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Fehlerteufel, Schusseligkeit, Konzentration in der Werkstatt......wie geht Ihr damit um?

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    Fehlerteufel, Schusseligkeit, Konzentration in der Werkstatt......wie geht Ihr damit um?

    Hallo Freunde der Heimwerker-Kunst,

    wenn wir in der Werkstatt stehen (oder manchmal sitzen) und an einem Projekt grübeln, oder auch bereits daran arbeiten, schlägt ja bei dem einen oder anderen ab und zu der Fehlerteufel zu (wie bei mir sehr oft).

    Wie geht Ihr damit um, bzw. was tut Ihr, um die Fehlerquote zu minimieren? Die Arbeitssicherheit ist ja hoch zu bewerten, doch denkt man nicht immer an alle Sicherheitsvorkehrungen. Manchmal ignoriert man sie auch bewusst, weil man dann vielleicht etwas Zeit spart. Das kann aber auch mal nach hinten los gehen....

    Bei mir kürlich passiert:

    ich war am sägen der Paulownia Platten für die Schubladenfronten. Bei einer der großen Platten habe ich bemerkt, dass sie ein wenig verwunden war. Trotzdem wollte ich sie nicht wegwerfen und wenigstens 1-2 Fronten herausschneiden. Als ich dann die Platte durch die TKS drückte, merkte ich, dass sie links vom Sägeblatt leicht nachgab beim draufdrücken.

    Gedacht: Komm......das bischen wird nix ausmachen.......

    Ein paar Sekunden später wusste ich dann, dass ich besser in die Hose gemacht hätte, als dies doch zwingen zu wollen. Die Platte verkantete sich ganz leicht, das Teil rechts vom Sägeblatt kam auf mich zugeschossen und traf mich direkt in die obere Bauchgegend. Zum Glück hatte ich dieses mal meine Latzhose an und in der vorderen Tasche einen Zollstock. Auf diesen traf das Holzstück voll......

    Trotzdem hatte ich ein paar Hautabschürfungen und ein paar Tage lang blaue Flecken.

    Das hätte auch anders ausgehen können

    Das eine oder andere mal denkt man halt, "komm, das geht jetzt schon".....aber es kann fatal enden.

    Was tut Ihr dagegen, bzw. was ist Euch schon so passiert aus Unachtsamkeit, Faulheit oder einfach nur Pech?

    Naja, sowas kennt jeder...und ist glücklich wenns so halbwegs gut ausgeht.
    Wenn ich merke, dass ich für eine Maschine nicht mehr die notwendige Konzentration habe, lasse ich es....ja, der Körper sagt es einem eh schon vorher, dass er nicht mehr in TopForm ist...
    Wenn ich bei einem Projekt etwas vermurkse, dann sehe ich es als Chance an, den Murks wieder gerade zu biegen, und das Beste draus zu machen, auch wenn fallweise dann Stücke im Ofen landen...
    Und wenn ich mit einem Projekt nicht weiter komme, und eine Denksperre habe, arbeite ich an einem anderen weiter, dann kommen die Lösungen meistens von alleine

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      Leider weiss ich nicht was für eine TKS du hast, aber ich gehe mal davon aus dass der Parallelanschlag rechts vom Sägeblatt ist. Grundsätzlich sollte man das rechte Teil zwischen Sägeblatt und Parallelanschlag schieben und nicht die linke "Abfallseite". Falls die Abfallseite wesentlich größer ist nur mit der linken Hand unterstützend mitschieben. Man sollte hierzu auch leicht links versetzt zu Sägeblatt stehen um nicht in der Flugbahn bei einem Kickback zu stehen. Bei verwundenem Holz sind normalerweise Spannungen zu erwarten um dem entgegenzuwirken sollte man den Parallelanschlag bis Höhe Spaltkeil zurückziehen. Allerdings hört sich die ganze Geschichte an als ob Du keinen Spaltkeil verwendet hättest und in der Flugbahn des Kickback gestanden bist. Dann passieren solche Dinge recht schnell. Ich hoffe Du hast aus dieser Erfahrung keine gesundheitliche Folgen und bist mit dem Schrecken davon gekommen. Ich habe schon vor längerer Zeit einige Sicherheitsvideos zum Umgang mit der TKS gemacht. Findet man in der Wissenssammlung unter "Tischkreissäge". Da solltest Du Dir mal dieses Video anschauen.
      LG Paul

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        Mal abgesehen davon, dass ich mir letztes Jahr direkt am dritten Tag des Lockdowns mit der Flachdübelfräse eine schöne Nut in Mittel- und Ringfinger gefräst habe, hatte ich bisher Glück.

