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Forstnerbohrer Stahlarten

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  • Forstnerbohrer Stahlarten

    Hallo,

    beim Stöbern in einem Onlineshop für Werkstoffe und co. für Bastler und Schulen bin ich auch auf die dort angebotenen Forstnerbohrer gestoßen, die preislich teilweise weit unter denen liegen die ich hier im Baumarkt kaufen kann. Der einzige Unterschied den ich auf Grund der Artikelbeschreibung erkennen kann ist das Material. Die höherpreisigen (ca. 15€) bestehen aus Stahl mit gehärteter Oberfläche und die günstigeren (ca. 3€) sind aus Karbonstahl (C45) nach DIN 7483G. Jetzt stellt sich die Frage ob Karbonstahl qualitativ so viel schlechter ist als gehärteter Stahl und der Preisunterschied daher kommt?

    Bei meiner Suche im Internet zu diesem Thema bin ich nicht wirklich schlauer geworden. Stahl ist aber auch nicht gerade meine Welt.
    Falls das Thema schon einmal erörtert wurde, habe ich es per Suchfunktion leider nicht gefunden.

  • da hast Du ja echt ne Nachtschicht eingelegt... und ich bin heut zufällig etwas früher drann.... der größte Unterschied dieser beiden Stahlqualitäten ist
    im Kohlenstoffgehalt gebildet... C = Kohlenstoff, welcher den Stahl hart... aber auch spröde macht... bei der anderen Stahlsorte ist die Schnittfläche
    Einsatz-gehärtet... wobei man diese Härte gezielt erhöhen kann... ohne das der Forstner Bohrer dadurch bruch-empfindlich wird... !
    die noch härteren Stahl-Sorten sind HSS ( Hochleistungs-Schnell-Schnittstahl.... für Stahl-Bohrer z.B. ) und Schnittstähle ( auch Bohrer... ) mit
    Widia-Einsätzen.... das sind spez. Sintermetalle mit Carbiden, welche fast so hart wie Diamanten sind... wobei es auch sehr TEURE Werkzeuge
    gibt, welche mit Diamanten bestückt sind !.... natürlich haben auch Diamanten einen Nachteil... diese müssen sehr gut gekühlt werden,
    weil Kohlenstoff ( in dieser reinen Form ) auch brennbar ist !
    Gruss.....
    Zuletzt geändert von –; 09.08.2018, 07:49.

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    • Ich würde das etwas einfacher ausdrücken wollen.

      Es gibt zwei Hauptkriterien bei allen Bohrer: 1. Das Material aus denen sie gefertigt wurden. 2. Die Geometrie der Schneiden.

      Das Material bestimmt letztlich auch die Standzeit. Billige Stähle werden schneller stumpf und können sich gar verbiegen oder brechen.

      Die Geometrie bestimmt wie die Bohrung hinterher aussehen wird. Oft sind Billigprodukte nicht maßhaltig.

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      • Also mal so am Rande, ein Forstnerbohrer für 15€ ist schon eher sehr billig.
        Es kommt auch darauf an welches Holz damit bearbeitet werden soll und welche Erwartung an das gebohrte Loch gestellt werden.
        Ich habe einige billige Forstnerbohrer gehabt die nach 3-5 Lönchern stumpf waren, klar kann man die auch wieder schärfen aber das Loch war auch eher durchgefressen als gebohrt.
        Ich nutze hauptsächlich nur noch die Colt MaxiCut, diese reissen nicht aus und haben mit dem Rotastop auch einen guten Sitz im Bohrfutter. Die Femag Bormax sind auch gut, reissen aber etwas aus.

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        • Hallo,
          vielen Dank für die Antworten.
          Auch wenn ich erst am Anfang meiner "Heimwerker-Karriere" stehe, konnte ich mir natürlich schon denken, dass die 3€ - Bohrer nicht besonders hochwertig sind - ich wollte mich einfach nur über das Material schlauer machen.
          Ob die Baumarkt-Qualität für zukünftige Projekte (der Projektbereich liefert da ja einiges an Ideen) ausreichend ist werde ich in der Praxis testen. Die genannten Marken werde ich mir aber auch mal merken...man weiß ja nie.

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          • Zitat von cyberman Beitrag anzeigen
            Also mal so am Rande, ein Forstnerbohrer für 15€ ist schon eher sehr billig.
            Würde ich so pauschal nicht sagen. Du bekommst die Famag Super schon für den Preis. Es ist zwar kein Bohrmax von Famag, aber Famag gehört nicht zu den schlechten Forstnern.

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            • Wobei nicht immer die " Marken" halten, was sie versprechen. Ich hatte mir für wenig Geld bei Lidl einen Satz Forstnerbohrer gekauft. Für das Geld war es nicht tolle, aber auch ausreichend. Dann hatten wir aber 32 Autoräder bohren wollen und da sind die billigen sofort in die Knie gegangen, die Ränder franzten aus und zeigten auch Brandspuren. Daraufhin hatte ich hier einen Thread gestartet und gefragt und Makita kam sehr gut hier an. Daraufhin hatte ich mir ein Bohrset mit 3 Bohrern für knapp 60€ gekauft und die gebohrten Räder sahen genau so franzig aus wie die vom Lidlset. Als ich ein Bohrmuster dem Händler schickte, hatte er klaglos das Markenset zurück genommen.

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              • Unter HSS würde ich nicht gehen, sonst besteht das Risiko, dass durch Hitze die Schneiden weich werden (anlassen). Man findet im Netz auch günstige Angebote mit Hartmetallschneiden. Denen macht auch ein Großeinsatz in Hartholz nichts aus.

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                • Zitat von ascii4711 Beitrag anzeigen
                  Unter HSS würde ich nicht gehen, sonst besteht das Risiko, dass durch Hitze die Schneiden weich werden (anlassen). Man findet im Netz auch günstige Angebote mit Hartmetallschneiden. Denen macht auch ein Großeinsatz in Hartholz nichts aus.
                  Das ist kein unwichtiger Hinweis. Die Hartmetallbohrer sollten nur für Harthölzer, Spanplatte und Co. verwendet werden und für weichere Hölzer sind HSS deutlich besser. Ich habe aktuell gute Erfahrungen mit Forstnerbohrer von Bosch gemacht. Die sind nicht die Teuersten und mein 18 mm hat nur 19,- Euro gekostet.

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                  • Danke für die Antworten. Die Billigbohrer hätte ich mir sowieso nicht gekauft aber jetzt weiß ich wenigstens wo der Unterschied liegt und worauf ich beim nächsten Einkauf sonst noch achten muss. Es ist toll wie hier auf Anfängerfragen eingegangen wird

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