Icon--down-black-48x48 IC-logout IC-up IC_check

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Stech/Stemmeisen wer kennt sich aus?

Einklappen
X
Einklappen
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Stech/Stemmeisen wer kennt sich aus?

    Ich brauche ein paar neue Stecheisen. Was ich zur Zeit habe sind mehr oder weniger No-Name Produkte. Heute ist mir beim Schleifen derselben erst mal bewusst geworden das der Stahl viel zu weich ist. Ergo, ich brauche neue. Wer hat welche Erfahrungen mit welchen Firmen?

  • Wenn du etwas vernünftiges willst und es aus Deutschland sein soll, kannst du nahezu bedenkenlos Kirschen kaufen. Stechbeitel habe ich von Kirschen zwar nicht, aber einen Satz Kerbschitzeisen. Die härte der Stähle liegt bei rund 59-60HR.

    Auch wirklich gut sind die Eisen von MHG aus Thüringen. Ich besitze selbst einen Satz. Bei MHG sind die Seitenfasen bis fast zur Spiegelseite heruntergeschliffen, so dass du auch problemlos Schwalbenschwänze ausstemmen kannst. Die Härte der MHG-Stähle liegt bei rund 61HR. Du schleifst zwar ein bisschen länger, dafür ist die Standzeit auch etwas höher.

    Dann wäre da noch Narex aus Tschechien. Günstig und auch gut verarbeitet. Die Stähle sind mit rund 59HR etwas weicher als die von MHG, was aber nicht zwingend schlechter sein muss. Ich habe von Narex einen Satz Lochbeitel.


    Die Härte der Stähle ist sehr wichtig. Allerdings sollte man sich nicht verleiten lassen, immer die höchste Härte zu wählen. I.d.R sind die weicheren um 57-59HR zwar von der Standzeit nicht unbedingt so langanhaltend und müssen ggf. früher auf die Steine, dafür bekommt man sie oft schärfer und steckt dafür in jedem Fall nicht so viel Arbeit rein, da sich diese Stähle etwas einfacher schärfen lassen. Stähle mit höherer Härte (>= 60HR) haben zwar eine höhere Standzeit, benötigen aber auch mehr Arbeit, bis sie scharf sind. Durch die Wärmebehandlung kann aber auch das Gefüge im Stahl negativ verändert werden und die Klingen lassen sich nicht auf die gleiche Schärfe bringen, wie die weicheren Stähle, wobei es bis rund 63HR immer noch gut geht. Ab 64HR sind die Stähle schon so spröde das sie sehr schwer zu schärfen sind und zu Ausbrüchen beim Schleifen neigen.

    Kommentar


    • Hallo Wolfgang, ich habe als bekennender Werkzeugmessi einige Stecheisensätze. Vom ganz billig (Workzone) bis ganz teuer (Pfeil). Vom Prinzip her funzen sie eigentlich alle, vorrausgesetzt sie sind richtig geschliffen. Die Workzone sind bei mir rasiemesserscharf und wenn man sie nicht überfordert (die Fase zu flach schleift, oder nur Hartholz stemmt) erzielt man selbst mit solchen recht gute Ergebnisse. Natürlich ist die Standzeit mit einem Kirschen, Stubai oder gar Pfeil nicht vergleichbar. Von MHG habe ich ein Satz kurze Eisen in Gebrauch die ich etwas steiler (30°) geschliffen habe. Sie sind aber im Preis und Qualität immo nur Mittelklasse, also brauchbar und nicht so toll wie oft im Inet angepriesen. Ich habe mir auch ein paar Locheisen von Narrex besorgt, sollen recht gut sein aber ich habe sie selbst noch nicht selbst getestet. An deiner Stelle würde ich mir ein paar Kirschen besorgen, die bekommt man fast überall. Falls du kein Problem mit dem Schleifen hast bekommt oftmals recht günstige auch gebraucht. Dann würde ich mir von den Größen die du bevorzugst jeweils zwei kaufen und immer eines um die 20- 25° (Weichholz) und eins um 30-35° (Hartholz) schleifen.
      LG Holzpaul

      Kommentar


        Ich habe einen Satz von Marples Sheffield, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich weiß allerdings nicht, ob es die noch gibt. Ich hab die lange vor der Währungsumstellung bekommen.

        Kommentar


        • Interessant finde ich diese hier: DICTUM Stemmeisen-Satz, kurze Bauform, 6-teilig, in Baumwollrolltasche

          Bei Feine Werkzeuge zu bekommen. Schärfpass für zweimal kostenloses Nachschärfen ist dabei. 6 Eisen für 75 Euro ist ein guter Preis. Die Härte ist mit etwas mehr Kohlenstoff angegeben und man könne leichter Nachschärfen. Muss man vermutlich auch öfter. Andererseits will ich auch nicht zu viel Zeit mit Schärfen verbringen. Lieber mal mehr, dafür aber kürzer.

          Ich habe ein kurzes Stemmeisen durch häufiges Nachschleifen und das Gefühl ich arbeite besser damit. Durch die kürzere Form bin ich näher am Material und habe den Eindruck, ich arbeite genauer damit. Es wackelt weniger. Ist sicher Gefühlssache, aber bin versucht, mir diese zu bestellen.

          Hier noch ein älterer Artikel (2012) von Heiko Rech zu diesen Stecheisen:

          https://holzwerkerblog.de/2012/12/10...en-marke-dick/

          Interessant finde ich auch diese:
          Stemmeisenset WOOD LINE PLUS - so teuer sind diese auch nicht. Bei diesen Preisen könnte man sich auch mal einen bestellen und testen. Dann bekommt man eher das Gefühl ob kurz oder lang, heruntergeschliffene Seitenfase, langes oder kürzeres Heft, poliert, unpoliert oder lackiert einem lieber ist. Vieles bestimmt auch Geschmackssache oder was man eher damit macht. Balken stemmen oder feinste Verzinkungen.

          Preislich habe ich den Eindruck, dass Stemmeisen in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden sind und dort ein ziemlicher Preiskrieg der Hersteller ausgefochten wird.

          Kommentar


          • Also mit den von Kirschen machst Du nichts falsch. Das waren meine ersten. Der Stahl ist ein vernünftiger Kompromiss. Die bleiben recht lange scharf.
            Von Dictum habe ich mir noch drei andere Breiten dazu geholt. Die sind etwas dicker...fast schon wie Lochbeitel. Die sind werkseitig zwar geschärft, man tut aber gut daran, sie nachzuschärfen. Dann sind auch die sehr gut.

            Kommentar

            Lädt...
            X