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HT-Rohre einer Absauganlage erden - Wie gehe ich da richtig vor?

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    Klingt auch logischer. Wie soll sonst statische Ladung aus dem Inneren des Rohres nach Außen kommen. Der Kunststoff des Rohres isoliert nach Außen.

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      Rainerle
      Natürlich hat Kunststoff eine isolierende Wirkung, weswegen ja auch Stromkabel damit ummantelt werden. Im Fall der HT-Rohre ist es nun aber so, dass durch die hohe Geschwindigkeit, mit der der Staub durch die Rohre gesogen wird, die HT-Rohre statisch aufgeladen werden und das innen und außen, also komplett. Das ist u.a. daran zu erkennen, dass die HT-Rohre den Staub von außen anzieht und der sich daran absetzt. Diese Beobachtung hat auch fuffy1963 bei seiner Absauganlage gemacht und dazu in seinem Projekt im Arbeitsschritt 5/5 folgendes geschrieben:

      Fazit nach mehrmonatigem Gebrauch
      Ich habe die Erdung jetzt seit ca. einem halben Jahr in gebrauch, und man mehr an den staubfreien Rohren eindeutig, das die Erdung funktioniert. Vorher wurde der Staub regelrecht von den HT Rohren angezogen, und nun ist absolut nichts mehr am Rohr.

      Folglich reicht es aus, die HT-Rohre mit nicht isoliertem Kupferdraht zu umwickeln und den Draht zu erden. Dadurch wird die statische Ladung aus dem kompletten HT-Rohr in die Erde abgeleitet, sowohl von außen, wie auch aus dem Inneren der Rohre. Metallschrauben in die HT-Rohre zu bohren, an die dann der Kupferdraht verbunden wird, ist somit nicht notwendig.

      Nachdem ich mich nun so mit diesem Thema und den Antworten dazu in diesem Thread befasst habe, habe ich vorhin mit einem Elektro-Meister darüber gesprochen und ihm die hier aufgeführten Argumente geschildert. Der hat mir nun genau das gesagt, was ich geschrieben habe: es reicht vollkommen aus, die Rohre mit dem Kupferdrahtes zu umwickeln und zu erden. Die Sache mit den Metallschrauben in den Rohren, so sagte er mir, ist unnütz und birgt höchstens das Risiko, dass sich an die in die Rohre hineinragenden Schraubenenden Späne festsetzen, wodurch auf Dauer die Rohre verstopfen können. Diese Wahrscheinlichkeit ist sicherlich nur minimal, aber es kann passieren.

      Um das noch besser zu verstehen, hat er es mir an folgendem Beispiel erklärt:
      Es gibt Teppiche, wenn man da drüberher läuft, man selber statisch auflädt und einen gewischt bekommt, sobald man an etwas aus Metall fasst. Unter solchen Teppichen werden aus dem Grunde spezielle dünne Unterlagen verlegt, die diese statische Aufladung ableiten. Genauso verhält es sich mit der statischen Ladung in den HT-Rohren, die durch den geerdeten Kupferdraht außen um die Rohre abgeleitet wird.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Vergleich Ableitung_Erdung.jpg Ansichten: 0 Größe: 118,0 KB ID: 3905740
      Zuletzt geändert von –; 18.03.2021, 12:34. Grund: Korrektur

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        Aus dem Grund sind in Krankenhäuser alle Fußböden leitend und zusätzlich geerdet.

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          Wie auch immer: Ich bleibe bei meiner 'Schraubenlösung', die Krusse erklärt hat.
          Zusätzlich zum Material, was innen im Rohr entlangfliegt, wird hier auch das Rohr statisch entladen. Und preiswerter ist es sicher auch: man braucht nur ein paar kurze Schrauben und soviel Draht, wie die Rohre lang sind. Dass sich etwas an den Schrauben verhakt, halte ich für die geringste Gefahr. Sie ragen nur max. 1mm ins Innere der Rohre.

          Ich habe auch den Staub / das abgesaugte Material, dass ich in einem Behälter unter meinem Zyklon sammle, geerdet. Einfach durch einen abisolierten Draht, der von aussen in den Behälter ragt und an meine Erdung angeschlossen ist.
          Dieses Thema wurde hier noch gar nicht wissenschaftlich beleuchtet.

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            Und ich traue mich nun nicht mehr Stromkabel Außen anzufassen. Wenn HT-Rohr Spannung nach Außen überträgt, warum sollten isolierte Leiter das nicht auch tun? Beides besteht übrigens aus PVC.

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              Kleiner Denkfehler! Das HT-Rohr lädt sich überhaupt erst auf, WEIL es isoliert. Für die statische Aufladung muss ja eine Ladungstrennung stattfinden. Würde das Rohr leiten, würde sofort ein Potentialausgleich stattfinden, würde sich nix aufladen. Deswegen laden sich Metallteile ja nicht auf.

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                Richtig Jörg. Warum aber dringt bei HT-Rohr die Ladung nach Außen zum Draht? Bei Stromkabeln aber nicht? Zumindest wusste das der Elektriker oben zu wissen ...

                Darum Schrauben ins Rohr.

                Kommentar


                  Zitat von Rainerle Beitrag anzeigen
                  Richtig Jörg. Warum aber dringt bei HT-Rohr die Ladung nach Außen zum Draht? Bei Stromkabeln aber nicht? Zumindest wusste das der Elektriker oben zu wissen ...

