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Bohrfutter sehr schwergängig - reinigen? zerlegen?

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    Bohrfutter sehr schwergängig - reinigen? zerlegen?

    Hallo,

    ich habe einen Bosch PSR 10,8 LI Akkuschrauber.
    Weil ich beim Umzug kopfüber mehrere Löcher in eine Gipskartonplatte gebohrt habe, ist wohl ne ganze Menge Staub ins Bohrfutter gekommen. Seit dem geht es extrem schwergängig zu Öffnen und zu Schließen.

    Was kann ich da machen?

    Zerlegen? Einweichen? Ich hab keine Ahnung!

    Ich brauch den Schrauber bald wieder sehr oft - würde mich also über schnelle Antworten freuen.

    Vielen Dank!

    Vielleicht wenn Du die Möglichkeit hast, das Bohrfutter mit Druckluft auspusten, und dann evtl einen Tropfen Öl rein (Ballistol, Caramba, WD40 o.ä.)

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      Das Problem hatte ich mal bei meinem Metabo - Schrauber. Ich hab einen Schuß Caramba reingesprüht und ein paar Stunden einwirken lassen. Anschließend hab ich das Bohrfutter von innen mit Bremsenreiniger gespült, bis die ablaufende Flüssigkeit klar war.
      Das machst du am besten draußen. Da geht nämlich einiges drauf und das Zeug ist hochentzündlich.
      Nach dem Trocknen dann sehr sparsam einen kleinen Schuß Caramba rein, wie von Jörg empfohlen und es ging wieder vollkommen leicht.
      So wenig Öl verwenden wie möglich. Ich verwende das nur zum Schutz der Metallteile.
      Zuviel Öl wirkt wie ein Staubmagnet.

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        mit
        Hast du das Bohrfutter dafür demontiert?

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          Bremsenreiniger und dann mal
          kurz den Motor drehen lassen. Der Funkenschlag macht den Rest an Dreck weg.

          Bloß nicht! Definitiv Bohrfutter abnehmen und im Freien behandeln. Auch der Dämpfe wegen. Das Zeug ist pures Gift. Auch nen Eimer darunterstellen. Das darf definitiv nicht ins Erdreich gelangen und muss hinterher im Recyclinghof entsorgt werden. Aber meines Erachtens die effektivste Methode.

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            Deswegen hatte ich auch geschrieben: Hochentzündlich und nach der Trocknung. Das schließt natürlich einen Motorlauf vor der vollkommenen Trocknung aus. Das Bohrfutter ist - auch innen - in Minuten trocken, läßt sich durch olfaktorischen Test einwandfrei feststellen.
            Und ich dachte bei " draußen " auch nicht an den Gartenboden. Ich habs auf dem Betonboden der Terrasse gemacht. Einen Eimer unterstellen ist natürlich nicht verkehrt. Den muß man aber schnell verschließen, damit überhaupt noch was drin ist.
            Benetzte Flächen trocknen in Sekunden ab.
            Der Hinweis zur Umweltgefährlichkeit ist natürlich richtig. Die Dosen sind auch so gekennzeichnet. Leider hab ich noch keine andere Möglichkeit gefunden, ein wirklich verdrecktes Bohrfutter mit vertretbarem Aufwand richtig zu reinigen.
            Demontiert hab ich das Bohrfutter dafür nicht.

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              Aber wieso überhaupt Bremsenreiniger? Wenn da nur Staub drin ist? Ist das nicht Overkill?

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                Nein. Der Staub verbindet sich mechanisch mit dem Schmiermittel, daß im Bohrfutter ist und läßt sich mit Druckluft allein nicht vollständig entfernen. Deshalb auch die Empfehlung, abschließend nur sparsam zu ölen.

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                  Dann reicht aber vielleicht auch WD40 zum spülen.

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                    Wobei ich schon an der Demontage des Bohrfutters gescheitert wäre. Beziehungsweise es auch neulich bin. Ich wollte das Futter meines blauen 12 Volt Schrauber abbauen. Leider konnte ich vorab nicht mal ergründen, ob das Ding Rechts- oder Linksgewinde hat. Länger Rede, kurzer Sinn...ich habe es nicht abgekriegt...

