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    Guten Tag allerseits,
    ich würde mein Auto gerne selbst Lackieren und habe auch schon angefangen zu schleifen, nur ist das echt anstrengend. Könnt Ihr mir ein gutes Werkzeug empfehlen?

  • Beim Auto würde ich einen Schwingschleifer nutzen. Habe ich jedenfalls mal bei meinem alten Käfer gemacht. Staubschutzmsske nicht vergessen beim Schleifen. Nassschleifpapier bis 400er Körnung. Vor dem Lackieren die Luft mit Wasser besprühen, damit der Staub gebunden wird. Wenn möglich eine Heizkammer mieten, ansonsten viel Zeit zum trocknen einplanen. Es hilft auch den Lack vorher erwärmen.

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    • Wenn Du vorhaben solltest das ganze Auto zu lackieren dann würde ich das schleife maschinell erledigen. Hierfür eignen sich Exzenterschleifer sehr gut. Von Hand bringst Du auf größere Flächen unweigerlich Unebenheiten in das Schliffbild. Achte auf jeden Fall darauf, dass Du Schleifmittel von guter Qualität verwendest.

      Es gibt auf Youtube recht brauchbare Videos zu dem Thema.

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      • Ob Schwingschleifer oder Exzenterschleifer ist nach meinem Dafürhalten egal. Derr letzte Schliff mit 400er reicht völlig.

        Du solltest aber unbedingt vor dem Grundieren eine Schicht Füller spritzen, der die Riefen, die unweigerlich durch das Schleifen entstehen, überdeckt.

        Den Füller mit 10 % mehr Verdünnung als üblich anrühren, mit einer 1,4er Düse und ca. 1,2 Bar aufs Blech.

        Anschließend mit reiner Verdünnung ganz fein einnebeln. Das wird glatt!

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        • Zum Anschleifen nimmt man keine Maschine, bei den vielen Rundungen gibt es da recht schnell platte Flächen die dann erst nach dem lackieren zum vorschein kommen (wenn Maschiene nur fürs grobe, Spachtel usw.).
          Also als Laie eher von Hand den alten Lack mit 400er für den Füller schleifen und dann ca. 800 und 1200er für den Lack, natürlich alles Nassschliff.
          Zuletzt geändert von –; 19.07.2019, 23:19.

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          • Es gibt sehr weiche Grundplatten für Exzenterschleifer, dazu zusätzliche Schaumstoffauflagen und hierzu noch spezielle sehr dünne Schleifpapiere die sich den Rundungen der Karosserie perfekt anpassen.

            Jeder schreibt hier was anderes. Und interessant, keiner antwortet auf die eigentliche Frage.

            Schwingschleifer sind viel zu hart an der Auflage, auch mit Schaumstoffauflage. Exzenterschleifer nur wenn er perfekt absaugt, so dass der Spachtel sofort abgesaugt und nicht mitverschliffen wird. Handschliff könnte funktionieren, das braucht aber enormste Erfahrung, dass da nicht einseitig verschliffen wird. Und Nassschleifpapier. Aber das hast Du schon angefangen und willst gutes Werkzeug dazu.

            Also gutes Werkzeug: Exzenterschleifer der besten Qualität und das passende Zubehör bekommst Du z.B. auf der Seite von Autocolor Becker: ach-Shop.de. Mirka Deros und Festool. Da hast Du zumindest mal alles beisammen.

            Der Preis ist hoch, aber bei einem Auto lackieren muss gutes Werkzeug drin sein. Kann man durchaus auch hinterher gut verkaufen. Der Verlust beläuft sich in den Preisregionen eines günstigen Gerätes ( ~ 100 Euro, Du hast Kaufbeleg und man sieht, dass Du eben nur paar Wochen damit gearbeitet hast. In der Liga der Profimaschinen ist das gar nichts). Der Erfolg rechtfertigt das aber auf jeden Fall.

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            • Warum, nur zum Anschliff zum umlackieren nimmt man keine Maschine .... Maschine nimmt man nur für Grobschliff wenn danach gespachtelt oder gefüllert wird, also nach Kontrolllack usw. gibt es eben nur Handschliff (wir machen es zumindest nicht anders).

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              • Schleift Ihr das nass oder trocken?

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                • So etwas wird nur nass geschliffen.

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                  • Danke Wolfgang.

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                    • Ja, hatte auch nur Nassschliff erwähnt.
                      https://www.1-2-do.com/forum/alles-u...58#post3796958

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                      • Die letzten Worte gingen mir durch. Sorry.

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                        • Zitat von MrDitschy Beitrag anzeigen
                          Zum Anschleifen nimmt man keine Maschine, bei den vielen Rundungen gibt es da recht schnell platte Flächen die dann erst nach dem lackieren zum vorschein kommen (wenn Maschiene nur fürs grobe, Spachtel usw.).
                          Also als Laie eher von Hand den alten Lack mit 400er für den Füller schleifen und dann ca. 800 und 1200er für den Lack, natürlich alles Nassschliff.
                          Ich gebe dir da zum Teil recht. Deine Ausführungen sind leider die einzigen, die tatsächlich in die richtige Richtung gehen. Ich habe den Job (Fahrzeuglackierer) mal gelernt und wollte mich eigentlich aus der Diskussion raushalten, da hier ja schon soviel „Profitipps“ gekommen sind.