                  Darum Schrauben ins Rohr.
                  Die Ladung dringt nicht durch. Es ist eine Ladungstrennung. Wenn ich es jetzt nicht verwechsle, dann wird das Rohr innen positiv und außen negativ geladen.

                  Und: statische Aufladung ist nicht mit Netzspannung zu vergleichen. Das sind ganz andere Spannungen, wodurch es zu ganz anderen Effekten kommt.

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                    Wusste ich nicht Jörg. Darum wird am Rohr Außen Staub angezogen. Aber das deutet darauf hin, dass ich mit einer Leitung Außen dann die negative Ladung entferne. Innen bleibt die positive, oder löst sich diese damit zugleich auf?

                    Ich verstehe nicht, wie eine Ladung im Rohr, das zugleich Isolator ist, durch einen Außen liegenden Draht abgeführt werden kann. Vielleicht kann mir das jemand erklären. Der Vorteil der jetzigen Konstruktion würde nach meinem Verständnis lediglich den Staub auf dem Rohr verhindern. Richtig?

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                      In geringem Maß könnte der Draht außen was bewirken. Man bedenke: diese statischen Aufladungen bewegen sich mitunter im mehrstelligen Kilovoltbereich. Und die Wandung des HT-Rohrs ist ja für eine solchen Spannung verhältnismäßig dünn.
                      Nicht umsonst sind solche Hilfskosntruktionen im gewerblichen Bereich gar nicht erlaubt. Da hat man für die Verrohrung Metall und die Schläuche sind aus leitfähigem Kunststoff, möglichst noch mit einer eingebetteten Metallspirale.

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                        Aus Interesse habe ich mich mal zum Thema im restlichen Internet umgeschaut. Da werden viele Bastellösungen gezeigt und jeder meint, die optimale Lösung gefunden zu haben. Die Argumentationen sind meist schlüssig, beruhen aber wahrscheinlich oft auf falschen Annahmen.
                        'Meine' Schraubenvariante wird z.B. auch als nutzlos beschrieben.

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                          Genau. Irgendwann hat mal jemand gehört, dass erzählt wurde, dass es eventuell der Fall sein könnte, dass es mal ein Gerücht gab, dass es wohl mal jemand ...

                          Und dann wird dann noch versucht mit pseudophysikalischem Halbwissen die Krücke zu tunen ...

                          Ich bleibe dabei: wenn man es richtig machen will, nimmt man Metallrohr und leitenden Spiralschlauch. Der Blitzableiter am HT-Rohr ist in meinen Augen nur eine Alibi-Gewissensberuhigung, evtl. noch mit kosmetischer Funktion, dass am Rohr kein Staub elektrostatisch angezogen wird.

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                            kaosqlco Ich denke das die Schraubenversion mit die zuverlässigste ist wenn man HT-Rohr verwendet. Ich würde es auch so machen, allerdings lohnt es in meiner kleinen Werkstatt nicht. Ich bin da noch Hinterwäldlerisch und nutze einen Schlauch.

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                              Ich denke, die statische Ladung verteilt sich flächig im Rohr. Ist da in der Nähe eine Schraube, leitet sich diese nach Außen ab, sofern die Schraube geerdet ist.

                              Ich denke, wir sind uns einig, dass viel Halbwahrheiten im Netz im Umlauf sind. Jörg hat es gut beschrieben ...

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                                Hallo Annette,
                                nun ist es vollbracht. Du hast Deine Absaugung als Projekt eingestellt. Ich habe absichtlich bis jetzt nichts dazu kommentiert. In meinen Augen ist das ganze Absauggedöns mit HT-Rohre und Zyklon nicht wirklich effizient. Zwar wird von den Erbauern immer das Gegenteil behauptet, wer gibt schon gerne zu, dass man bei diesem großen Aufwand mehr erhofft hätte. Sehe ich die sehr langen Wege der zweckentfremdeten HT-Rohre mit viel zu vielen 90° Winkeln bis unter die Decke, hin zum Werkstattsauger darauf noch einen Zyklonabscheider. Ich frage mich wie man damit eine stationäre Abrichte oder Hobelmaschine absaugen will. Mit anscheinend 50mm Durchmesser ist dieses nicht wirklich möglich. Bis Du Deine ganzen Schieber eingestellt hast , habe ich meine fahrbare Absaugung mit 2 Meter flexiblen 100er Schlauch an die richtige Maschine geschoben und eingesteckt. Ich bin wesentlich flexibler da sich die Position meiner stationären Geräte nicht auf festinstallierte Anschlüsse begrenzt und ich habe nicht das ganze Geraffel an der Wand, Decke und sonstwo hängen. Es ist eben immo nur eine Bastellösung die möglicherweise Spass gemacht hat zu konstruieren. Eine effiziente stationäre Absaugung bedarf einer strömungstechnischen Berechnung sämtlicher Faktoren um das richtige Saugaggregat mit ausreichender Leistung zu ermitteln. Das sind in meinen Augen bestimmt keine HT-Rohre, Zyklonabscheider und Werkstattsauger.
                                LG Paul
                                Zuletzt geändert von –; 01.04.2021, 20:50.

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