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                      Das ginge auch, ist aber unter dem Aspekt des Umweltschutzes nicht sinnvoll.
                      Du brauchst mit dem Kriechöl erheblich mehr, um den angelösten Schmutz wegzuspülen. Die Umweltgefährlichkeit des Bremsenreinigers resultiert aus dem rel. hohen Gehalt an Cycloalkanen, die verdunsten und die Umwelt belasten ( und die Gesundheit ). Wir reden aber hier von wenigen ml des Stoffes, wohingegen du mit einigen Millilitern des Kriechöls ( ob WD 40, Caramba oder was auch immer ) ein paar tausend Liter Grundwasser belasten kannst.
                      Der Hinweis von Rainerle, ein Auffanggefäß zu verwenden, ist richtig. Das ist bei Kriechöl noch wichtiger als bei Bremsenreiniger. Kriechöl ist nämlich, was die Nachhaltigkeit der Umweltbelastung angeht, erheblich wirkungsvoller.

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                        mit - nicht dass wir uns falsch verstehen. Das war kein Hinweis an Dich, sondern eher an chief als spaßigen Seitenhieb zu verstehen in Bezug auf Explosionsgefahr. Der Rest ergab sich dann irgendwie.

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                          Alles gut. Hab ich auch nicht so verstanden.

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                            Mir ist das Problem schon recht häufig über den Weg gelaufen. Meine bisher beste Lösung dafür:

                            1. Mit Bremsenreiniger ordentlich auswaschen (Futter mit Öffnung nach unten damit der Schmutz ausgespült wird)
                            2. Mit Druckluft trocken blasen
                            3. Einige Tropfen Öl eingeben
                            4. Zwei / Dreimal öffnen und schließen
                            5. Fertig.

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                              Wenn bei (Elektro-)Geräten die Aufsätze per Schraubverbindung montiert bzw. gespannt werden, heißt es für die Demontage:
                              "Wie ich lauf, so geh ich auf".
                              Das gilt z.b. für die Spannschraube des Sägeblatts an der Kreissäge oder das Bohrfutter am Akkuschrauber o. Bohrmaschine.

                              Mal angenommen, der Antriebsmotor dreht (vom Blickwinkel des Benutzers aus) rechts herum und das Sägeblatt oder der Bohrer blockiert.
                              Auf diese "Verschraubungsbefestigung" wirkt nun weiter die rechtsdrehende Kraft des Motors ein.
                              Dies wäre gleichbedeutend mit einem stillstehendem Motor bei dem das Bohrfutter oder die Spannschraube des Sägeblatts links herum gedreht würde.
                              Kurzum, wäre das Bohrfutter oder die Spannschraube links herum festgeschraubt, würde es sich bei rechts wirkender Kraft lösen bzw. abschrauben.
                              Bei einem Akkuschrauber oder der Bohrmaschine, welche auch Linkslauf haben, ist das Bohrfutter entweder mit einem besonders hohem Drehmoment festgeschraubt oder im Bohrfutter mit einer zusätzlichen Schraube (mit Linksgewinde) gesichert.

                              Bei dem PSR 10,8 Li ist im Bohrfutter eine zusätzliche Sicherungsschraube.
                              Diese muss links herum rausgedreht werden.
                              Dann spannt man einen 8er oder 10er Inbus-Winkelschlüssel mit dem kurzen Schenkel ins Bohrfutter ein und gibt mit einem Hammer 1-2 kurze Schläge auf den langen Schenkel (in Richtung Rechtslauf).
                              Nun sollte das Bohrfutter leicht abzuschrauben sein.
                              Um es wieder zu montieren, gilt obiges in umgekehrter Reihenfolge.

                              Damit der Bremsenreiniger nicht gleich aus dem Loch für die Sicherungsschraube wieder rausläuft, am Besten einen Lappen von unten ins Loch reindrücken.
                              Bremsenreiniger ist recht aggressiv und verträgt sich nicht gut mit Kunststoff oder Plastik.
                              Daher wirklich nur im Bohrfutter anwenden.

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