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Bohrer in Standbohrmaschine verzieht

18.06.2017, 15:59
Hallo,
für ein Kettenfahrzeug, dessen Kettenglieder aus kleinen Multiplexplattenstücken ( ca. 2cm breit, 6cm lang und 21mm stark) besteht, muss ich mit meiner Standbohrmaschine Löcher für die Verbindung der Glieder (durch Nägel als Lager) bohren. Es sind relativ viele Glieder und für jedes Glied muss ich zwei Löcher in Schichtrichtung (also entlang der 2cm Breite) der Multiplexplatte bohren (also quasi entlang der Klebeschicht).

Ich verwende dazu eine billige Standbohrmaschine, die mich bisher jedoch nie im Stich gelassen hat.
Bei diesem Projekt merke ich aber, dass ich nicht gerade durch das Holz bohren kann, sondern der Bohrer abgelenkt wird (sucht sich den Weg des kleinsten Widerstands) Der Bohrer ist dazu noch gerade mal ein 4mm Holzbohrer, also nicht besonders biegesteif.

Was kann ich machen, damit die Löcher gerade durchs Holz gehen und nicht durch die Schichtung abgelenkt werden (Drehzahl, Bohrer, Vorrichtung)?

Bilder folgen bei Bedarf.
 
Bohren in Holz, Standbohrmaschine Bohren in Holz, Standbohrmaschine
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19 Antworten
Dog
Bessere Bohrer und höhere Drehzahl, und Werkstück natürlich immer fest einspannen...............

 

Zitat von Dog
Bessere Bohrer und höhere Drehzahl, und Werkstück natürlich immer fest einspannen...............
Ok. Welche Bohrermarke ist denn gut? Die Bosch grün Bohrer (und ich hoffe das verzeiht mir Bosch) sind ja leider der letzte Müll.
Hätte zu Alpen gegriffen.

 

kjs  
Bei solchen Dingen bohre ich eigentlich immer mit meinen HSSE Bohrern (eigentlich für Metall und sehr biegesteif) und bei 4mm mit etwa 3000-3500UPM. Den Bohrer auch nicht durchdrücken sondern ganz langsamen Vorschub machen.

Bei den grünen Holzbohrern muß ich Dir leider Recht geben. Die sind aus "Gummistahl". Das Set das mir von denen zugelaufen ist habe ich ziemlich schnell entsorgt.

 

Dog
Die dünnen Alpen Bohrer kenn ich nich, die größeren find ich ganz brauchbar.Unter 6 mm halte ich es wie Kjs und nehm Metallbohrer.

 

Versuch mal einen aus der Famag Serie 1594. Im Vergleich zu denen kann Bosch bzw. Hawera einfach keine Holzbohrer machen.

 

kjs  
Die Famag wie auch die ENT sind Klasse aber auch entsprechend teuer. Derzeit verwende ich für 3 und 4mm Silverline Holzbohrer die erstaunlich gut sind und in der Bucht für 10Stk unter 4€ kosten (inetbote). Nachteil ist daß sie leichter brechen was meine Enkelin schon 3 Mal fertig gebracht hat. Für sie wären die Gummibohrer besser aber auch sicher laufend verbogen.

 

Ich würde auch versuchen den Bohrer so kurz wie möglich einzuspannen,alles andere hatten wir ja schon.

 

Ich stand einst vor einem ähnlichen Problem. Meine Lösung war, Dübel Ø8 mm einbringen, Enden glätten und dann die kleinere Bohrungen in die Dübel einbringen. Bei mir hat es wunderbar funktioniert auch wenn es etwas mehr Aufwand mit sich brachte.

 

Zitat von HOPPEL321
Ich würde auch versuchen den Bohrer so kurz wie möglich einzuspannen,alles andere hatten wir ja schon.
Tja, die ca. 2 cm Breite muss ich eben durchbohren. Den Rest der Durchbiegung macht leider die günstige CMI Obi-Maschine. Ich werde mir auf jeden Fall bald eine gescheite Maschine anschaffen.

Zitat von George1959
Ich stand einst vor einem ähnlichen Problem. Meine Lösung war, Dübel Ø8 mm einbringen, Enden glätten und dann die kleinere Bohrungen in die Dübel einbringen. Bei mir hat es wunderbar funktioniert auch wenn es etwas mehr Aufwand mit sich brachte.
Oha. Das ist wirklich Aufwand. Dazu kommt ja noch, dass die Dübel dann reinleimt werden müssen. Ob ich da am Ende so viel genauer bin... Mal schauen. Wenn es sonst keine andere Lösung gibt.

 

Geändert von tnn85 (19.06.2017 um 13:21 Uhr)
kjs  
Gegen verlaufende und sich biegende Bohrer hilft auch eine bessere Maschine nicht. Und in Bezug auf Bohrfutterspiel ist die CMI die der Nachbar besitzt gar nicht schlecht. Die ist fast so spielfrei wie meine Skil und da reden wir um weit weniger als 1/10mm.

 

Naja, ich merks halt wenn ich am Bohrer drücke, dass die ganze Spindel leichtes Spiel hat. Also da ist schon was dran.

 

Ich frage mich gerade ob nicht ein Fräser besser wäre anstatt ein Bohrer?

 

Zitat von George1959
Ich frage mich gerade ob nicht ein Fräser besser wäre anstatt ein Bohrer?
Theoretisch schon, aber einen 4mm Fräser besitze ich leider auch nicht. Aber von der Idee her ein guter Vorschlag. Danke an alle.

 

kjs  
Zitat von tnn85
Naja, ich merks halt wenn ich am Bohrer drücke, dass die ganze Spindel leichtes Spiel hat. Also da ist schon was dran.
Bei vielen dieser Maschinen kann man das Spiel auch einstellen. Da würde ich zuerst mal schauen.......

 

ohne jetzt zu wissen, wie viele Bohrungen Du für diese Kettenglieder machen must...
lohnt sich die Anfertigung einer Bohrvorrichtung aus Buchenholz ... dafür brauchst zwei Stück Flacheisen.....
falls da nicht dran kommst... große und dicke Scharnier-Beschläge .. sind gut 4-5 mm dick,
gehen dafür auch, gibt's im Billig-Schraubenmarkt !... dabei müssen die Laschen nur 0,2-0,3 mm Luft zum Kettenglied haben, also diese zum Aufschrauben der Laschen etwas dicker lassen, dünner Schnellhefter-Karton tut es auch als Distanz, dann kannst das gleiche Grundmaterial verwenden !
und das zu bohrende Glied mit Klemmzwinge schnell befestigen an einer seitlichen Anlagefläche !
Die 4mm Bohrung im oberen und unterem Blech muss natürlich fluchten... warum das meist schiefläuft... ohne Vorrichtung schiebt sich das Trumm hin wo es will !
4mm HSS-Bohrer nehmen ( Standard )
Gruss....

 

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