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HT-Rohre einer Absauganlage erden - Wie gehe ich da richtig vor?

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    HT-Rohre einer Absauganlage erden - Wie gehe ich da richtig vor?

    Ich möchte die HT-Rohre meiner neu gebauten Absauganlage erden. Dazu passend habe ich hier das Projekt "Erdung meiner Absauganlage" von fuffy1963 gefunden, wozu ich nun aber doch noch ein paar Verständnisfragen u.a. auch in der Anbindung meiner HT-Rohre habe.

    1. Ableitungsdraht in den HT-Rohren verlegen
    In dem Arbeitsschritt 1 von 5 steht, dass mit dem Abstand von je einem Meter Edelstahl-Blechschrauben in die HT-Rohre hineingeschraubt werden, damit die statische Ladung nach außen über den Edelstahldraht abgeführt werden kann.

    Frage zu 1:
    Reicht das wirklich aus, um die statische Ladung abzuführen oder ist es sinnvoller bzw. effektiver, den Draht komplett in und durch die Rohre zu verlegen und deren Enden dann aus dem Rohr an einen Erdanker zu verbinden?
    2. Erdung
    Im Arbeitsschritt 4 von 5 wird die Anbindung der Drähte an die Erdung der Hauselektronik beschrieben. In meinem Fall ist dies so nicht möglich, weil ich dann den Draht durch mehrere Wohnräume verlegen müsste, was n den Räumen keinen wohnlichen Eindruck machen würde. Direkt an der anderen Seite meiner Werkstatt (ehem. Garage) ist unser Carport angebaut, wo sich an der Außenwand der Werkstatt/Garage das Regenwasser-Fallrohr befindet. Dieses Fallrohr ist aus Kupfer und führt direkt in die Erde, wo es an das Kanalisationsrohr angeschlossen ist. In welcher Tiefe, ist mir nicht bekannt.

    Frage zu 2:
    Kann ich das Kupfer-Fallrohr zur Ableitung der statischen Ladung in die Erde nutzen, indem ich die Drähte (ich werde wegen der besseren Leitfähigkeit Kupferdraht verwenden) durch die Wand von der Werkstatt in das Carport an das Kupfer-Fallrohr anschließe? Dafür würde der Draht ca. 3,5 Meter von der Absauganlage bis zum Fallrohr an der Wand/unter der Decke verlegt werden (siehe Zeichnung).
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Anschluss an Fallrohr.jpg Ansichten: 58 Größe: 76,7 KB ID: 3905475
    Anm.: damit es nicht zu unübersichtlich wird, habe ich alle anderen HT-Rohre mit deren Abzweigungen nicht in die Skizze mit eingezeichnet

    Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von –; 16.03.2021, 10:27. Grund: Usernamen des Projektes geändert

    Guten Morgen Anmaro. Ehre wem Ehre gebührt, die Absauganlage ist von fuffy und nicht von mir, obwohl ich gern eine hätte.
    Zum Thema selbst, ich glaube nicht, daß statische Ladung ein großes Thema in Hobbywerkstätten ist, da sie nicht in daueranwendung sind und somit auch Zeit haben sich wieder zu entladen.
    Laut einem Schreiner den ich mal gefragt habe sind Glutnester im System die von Funken ausgelöst wurden das größere Problem. Sie glimmen vor sich hin und werden erst zum Problem, wenn die Absaugung wieder angeschaltet wird. („Die meisten Schreinereien brennen Montag Morgens ab“, sagt der Meister)

    Aber ich denke, daß fuffys Erdung vollkommen ausreichend ist. Kuckt man sich gewöhnliche Blitzableiter an, sind das im Grunde genommen auch nur dicke Drähte die in die Erde geführt werden.
    Zuletzt geändert von –; 16.03.2021, 07:53.

    Kommentar


      Hallo anmaro69,
      Den Draht innen im Absaugrohr würde ich nicht verlegen: Späne kann sich so leichter verfangen und das Rohr verstopfen.
      Den Draht kannst du dann auch an einen beliebigen Heizkörper "anschließen". Oder einfach aus dem Fenster raus und im Boden eingraben.

      Kommentar


        ferdi_007
        Danke für deine Hilfestellung und auch für den Hinweis auf meinen falsch verlinkten Usernamen. Den werde ich direkt ändern

        Kommentar


          Nachtuebernahme
          Das mit der Gefahr eines verstopften Rohres hatte ich nicht bedacht. Gut, dass du das erwähnt hast
          Jetzt habe ich allerdings noch eine Frage bzgl. des Anschlusses des Drahtes. Du hast geschrieben, kann ich den u.a. auch mit einem Heizkörper verbinden. Ich habe die HT-Rohre mit einfachen verzinkten Rohrschellenhaltern, die nicht schallisoliert sind, an die Wände und der Decke gefestigt. Der Name "Erdung" sagte nun zwar aus, dass die Überspannung in die Erde abgeleitet werden soll, aber würde es ausreichen, wenn ich die Drähte mit den Rohrschellen verbinde, so dass die statische Ladung in die Decke und/oder in die Wand abgeleitet wird? Die Decke hat eine Fläche von ca. 40 m² und ist aus mind. 20cm Stahlbeton. Ich denke, dass die statische Ladung nicht all zu groß sein wird und somit evtl. eine Ableitung in die Decke ausreichen könnte. Oder liege ich da vollkommen falsch?

