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Betontreppe mit Laminat belegen, Treppenspinne

12.09.2017, 18:17
Einen schönen guten Abend

Wir haben noch einiges an Laminat übrig und haben uns überlegt, unsere Betontreppen (U-Form) damit zu belegen. Soweit kein Problem, nur würde ich gerne das Laminat trotz Führungsschiene von der Rückseite sägen (Kreissäge), weiß aber gerade nicht, wie ich die Stufenmaße, die ich mit der Treppenspinne aufnehme am sinnvollsten gespiegelt auf der Laminat-Rückseite anzeichne.

Oder wie sind die Erfahrungen beim Sägen (Kreissäge) mit Führungsschiene auf der Sichtseite? Mein Standardblatt (48 WZ, positiver Spanwinkel) ist mir nicht sauber genug, ein Alu-Blatt (60 TR-FZ, negativer Spanwinkel) habe noch nicht ausprobiert.

Zwei Kanten bekommen eine Acrylfuge, eine Kante die obligatorische Trittleiste aus Alu und eine Kante bleibt offen in RIchtung Zentrum des Treppenhauses.
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21 Antworten
Was ist denn dass für ein Laminat? Wenn das eine glatte/rutschige Oberfläche hat würde ich es ungern auf die Treppe legen.

So, musste mal kurz den Gockel fragen, was eine Treppenspinne ist.
Zuerst mal: ich vermute, deine Kreissäge ist ein Handkreissäge. Dann mach die Führungsschiene Sinn...

Zum Blatt: es gibt Spezialblätter für Laminat. Ob das die gleichen wie für beschichtete Platten sind kann ich nicht sagen, würde aber davon ausgehen dass die auch passen. Ein Alu-Blatt würde ich nicht unbedingt nehmen wollen, da ich hier Brandspuren wegen zu geringer Spanabfuhr und erhöhten Verschleiß am Blatt befürchten würde.

Ich würde vermutlich auch von der Rückseite sägen.
Und zum Anzeichnen auf der Rückseite legst Du dein Brett mit der Oberseite nach unten auf eine geeignete Unterlage, legst einen passenden Stift bereit. Nimmst die Maße der Stufe ab und legst die Spinne dann umgekehrt auf dein Brett. Also die Seite, die auf der Stufe auflag in die Luft und die Seite die auf der Stufe in der Luft war auf dein Brett.
Und schon kannst Du deine Maße gespiegelt anzeichnen.

 

Das Laminat ist rauh und nicht rutschig.

Aufgrund der Spannschraube kann man die Treppenspinne leider nicht kopfüber gespiegelt auflegen, sonst wäre das kein Thema.

Also entweder freischwebend mit der Spinne ausmessen damit die Spannschraube nicht stört (instabil), Spinnenmaße auf Zwischenschablone übertragen, diese dann gespiegelt auflegen oder gleich mit Schnur und Stift als Heimwerkerzirkel die Maße aufnehmen und übertragen.

Vielleicht hat ja jemand ne gute Idee für Zwischenschablone?

Oder halt die Variante, mit Führungsschiene und entsprechendem Blatt von der Sichtseite her.

 

Ach wart mal.
Deine Stufen werden ja alle 4eckig, oder?
Dann kannst du ja auch mit der Spinne ausmessen, auf der Oberseite vom Laminat anreißen, die Linien bis zum Rand des Brettes verlängern und nach unten übertragen.
Ist zwar etwas mehr Aufwand, aber müsste klappen.

Zwischenschablone: großes Papier, Tapetenrest, Karton...
Irgend was, wo Du erstmal zeichnen und dann durchzeichnen bzw. die Ecken durchbohren kannst. Mit etwas Sorgfalt und Doppelcheck durch kopfüber aufgelegte Spinne zwischen "auf Rückseite anzeichnen" und sägen kann man ein Blatt bestimmt für 3-4 Stufen verwenden bevor so viele Löcher und Markierungen drauf sind, dass es nicht mehr angenehm ist.

 

Mit der Treppenspinne die Masse abnehmen, auf das Laminat auf der Sichtseite anzeichnen. Eventuell etwas Kreppband aufkleben, damit Du besser anzeichnen kannst.Dann mit 1,5-2mm Bohrer AUSSERHALB der Markierung durchbohren. das Ganze umdrehen und hinten von Loch zu Loch sägen.