                          Zur Maschine. Ein Exzenterschleifer ist die beste Wahl. 150mm Teller macht da am meisten Sinn, es geht aber auch mit 125mm. Der Teller sollte mittelhart sein, was i.d.R. der Standard auf dem Gerät erfüllt. Rundungen am Fahrzeug schleift man nicht mit der Maschine, wie schon richtig erwähnt, sondern mit der Hand. Beim Anschleifen des alten Lackes kommt es natürlich auch auf dessen Zustand an, man sollte aber, mal abgesehen von Roststellen oder zu spachtelnden Stellen, ein Durchschleifen des Altlacks vermeiden. Das klappt nicht, wenn man Rundungen oder Sicken mit der Maschine überschleift. Spachtelflächen werden am besten mit der Hand und einem Schleifklotz geschliffen. So bekommt auch der Laie vernünftige Übergänge von Spachtel zu Karosserie. Schleifen mit 80, 120, 240. Endschliff 400. Bei Spachtelflächen und ausgeschliffenen Roststellen muss, zumindest auf diesen Stellen , gefüllert werden.
                          Staubabsaugung ist vorteilhaft, es geht aber auch ohne. In dem Fall eine Staubmaske tragen.

                          wird das ganze Fahrzeug gefüllert und es sind keine oder wenige Spachtel- oder Roststellen, kann man einen 2:1 Füller nehmen. Kurzer Härter, lange Verdünnung (bis max. 10%) Kurzer Härter, damit der Füller schnell abbindet, lange Verdünnung, damit der Spritznebel, der in der Luft schwebt, noch vom Lack bzw. Füller aufgenommen wird. Die Kombi kurzer Härter, lange Verdünnung gilt im Übrigen auch für den Decklack. Eine zusätzliche Rostgrundierung ist nicht nötig, da die modernen Füller alle diese Aufgabe mit übernehmen.

                          Der Füller wird nass und ausschließlich mit der Hand geschliffen. Körnung 600 bis 800. Wir hatten damals die Regel: Unii-Lack hell mit 600, Metallic oder dunkler Uni-Lack 800er. Je dunkler der Lack, desto schneller sieht man Schleifriefen. Um kleine Löcher im Spachtel oder andere Problemzonen (wie z.B. Läufer) im Füller besser zu erkennen, kann man Kontrollschwarz (mattschwarz aus der Sprühdose) vor dem Schleifen über den Füller nebeln. Läufer werden, sofern möglich, immer mit dem Klotz ausgeschliffen.

                          Wird das Auto nicht vollständig gefüllert, wird das Fahrzeug nur mit dem grauen Schleifpad (Körnung liegt etwa bei 1000) nass durchgeschliffen und der Füller auf die Spachtel- oder Roststellen aufgetragen. Hier nimmt man einen Dickschichtfüller 4:1 mit max. 10% Verdünnung. Auch hier glit die gleiche Kombi wie oben beschrieben. Für kleine Flächen kann man aber auch einen extra kurzen Härter und eine kurze Verdünnung nehmen.

                          Hast du den Wagen aber schon mit etwas gröberen, als 600er durchgeschliffen, kommst du um das komplette Füllern nicht mehr herum, wenn du noch ein gutes Ergebnis willst.

                          Vor dem Füllern und auch Lackieren ist das Fahrzeug mit Druckluft zu entstauben und gewissenhaft trocken zu blasen. Dann großzügig mit Silikonentfernen abreiben und direkt vor dem Füllern/Lackieren mit dem Staubbindetuch abreiben.

                          Für den Decklack und den 2:1 Füller sollte man eine 1,2mm Düse verwenden, für den Dickschichtfüller ist 1,4mm besser (oder etwas mehr Verdünnung und ein weiterer Durchgang). Mit Gefühl und Erfahrung kann man ggf. auch alles mit einer 1,4 mm Düse hinbekommen.
                          Der Druck sollte bei rund 4bar liegen. Achte in jedem Fall darauf, dass der Kompressor genügend Luft liefern kann. Zu starker Druckabfall fördert Läufer (die du als Laie vermutlich schon zur genüge produzieren wirst).

                          Die klassische Reihenfolge beim Lackieren ist: Dach, hälftig mittig nach außen inkl. Holme, dann sofort andere Seite Dach, Heckklappe, gleicher Vorgang, dann Haube, wieder einseitig mittig nach außen und Seitenwechsel. Dann Abschlussblech, Seitenteile im Wechsel, Hecktüren (sofern vorhanden) im Wechsel, Fronttüren im Wechsel, Kotflügel im Wechsel, Front. Dann mindestens 10, besser 15 Minuten den Lack ablüften lassen. Fingerprobe an einer abgeklebten stelle. Der Lack muss zwar noch kleben, aber nicht mehr nass sein oder Fäden ziehen. Danach den 2. Durchgang, wie beschrieben. Wieder ablüften lassen. Ggf. 3. Durchgang. Der letzte Durchgang wird der „Glänzergang“. Der Lack wir bis 30% verdünnt und dünn und zügig lackiert, damit es nicht zu Läuferbildung kommt.

                          Dann den Lack 8-12 Stunden härten lassen. Abklebung sehr vorsichtig entfernen. Der Lack ist noch sehr weich und nimmt Unachtsamkeit sehr übel. Danach den Lack noch mindesten 12-24 Stunden weiter härten lassen. Wirklich durchgehärtet und belastbar ist der Lack erst nach rund einer Woche.

                          So würde zumindest ich das als (Ex-) Profi machen...

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