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_0665.jpg Ansichten: 1 Größe: 38,4 KB ID: 3905494
          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_0668.jpg Ansichten: 1 Größe: 37,0 KB ID: 3905495Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_0654.jpg Ansichten: 1 Größe: 46,1 KB ID: 3905496
          Zuletzt geändert von –; 16.03.2021, 11:03. Grund: Ergänzung meiner Fragestellung

          Kommentar


            Hallo,
            ich hab das bei mir mit einem leitenden Graphit-Lack und Kupferdraht von aussen realisiert, ab Punkt9 kannst du das hier nachlesen.

            Kommentar


              anmaro69

              Wände und Decken sollten (dürfen) nicht leitfähig sein. Das kann höchstens der Fall sein wenn, ein Wasserschaden aufgetreten ist dann, kann auch eine Wand oder Decke vorübergehend leitfähig sein.
              Ich würde es an ein Heizkörper oder Rohr anschließen.

              Kommentar


                Also ich finde dies als total überflüssig! Die Kunststoffrohre sind doch ein Isolator.
                Wie bitte soll aus dem Innenraum durch den Kunststoff eine statische Aufladung durch kommen?

                Siehe hierzu die Erklärung: https://youtu.be/T-YcJoUcMaM?t=200

                Kommentar


                  Wie George1959 schon sagt sollten die Wände und decken nicht leiten.

                  Was mir aber eben auffällt ist, dass deine Verrohrung suboptimal ist. 90° Winkelrohre sind strömungstechnisch sehr schlecht. Deutlich besser sind kleinere Winkel.
                  Lieber 3x 30° als 1x 90°...

                  Kommentar


                    Du kannst Dir viele Fragen selbst beantworten, wenn Du Dir vor Augen führst, was Du machen willst und warum.
                    An den Rohren kann sich elektrische Ladung aufbauen, wenn Dein "Absauggut" an die Wände "schlägt". Physikunterricht Balon am Pulli reiben oder Bewegung im Woll/Fleecepulli mit isolierenden Schuhen.
                    Diese LAdung baut sich so lange auf (einige kV), bis sie auch eine eigentlich isolierende Strecke aus Luft überspringen kann und dabei funkt es. Dies wiederrum könnte das Luft- Staubgemisch entzünden (-> Staubexplosion).
                    Gibst Du der Ladung einen Weg vor, wie sie sich in die Erde ableiten kann, baut sie sich nicht auf, sondern fließt sofort und in einigen mV konstant in die Erde ab.

                    So, wie kommst Du nun mit dem Ableiter in die "Erde"?
                    1. Der einfachste Weg ist eine Steckdose. Der Schutzleiter (grün/gelb) kurz PE (für protective earth) ist wie der Name schon sagt geerdet, durch eine Tiefen- oder Flächenerdung. Es gibt spezielle Erdungsstecker, die es Dir ermöglichen diesen Kontakt in jeder Steckdose abzugreifen und ein Kabel anzuschließen. Oder Du lässt Dir eine Potentianausgleichsschiene von einem Elektriker legen.

                    Jede andere Lösung kann, aber muss nicht funktionieren.
                    Heizungsrohr: Jede Heizungsanlage ist auch an die Erde angeschlossen und wenn Du durchgängig Metallrohre hast, kannst Du somit auch eine Leitung in die Erde herstellen.
                    Fallrohr: Geht in der Erde auch meist in ein Kunsstoffrohr über. Oft sogar schon über der Erde.
                    Rohrschellen: Dübelst Du ja in die Wand, damit sind sie zur Wand isoliert. Die Wand selbst ist auch kein idealer Leiter. Hängt von der Feuchtigkeit etc ab. Moderne Häuser haben außerdem eine "weiße Wanne".
                    Kabel vergraben: keine gute Idee. Zum einen verwittert der Kupferkern früher oder später, zum anderen musst Du so tief gehen, dass eine permanante Durchfeuchtung (auch im Hochsommer) gegeben ist. Die DIN EN fordert 2,5m bis 3m


                    Fazit: nur eine Kabelverbindung an den Schutzleiter (PE) ist sinnvoll und gewährleistet den dauerhaften Abfluss der Ladung.

                    Kommentar


                      Stromer Gerade weil der Kunstoff nicht leitet, lädt er sich ja auf, besonders durch Reibung, ob an Innen - oder Außenseite. Bei uns in der Firma werden trockene Materialien abgefüllt und es ist schon zu Stromschlägen durch Überschlag gekommen, ohne daß die Leitung berührt worden wäre.

