05179B8A-C581-434E-9271-9898D5D2F39A.jpeg
Ansichten: 46
Größe: 465,7 KB
ID: 3661816
                Wir dachten, der viereckige Betonkübel sei für Blumen o.ä. ursprünglich gedacht. Als ich den mit dem Vorschlaghammer wegschlagen wollte, verrutschte der und darunter war das Loch zu Kammer 3.

                Die Öffnungen zu den Kammern 1 und 2 hatte der Vorbesitzer mit 150er Kanalrohre, die er unter mit Deckeln geschlossen und dann mit Zement gefüllt hat, zugemacht.

                Derjenige muss ohnehin ein Fan von Beton und Zement gewesen sein. Alle Holzpfosten usw. hat der in Zement gesetzt; echt schlimm.

                Kommentar


                • Üblicherweise ist die Grube rund und Kammer 1 ist 1/2 und Kammer 2 und 3 jeweils 1/4. Und es gibt nur einen Deckel/Luke.
                  Üblicherweise wurden auch keine Sickergruben gebaut und alle 3 Kammern wurden komplett abgepumpt.
                  Hatten meine Eltern noch bis etwa 2005.

                  Wenn die Grube noch intakt ist, ist die Idee mit der Zisterne garnicht mal so schlecht!
                  Unsere wurde damals zugeschüttet...
                  Zuletzt geändert von –; 28.03.2018, 08:24.

                  Kommentar


                  • Das ist doch super mit der Aufteilung. Jetzt nur noch den Boden von 3 zementieren, das Fallrohr in die 1 leiten, eine Tauchpumpe in die 3 einhängen und dann ist es eine Klasse Zisterne für Giesswasser.

                    Kommentar


                    • Deine Zeichnung ist prima. Ich kannte das nicht, bei uns gibt es schon seit über 50 Jahren überall Kanalisation.
                      Ottomars Idee mit der Zisterne finde ich auch gut, Wasser ist ja auch so ein wertvoller Naturstoff, wo man sparen sollte.

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                      • Bin gespannt wie es weitergeht.
                        Auf jeden Fall interessant und eine gute Einstellung von Dir zu helfen.

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                        • Wenn ich das richtig zwischen den Zeilen interpretiere, warst du dir bei Zusage zu helfen nicht wirklich über den Arbeitsumfang und den Umständen im Klaren Trotzdem machst du es - meinen Respekt hast du und auch ich bin gespannt, wie es weitergeht.

                          (ps: um halb 3 nachmittags noch von Mittags zu reden, tzzzzz.......... )

                          Kommentar


                          • Alle Achtung, da hast du dir eine riesen Arbeit aufgehalst

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                            • Zitat von ConanDerBarbar Beitrag anzeigen
                              Üblicherweise ist die Grube rund und Kammer 1 ist 1/2 und Kammer 2 und 3 jeweils 1/4. Und es gibt nur einen Deckel/Luke.
                              Üblicherweise wurden auch keine Sickergruben gebaut und alle 3 Kammern wurden komplett abgepumpt.
                              Hatten meine Eltern noch bis etwa 2005.

                              Wenn die Grube noch intakt ist, ist die Idee mit der Zisterne garnicht mal so schlecht!
                              Unsere wurde damals zugeschüttet...
                              Mag ja wohl anderenorts üblich sein, dieses System hat auf jeden Fall DREI Öffnungen zum Abpumpen, von denen zwei, wie gesagt, mit Beton zugemacht worden sind - ist halt wohl Marke Eigenbau aus der Nachkriegszeit, als man Dinge einfach machte, damit/bis es passte. Auf Baugenehmigungen und behördliche Auflagen wurde zu der Zeit eher weniger geachtet, wenn es die für solche "Nebensächlichkeiten", wie Sickergruben überhaupt gab. Das ganze noch auf einem Bauernhof, wo früher vielfach bis gar nicht darauf geachtet wurde, was die Bauern teilweise auf ihren Äckern kippten, verklappten und/oder verbrannten. Deren Felder dienten u.a. doch als deren private Mülldeponien; was wie z.B. Altöl u.ä. nicht einfach in der Erde versickern konnte, wurde halt vergraben oder verbrannt. So war die Realität nun mal bis in die 80er/90er Jahre > an Umweltschutz wurde damals nicht wirklich gedacht - leider, deren Folgen wir heute immer noch zu spüren bekommen.

                              Bzgl. diesem Dreikammersystem > das wird morgen weit möglichst leergepumpt und zugemacht. Es bleibt eine verschließbare Öffnung für eine Schmutzwasserpumpe für den Fall der Fälle.

                              Wolfgang111 Bzgl. Giesswasser braucht nicht geachtet werden, da an anderen Stellen Regenwassertonnen stehen, die vollkommen ausreichen (hier regnet es zudem eh mehr, als es uns oft lieb ist)

                              Morgen werden nun alle losen, abgebrochenen Betonstücken entfernt, die Fläche mit Stahlmatten ausgelegt und anschließend wird sie mit einer 5cm dicken Betonschicht aufgefüllt. Zwecke dessen sind
                              bekommen wir fertig gemischten Beton geliefert, der über die gesamte Fläche so verteilt wird, um dadurch
                              • die Risse zu schließen, um weitere Rissen durch Wasser und Frost in der Platte zu verhindern
                              • die Höhenunterschiede auszugleichen, damit die Fläche plan verläuft und die Unterkonstruktion nebst den Terrassendielen anschließend darauf korrekt auf einer gleichen Höhe verlegt werden können.

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