 

Zitat von Baustellenkuki
Mit der Treppenspinne die Masse abnehmen, auf das Laminat auf der Sichtseite anzeichnen. Eventuell etwas Kreppband aufkleben, damit Du besser anzeichnen kannst.Dann mit 1,5-2mm Bohrer AUSSERHALB der Markierung durchbohren. das Ganze umdrehen und hinten von Loch zu Loch sägen.
Gute Idee.

Schon versucht, das Laminat zu schneiden? Gibt es Ausrisse? Wenn ja, kleb mal Paketband drauf und versuche es dann. Keine Ausrisse, dann ist es ja perfekt.

Wenn doch, dann schau mal Dein Blatt an. Ist das auf volle Tiefe der Handkereissäge? Dann treten die Zähne in sehr steilem Winkel aus dem Laminat. Stell die Schnittiefe auf 5 mm mehr als das Laminat dick ist ein. Die Zähne laufen jetzt viel flacher aus dem Laminat und werden deutlich weniger ausreissen.

Nächste Möglichkeit: Zuerst mir mit dem Blatt eben so ankratzen - Schnittiefe 1 mm. Dann auf volle Tiefe sägen. So sollte es ausrissfrei sein. Kannst es auch beim Anritzen im Rückwärtszug versuchen - also die Säge rückwärts ziehen. Das reisst noch viel weniger aus, da ja dann die Sägezähne zwar mit der stumpfen Seite, aber ins Holz eintauchen. Den richtigen Schnitt dann bitte aber vorwärts durchführen.

Kannst Du das Laminat mit nem Cuttermesser anritzen? Dann mach das mal an der "guten" Seite des Sägeschnitts. Ist vielleicht einfacher als das Anritzen mit der Säge.
Aber Laminat mit der Führungsschiene sägen? Stell ich mir extrem wackelig vor.

 

Zitat von Rainerle
Schon versucht, das Laminat zu schneiden? Gibt es Ausrisse? Wenn ja, kleb mal Paketband drauf und versuche es dann. Keine Ausrisse, dann ist es ja perfekt.
Von der Dekorseite her gesägt, franst der Rand trotz neuem Sägeblatt und Führungsschiene minimalst aus, auch mit dem Klebebandtrick. Das Laminat ist in der Hinsicht zickiger als CPL-Türen.

Zitat von Rainerle
Wenn doch, dann schau mal Dein Blatt an. Ist das auf volle Tiefe der Handkereissäge? Dann treten die Zähne in sehr steilem Winkel aus dem Laminat. Stell die Schnittiefe auf 5 mm mehr als das Laminat dick ist ein. Die Zähne laufen jetzt viel flacher aus dem Laminat und werden deutlich weniger ausreissen.
Die Schnitttiefe ist minimal tiefer als die Laminatstärke, aber das Optiline-Blatt ist mit 10 Grad Spanwinkel und Wechselzahn sehr "aggressiv", trotz der 48 Zähne. Deshalb die Überlegung ob da ein Sägeblatt mit Trapez-Flachzahn und null bzw. negativem Spanwinkel nicht besser ist. Da müsste dann eigentlich die Längsschneide vom Sägeblattmittelpunkt her die Kante schneiden.

Zitat von Rainerle
Nächste Möglichkeit: Zuerst mir mit dem Blatt eben so ankratzen - Schnittiefe 1 mm. Dann auf volle Tiefe sägen. So sollte es ausrissfrei sein. Kannst es auch beim Anritzen im Rückwärtszug versuchen - also die Säge rückwärts ziehen. Das reisst noch viel weniger aus, da ja dann die Sägezähne zwar mit der stumpfen Seite, aber ins Holz eintauchen. Den richtigen Schnitt dann bitte aber vorwärts durchführen.
Rainerle, du hast einen gut bei mir. Die gute, alte Anritzmethode im Rückwärtszug. Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen. Die kleine GKS 12V passt ebenso perfekt auf die Führungsschiene, damit müsste das Anritzen gut funktionieren. Hab' Respekt vor großen Kreissägen im Rückwärtsgang.

Zitat von Rainerle
Kannst Du das Laminat mit nem Cuttermesser anritzen? Dann mach das mal an der "guten" Seite des Sägeschnitts. Ist vielleicht einfacher als das Anritzen mit der Säge.
Aber Laminat mit der Führungsschiene sägen? Stell ich mir extrem wackelig vor.
Das geht prima. Die Stufenbreite ist kleiner als die Laminatbreite, aber die Tiefe ist immer >1 Laminattiefe. Also leime ich die Paneele vorher an der Längsseite zusammen, so daß im Prinzip eine große Platte entsteht. Die kommt auf die Werkbank, dann kann ich alle 4 Seiten (rechte Winkel gibt es nur am Anfang und Ende der Treppe) mit der Führungsschiene sägen und habe dann eine passende Stufenauflage.