                      Kommentar


                        Zitat von mit Beitrag anzeigen
                        Stromer Gerade weil der Kunstoff nicht leitet, lädt er sich ja auf, besonders durch Reibung, ob an Innen - oder Außenseite. Bei uns in der Firma werden trockene Materialien abgefüllt und es ist schon zu Stromschlägen durch Überschlag gekommen, ohne daß die Leitung berührt worden wäre.
                        Ok, Schau Dir doch das verlinkte Video bitte komplett an, darin wird es ganz deutlich erklärt, daß es im HEIMWERKERBEREICH völliger Unsinn ist!
                        1. sind die Staubmengen nicht anfallend 2.könnte es nur im Auffangbehälter vorkommen 3. fehlt dazu ein "Zündfunke" ; usw.
                        Bei Firmen mit große Staubabsaugungen ist das ganz was anderes.

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                          Ergänzend hier noch das Zitat eines Kommentares:
                          Thema statische Aufladung der HT-Rohre: Ich hatte das "Glück" von Mitte Januar bis Mitte Februar zusammen mit einem Ingenieur für Lufttechnik (also Be- und Entlüftungsanlagen, Absauganlagen etc.) zusammen in Krankenhaus zu liegen. Da ich zu diesem Zeitpunkt meine Absaugung in meiner Miniwerkstatt bereits begonnen hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und den guten Mann dazu befragt. Seine Aussagen waren: Bei einem Absaugsystem mit den üblichen HT-Rohren bis zu einem Durchmesser von um die 100 mm und einer für den Hobbybereich üblichen Gebläse/Turbine (also Staubsauger, Absauganlgen von verschiedenen Firmen usw.) besteht unter den folgenden Voraussetzungen keine Gefahr für eine Staubexplosion. Von ihm genannte Gründe waren: 1. In der Regel wird in der Hobbywerkstatt nur ein bis zwei Geräte zu selben Zeit genutzt - da reicht die Staubmenge einfach nicht aus um eine Verpuffung herbei zu führen. 2. Die Luftgeschwindigkeit, welche von den für den Hobbybereich meist eingesetzten Gebläsen/Turbinen erreicht werden, reichen in der Rohrleitung nicht aus um die Staubpartikel signifikant aufzuladen (Nach seinen Angaben wächst mit zunehmender Luftstromgeschwindigkeit auch die statische Aufladung der Staubpartikel) . 3. Bei üblichen Rohrleitungslängen von bis zu 20m (gemessen von der "Luftquelle" bis zur Maschine), welche in den Hobbywerkstätten vorzufinden sind, wird keine signifikant e Aufladung der Staubpartikel erreicht. 4. Dies gilt nur für Hobbywerkstätten und nicht für den gewerblichen Bereich, da ein solches System weder von den BGs zugelassen sind und zudem in der Regel andere Voraussetzungen haben!!!! Bis zu diesem Gespräch hatte ich auch Zweifel bezüglich der Verwendung von HT-Rohren, welch dann aber zerstreut wurden. Dennoch, wer nun immer noch nicht überzeugt ist und sicher gehen möchte verwendet für das Rohrsystem Metallrohre oder elektrisch leitende Kunststoffrohre (das gleiche gilt natürlich dann auch für die verwendeten Schläuche). Was laut Aussage des Manns noch wichtig ist: Nach getaner Arbeit und dem Verlassen der Werkstatt das Auffangbehältnis zu kontrollieren, ob sich evtl. ein Glutnest in diesem befindet. Dieses kann z. B. passieren, wenn Löcher mit einem Forstnerbohrer erstellt werden und der Spann hierbei heiß wird. Auf dem Weg in Auffangbehälter kann sich durch die Luftzufuhr dann ein Glutnest bilden.

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                            Zitat von cyberman Beitrag anzeigen
                            Hallo,
                            ich hab das bei mir mit einem leitenden Graphit-Lack und Kupferdraht von aussen realisiert, ab Punkt9 kannst du das hier nachlesen.
                            cyberman
                            Zunächst einmal: deine Werkbank sieht echt klasse aus, hast du wirklich toll gemacht
                            Nun zu der Erdung: Wie ich es auf den Fotos und aus der Beschreibung heraus erkennen kann, hast du die Enden der Kupferdrähte nicht in die HT-Rohre gesteckt, wie es fuffy1963 gemacht hast, sondern nur von Außen an die Rohre verlegt und an die Rohrschellen verbunden. Und das reicht deinen Erfahrungen nach für die Ableitung auch aus, oder?

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                              Zitat von Nachtuebernahme Beitrag anzeigen
                              Wie George1959 schon sagt sollten die Wände und decken nicht leiten.

                              Was mir aber eben auffällt ist, dass deine Verrohrung suboptimal ist. 90° Winkelrohre sind strömungstechnisch sehr schlecht. Deutlich besser sind kleinere Winkel.
                              Lieber 3x 30° als 1x 90°...
                              Nachtuebernahme
                              Ok, das habe ich so nicht bedacht, kann und werde das aber nun ändern. Danke für den Hinweis

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