        Auch das passierte durch Unachtsamkeit "mal eben schnell was fräsen". Normalerweise achte ich penibel auf die Sicherheit.

        Wichtig finde ich aber, dass man Zeit hat, um etwas zu tun und dabei nicht alle zwei Minuten gestört wird. So kommt es auch zu weniger Fehlern beim Anzeichnen und Finger etc bleiben dran.

        Nicht verkehrt ist es auch, sich mal die BG Richtlinien zur Bedienung verschiedener Maschinen anzuschauen. Klar, gelten die hauptsächlich für's Gewerbe, der Heimwerker lernt da aber auch viel.

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          Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
          Leider weiss ich nicht was für eine TKS du hast, aber ich gehe mal davon aus dass der Parallelanschlag rechts vom Sägeblatt ist. Grundsätzlich sollte man das rechte Teil zwischen Sägeblatt und Parallelanschlag schieben und nicht die linke "Abfallseite".
          Ich habe die GTS 10 XC und ich habe die rechte Seite (zwischen Sägeblatt und Parallelanschlag) geschoben.

          Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
          Man sollte hierzu auch leicht links versetzt zu Sägeblatt stehen um nicht in der Flugbahn bei einem Kickback zu stehen. Bei verwundenem Holz sind normalerweise Spannungen zu erwarten....
          Ja, das mit dem verwundenen Holz wusste ich ja......hab aber trotzdem gedacht: das geht jetzt auch noch. Ich war halt so blöd und habe die Platte während des Sägevorganges nach unten gedrückt, damit sie aufliegt und dann hat´s schon geknallt....

          Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
          Ich hoffe Du hast aus dieser Erfahrung keine gesundheitliche Folgen und bist mit dem Schrecken davon gekommen.
          Ja, alles im grünen Bereich


          Zitat von Holzpaul Beitrag anzeigen
          Ich habe schon vor längerer Zeit einige Sicherheitsvideos zum Umgang mit der TKS gemacht. Findet man in der Wissenssammlung unter "Tischkreissäge". Da solltest Du Dir mal dieses Video anschauen.
          LG Paul
          Schau ich mal rein

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            Ich denke, dass Unfälle mit den größeren und "gefährlicheren" Maschinen, wie Band- oder Winkelschleifer, Elektrohobel, Ketten-, Tisch-, Kapp- und Handkreissägen usw. geringer sind, wie die mit den "einfacheren" Werkstattgeräten. Die Achtsamkeit und Sicherheitsvorkehrungen z.B. im Umgang mit der Tischkreissäge ist i.d.R. viel größer, weil einem bewusst ist, welche üblen Verletzungen mit u.U. dauerhaft schlimmen Folgen man sich damit zuziehen kann. Umgekehrt dazu der Umgang mit den "normalen" und alltäglichen Geräten, wie einem Akku-Bohrer, Schwingschleifer o.ä.. Was soll damit schon schlimmes passieren, wenn man damit sogar ein etwas älteres Kind arbeiten lassen könnte? Aber wer ist aus Unachtsamkeit nicht schon mal mit einem Bohrer abgerutscht und hat sich dabei den Finger verletzt oder mit dem Schwingschleifer die Haut an der Hand aufgeschürft? Meinen eigenen Erfahrungen nach, sind Verletzungen mit diesen Geräten, wenn zwar auch weniger schlimm, aber prozentual um vieles höher.

            Mir ist gestern selber noch solch ein Unfall passiert. Im meiner Gartenhütte habe ich ein neues Regal angebracht und wollte "mal eben schnell" mit einem 8er Holzbohrer von unten in den Regalboden, eine 16mm Spanplatte, nur eine Vertiefung für das hochstehende Ende des Regalträgers bohren. Von oben mit der linken Hand auf die Spanplatte gedrückt und von unten den Bohrer angesetzt, hat der sich unerwartet schnell durch das Holz und in meine Hand gebohrt. Das ist nun zwar keine wirklich schlimme Verletzung, mit der ich auch nicht zum Arzt gehen musste, aber es ist halt eine Verletzung mit einem eigentlich ungefährlicherem Werkstattgerät, mit dem ich nahezu alltäglich umgehe. Dazu noch den Faktor Unachtsamkeit, sowie Eile und zack passieren diese Art von "nebensächlichen" Unfällen.
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              Ja.....die "einfachen" Werkstattgeräte........wie oft habe ich mir schon mit dem Stechbeitel (natürlich immer schön sauscharf) beim Ausstemmen das Teil in die Hand gerannt. Die Hand natürlich vor (!) das auszustemmende Material gelegt und dann mal schön abgerutscht.....