 

Na dann alles Gute! Mit dem Anritzen und als große Platte wird das sicher perfekt!

 

Als erstes: Laminat auf der Treppe funktioniert super und man rutscht auch nicht. Vorne wird ja die Schiene angebracht, die für einen guten Tritt sorgt.
Zur Maßübernahme würde ich mir Schablonen anfertigen. So lässt sich gut prüfen, ob das Stück passt und das Laminat problemlos auch von hinten anzeichnen. Für die Schablonen kann eine günstige Rolle stärkeres Papier (Baumarkt, Malerabteilung) zum Abdecken von Fußböden genutzt werden.
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mit Karton oder stärkerem Papier ( siehe auch oben ) würde ich das auch als
Schablonen machen... da der Treppenverlauf rechtwinklig ist, frage ich mich, wo Du da komplizierte Rauten oder Trapeze hast ? ( wofür die Spinne ? )
Du kannst Dir vorher überlegen... machst Du erst an den langen Seiten eine Abschlussblende drauf.. wo zwischen drinnen die Laminat Stiegen drauf kommen..?
denn die Frontseite braucht normal auch eine Veredelung ?
Schau doch mal bei den Treppen-Renovierern eine ( googeln ) da kann man manches abgucken .. die haben einiges an Abschlussprofilen !
Wichtig ist... vor allem wenn Kinder und auch Hunde da sind... auf solchen Stiegen gehören Stufenmatten drauf...große Auswahl im Baumarkt... weil A.) die Rutschgefahr verringert wird... und B.) der Trittschall erheblich gedämpft wird .... mit den dünnen Antirutschstreifen / Folien... bleibt Dir das Klappern erhalten !
Gruss....

 

RiccD: Genauso sieht unsere Treppe aus, nur der Betonklotz in der Mitte ist bei uns offen mit Geländer. Dafür ist bei uns das Fenster aus massivem Mauerwerk.

Die Idee mit dickerem Papier/dünnerem Karton ist natürlich auch gut, brauche ja nur die Eckpunkte.

Hazett: Die Spinne hab ich mir geliehen weil das natürlich komfortabler gewesen wäre. Die rechten Winkel sieht man im Bild von RiccD ganz gut
Auf Stufenmatten verzichten wir, so oft laufen unsere Hunde nicht die Treppe hoch und runter. Außerdem hätten wir dann auch den Nadelfilz drauflassen können. Die Frontseite wird etwas angeschliffen und dann kommt da Farbe drauf, vermutlich ein dumkles Braun oder so, da bei uns Fenster & Türen Wenge sind, Wände weiß und der Fußboden helle Seekiefer. Ton in Ton.

 

Geändert von ascii4711 (14.09.2017 um 11:14 Uhr)
Rechtwinklig? Wo kompliziert? Wahrscheinlich noch nier so eine Arbeit in Angriff genommen, oder?

Da die Schienen vorne auch noch verschraubt werden müssen (mit Schlagbohrmaschine in sehr harten Beton - puh), habe ich maximal 1-2 Stufen am Tag (nach Feierabend) gemacht.

 

Kompliziert ist das nicht. Bin gedanklich nur an der Spinne hängengeblieben, gibt aber noch andere Schablonenmethoden. Wobei der dekorseitige Probeschnitt mit anderem Sägeblatt ebenfalls positiv verlaufen ist. Nun muß ich nur noch den restlichen Haushalt in den Urlaub schicken, damit ich in Ruhe werkeln kann

Hast du die Stufen mit der Rohtreppe verklebt?

 

kjs  
Diese gewendelten oder halbgewendelten Treppen haben es in sich speziell wenn sie keine Fertigteile waren.
Da Du die Spinne schon hast würde ich damit Maß nehmen, das auf Karton/dickes Papier übertragen, testen ob es wirklich passt und dann den Karton zum Aufzeichnen auf der Rückseite nehmen.
Ist zwar viel Aufwand aber sicher weniger Verschnitt......

 

Zitat von kjs
Diese gewendelten oder halbgewendelten Treppen haben es in sich speziell wenn sie keine Fertigteile waren.
Wie meinst du? Jede Stufe ist ein Unikat.

 

Zitat von ascii4711
Wie meinst du? Jede Stufe ist ein Unikat.
Genau das meint er.
Und damit hat die Messerei und Zuschneiderei für den Belag es in sich

 

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