              Hier habe ich mittlerweile auch die Angewohnheit, das zu bearbeitende Teil dann auf meiner Insel mit den Werktischspannern festzuspannen und dann erst loszulegen. Die Zeit muss dann halt einfach sein.

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                Auch nicht zu verachten ist Ordnung in der Werkstatt. Ich weiß, es gibt viele die aufgeräumte Werkstätten furchtbar finden und den Leuten unterstellen, dort nichts zu machen, aber so vermeidet man definitiv Verletzungen. Erstmal kann man nicht stolpern und man kommt bei vollgeräumten Werkbänken nicht auf die Idee, irgendeinen Blödsinn zu veranstalten und nicht geeignete Unterlagen zu nutzen (Kasten Bier/Wasser/Cola als Unterlage zum sägen/fräsen/etc).

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                  Das ist natürlich auch richtig!

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                    Solche Fälle sind dann schnell was für den "Dussel des Tages" ...
                    Ich versuche es zu vermeiden, indem ich nicht mehr weiter arbeite, wenn ich merke, dass ich zu müde und unkonzentriert bin ...

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                      Das habe ich mir auch fest vorgenommen. Bringt ja nix, wenn man es an dem Tag noch zwingen will und dann liegt man u.U. 3 Wochen im Krankenhaus.....

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                        Ein früherer Kollege von mir, er war auch Segler, hatte immer einen Spruch an der Bürotür hängen:
                        "Mach langsam, Seemann, es eilt"

                        Eine Abwandlung davon ist das Sprichwort: "Hast Du es eilig, gehe langsam ..."

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                          Zitat von JoergC Beitrag anzeigen
                          Solche Fälle sind dann schnell was für den "Dussel des Tages" ...
                          Ich versuche es zu vermeiden, indem ich nicht mehr weiter arbeite, wenn ich merke, dass ich zu müde und unkonzentriert bin ...
                          Das mache ich mittlerweile auch, nicht nur wegen der Gefahr, sich wegen Übermüdung evtl. zu verletzen, auch weil man übermüdet ohnehin kaum etwas schafft und die gleiche Arbeit ausgeruht am nächsten Tag doppelt so schnell und präziser von der Hand geht.

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                            Eintönige Arbeiten sind ebenfalls in erhöhtem Maße ein Unfallrisiko. Ein damaliger Kollege musste mehrere 100 gleiche Holzklötze für ein Kunstwerk mit der Kreissäge im Hochsommer bei über 30°C zuschneiden. Irgendwann ließ die Konzentration nach und er griff in die laufende Säge. - Das Ergebnis: Unfallambulanz und mehrere Wochen "frei" mit einem gelben Urlaubsschein...
                            Viele Unfälle passieren auch durch Zweckentfremdung von Werkzeugen, da man nichts passendes zur Hand hat, sowie mit stumpfen Werkzeugen. Letzteres war mir in meiner Lehre passiert, als ich an der Bandsäge einen großen Ahornblock auftrennte. Anstatt das Bandsägeblatt zu wechseln habe ich den Block mit aller Kraft durchgedrückt, bis das letzte Stück erstaunlich leicht ging. - Zu leicht. Der Finger bot nur weniger Widerstand... Also kommt zu dem stumpfen Werkzeug häufig auch die Unkenntnis im Umgang mit Werkzeugen und Maschinen hinzu.

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                              Zitat von anmaro69 Beitrag anzeigen
                              Das ist nun zwar keine wirklich schlimme Verletzung, mit der ich auch nicht zum Arzt gehen musste, aber es ist halt eine Verletzung mit einem eigentlich ungefährlicherem Werkstattgerät, mit dem ich nahezu alltäglich umgehe.
                              Auch wenn das keine schlimme Verletzung ist, Holzstaub oder Holzsplitter in einer offenen Wunde kann zu Blutvergiftung oder auch zu Wundstarrkrampf führen.
                              Zuletzt geändert von –; 11.06.2021, 09:13. Grund: Zitat korrekt eingefügt

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